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Dienstag, 9 Sep 2008
Die Übernahmen von "Freddie“ und „Fannie“ unterstützen USD-Kurs
Für heute werden einige Indikatoren aus der US-Wirtschaft erwartet. Ein Großteil soll allerdings -laut Prognosen- den aktuellen USD-Trend enttäuschen. Zu Tagesbeginn wird US-Notenbankchef Bernanke eine Rede anlässlich der "White House Initiative on Historic Black Colleges and Universities" halten.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Widerstandskraft | 1.4198 | 1.7641 | 108.53 | 1.1397 | 0.8169 | 0.8123 |
| 1.4176 | 1.7616 | 108.29 | 1.1371 | 0.8146 | 0.8102 | |
| 1.4150 | 1.7592 | 108.04 | 1.1348 | 0.8124 | 0.8078 | |
| Support | 1.4087 | 1.7512 | 107.41 | 1.1284 | 0.8056 | 0.8005 |
| 1.4064 | 1.7489 | 107.18 | 1.1259 | 0.8028 | 0.7987 | |
| 1.4041 | 1.7465 | 106.89 | 1.1223 | 0.8007 | 0.7964 |
Wirtschafts News
USD - USD - "Pending Home Sales" stehen an
Gestern steigerte der USD seinen Kurswert gegenüber allen Währungsgegnern. Dabei gewann der Dollar gegenüber dem EUR über 200 Punkte, fiel im weiteren Tagesverlauf unter die 1,41-Marke bis er schlussendlich bei 1,4050 notierte. Diese Marke stellt einen neuen Tiefstand seit Oktober 2007 dar. Der Wertzuwachs ereignete sich als Reaktion der Märkte auf das Eingreifen der US-Regierung und die Übernahme der Hypothekengiganten Freddie Mac und Fannie Mae. Die Unternehmensübernahme brachte eine sofortige Ankurbelung in der dahinsiechenden Kredit- und Hypothekenkrise, die zuweilen die US-Wirtschaft lähmt. Die US-Aktienmärkte reagierten bei durchschlagendem Erfolg mit einem aufblühenden USD auf den Devisenmärkten. FOMC-Mitglied und Dallas Fed-Präsident Fisher befürwortete in seiner gestrigen Ansprache entschlossen das Eingreifen durch das Finanzministerium. Wichtige US-Datenveröffentlichungen umfassten gestern unter anderem die US-Verbraucherkredite, deren Volumen im Juli um 4,6 Mrd. Dollar gestiegen ist. Im Vormonat belief sich der Betrag auf 11,0 Mrd. USD, was deutlich zeigt, dass die Verbraucherausgaben im Monat August deutlich zurückliegen. Trotz des Rückgangs der Verbraucherkredite, war der USD gestern nahezu unaufhaltsam. Leichte Verluste ergaben sich lediglich gegen den JPY, während der Dollar-Index Höchststände erreichte.
Für heute werden einige weitere Indikatoren aus der US-Wirtschaft erwartet. Ein Großteil soll allerdings -laut Prognosen- den aktuellen USD-Trend enttäuschen. Zu Tagesbeginn wird US-Notenbankchef Bernanke eine Rede anlässlich der "White House Initiative on Historic Black Colleges and Universities" halten. Außerdem stehen die Zahlen zu den US-Lagerbeständen und Umsätzen im Großhandel (Juli) sowie das US-amerikanische IBD/TIPP-Verbrauchervertrauen auf der Agenda; beide Indikatoren werden dabei wenig Einfluss auf die heutigen Marktbewegungen nehmen. Highlight der US-Nachrichten werden vielmehr die Pending Home Sales, die noch nicht abgeschlossenen, jedoch bereits vertraglich fixierten Immobilienverkäufe sein. Experten sagen einen Rückgang von 1,2% voraus, verglichen mit der letzten Messung. Zieht man lediglich US-eigene Indikatoren in Betracht, kann man davon ausgehen, dass der USD an Wert verlieren wird. Jedoch darf dabei nicht vergessen werden, dass ein Aufwärtstrend des USD, mehr als bei jeder anderen Währung, in der Regel nicht zu stoppen ist, sobald er einmal einsetzt. Anleger sollten sich für den überwiegenden Handelstag auf Kursschwankungen einstellen, die sich im Bereich der gestern erreichten Höchststände bewegen werden.
EUR - EUR - EUR-Preise weiterhin auf dem Abwärtstrend
Die Talfahrt des Euro gegenüber seinen Währungsgegnern setzte sich auch im gestrigen Handel fort. Bei schwachen EUR-Daten und einem steigenden USD-Trend der letzten Wochen, fällt der EUR weiterhin. Ein Wertverlust des EUR war bei den aktuellen Problemen der Eurozonen-Wirtschaft zu erwarten, doch Preisinstabilität und Inflation sowie das lahmende Wirtschaftswachstum ließen den EUR über den Erwartungen stürzen. Im Laufe des gestrigen Handelstages verlor der EUR über 200 Punkte gegenüber USD und GBP. Auch dem JPY gegenüber setzte der EUR seine Abwärtstendenzen fort, nachdem EUR/JPY gerade erst am Sonntag 200 Punkte verloren.
Heute werden die Tendenzen des EUR größtenteils von den Entwicklungen der globalen Märkten, insbesondere von US-Daten bestimmt werden, da der einzige Indikator aus der Eurozone bereits heute morgen veröffentlicht wurde: Trotz enttäuschendem Ergebnis brachte die deutsche Handelsbilanz dem EUR leichten Aufschwung. Diese wurde bei 17,5 Mrd. EUR erwartet und belief sich stattdessen lediglich auf 11,8 Mrd. EUR. Nur kurze Zeit nach ihrer Ausgabe, sprangen EUR/USD zurück bis über 1,2120.
EUR-Anleger sollten die globalen Aktienmärkte sowie die Preisfestsetzungen von USD und JPY heute aufmerksam beobachten. Der heutige Handelstag könnte mindestens so dynamisch wie der gestrige verlaufen.
JPY - JPY verbucht starke Gewinne gegen Euro und Englischen Pfund
Auch gestern konnte der Yen sich erneut gegen die Hauptwährungsgegner behaupten. Beeinflusst von einer wieder belebten Risikobereitschaft infolge der Übernahme von "Freddie" und "Fannie", machte der JPY kräftig an Boden gut. Dies verdeutlichten die beträchtlichen Zugewinne von über 200 Punkten gegenüber EUR sowie GBP, bezogen auf den Kurswert zu Beginn der Börsenöffnung am Sonntag. Dabei konnte sich der JPY Kursschwankungen der Märkte zu Nutze machen und monatelange Kursverluste gegen die Hauptwährungen ausgleichen. Zum ersten Mal in drei Tagen verzeichnete Japans Währung sogar gegen den USD Aufwärtstendenzen. Aus Japan wurde gestern der "Economy Watchers Current Index" des Kabinettsbüros veröffentlicht. Dieser verschlechterte sich, verglichen mit dem Vormonat minimal um 1 Punkt und wurde bei 28,3 ausgegeben, was sich äußerst wenig auf den JPY auswirkte.
Heute stehen wiederum gleich einige Indikatoren auf Japans Wirtschaftskalender. Bereits am frühen Morgen wurde der Index der Machine Tool Orders (Bestellungen Werkzeugmaschinen), der erwartungsgemäß um 8,9% fallen sollte und sogar um 14,2% zurückging veröffentlicht. Ungeachtet dieses Ergebnisses, setzt der JPY seinen aktuellen Trend jedoch fort. Im weiteren Handelsverlauf wird Japan seinen jährlichen Corporate Goods Price Index (CGPI) veröffentlichen, der unter anderem die Veränderungen der Durchschnittspreise von Dienstleistungen für Unternehmen misst. Des weitern wird die japanische Leistungsbilanz (Current Account) bei einem Anstieg auf 1,34 Billionen Yen für diesen Monat erwartet. JPY-Anleger sollten ihr Augenmerk nicht nur auf die US-Aktienmärkte und den USD richten, sondern außerdem die Entwicklungen des GBP im Auge behalten. Auch im heutigen Handel könnte sich ein weiterer Wertzuwachs für den JPY ergeben.
Rohöl - Steigender Dollar lässt die Rohölpreise purzeln
Auch gestern fielen die Rohölpreise wieder einmal aufgrund des starken USD-Aufwärtstrends. Ein neuer Dollar-Höchststand seit dem Jahre 2007, begleitet von der Veröffentlichung ausreichender Rohölbestände brachten die Rohölpreise gestern auf das neue Preisniveau von $104,80 pro Barrel.
Diese Preisentwicklung ergab sich, nachdem der sich anbahnende Hurrikan "Ike" auf Kategorie 1 zurückgestuft wurde. Darüber hinaus gab der Preis für Rohöl nach, als der saudische Ölminister Ali Al-Naimi beim Treffen der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) in Wien sprach. Al-Naimi versicherte, dass die Versorgung „ausreichend sei und die Preise ausgeglichen“. Die Ergebnisse der OPEC-Konferenz werden voraussichtlich Kursschwankungen für die Rohölpreise am morgigen Tag bringen.
Technische News
EUR/USD
Dieses Paar setzt seinen Abwärtstrend in vollem Umfang fort und wird mittlerweile um die 1,4080-Marke gehandelt. Da der aktuelle Kurs auf der Tages-Chart bereits unter den niedrigen Bereich der Bollinger Bands gefallen ist, könnten sich weitere Abwärtstendenzen ergeben. Verkaufen ist daher eventuell eine gute Strategie für heute.
GBP/USD
Das Paar hat seinen Abwärtstrend wieder aufgenommen und steht vor dem Durchbruch der 1,7500-Marke. Sollte sich ein solcher tatsächlich ereignen, könnte die Abwärtstendenz von GBP/USD fortbestehen, wobei der nächste
Richtpreis bei 1,7430 liegen könnte.
USD/JPY
Dieses Paar gibt weiterhin gemischte Ergebnisse aus, ohne einen bedeutenden Durchbruch zu erzielen. Da alle Oszillatoren der 4-Stunden-Chart abwärts gerichtet sind, könnte dies der Auftakt zu einem weiteren Abwärtstrend sein. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte eine gute Entscheidung für heute lauten.
USD/CHF
Dieses Paar erweitert sein zinsbullisches Momentum und wird nun um die 1,1320-Marke gehandelt. Auf der Tages-Chart verengen sich die Bollinger Bands, was eventuell einen erneuten heftigen Aufwärtstrend bedeutet. Kaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.
Die Wild-Card
Rohöl
Die Rohölpreise sind wieder einmal am Fallen. Das Barrel Rohöl wird aktuell um $105 gehandelt. Da alle Oszillatoren der Tages-Chart rückläufige Signale ausgeben, könnte dies einen weiteren Preissturz bedeuten. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine gute Gelegenheit bieten, einem äußerst beliebten Trend beizutreten.
| Datum | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01/08 | 12:00 | GBP | Official Bank Rate | 2.00% | 1.50% | 1.50% | ![]() | |
| 13:30 | USD | Unemployment Claims | 492K | 545K | 467K | ![]() | ||
| 15:00 | CAD | Ivey PMI | 40.2 | 37.5 | - | ![]() | ||
| 15:30 | USD | Natural Gas Storage | -143B | -78B | - | ![]() | ||
| 16:00 | USD | President-Elect Obama Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 17:50 | CAD | Gov Council Member Duguay Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 18:30 | USD | Assist Treasury Sec Kashkari Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 19:00 | EUR | ECB President Trichet Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 20:00 | USD | Consumer Credit | m/m | -3.5B | -0.5B | - | ![]() | |
| 01/09 | 05:00 | JPY | Leading Indicators | 85.2% | 81.4% | - | ![]() | |
| 07:00 | EUR | German Retail Sales | m/m | -2.2% | 0.4% | - | ![]() | |
| 07:45 | EUR | French Industrial Production | m/m | -2.7% | -0.7% | - | ![]() | |
| 07:45 | EUR | French Trade Balance | -7.1B | -5.0B | - | ![]() | ||
| 09:30 | GBP | Manufacturing Production m/m | m/m | -1.4% | -0.5% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | PPI Input | m/m | -3.3% | -2.0% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | Industrial Production | m/m | -1.7% | -0.5% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | PPI Output | m/m | -0.7% | -0.7% | - | ![]() | |
| 10:00 | EUR | Retail Sales | m/m | -0.8% | 0.1% | - | ![]() | |
| 11:00 | EUR | German Industrial Production | m/m | -2.1% | -2.0% | - | ![]() |



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