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Friday, 4 Nov 2011

Die Märkte fokussieren sich auf den US Arbeitsmarktbericht (NFP) und die Ereignisse in Europa

Zu Beginn eines jeden Monats steht für gewöhnlich der US Arbeitsmarktbericht (NFP) im Mittelpunkt des Interesses wenngleich Marktteilnehmer sich ebenfalls auf die Ereignisse in Europa fokussieren. Gestern sorgte EZB Präsident Mario Draghi für ein wenig Erleichterung, als er überraschenderweise eine Senkung des Leitzinssatzes um 25 Basispunkte bekannt gab.


EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdownnodownnodownno
Wochentendenzdowndowndownupnoup
Resistance1.43201.661580.200.91601.10100.8880
1.42501.645079.900.90801.07600.8830
1.39001.616579.700.89601.05000.8670
Support1.36751.585077.850.85501.01900.8550
1.36071.563077.500.84501.01200.8350
1.31451.527075.560.82400.99200.8285

Wirtschafts News

USD - US Arbeitsmarktbericht (NFP) - Schlüssel zu QE3

Einige Analysten haben das Offenmarktausschuss-Statement (FOMC) und die Pressekonferenz als relativ unbedeutend angetan, dieweil die US Notenbank ihre Prognosen für Wirtschaftswachstum und höhere Beschäftigungszahlen senkte. Allerdings ergaben sich auch zwei wichtige Erkenntnisse aus dem Meeting: es gab keine größeren Meinungsunterschiede zwischen den FOMC Mitgliedern, und während der Pressekonferenz bot US Notenbankchef Ben Bernanke an die Wirtschaft mit weiteren Anreizen zu versehen, sollte sich das als notwendig erweisen.

Das lässt den heutigen Arbeitsmarktbericht (NFP) umso wichtiger erscheinen. Angesichts der düsteren Beschäftigungsprognose der US Notenbank (Fed) wächst die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed eine weitere Runde von Aufkäufen von Staatspapieren einläuten wird (QE3). Die Märkte erwarten, dass es im Oktober einen Anstieg um 98.000 neue Arbeitsplätze gegeben hat. Enttäuschende Arbeitsmarktzahlen dürften sich zunächst positiv auf den USD auswirken. Kurzzeitige Unterstützung für die EUR/USD-Paarung findet sich beim Tief vom Dienstag von 1,3607. Auf längere Sicht gesehen dürfte QE3 sich allerdings in einer Schwächung des USD auswirken.


EUR - EZB senkt Leitzinssatz um 0,25%

Die EZB senkte gestern seinen Leitzinssatz um 25 Basispunkte auf 1,25%. Diese Maßnahme kam für viele Marktteilnehmer völlig überraschend, da diese Entscheidung der EZB erst für nächsten Monat erwartet worden war. Es war das erste EZB treffen bei dem der Italiener Mario Draghi den Vorsitz führte, und die Maßnahme zur Lockerung der Geldmarktpolitik der Eurozone wurde nicht kritiklos hingenommen. Allerdings dürften regelmäßige Leser dieses Kommentars sich daran erinnern, dass sinkende Einkaufsmanagerindexe und schwache Bruttoinlandsproduktszahlen auf ein Nachlassen des Wirtschaftswachstums der Eurozone hindeuten. Die gestrige Leitzinssenkung dürfte ein angemessener Schritt für die europäische Wirtschaft gewesen sein, die merkliche Anzeichen eines nachlassenden Wirtschaftswachstums aufweist.

Der Leitzinssatz der EZB ist im Vergleich zu den Leitzinssätzen der Zentralbanken (Fed, BoE, SNB) anderer hoch entwickelter Volkswirtschaften immer noch relativ hoch. Händler werden sich daran erinnern, dass die EZB den Leitzinssatz in diesem Jahr bereits zweimal angehoben hatte. Folglich könnte die EZB, angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit in der Eurozone, zur weiteren Entspannung noch eine weitere Leitzinssenkung vornehmen.

CAD - CAD-Kurs ist von externen Einflüssen abhängig

Die Abwesenheit kanadischer Wirtschaftsdaten ließ den CAD in der Abhängigkeit von Einflüssen außerhalb Kanadas. So wurde die USD/CAD-Paarung gekauft, als Händler das Risiko vermeiden wollten. Die Paarung wird dann wieder verkauft, wenn Händler riskantere Anlagen wie Aktien und den AUD kaufen. Gestern wurde die USD/CAD-Paarung beim frühen Londoner Handel vermehrt verkauft, kam dann aber schnell unter Druck als die EZB den Leitzinssatz senkte.

Heute werden in Kanada Berichte zu den monatlichen Baugenehmigungen und zum Ivey Einkaufsmanagerindex veröffentlicht. Höchstwahrscheinlich werden diese Daten aber von der Bekanntgabe des US Arbeitsmarktberichts (NFP) überschattet. Folglich sollten Händler ihre USD/CAD Hinweise den Risk on/Risk off Stimmungen an den Märkten entnehmen. Unterstützung findet die USD/CAD-Paarung beim gestrigen Tief von 1,0050 und dem Oktober-Tief von 0,9890.

Rohöl - Rohölpreis festigt sich innerhalb einer $ 6 Preisspanne

Der Rohölpreis scheint sich damit abzufinden sich in seiner derzeitigen Preisspanne zu bewegen, da die Märkte nach einer Art Katalysator suchen um sich zu entwickeln. Rohöl handelte innerhalb einer Preisspanne von $ 89 bis $ 95 pro Barrel. Die gestrige Leitzinssenkung war nicht unbedingt dazu geeignet den Rohölpreis steigen zu lassen, da auch EZB Präsident Mario Draghi durchblicken ließ, die Eurozone könne in eine Rezession abrutschen. Die US Notenbank senkte auch die Stimmung an den Märkten durch ihre Herabsetzung der Einschätzung der US Wirtschaftssituation. Vielleicht könnte ja der heutige US Arbeitsmarktbericht (NFP) der oben beschriebene Katalysator sein nach dem gesucht wird?

Technische News

EUR/USD

Ein eindrucksvoller Aufschwung im Oktober brachte die EUR/USD-Paarung bis zu 1,4250, der 61% Rückführung der Mai-Oktober-Bewegung. Jedoch verheißt die Unfähigkeit der Paarung diesen technischen Schlüsselwert zu übersteigen in nächster Zeit nichts Gutes für den EUR. Die Unfähigkeit der Paarung über die zuvor durchbrochene Trendlinie von den Juni 2010 und Januar 2011 Tiefs anzusteigen ist ebenfalls bemerkenswert. Ein sinkender Slow Stochastic auf dem Tages- und Wochen-Chart deutet zudem auf Rückläufigkeit bei der EUR/USD-Paarung hin. Unterstützung findet sich bei 1,3915, dem Hoch vom 17. Oktober, gefolgt von 1,3650, dem Tief vom 18. Oktober und dem Gesamt-Oktober-Tief von 1,3145. Der 61% Rückführungswert dient als erster Widerstand mit möglichen zusätzlichen Verkäufen bei 1,4450, der Trendlinie von den Mai- und Juli-Hochs.


GBP/USD

Der Paarung ist es nicht gelungen über den 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt anzusteigen, und sie stoppte kurz vor dem 61% Fibonacci Rückführungswert der April-Oktober-Bewegung von 1,6150, der als erster Widerstand dienen sollte. Bei einer Bewegung darüber hinaus könnte sich Widerstand bei 1,6450 vom August-Hoch finden, obwohl sich beim Slow Stochastic auf dem Tages-Chart ein rückläufiger Cross gebildet hat, der sich auch beim Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart zu zeigen beginnt. Folglich könnte sich bei einer Abwärtsbewegung Unterstützung beim Wert von 1,5890, dem Tief vom 26. Oktober finden, sowie bei 1,5630, dem Tief vom 18. Oktober.


USD/JPY

Eine weitere Intervention hat die USD/JPY-Paarung um 400 Pips bzw. um 5,29% angehoben. Allerdings konnte dieser kräftige Anstieg nicht die fallende Trendlinie vom Hoch in 2007, das diese Woche bei 79,70 liegt, durchbrechen. Da der langfristige Abwärtstrend noch intakt ist könnte eine Abwärtsbewegung erneut die Allzeit-Tiefs von 77,85 vom September-Hoch testen, sowie den Unterstützungswert von 77,50 vom Hoch in Mitte Oktober. Sollten sich die Interventionen seitens des japanischen Finanzministeriums fortsetzen, könnten sich Angebote bei 80,20 finden, was der Spitzenwert nach der letzten Intervention im August war.

USD/CHF

Eine weitere Intervention hat die USD/JPY-Paarung um 400 Pips bzw. um 5,29% angehoben. Allerdings konnte dieser kräftige Anstieg nicht die fallende Trendlinie vom Hoch in 2007, das diese Woche bei 79,70 liegt, durchbrechen. Da der langfristige Abwärtstrend noch intakt ist könnte eine Abwärtsbewegung erneut die Allzeit-Tiefs von 77,85 vom September-Hoch testen, sowie den Unterstützungswert von 77,50 vom Hoch in Mitte Oktober. Der Schweizer Franken hat seinen Abwärtstrend zum USD wieder aufgenommen, nachdem er bis auf 0,8550 gesunken war, einem Wert, der zuvor sowohl als Unterstützung als auch als Widerstand diente. Bei einem Aufschwung hier könnte sich Widerstand bei 0,8900, dem Oktober-Spitzenwert finden. Sollte sich der Abwärtstrend vom Oktober in den November fortsetzen könnte sich nach einem Durchbruch des Werts von 0,8550 ein neuer Widerstand beim August-Hoch von 0,8240 finden.





Die Wild-Card

EUR/CHF

Diese Währungspaarung ist aus dem Rampenlicht verschwunden nachdem die SNB den Basiskurs bei 1,20 festgelegt hatte, jedoch sollten Händler dieses Paar im Auge behalten, da die EUR/CHF-Paarung Abwärtstendenz aufweist. Der Kurs der EUR/CHF-Paarung sank bis auf 1,2140, den niedrigsten Wert seit Anfang Oktober. Damit lag sie nicht weit vom Basiskurs von 1,20, den die SNB versprochen hatte zu verteidigen. Es sollte beachtet werden, dass der Spitzenwert der EUR/CHF-Paarung nicht in der Lage war die vom Mai-Hoch in 2010 abfallende langzeitige Trendlinie zu durchbrechen, deren Wert derzeit bei 1,2410 steht. Könnte eine Eskalation der europäischen Schuldenkrise die Märkte dazu bringen die Grenzen auszuloten bis zu der die SNB bereit ist ihren Basiskurs zu verteidigen?

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05/25
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14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
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