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Friday, 25 Jun 2010

Dollar-Gewinne gegen Risikowährungen nach Fed-Aussagen

Der US-Dollar zog gestern im Overnight-Geschäft kräftig gegen Risikowährungen wie AUD und Kanadischen Dollar an, verbuchte gleichzeitig jedoch Verluste gegen Yen und Euro. Angesichts anhaltender Sorgen um das globale Wirtschaftswachstum war die Stimmung an den Märkten am Donnerstag gedrückt. Händler verwiesen auf die verhaltenen Aussagen der US-Notenbank Federal Reserve am Mittwoch, die die konjunkturelle Erholung in den USA weniger optimistisch als zuvor einschätze. Bis zum Wochenende werden sich vorgenannte Tendenzen voraussichtlich fortsetzen, so Händler. Angesichts der wenigen zur Veröffentlichung ausstehenden Konjunkturdaten am heutigen Freitag, ist von nicht allzu großen Bewegungen an den Märkten auszugehen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznoupnodowndowndown
Wochentendenzdownupdowndowndowndown
Resistance1.24131.454890.401.20000.87160.8330
1.23831.451890.101.10700.86860.8300
1.23531.498889.801.10400.86560.8270
Support1.22901.492589.141.09800.85930.8206
1.22601.489588.741.09500.85630.8276
1.22301.486588.441.09200.85330.8246

Wirtschafts News

USD - Wiederkehrende Risikoaversion stützt US-Dollar

Risikoaversion war einer der bestimmenden Faktoren des Devisenhandels im Overnight-Geschäft von Donnerstag auf Freitag. Angesichts anhaltender Sorgen um das globale Wirtschaftswachstum war die Stimmung an den Märkten gedrückt. Händler verwiesen auf die verhaltenen Aussagen der US-Notenbank Federal Reserve am Mittwoch, die die konjunkturelle Erholung in den USA weniger optimistisch als zuvor einschätze. Trotz verbesserter Lage am US-Arbeitsmarkt, befürchten Investoren aufgrund des außergewöhnlich niedrigen Zinsniveaus über einen längeren Zeitraum eine mögliche Wiederkehr der Rezession in den USA. Wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag bekannt gab, ging die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche zum 19. Juni um 19.000 auf 457.000 zurück. Experten hatten einen Rückgang auf 460.000 erwartet. Eine Quote von etwa 400.000 Erstanträgen gilt unter Analysten als Zeichen für einen stagnierenden Arbeitsmarkt. während ein Wert von unter 350.000 Anträgen auf einen Rückgang der Arbeitslosenzahl deutet.

Der US-Dollar wertete am Donnerstag insbesondere gegen Risikowährungen wie Australischer und Kanadischer Dollar auf. AUD/USD fiel im Overnight-Handel um 75 Punkte, korrigierte sich jedoch in den frühen Morgenstunden leicht nach oben. USD/CAD kletterte um nahezu 60 Punkte in die Höhe, bevor der Handel wieder abebnete. Aktuell notiert das Cross um 1,0415.

Angesichts der eher dünnen Nachrichtendichte, bleibt es vor dem Wochenende an den US-Märkten voraussichtlich ruhiger. Wichtige Veröffentlichungen aus den USA, die Anleger dennoch im Auge behalten sollten, sind: BIP 1. Quartal (3. Veröffentlichung), annualisiert um 14:30 Uhr und Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan, Juni (2. Umfrage) um 15:55 Uhr. Beide Indikatoren gelten als marktbewegend und können den Dollar-Kurs beeinflussen.

EUR - Euro verliert gegen Safe-Haven-Yen

Während das Währungspaar EUR/USD weiterhin Kursschwankungen unterliegt, verzeichnet die europäische Gemeinschaftswährung wiederholt Kursverluste gegen den japanischen Yen. Dabei rutschte der Euro gestern auf das niedrigste Niveau seit November 2001 bei 108,05 JPY. Zu später Handelsstunde am Donnerstag fiel das Cross um mehr als 100 Punkte, bevor eine leichte Kurskorrektur einsetzte. Aktuell handelt das Paar bei 110,40. Gleichzeitig konnten am Donnerstag deutliche GBP-Kursrückgänge gegen den EUR beobachtet werden. Hier wertete die Einheitswährung um 75 Punke auf.

Heute könnte der EUR-Handel eher ruhig ausfallen, da keine bedeutenden Fundamentaldaten aus der Eurozone auf der Tages-Agenda stehen. Abzuwarten bleibt, ob sich das gegenwärtige Anlegerverhalten über das Wochenende fortsetzt und Händler Risikowährungen weiterhin den Rücken kehren.

JPY - Safe-Haven-Yen erreicht 1-Monats-Hoch gegen USD

USD/JPY fiel gestern auf ein neues 1-Monats-Tief. Zuvor ließen die weniger optimistischen Aussagen der US-Notenbank am Mittwoch erneute Konjunktursorgen aufleben. Zwischenzeitlich markierte das Cross ein Tagestief bei 89,25 und sackte innerhalb von 24 Stunden um mehr als 100 Punkte ab. Eine leichte Kurskorrektur für den USD setzte jedoch im Anschluss ein, so dass der Greenback mittlerweile bei 89,55 notiert. Gegen das britische Pfund Sterling wertete der JPY ebenfalls auf. GBP/JPY stürzte um dramatische 130 Punkte in die Tiefe.

Möglicherweise setzt sich dieser Yen-Trend auch heute fort. Der gestern veröffentlichte Bericht zu den japanischen Verbraucherpreisen verdeutlichte, dass sich die Preise für japanische Güter und Dienstleistungen im Mai 2010 mit vermindertem Tempo reduziert haben. Da die USA und Europa heute nur begrenzt Impulse durch Konjunkturdaten bieten, könnte Japans Yen die Kursgewinne behaupten.

Rohöl - Anhaltende Konjunktursorgen drücken Ölpreise

Anhaltende Konjunktursorgen schickten auch am Freitagmorgen die Kurse an den Aktienmärkten und die Ölpreise auf Talfahrt. Im asiatischen Handel kostete ein Barrel WTI zur Auslieferung im August $76,26, 24 US-Cent weniger als am Donnerstag. Brent-Rohöl rutschte um 17 US-Cent auf $76,30 ab. Trotz Verkaufsdruck präsentiert sich der Rohstoff im Vorfeld des für das am Wochenende in Toronto anberaumte G8/G20-Treffen stabil.

Die Hoffnung der Marktteilnehmer auf ein Ende der Krise bleibt jedoch begrenzt. Sowohl Zweifel an der Zahlungsfähigkeit Griechenlands, als auch die jüngst enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA drücken die Anlegerstimmung, so Anleger. Forex-Händler sollten ihre Augen offen halten. Bleibt es auch am Wochenende bei den leicht schwächeren Notierungen für Rohöl?

Technische News

EUR/USD

Die 4-Stunden-Chart gibt unterschiedliche Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Jedoch bewegt sich der RSI der Tages-Chart bereits im überkauften Bereich, was bedeuten könnte, dass sich schon bald eine Kurskorrektur nach unten ergibt. Bei diesem Währungspaar könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, sobald der abwärts gerichtete Durchbruch erfolgt.

GBP/USD

Dieses Paar unterliegt bereits seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt aktuell unterschiedliche Signale aus. Auch die 4-Stunden-Chart lässt keine eindeutige Tendenz erkennen. Warten Sie hier deutlichere Signale auf den Stunden-Charts ab.

USD/JPY


Aktuell bewegt sich dieses Paar im überverkauften Bereich auf der Tages-Chart. Ihr RSI deutet auf eine bevorstehende Aufwärtsausrichtung. Die steigende Tendenz der Oszillatoren auf der Stunden-Chart bestätigt diese Annahme. Kaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.

USD/CHF

Dieses Cross signalisierte in den vergangenen 3 Woche Aufwärtstendenzen und wird momentan um die Marke von 1,1015 gehandelt. Die Oszillatoren der Charts deuten heute überwiegend auf eine Preiskorrektur nach oben. Auch der Slow Stochastic der Tages-Chart bestätigt diesen Trend. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte bei diesem Paar heute hohe Profite bringen.

Die Wild-Card

WILD - SPI 200 (ASX)

Zum jüngsten deutlichen Kursabfall könnte sich hier im Laufe des heutigen Handelstages eine Korrektur ergeben. Hinweise dafür geben der RSI auf Stunden- und 8-Stunden-Chart, der sich in beiden Fällen im überverkauften Bereich eingefunden hat sowie das Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart. CDF- Forex -Anleger könnten hier heute auf steigende Kurse setzen.

Aktuelle Zeit: 05/25 08:46 GMT
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