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Tuesday, 16 Sep 2008
Die Welt wartet auf US-Daten
Heute wird ein intensiver Handelstag erwartet, an dem wichtige Indikatoren aus den USA veröffentlich werden: Der Leitzins ("Federal Funds Rate") sowie der Verbraucherpreisindex. Laut Prognosen soll der Leitzins zwar unverändert bleiben, nach gestrigen Ereignissen wird jedoch gemunkelt, dass eine Herabsetzung der Federal Funds Rate möglich wäre.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4315 | 1.8020 | 105.20 | 1.1205 | 0.7980 | 0.8010 |
| 1.4295 | 1.8000 | 105.00 | 1.1185 | 0.7960 | 0.7990 | |
| 1.4265 | 1.7980 | 104.70 | 1.1155 | 0.7930 | 0.7960 | |
| Support | 1.4205 | 1.7920 | 104.10 | 1.1095 | 0.7870 | 0.7900 |
| 1.4175 | 1.7890 | 103.80 | 1.1065 | 0.7840 | 0.7870 | |
| 1.4155 | 1.7870 | 103.60 | 1.1045 | 0.7820 | 0.7850 |
Wirtschafts News
USD - US-Leitzins auf dem Wirtschaftskalender
Der Dollar durchlief gestern gegenüber den Hauptwährungsgegnern einen intensiven Handel. EUR/USD hatte die 1,4475-Marke überwunden und fiel plötzlich bis auf 1,4090! Aktuell wird der USD um die 1,4250 gegen den EUR gehandelt. USD/JPY wiederum rutschte heftig von 108,00 bis auf 104,00.
"Finanz-Tsunami" war gestern das wohl meist gesprochene Wort an der Wall Street. Ca. $700 Mrd. Aktionärsvermögen verschwanden regelrecht von der Bildfläche. Seit dem 11. September war dies der schwerste Börsengang in der Geschichte, der sich, nachdem die krisengeschüttelte Investmentbank Lehman Brothers ihren Insolvenzantrag gestellt hatte, ergab. Die Bank of America galt bis gestern als Hauptinteressentin für einen Kauf von Lehman Brothers, hatte sich jedoch letztendlich dazu entschlossen, das Finanzdienstleistungsunternehmen Merrill Lynch zu übernehmen. Den Chefs bei Lehman blieb somit nichts anderes übrig, als mit anzusehen, wie ihre Aktie um 95% stürzte. Dennoch scheint die Anleger zurzeit ein noch größeres Sorgenkind im Zuge der aktuellen Kreditkrise zu beunruhigen: Der weltgrößte Versicherungskonzern AIG ist in Schwierigkeiten und bemüht sich, mit einem milliardenschweren Verkaufsprogramm und einem Hilfeantrag an die US-Notenbank, ihrer Finanzkrise zu entkommen. Medienberichten zufolge hat die US-Notenbank die Großbanken JPMorgan und Goldman ersucht, AIG einen Kredit von 75 Mrd. US-Dollar zu gewähren. Das Straucheln der AIG wird voraussichtlich weitaus schwerere Konsequenzen für das globale Finanzsystem haben, als gestern zu beobachten war. Dies könnte unmissverständlich auf eine globale Rezession hindeuten. Der einzige Grund, aus dem der USD zu Handelsschluss bei einem verhältnismäßig hohen Level gegen den EUR notierte, ist auf das Anlegerbewusstsein zurückzuführen, dass vermutlich auch der Rest der Welt weitgehend von der wirtschaftlichen Situation in den USA betroffen sei und die Wirtschaft Europas allem Anschein nach auch nicht in der Lage ist, eine mögliche Konjunkturflaute weltweit abzuwenden.
Für heute stehen äußerst wichtige Veröffentlichungen aus der US-Wirtschaft an. Laut Prognosen soll der Leitzins zwar unverändert bleiben, nach gestrigen Ereignissen wird jedoch gemunkelt, dass eine Herabsetzung der Federal Funds Rate möglich wäre. Sollte die US-Notenbank beschließen, ihren Leitzins herabzusetzen, könnte sich für den USD gegenüber den Hauptwährungen ein Abwärtstrend einstellen.
EUR - EZB bringt EUR in Umlauf, um die Finanzmärkte zu stabilisieren
Während des gestrigen Handels erlitte der EUR starke Kursschwankungen gegenüber seinen Währungsgegnern. Dabei fiel der EUR stark gegen den JPY. Gegen den USD schwankte er zunächst heftig, erreichte schlussendlich jedoch seinen vorausgegangenen Kurswert und wird nun um1,4250 gehandelt.
Gestern wurde Anlegern klar, in wie weit die Eurozone von der angeschlagenen US-Wirtschaft beeinflusst wird. Nachdem die Investmentbank Lehman Brothers Insolvenzschutz beantragt hatte, führte die EZB dem Geldmarkt erneut Euro zu und stellte den Banken insgesamt 30 Mrd. Euro an Barmitteln bereit. Dies ergab ein Drittel der geforderten Summe und sollte die Märkte nach den jüngsten dramatischen Entwicklungen im Zuge der Kreditkrise beruhigen. Auch die Wirtschaftsoberhäupter Deutschlands, Frankreichs und der Schweiz ergriffen ähnliche Maßnahmen, um das Geldmengenangebot und somit die Bargeldnachfrage zu erhöhen. Trotzdem konnte sich der EUR gestern kaum erholen und verlor zum Börsengangende seinen gesamten Wertzuwachs gegen den USD.
Heute stehen für den EUR einige wichtige Indikatoren auf der Wirtschafsagenda. Den wichtigsten Index unter ihnen stellt dabei der Europäische Verbraucherpreisindex dar, der laut Experten um 3,8% steigen soll. Fällt der Indikator schlechter als erwartet aus, könnte dies einen weiteren Abwärtstrend für den EUR auslösen. Jedoch scheinen die US-Veröffentlichungen auch heute wieder den Ton anzugeben. EUR-Anleger sollten die US-Daten daher nicht aus den Augen verlieren.
JPY - JPY-Stabilität treibt Kurswert in die Höhe
Gestern konnten Anleger einen starken Aufwärtstrend des JPY gegenüber den Hauptwährungen beobachten. Um fast 400 Pips steigerte sich der JPY gegen den USD, so dass das Paar um 104,20 notierte. EUR/JPY werden nun bei 148,40 gehandelt - der JPY legte hier über 450 Pips gegen den EUR zu.
Die Hauptursache für den stark zinsbullischen JPY-Trend liegt selbstverständlich in der sich zurzeit ergebenden Finanzkrise der USA, die die Kurse gestern übermäßig ins Schwanken brachte. Während sich heute die Spekulationen um eine mögliche Herabsetzung des Leitzinses seitens der US-Notenbank steigern, dehnt sich der Aufwärtstrend des japanischen Yen weiter aus. Vielmehr führt die sinkende Risikobereitschaft der Anleger dazu, die Anzahl ihrer Carry Trades zu reduzieren und stattdessen in Vermögenswerte, die höhere Erträge abwerfen, zu investieren, was dem JPY einen zusätzlichen Push gegen seinen Währungskontrahenten versetzt.
Obwohl heute keine wichtigen Wirtschaftsdaten aus Japan zu erwarten sind, werden sich die Märkte alles andere als stabil zeigen. Auch für den Yen-Handel werden die US-Nachrichten heute maßgebend werden. JPY-Anlegern wird daher geraten, die Entwicklungen aus Übersee aufmerksam zu beobachten, da diese die momentanen Marktentwicklungen bestimmen. Vorerst könnte der JPY allerdings leicht zurückgehen und sich etwas nach unten korrigieren.
Rohöl - US-Daten haben keinen Einfluss auf fallende Rohölpreise
Werden die Rohölpreise weiterhin fallen? Dies scheint derzeit die einzig gestellte Frage in Bezug auf den Rohstoffe zu sein, für die es schwierig ist, eine Antwort zu finden. Einige Experten sagen inzwischen das genaue Gegenteil voraus. Der aktuelle Abwärtstrend soll bald ausgeschöpft sein und eine schnelle Umkehrung erfahren. Eine solche Entwicklung, könnte sich aufgrund des OPEC-Beschlusses, ihre Fördermenge zu reduzieren, sobald der Preis für Rohöl unter $90 pro Barrel sinkt, einstellen. Andere Experten sind der Meinung, Rohöl sei, wie auch im Monat März, überbewertet, so dass die Preise, aufgrund einer rückläufigen Nachfrage, einer Ausrichtung auf neue Energiequellen sowie der Etatkrise der Fluggesellschaften weiterhin fallen werden. Wie die tatsächlichen Entwicklungen sein werden, ist momentan noch nicht abzusehen. Eindeutig bleibt jedoch, dass die Rohölpreise unaufhörlich sinken.
Dabei scheint kein Ereignis wirkungsvoll genug, um diesen Abwärtstrend zu stoppen. Ob Hurrikans oder die Einschränkung von Produktionskontingenten, die Preise rutschen unaufhörlich in den Keller. Dies könnte nunmehr folgendes bedeuten: Die Preise sind wahrhaftig überbewertet und korrigieren sich derzeit selbst durch eigenständige Regelung der offenen Märkte. Anleger sollten nicht vergessen, dass sich die Rohölpreise im vergangenen Jahr um die $84-Marke konsolidierten. Sollte der aktuelle Abwärtstrend tatsächlich in absehbarer Zeit ein Ende finden, werden sich die Preise voraussichtlich um diese Marke einspielen. Heute liegt der Preis bei $91.96, was bedeutet, dass Anleger nach wie vor die Gelegenheit haben, sich die noch anhaltenden Abwärtstendenzen des Rohöls zu Nutze zu machen, bevor dieser Trend abgeschlossen sein wird.
Technische News
EUR/USD
Auf der Stunden-Chart lässt sich eine eindeutige zinsbullische Handelsspanne erkennen, in deren Mitte sich das Paar mittlerweile bewegt. Der Slow Stochastic der Tages-Chart deutet darauf hin, dass sich dieser Trend voraussichtlich fortsetzen wird. Ein Durchbruch der 1,4003-Marke wird den nächsten Richtpreis auf 1,4400 bringen.
GBP/USD
Dieses Paar hat seinen Abwärtstrend wieder aufgenommen und steht vor dem Durchbruch der 1,8000-Marke. Sollte sich ein solcher tatsächlich ereignen, setzt sich die Abwärtstendenz von GBP/USD eventuell weiter fort, wobei der nächste Richtpreis bei 1,8020 liegen könnte.
USD/JPY
Dieses Paar setzt seinen Abwärtstrend in vollem Umfang fort und hat die 104,00-Marke inzwischen durchbrochen. Auf der Tages-Chart lässt sich erkennen, dass der aktuelle Preis bis unter den unteren Bereich der Bollinger Bands gefallen ist. Dies könnte wiederum bedeuten, dass der Abwärtstrend weiteres Potential in sich trägt. Verkaufen ist heute eventuell eine gute Strategie.
USD/CHF
Das Abwärtsmomentum, das sich für dieses Paar seit dem Durchbruch seiner Handelsspanne eingestellt hat, setzt sich nun fort. Der Slow Stochastic der Tages-Chart weist ebenfalls auf ein Fortdauern dieses Trends hin. Allem Anschein nach wird sich heute für dieses Paar ein erneuter Abwärtstrend ergeben. Auch hier könnte Verkaufen die richtige Entscheidung sein.
Die Wild-Card
Rohöl
Die Ölpreise sind wieder einmal am Fallen. Das Barrel Rohöl wird derzeit um $92 gehandelt. Alle Oszillatoren der Tages-Chart geben mittlerweile rückläufige Signale aus, was darauf hindeutet, dass das Rohöl seinen Trend voraussichtlich fortsetzt. Hier bietet sich . Forex -Anlegern eventuell eine großartige Gelegenheit, in einen beliebten Trend einzusteigen
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/25 | ||||||||
| 09:00 | EUR | Italian Retail Sales | 0.6% | -0.1% | -0.2% | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Consumer Sentiment | 77.8 | 77.7 | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Inflation Expectations | 3.1% | - | - | ![]() | ||




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