| Devisen News Center | | | Devisen News Archiv | | |
|
Friday, 9 Dec 2011
Die EZB senkt den Leitzinssatz, enttäuscht allerdings Investoren
Auf der gestrigen Pressekonferenz erläuterte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, die drei Säulen für den Fiskalpakt. Er betonte auch, dass die EZB weder vorhat quantitative Lockerungen (QE) durchzuführen, noch in unbegrenzter Anzahl europäische Staatsanleihen aufzukaufen. Als Folge dieses enttäuschenden Statements sank der EUR zum US Dollar unter den Wert von 1,33.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3550 | 1.6000 | 80.20 | 0.9775 | 1.0750 | 0.8830 |
| 1.3460 | 1.5890 | 79.50 | 0.9460 | 1.0450 | 0.8760 | |
| 1.3370 | 1.5780 | 78.70 | 0.9330 | 1.0340 | 0.8660 | |
| Support | 1.3260 | 1.5560 | 76.55 | 0.9065 | 1.0050 | 0.8460 |
| 1.3210 | 1.5420 | 75.56 | 0.8920 | 0.9660 | 0.8400 | |
| 1.3145 | 1.5270 | 0.8760 | 0.9385 | 0.8355 |
Wirtschafts News
USD - Von der Bekanntgabe von US Wirtschaftsdaten wurde kaum Notiz genommen
Heute sind alle Augen in Europa auf den europäischen Wirtschaftsgipfel in Brüssel gerichtet. Die gestrige Bekanntgabe des wöchentlichen Berichts über die US Arbeitslosenansprüche wurde von der EZB Pressekonferenz überschattet. Der Bericht weist aus, dass 381.000 neue Anträge auf Arbeitslosenunterstützung gestellt wurden, gegenüber den Erwartungen von 397.000. Bestandsaufnahmen für den Monat November stiegen um 1,6% gegenüber den allgemeinen Vorhersagen von 0,4%. Das deutet auf reduzierte Geschäftsausgaben im 4. Quartal hin, sowie auf ein möglicherweise zum Jahresende hin niedrigeres US Bruttoinlandsprodukt. Diese Daten wurden größtenteils zugunsten der Ereignisse in Europa ignoriert, was wahrscheinlich auch heute der Fall sein wird, wenn in den USA die Daten zur Handelsbilanz und zur Verbraucherstimmung veröffentlicht werden.
Die EUR/USD-Paarung findet Widerstand bei 1,3440 vom 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt, gefolgt von 1,3550 von dem Hoch der vergangenen Woche. Unterstützung findet sich beim November-Tief von 1,3210, gefolgt vom Oktober-Tief von 1,3145.
EUR - Die EZB senkt den Leitzinssatz, enttäuscht allerdings Investoren
Die EZB senkte ihren Leitzinssatz um 25 Basispunkte und führte langfristige Refinanzierungsmaßnahmen für Banken ein. Auf seiner Pressekonferenz erläuterte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, die drei Säulen für den Fiskalpakt. Diese drei Säulen sind Wachstum, Regeln für Schulden-Level und Stabilisierungsmechanismen. Was Draghi nicht erwähnte ist die Absicht der EZB die Renditen für Staatsanleihen zu deckeln. Auch will die Zentralbank nicht als ultimativ letzter Darlehensgeber dastehen, wobei die schlussendliche Entscheidung darüber bei den politischen Führungskräften liegt. Investoren zeigten sich enttäuscht darüber, dass Draghi sagte, die EZB sei nicht bereit für ein quantitatives Lockerungsprogramm.
Draghi hat den Ball wieder den europäischen Politikern zugespielt, die heute in Brüssel tagen. Es bestehen große Erwartungen für zusätzliche Maßnahmen zur Integration Europas und zur Finanzierung der Schulden finanziell angeschlagener Staaten. Allerdings ist die Stimmung angesichts des großen Unterschieds zwischen Deutschland und den anderen betroffenen Staaten recht gedämpft.
Die Kurs-Aktion für die EUR/JPY-Paarung zeigt, dass sie nicht über ihren 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 104,40 ansteigen konnte und dass sie sich weiter in Richtung 102,50 bewegt, der Unterstützung vom 25. November. Ein Durchbruch hier würde die Tür zum Oktober-Tief von 100,75 öffnen.
GBP - BoE lässt Leitzinssatz und Anleihen-Käufe unverändert
Wie erwartet hat die Bank of England (BoE) ihren Leitzinssatz und ihr Anleihen-Aufkauf-Programm unverändert belassen. Das bedeutet, dass die Märkte Einzelheiten des letzten Monetary Policy Committee Meeting erst am 21. Dezember erfahren werden. Im Oktober hatte die BoE unerwarteterweise die Ankäufe von Staatsanleihen von GBP 200 Mrd. auf 275 Mrd. erhöht. Bankpräsident Mervyn King hatte bereits durchblicken lassen, dass die Zentralbank bereit war zusätzliche Anleihen-Käufe zu tätigen, sollten sowohl die BoE als auch die Regierung von einen Rückgang beim Bruttoinlandsprodukt ausgehen. Der jüngste Bericht des Office of Budget Responsibility sagt für 2012 einen Anstieg beim Bruttoinlandsprodukt um 0,7% voraus. Während sich die Eurozone bemüht die Schuldenkrise und die Finanzkrise zu bewältigen verheißt das nichts Gutes für Großbritannien, deren größter Handelspartner die EU ist. Folglich könnte das Pfund Sterling unter zusätzlichen Verkaufsdruck geraten.
Die GBP/USD-Paarung konnte den Widerstandswert von 1,5780 zwar nicht erreichen, bewegt sich aber immer noch innerhalb des Konsolidierungs-Patterns der zurückliegenden eineinhalb Wochen. Ein Durchbruch der Unterstützung von 1,5560, dem Tief vom 6. Dezember dürfte das Tief vom 25. November von 1,5420 offen legen.
Silber - Die europäischen Wirtschaftssorgen lassen Silberpreis sinken
Der Silberpreis fiel gestern im gleichen Maße wie der EUR, als der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, durchblicken ließ, dass die EZB nicht zur Rettung verschuldeter europäischer Staaten eilen wird. Höhere Erträge erzielende Anlagewerte wie Aktien und der AUD verloren während Draghis Rede an Boden, was sich auf die Stimmung an den Märkten auswirkte. Im Gegenzug orientierten sich Händler in Richtung Safe-Hafen-Anlagen, wie US Staatsanleihen und dem USD. Allerdings könnte sich in Draghis Äußerungen ein Silberstreifen am Horizont zeigen, da der gesenkte Leitzinssatz und vermehrte Liquiditätsmaßnahmen Zugang zu erschwinglicherer Finanzierung für Investitionen in Edelmetalle wie Gold und Silber verschaffen könnte.
Silber handelte in einem Dreiecks-Konsolidierungs-Pattern von den November-Hochs und -Tiefs. Der Rohstoff findet Widerstand an der Spitze des Patterns bei $ 33,15 pro Feinunze und beim unteren Grenzwert der Konsolidierung von $ 31,50. Forex-Händler sollten beachten, dass das Chart eine maßvolle Bewegung um $ 1,75 vorsieht, die in beide Richtungen erfolgen könnte.
Technische News
EUR/USD
Das Wochen-Chart zeigt, dass die Paarung in einer symmetrischen Dreiecksformation handelt, wobei die Widerstandslinie vom Mai-Hoch abfällt und die Unterstützungslinie vom Jahres-Tief. Erste Unterstützung dieses Chart-Musters findet sich diese Woche bei 1,3200. Ein Durchbruch hier dürfte wahrscheinlich nicht nur die Tür zum Oktober-Tief von 1,3145 öffnen, sondern ebenfalls zu 1,3050, der 61,8% Fibonacci Rückführung der Aufwärtsbewegung von 2010 zu 2011. Das Januar-Tief von 1,2875 könnte eine zeitnahe Kurs-Aktion enthalten. Andererseits bildet das Hoch vom 18. November bei 1,3610 ersten Widerstand, gefolgt von der Mitte-November-Konsolidierung von 1,3860, bei der auch der 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt liegt. Der Spitzenwert der Dreiecksformation dürfte wahrscheinlich Aufwärtsbewegungen in Richtung 1,4230-1,2350 enthalten.
GBP/USD
Vergangene Woche fand die Paarung Widerstand bei 1,5780, einem Wert, der sich schon in der Vergangenheit als Widerstandswert erwiesen hat. Zusätzlicher Widerstand findet sich beim Oktober-Hoch von 1,6165. Der Slow Stochastic auf dem Monats- und dem Wochen-Chart ist weiterhin rückläufig und so bildet das November-Tief von 1,5435 ersten Widerstand, gefolgt vom Oktober-Tief von 1,5270. Die letzte Bastion der Unterstützung für die GBP/USD-Paarung findet sich bei der von den Tiefs in 2009 und 2010 ansteigenden Trendlinie deren Wert bei 1,0590 liegt.
USD/JPY
Die USD/JPY-Paarung dehnt sich über die langfristige Trendlinie des Hochs in 2007 aus, deren Wert bei 78,70 liegt. Es bedarf eines Durchbruchs dieses Werts um den jüngsten Kursanstieg zu bestätigen. Der Slow Stochastic auf dem Wochen- und dem Monats-Chart zeigt Aufwärtstendenz, so dass Händler weiteren Widerstand bei 79,50 vom Post-Interventions-Hoch finden dürften. Der 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt liegt ebenfalls knapp unter diesem Wert. Sollte die Paarung die langfristige Trendlinie nicht erreichen, dürfte sich der Stau zwischen 77,50-77,60 als unterstützend erweisen, während das Allzeit-Tief nahe 75,60 sich als letzte Unterstützung zeigt.
USD/CHF
Der Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart zeigt sich bereits rückläufig und auch der Slow Stochastic auf dem Monats-Chart beginnt sich zu wenden. Das geschieht nachdem es der Paarung nicht gelungen ist einen Durchbruch oberhalb des Widerstandswerts von 0,9330 zu vollziehen. Folglich findet das Paar Unterstützungen bei 0,9065, dem Tief der vergangenen Woche, gefolgt vom November-Tief von 0,8760 und dem Oktober-Tief von 0,8565. Ein Durchbruch oberhalb des 0,9330 Widerstandswerts könnte Kursgewinne in Richtung des Jahres-Hochs von 0,9780 auslösen.
Die Wild-Card
Silber
Silber handelte in einem Dreiecks-Konsolidierungs-Pattern von den November-Hochs und -Tiefs. Der Rohstoff findet Widerstand an der Spitze des Patterns bei $ 33,15 pro Feinunze und beim unteren Grenzwert der Konsolidierung von $ 31,50. Forex-Händler sollten beachten, dass das Chart eine maßvolle Bewegung um $ 1,75 vorsieht, die in beide Richtungen erfolgen könnte. forex
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/25 | ||||||||
| 09:00 | EUR | Italian Retail Sales | 0.6% | -0.1% | -0.2% | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Consumer Sentiment | 77.8 | 77.7 | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Inflation Expectations | 3.1% | - | - | ![]() | ||



Events zum Google Kalender hinzufügen
Alles markieren
Markierung aufheben
Drucken
Italian Retail Sales







