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Thursday, 4 Aug 2011

Diese Woche herrscht Pessimismus an den Märkten vor

Die Wirtschaftsnachrichten dieser Woche ließen Händler die Märkte mit Pessimismus betrachten, obwohl der gestrige Handel so verlief als ließe sich kein Safe-Hafen finden. Es gab auch kaum Nachrichten die dem Pessimismus an den Devisenmärkten entgegenwirken könnten. Händler untersuchen nun die Details der Vereinbarung über die Anhebung der US Schuldenobergrenze, um festzustellen wann, wenn überhaupt, mit einer Rückkehr der Risikofreudigkeit zu rechnen ist.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznonodowndownupno
Wochentendenzupdowndowndownupup
Resistance1.47001.674582.200.82751.09100.9080
1.45801.655081.50 0.80801.08000.8880
1.44501.647579.600.78501.06500.8835
Support1.41401.626078.050.76001.05250.8700
1.39401.614077.501.05250.8670
1.38201.600076.251.05000.8610

Wirtschafts News

USD - USD bewegt sich seitwärts während die allgemeine Stimmung rückläufig ist

Nach einem Tag unterschiedlichster Nachrichten aus den Weltwirtschaften handelte der US Dollar (USD) zum gestrigen Handelsschluss seitwärts. Die Kurse von Safe-Hafen-Anlagen wurden durch die Senkung des Leitzinssatzes in der Schweiz und schwache Grundlagendaten aus Japan gedämpft. Selbst der USD, von dem erwartet worden war, dass er einen Anschub erhalten würde, ganz gleich was die Verhandlungen über die Anhebung der US Schuldenobergrenze ergeben würden, scheint der gemischten Stimmung hinsichtlich der weltweiten Konjunkturaussichten erlegen zu sein.

Die Wirtschaftsnachrichten dieser Woche ließen Händler die Märkte mit Pessimismus betrachten, obwohl der gestrige Handel so verlief als ließe sich kein Safe-Hafen finden. Es gab auch kaum Nachrichten die dem Pessimismus an den Devisenmärkten entgegenwirken könnten. Händler untersuchen nun die Details der Vereinbarung über die Anhebung der US Schuldenobergrenze, um festzustellen wann, wenn überhaupt, mit einer Rückkehr der Risikofreudigkeit zu rechnen ist.

Neben den für heute erwarteten Wirtschaftspublikationen aus Europa und Großbritannien werden Händler besonderes Augenmerk auf die Bekanntgabe des wöchentlichen Berichts über die Arbeitslosenansprüche aus den USA legen. Nach den gestrigen optimistischen Daten des ADP-Berichts zum Wechsel der Beschäftigung auf dem privaten Sektor werden die heutigen Arbeitslosenansprüche weitere Info darüber vermitteln, wie es um den Arbeitsmarktsektor der US Wirtschaft gestellt ist. Sollten die Daten Optimismus rechtfertigen, könnten Händler sich vorsichtig wieder riskanteren Anlagen zu- und vom USD abwenden.

EUR - EUR verzeichnet unterschiedliche Ergebnisse aufgrund verwirrender Daten

Der Euro (EUR) verzeichnete gestern größtenteils unterschiedliche Ergebnisse während Händler sich riskanteren Anlagen wechselweise zu- und abwandten. Zum US Dollar (USD) handelte der Euro beim späten Handel seitwärts, da Abwendungen vom Dollar, aufgrund der Unsicherheit über die Anhebung der US Schuldenobergrenze, viele Marktteilnehmer dazu veranlassten sich für andere Wertedepots zu entscheiden.

Die größtenteils optimistischen Berichte die gestern in Europa veröffentlicht wurden scheinen die Händler verwirrt zu haben, die eigentlich mit negativen Daten gerechnet hatten. Obwohl in der Region immer noch Sorgen über die Schuldenlage vorherrschen, sorgten die optimistischen Daten dafür, dass sich die Kursverluste des EUR zu den anderen Haupt-Währungen in Grenzen hielten. Da heute eine Leitzinzbekanntgabe erwartet wird, können Händler mit gesteigerter Volatilität an den EUR Märkten rechnen.

Gespannt warten Händler heute auch auf den äußerst wichtigen Bericht über den Mindestbietungssatz der Region. Sollten den Bericht kämpferische Kommentare begleiten, können wir uns in den vor uns liegenden Tagen und Wochen auf kräftigere Verlagerungen hin zu riskanteren Anlagewerten einrichten. Das dürfte langfristig wahrscheinlich den Kurs des EUR nach oben drücken, da Händler vorübergehend ihre Flucht aus dem Risiko einstellen werden.

AUD - Rückläufige australische Wirtschaftsdaten drücken auf den AUD

Der australische Dollar (AUD) wurde gestern nach unten gedrückt, als über allgemeinen Rückgang an den Märkten berichtet wurde. Zusätzlich zu den jüngsten Berichten über den schrumpfenden australischen Wohnungsmarkt zeigten die gestrigen Veröffentlichungen der Einzelhandelsumsätze und der nationalen Handelsbilanz, dass in verschiedenen Bereichen der australischen Volkwirtschaft sich ausweitender Rückgang zu verzeichnen ist. Am dramatischsten dürften sich dabei wohl die geschrumpften Einzelhandelsumsätze im Monat Juni darstellen.

Man hatte bei den Einzelhandelsumsätzen mit einem moderaten Zuwachs um 0,4% gerechnet, nachdem es im Vormonat zu einem Rückgang um 0,6% gekommen war. Der aktuelle Bericht über die Schrumpfung um 0,1% führte dazu, dass viele Händler sich beim jüngsten Handel vom australischen Dollar (AUD) zurückzogen. Die australische Handelsbilanz zeigte mit A$2.05B ebenfalls nur träges Wachstum gegenüber den Prognosen von A$2.22B und lag sogar unter dem Vormonatswert von A$2.70B. Diese Daten in Verbindung mit den trüben Zahlen des Hauspreisindex und den Verkäufen von Hausneubauten drückten den Kurs des australischen Dollar nach unten, und es sieht so aus, als würde sich das die ganze Woche über so fortsetzen.

Rohöl - Rohölpreis sinkt da Herabsetzung des Ratings die Nachfrage dämpft

Der Rohölpreis fiel am Mittwoch leicht ab, als Warnungen hinsichtlich einer möglichen Herabsetzung des Kredit-Ratings für die USA durch Moody's Investors Service die Nachfrage nach Rohöl erheblich drückten. Die Wirtschaftsdaten der vergangenen Woche aus Europa und den USA lassen viele Investoren Zuflucht bei Safe-Hafen-Anlagen suchen, da viele Berichte einen überraschenden Abwärtsknick beim Wachstum der weltweiten Industrieproduktion und bei den Verbraucherausgaben nahe legten.

Das wirkte sich so auf den Rohölpreis aus, dass dieser von über $ 100 pro Barrel in der vergangenen Woche auf den derzeitigen Wert von nahe $ 93 pro Barrel sank. Ein erwarteter Anstieg der Dollarkurse in dieser Woche aufgrund der risikovermeidenden Stimmungslage führte dazu, dass viele Investoren ihre Short-Positionen mit physischen Anlagewerten auffüllten. Da es aber nicht zu den Kursgewinnen beim USD kam, schien es als könne sich der Rohölpreis halten, wobei schrittweise Preisrückgänge eingepreist waren. Sollte sich die Stimmungslage beim Rohöl in dieser Woche weiterhin abflachen, könnte der Rohölpreis einen Punkt erreichen, bei dem es zum Wochenende hin zu erheblichen Preisschwankungen kommen wird.

Technische News

EUR/USD

Das Wochen-Chart zeigt, dass dem zinsbullischen Muster ein falscher Ausbruch oberhalb der von den Mai- und Juli-Hochs abfallenden Trendlinie folgt. Ein Rückzug von diesem Widerstandswert bildete eine umgekehrte Doji-Kerze, was auf einen Abschwung der EUR/USD-Paarung hindeutet. Der 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt scheint erste Unterstützung bei 1,4025 zu finden, gefolgt vom 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt bei 1,3930. Auch könnte die steigende Trendlinie vom Mai-Tief bei 1,3830 sich als unterstützend erweisen. Andererseits muss der Wert von 1,4580 Bestand haben um das rückläufige technische Bild aufrechtzuerhalten. Bei einem Schluss über diesem Wert dürfte sich die Paarung an 1,4700 und dem Jahres-Hoch von 1,4940 versuchen.

GBP/USD

Drei Wochen anhaltender Kursgewinne dieser Paarung fangen an das technische Bild von bärisch nach bullisch zu wandeln. Das Pfund Sterling hat sich über Widerstandswerte hinausbewegt, die andererseits die Paarung enthalten hätte. Der erste Durchbruch erfolgte oberhalb der Halslinie einer Kopf-Schulter-Formation bei 1,6185, während der zweite wichtige Durchbruch oberhalb der vorigen steigenden Trendlinie vom Mai-Tief in 2010 bei 1,6370 eintrat. Erster Widerstand findet sich bei 1,6550, dem Hoch vom 31. Mai, gefolgt vom April-Hoch von 1,6745. Eine Abwärtsbewegung der GBP/USD-Paarung dürfte sich am Wert von 1,6260 versuchen, gefolgt von der zuvor durchbrochenen Trendlinie von dem April-Hoch bei 1,6140. Bei einem Durchbruch des Werts von 1,6000 besteht sogar Spielraum bis zum Wert von 1,5780.

USD/JPY

Die Stärke des Yen ist überraschend heftig zurückgekehrt. Vergangene Woche wies die Kerze ohne unteren Docht darauf hin, dass das Momentum abwärts weist. Der Eröffnungswert dieser Woche liegt zwar höher, doch konnte sich der Kurs unterhalb der derzeitigen kurzzeitigen Trendlinie vom Hoch vom 20. Juli halten, welcher bei 78,05 liegt. Zusätzlicher Widerstand könnte sich bei 79,60 und dem 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 80,15 finden. Unterstützung findet sich bei 76,70, dem Tief der vergangenen Woche, gefolgt vom Rekord-Tief im März von 76,11. Bei einem Durchbruch hier bewegen wir uns auf unbekanntes Gebiet, wo die psychologisch wichtigen Unterstützungswerte von 75,00 und 70,00 ins Spiel kommen.

USD/CHF

Der Schweizer Franken ist in ähnlicher Lage wie der japanische Yen, da sich diese Paarung auf unbekanntes Terrain begibt. Die Tendenz weist zwar abwärts, doch könnte die erweiterte Kurslücke des Eröffnungskurses vom Montag ein umgekehrtes Harami-Muster bilden, was zu leichten Kursgewinnen bei dieser Paarung führen dürfte. Allerdings bedarf es des Tages-Schlusskurses zur Bestätigung. Widerstand findet sich bei 0,8080 und bei 0,8275. Eine Bewegung über diese Werte hinaus könnte möglicherweise das Potential für Verkäufe in sich bergen, bei einem langfristigen Abwärtstrend mit der Zielsetzung eines runden Werts von 0,7800.

Die Wild-Card

USD/JPY

Nach der Intervention durch das japanische Finanzministerium am heutigen Morgen zeigte sich der Yen erheblich schwächer zum US Dollar und den anderen Währungen. Forex-Händler sollten als Vergleich die vorherige Intervention vom vergangenen März heranziehen. Bei dem letzten Versuch den Yen zu schwächen stieg die USD/JPY-Paarung nach den Yen-Verkäufen durch das japanische Finanzministerium noch zwei Wochen kontinuierlich an, bevor beim JPY der langzeitige Abwärtstrend einsetzte. Der nächste Widerstand findet sich beim Mai-Tief von 79,60, gefolgt vom Juni-Hoch von 81,50 und letztlich bei der langfristigen Mitte 2007 beginnenden abwärts weisenden Trendlinie die bei 82,20 liegt. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 08:38 GMT
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05/25
14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
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