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Friday, 17 Jun 2011

Die Debatte der Republikaner wirkt sich auf den UoM Stimmungsbericht aus

Nach dem Rücktritt des demokratischen Abgeordneten Anthony Weiner (D-NY), aufgrund des jüngsten Skandals, wird die Debatte der Republikaner zum Wochenschluss die Kritik an Präsident Obamas Wirtschaftspolitik richtig auf Touren bringen, was sich möglicherweise negativ auf die Stimmungslage in den USA auswirken könnte, wie sich im heutigen Stimmungsbericht der Universität von Michigan (UoM) zeigen wird. Der US Dollar wird aufgrund dessen jedoch kaum Schwäche zeigen, da er gemeinhin in Zeiten der Risikovermeidung positive Ergebnisse verzeichnet.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndowndownnodown
Wochentendenzupupdowndownupno
Resistance1.44591.644481.840.86571.07670.8927
1.43121.629881.280.85771.06540.8848
1.42561.622580.940.85241.06050.8817
Support1.41091.607980.380.84441.04920.8738
1.40171.600580.140.84161.04280.8689
1.38701.585979.570.83351.03150.8610

Wirtschafts News

USD - US Dollar verzeichnet unterschiedliche Ergebnisse während Händler die Produktionsdaten abwägen

Die schwachen Wirtschaftsdaten der USA drückten gestern erneut auf den Kurs des US Dollar, während Investoren sich weiterhin besorgt über die Leitzinsunterschiede zwischen den USA und Europa zeigten. Die gestrigen Produktionsdaten aus Philadelphia zeigten einen kräftigen Rückgang im vergangenen Monat auf dem Fertigungssektor im amerikanischen Nordosten, was zu erhöhter Risikovermeidung führte.

Einen ähnlichen Abschwung hatte es früher im Monat bereits in Europa gegeben. Der gestern berichtete Rückgang bei den britischen Einzelhandelsumsätzen dürfte ebenfalls zu einer Hinwendung zur Sicherheit führen. Die Nachrichten aus der amerikanischen Wirtschaft deuten weiterhin auf Schwäche und Stagnation hin, während die weltweite Produktion in eine Phase des Abschwungs tritt. Sollten die Daten so schwach bleiben wie sie sind, dürften Händler sehr wahrscheinlich beobachten wie sich der Druck auf die Kurse der riskanteren Währungen erhöht, während der USD unterschiedliche Ergebnisse verzeichnen wird.

Heute wird der Stimmungsbericht der Universität von Michigan (UoM) veröffentlicht. Dieser Bericht über die Verbraucherstimmung wird voraussichtlich die jüngsten Nachrichten über Stagnation und Wachstumsrückgang bestätigen. Nach dem Rücktritt des demokratischen Abgeordneten Anthony Weiner (D-NY), aufgrund des jüngsten Skandals, wird die Debatte der Republikaner zum Wochenschluss die Kritik an Präsident Obamas Wirtschaftspolitik richtig auf Touren bringen, was sich möglicherweise negativ auf die Stimmungslage in den USA auswirken könnte. Der US Dollar wird aufgrund dessen jedoch kaum Schwäche zeigen, da er gemeinhin in Zeiten der Risikovermeidung positive Ergebnisse verzeichnet.

EUR - EUR verzeichnet mittägliche Kursgewinne da US Daten schwanken

Der Euro verzeichnete gestern beim späten Handel einen Aufschwung als Wirtschaftsnachrichten gemischt mit politischem Drama dafür sorgten, dass Investoren zwischen Schuldensorgen und unterschiedlichen Leitzinssätzen hin und her gerissen waren. Die schwachen amerikanischen Wirtschaftsdaten blieben viele Händler misstrauisch was die Sicherheit des Dollar betrifft. Nach dem gestrigen erheblichen Abschwung beim Konjunkturbericht des Fed-Distriktes Philadelphia richteten Investoren ihr Augenmerk auf eine mögliche Entschuldung Griechenlands, die gestern mehr und mehr mit Optimismus betrachtet wurde. Aus der Eurozone werden heute zwei Wirtschaftspublikationen von geringerer Bedeutung erwartet. In Italien wird um 9:00 MGZ die Handelsbilanz veröffentlicht. Es wird angenommen, dass sich ein leichter Rückgang beim Anwachsen des italienischen Haushaltsdefizits zeigen wird. Eine solche Nachricht könnte ein bevorstehendes Wachstum des italienischen Binnenmarktes unterstützen.

Nach den italienischen Daten wird um 10:00 MGZ die Handelsbilanz der Eurozone bekannt gegeben. Dieser Bericht misst die Wertänderung zwischen importierten und exportierten Waren. Es wird davon ausgegangen, dass ein Anwachsen des Handelsdefizits der Region den EUR noch vor dem bevorstehenden Wochenende unter Druck setzen dürfte. Nachrichten über eine Bereitstellung von Mitteln für Griechenland halten den Markt im Griff, nachdem die schwankenden Daten aus den USA viele Portfolios drastisch verändert haben. Es darf heute mit einer leichten Stärkung des EUR gerechnet werden falls sich der Dollar nicht auf feste Füße stellen kann.

JPY - JPY verzeichnet relativ schwachen Handel

Der japanische Yen (JPY) verzeichnet Donnerstag relativ unterschiedliche Ergebnisse, mit Kursgewinnen zu diversen Währungen einerseits und Kursverlusten andererseits. Nach einer Woche voller Auf und Nieder scheint der japanische Yen heute wieder Gewinne verzeichnen zu können, da viele Investoren nach Sicherheit streben. Die vorherrschende Grundhaltung der Risikovermeidung ließ viele Händler sich dem Yen zuwenden, entgegen den höhere Erträge erzielenden Währungen, wie dem Euro, der gestern Nachmittag auf den tiefsten Stand seit sechs Wochen absackte.

Allerdings handelte der Yen leicht im Minus zum US Dollar da die Paarung sich vom vorherigen Interventionswert nahe 80,00 aufwärts bewegte. Die USD/JPY-Paarung hielt sich stabil beim gestrigen Tief, fand Unterstützung nahe 80,30 und bewegte sich bei Eröffnung der asiatischen Märkte in Richtung 80,90. Eigentlich hätten die japanischen "Minutes" des Monetary Policy Meeting von heute Morgen Licht auf Kurs und Richtung des JPY werfen sollen, doch bislang blieb es an den Devisenmärkten relativ ruhig. Falls sich die schwachen Wirtschaftsdaten aus den westlichen Volkswirtschaften als ausschlaggebend herausstellen, könnte der JPY noch vor Wochenschluss solide Unterstützung finden.

Rohöl - Rohölpreis im Abschwung während Investoren nach Sicherheit streben

Der Rohölpreis fiel gestern Morgen unter $ 92 pro Barrel nachdem am Mittwoch die US Rohöllagerbestände einen Rückgang zu verzeichnen hatten. Die Rohöllagerbestände waren einige Wochen lang erheblich angestiegen, bevor sie jetzt zurückgingen. Der plötzliche Stopp bei der Bestandszunahme hatte erheblichen Einfluss auf den Wert des Rohöls, und der Preis fiel von seinem jüngsten Hoch nahe $ 103 pro Barrel auf den derzeitigen Wert von knapp unter $ 92.

Der Kurs des US Dollar zum Euro war beim jüngsten Handel bis auf ein Drei-Wochen-Hoch von nahe 1,4160 angestiegen, was sich ursprünglich negativ auf den Rohölpreis auswirkte. Heute sollten sich Händler auf schwankende Ölpreise vor dem Wochenende einrichten. Ob sich Ölhändler allerdings dafür entscheiden den Preis steigen zu lassen indem sie Ölkäufe tätigen, oder ob sie sich wegen der wahrgenommenen Risikovermeidung vom schwarzen Gold zurückziehen werden, bleibt abzuwarten.

Technische News

EUR/USD

Nach einem drei Wochen anhaltenden Aufschwung war diese Paarung nicht in der Lage den Wert von 1,4700 zu durchbrechen, einem Wert nicht weit von der vorherigen Trendlinie die die Tür zu einem erheblichen Rückgang öffnete, die zu 50% Rückführung von den Ende Mai bis Anfang Juni Gewinnen führte. Die Rückgänge der letzten Wochen endeten beim 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,4330, der als erste Unterstützung dienen dürfte. Der rückläufige Slow Stochastic auf dem Tages-Chart lässt vermuten, dass die Paarung weiter absinkt und bei 1,4250 auf Widerstand trifft, einem Wert der mit der 61% Rückführung und der steigenden Trendlinie vom Mai-Tief übereinstimmt. Bei einem Durchbruch hier dürfte sich die Paarung am 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt versuchen, gefolgt vom Mai-Tief bei 1,3970. Andererseits dürfte sich Widerstand sehr wahrscheinlich bei 1,4570 finden, gefolgt von 1,4700.

GBP/USD

Die wöchentliche Kerze deutet darauf hin, dass weitere Rückläufigkeit zu erwarten ist, da ohne den unteren Docht das Momentum abwärts weist. Eine Bestätigung dafür wird sich erst dann ergeben, wenn der Handel in dieser Woche ein rückläufiges Muster aufweist. Einstweilen endete die Abwärtsbewegung beim 38% Rückführungswert der Dezember-April-Bewegung und nähert sich rasch der Trendlinie vom Mai-Tief in 2010 bei 1,6180. Die Paarung könnte von diesem Wert wieder ansteigen, wie das bereits Ende Mai der Fall war. Widerstand findet sich bei 1.6400 und 1.6460, sowie bei 1.6550. Sollte die Paarung bei der Trendlinie keinen Aufschwung erfahren, könnte es zu einem Abschwung bis auf 1,6060 kommen, oder gar bis zum April-Tief von 1,5935.

USD/JPY

Der Yen verhielt sich gegenüber der Vorwoche relativ unverändert, und nachdem dem Versuch den Kurs von 80 Yen zu unterbieten nur kurzfristig Erfolg beschieden war, wurde diese Paarung wieder höher gehandelt. Da die meisten Oszillatoren sich im neutralen Bereich bewegen, wird die Paarung sich weiter rückläufig entwickeln, und Widerstand findet sich bei der fallenden Trendlinie des Hochs von Ende Mai welches nahe dem 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 81.00 liegt. Dieser Wert dürfte Händlern einen besseren Kurs geben um eine Short-Position einzunehmen. Weiterer Widerstand findet sich bei 81,75, dem Hoch vom 31. Mai, gefolgt von 82,25, dem Hoch vom 19. Mai. Unterstützung findet sich beim Mai-Tief von 79,50, gefolgt vom Rekord-Tief von 76,11.

USD/CHF

Diese Paarung versucht sich am kurzzeitigen Widerstandswert von 0,8450, und ein Durchbruch hier könnte einen Widerstand von 0,8855 freilegen, der knapp unter dem 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt liegt. Ein Anstieg auf diesen Kurs dürfte Händlern bessere Werte geben um eine Short-Position einzunehmen. Oberhalb dieser Werte liegt die fallende Trendlinie vom Hoch von Mitte Februar das bei 0,8670 liegt. Unterstützung findet sich beim Rekordtief von 0,8325.

Die Wild-Card

EUR/CHF

Diese Paarung gilt als Favorit in der griechischen Schuldenkrise, und gestern notierte die EUR/USD-Paarung ein neues Rekordtief bei 1,1985. Der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart verläuft rückläufig, was auf mögliche weitere Abwärtsbewegung hindeutet. Forex-Händler sollten bei diesem Paar eine Short-Position einnehmen, wobei sich Widerstand bei 1,2315 findet, gefolgt von 1,2470. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 08:30 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/25
09:00EUR+ Italian Retail Sales0.6% -0.1% -0.2% 1
14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
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