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Wednesday, 27 Oct 2010

Dollar-Erholung vor nachrichtenreichem Handelstag

Der US-Dollar wertete am gestrigen Handelstag zum ersten Mal in drei Tagen gegen die Hauptwährungen auf. Mittlerweile stützten die in Aussicht stehenden zusätzlichen Maßnahmen zur Lockerung der Geldpolitik in den USA die US-Währung. Die Schritte machen den Marktteilnehmern Hoffnung und stärken das Vertrauen in die US-Wirtschaft und ihr Erholungspotenzial nach den geplanten konjunkturstützenden Maßnahmen. Heute stehen wieder wichtige Veröffentlichungen aus den USA und der Eurozone auf der Agenda. Diese verheißen hochgradige Marktvolatilität, die Händlern so einige Gelegenheiten bieten sollte, ihre Gewinne zu erhöhen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdownupupupdowndown
Wochentendenzdownupnoupdowndown
Resistance1.39101.592082.400.99350.98300.8840
1.38901.590082.200.99150.98100.8820
1.38601.587081.900.98850.97800.8790
Support1.38001.581081.300.98250.97200.8700
1.37701.578081.000.97950.96900.8670
1.37501.576080.800.97750.96700.8650

Wirtschafts News

USD - Spekulationen stärken Dollar: Fed-Lockerungen können Inflation anheizen

Am gestrigen Dienstag wertete der US-Dollar gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen auf. Dabei machte der USD den dritten Tag in Folge Boden gegen den Euro gut. EUR/USD fiel bis auf 1,3825. Sogar zum Japanischen Yen ergaben sich Kursgewinne. Hier zog der USD innerhalb eines einzigen Handelstages um nahezu 100 Punkte an.

Investoren spekulieren mittlerweile verstärkt, dass die geplanten Lockerungsmaßnahmen der US-Notenbank Federal Reserve die Inflation im Land anheizen könnten. Viele Händler gehen davon aus, dass sich die Notenbank bei ihrer nächsten Sitzung am 2. und 3. November auf weitere Ankäufe von Wertpapieren festlegen wird. Aktuell scheint das Interesse an US-Dollar-Anlagen unter den Marktteilnehmern wieder zu steigen.

Darüber hinaus wurden gestern positive Konjunkturdaten aus den USA veröffentlicht: der Verbraucherpreisindex kletterte im Oktober um 0,1%. Nach Angaben des Forschungsinstituts Conference Board verbesserte sich das US-Verbrauchervertrauen nach einem 7-monatigen Tief im September. Der Index des Verbrauchervertrauens stieg auf 50,2 und entsprach in etwa den Prognosen der Experten, die einen Indexstand von 50,0 Zählern erwartet hatten. Sorgen bereitet den Amerikanern nach wie vor die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenquote verharrte im September bei 9,6%. Trotzdem ist eine leicht aufgehellte Stimmung in den letzten Tagen zu spüren, so Händler, der US-Dollar kann Verluste ausgleichen.

Heute stehen so einige marktbewegende Konjunkturindikatoren aus der US-Wirtschaft zur Veröffentlichung aus. Besondere Aufmerksamkeit sollte dabei dem Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter sowie den Neubauverkäufen im September geschenkt werden. Die Prognosen fallen für beide Indizes positiv aus. Hier könnte der USD weitere Unterstützung finden.

EUR - Euro verliert auf breiter Front

Am Dienstag verzeichnete die europäische Gemeinschaftswährung Kursverluste gegen einen Großteil der Hauptgegenwährungen. Dabei fiel der Euro um 140 Punkte gegen den USD, so dass EUR/USD gestern bis auf die Marke von 1,3825 absackte. Auch zum Britischen Pfund konnte eine deutliche Abwertung beobachtet werden. Hier gab die Einheitswährung ebenfalls um rund 140 Punkte nach. EUR/GBP notierte bei 0,8730.

Im Vorfeld des nächsten Treffens des Offenmarktausschuss der US-Notenbank Federal Reserve bleiben viele Anleger zunächst vorsichtig. Die Marke von 1,40 ist für EUR/USD nach wie ein starker Widerstand. Aktuell sind charttechnisch Kurskorrekturen deutlich zu erkennen. Viele Investoren spekulieren mittlerweile darauf, dass die geplanten Lockerungsmaßnahmen der Fed die Inflation in den USA anheizen könnten. Das Vertrauen in die US-Wirtschaft und ihr Erholungspotenzial nach den geplanten konjunkturstützenden Maßnahmen sei derzeit wieder stärker, so Marktbeobachter. Die Konsolidierungsbewegung des Euro wird sich voraussichtlich auch heute fortsetzen. Aktuell handelt die Währung der 16 Nationen deutlich unter der Marke von 1,39.

Auch die Eurozone veröffentlicht heute interessante Konjunkturindikatoren. In erster Linie ist dabei auf die vorläufigen Verbraucherpreise aus Deutschland sowie die Geldmenge M3 der Europäischen Zentralbank (EZB) zu achten. Für beide Indizes sind die Prognosen positiv. Händler sind nach wie vor der Annahme, dass sich die Konjunkturbedingungen im Euroraum nachhaltig verbessern.

JPY - Spekulationen auf Interventionen der BoJ drücken Yen

Der JPY ging am gestrigen Dienstag mit Verlusten aus dem Handel. Zum US-Dollar gab der Yen fast 100 Punkte ab. USD/JPY kletterte auf 81,60, nachdem das Währungspaar noch am Montag ein 15-Jahrestief markierte. Am deutlichsten wertete der Yen jedoch gegen das Britische Pfund Sterling ab. Hier verzeichnete die Inselstaatwährung einen Verlust von ca. 200 Punkten. GBP/JPY schloss bei über 129,00.

Abermals drücken Spekulationen auf eine erneute Intervention der Bank of Japan am Devisenmarkt den Japanischen Yen. Japans Finanzminister Yoshihiko Noda kündigte erneut an, entschieden gegen die Aufwertung des Yen vorzugehen, sollte die Notwendigkeit dazu bestehen. Allerdings erwarten Volkswirte nicht, dass ein Eingreifen der Zentralbank noch vor der nächsten Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank am 2. und 3. November erfolgt. In der Zwischenzeit schlägt Japans Yen, nach zuvor erreichten Höchstständen, einen Abwärtstrend ein, so dass, wenn auch nicht die letzte BoJ-Intervention selbst, zumindest die Spekulationen um weitere Maßnahmen gegen die Yen-Stärke wirken.

Markbewegendster Indikator aus Japan heute: der Bericht zu Japans Einzelhandelsumsätzen. Dieser Index misst den Gesamtwert der inflationsbereinigten Umsätze auf der Einzelhandelsstufe. Analysten zufolge soll der Einzelhandelsumsatz im September um 3,3% gestiegen sein. Wieder stützen würde den JPY ein den Prognosen entsprechendes Ergebnis.

Rohöl - Ölpreise stabilisiert um $82,50 pro Barrel

Für Rohöl ergab sich gestern ein äußerst volatiler Handelstag. Zu Handelsbeginn startete der Rohstoff mit starken Abwärtstendenzen und erreichte ein Tagestief bei $81,80 pro Barrel. Im weiteren Tagesverlauf erholten sich die Preise und notierten zu Handelsschluss nahe der Marke von $82,80.

Am Mittwochmorgen zeigen sich die internationalen Ölpreise mit leicht tieferen Notierungen. Als Ursache dafür gilt der etwas schwächere Euro gegenüber der jüngsten USD-Aufwertung. Darüber hinaus sind die Lagerbestände an Rohöl nach Angaben des American Petroleum Institute (API) um 6.4 Mio. Barrel angestiegen. Mit Spannung erwarten Rohöl-Anleger die offiziellen Zahlen des Department of Energy heute Nachmittag um 16:30 Uhr.

Zusätzlich sollten Händler heute zur Veröffentlichung ausstehenden Fundamentaldaten aus den USA aufmerksam verfolgen, da diese stets Einfluss auf den Ölhandel nehmen. Der verzeichnete deutliche Anstieg der Rohölvorräte des American Petroleum Institute in der vergangenen Woche deutet auf die stärkste Zunahme seit sieben Monaten.


Technische News

EUR/USD

EUR/USD wertete gestern deutlich ab, nachdem das Währungspaar noch am Montag ein Hoch bei 1,4080 markierte. Aktuell liefern Slow Stochastic und MACD auf der 4-Stunden-Chart weitere rückläufige Signale. Der Abwärtstrend wird sich heute voraussichtlich fortsetzen.

GBP/USD

Bei diesem Paar ließ sich gestern eine Kurskorrektur nach oben beobachten. GBP/USD erreichte im Hoch 1,5895. Der RSI der 4-Stunden-Chart ist jedoch mittlerweile bis unter die 70-Marke gefallen, was bedeuten könnte, dass sich Abwärtstendenzen ankündigen. Heute könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.

USD/JPY

Dieses Paar zog in den letzten Tagen um ungefähr 150 Punkte an und handelt aktuell um 81,70. Somit wird der Widerstand bei 82,00 getestet. Sollte USD/JPY an dieser Marke nicht scheitern, könnte das Währungspaar bis auf 83,00 klettern. Im umgekehrten Fall ist eine Abwertung bis auf 80,80 möglich.

USD/CHF

Auf der 4-Stunden-Chart bildet sich bei diesem Paar eine eindeutig zinsbullische Handelsspanne heraus, in deren Mitte USD/CHF mittlerweile schwankt. Darüber hinaus ist der MACD der Tages-Chart weiterhin aufwärts gerichtet, was bedeuten könnte, dass der Aufwärtstrend weiteres Potential in sich trägt. Kaufen könnte hier die richtige Wahl für heute sein.

Die Wild-Card

Rohöl

An den letzten drei Handelstagen fiel der Rohölhandel ruhiger aus. Die Ölpreise haben sich um die Marke von $82,20 eingependelt. Da der Slow Stochastic auf der Tages-Chart mittlerweile abwärts kreuzt und der RSI der 4-Stunden-Chart bis unter die 70-Linie gerutscht ist, könnte als nächstes eine Abwärtsbewegung erfolgen. Forex -Anlegern bietet sich womöglich jetzt eine recht gute Handelsgelegenheit, schon zum Startschuss des neuen Trends einzusteigen.

Aktuelle Zeit: 05/25 08:46 GMT
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14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
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