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Mittwoch, 23 Jul 2008

Dollar-Kursgewinne aufgrund von Turbulenzen in der Eurozone

Der US-Dollar konnte gestern gegenüber all seinen Hauptwährungsgegnern dazu gewinnen. Grund für diese Zugewinne ist die direkte Reaktion auf die Ansprachen des US-Finanzministers Henry Paulson sowie des US-Notenbankchefs von Philadelphia Charles Plosser. Beide stellten ihre politischen Linien dar, die den Dollar stärken könnten.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndownupupdowndown
Wochentendenzdowndownupupdowndown
Widerstandskraft1.58702.0010108.051.03800.97700.8000
1.58501.9990107.851.03600.97500.7980
1.58201.9960107.551.03300.97200.7950
Support1.57601.9900106.951.02700.96600.7890
1.57301.9870106.651.02400.96300.7860
1.57101.9850106.451.02200.96100.7840

Wirtschafts News

USD - USD-Reaktion auf Paulson und Plossers' Ansprachen.

Der US-Dollar konnte gestern gegenüber all seinen Hauptwährungsgegnern dazu gewinnen. Anleger sollten beachten, dass der US-Dollar ein Rekordhoch der letzten 10 Tage gegenüber dem EUR bei 1,5757 erreichte. Der Dollar stieg um 150 Punkte an und notierte schlussendlich bei 1,5780. Gegenüber dem CHF konnte der US-Dollar über 130 Punkte verzeichnen, als er bei 1,0307 schloss. Gegenüber dem JPY wiederum gewann der Dollar ca. 90 Punkte dazu und schloss bei 107,31. Grund für diese Zugewinne ist die direkte Reaktion auf die Ansprachen des US-Finanzministers Henry Paulson sowie des US-Notenbankchefs von Philadelphia Charles Plosser. Beide stellten ihre politischen Linien dar, die den Dollar stärken könnten. Finanzminister Paulson verkündete aufmunternde Worte in Bezug auf die Hypothekenkrise, während Präsident Plosser andeutete, dass die Zinssätze in näherer Zukunft ansteigen könnten. Darüber hinaus wurden zwei Indikatoren veröffentlicht: der Richmond Manufacturing Index und der U.S Home Price Index (Eigenheimpreise). Beide Indizes gingen zurück: -16%, bzw. -0,3%. Zumindest fiel der Index der Eigenheimpreise weniger als erwartet.


Heute werden in den USA lediglich zwei weiteren Indikatoren entgegen gesehen. Die Rohölbestände könnten sich, angesichts des Dollar-Anstiegs am gestrigen Handelstag, erhöhen, so wie dies auch beim letzten Mal der Fall war, als dieser Indikator die Analysten überraschte und anstieg. Genauso steht die Veröffentlichung des Beige Book bevor, was bislang jedoch von Anlegern weniger an Beachtung erfährt, da es als sekundäre Quelle gilt.


Die US-Banken versuchen durch den Verkauf ihrer gewinnbringenden Geldanlagen-Bereiche so viel wie möglich Bargeld zu erheben. Dies geschieht trotz jüngster Erhöhung ihrer Aktien. Im Falle einer Veräußerung dieser Bereiche an Käufer im Ausland, müssten diese ihr Geld in US-Dollar einlösen, um dem Geschäftsabschluss nachzukommen. Somit soll eine größere Nachfrage des US-Dollar erfolgen und der kürzlich eingetretene Trend sich fortsetzen.


Anleger sollten ihr Augenmerk auf die Rohölbestände als Indikator richten, bevor sie sich ein Bild über die heutige Tendenz machen.

EUR - Kursschwankungen führen zu großer EUR-Abstoßung.

Der EUR schwächte gegenüber den meisten Hauptwährungen ab, mit Ausnahme des CHF. Am bedeutendsten war der Fall mit 150 Punkten gegenüber dem USD, als er bei einem Tagestief von 1,5780 schloss. Diese Entwicklung lag nicht im Zusammenhang mit Veröffentlichungen aus der Eurozone, die am gestrigen Handelstag ausblieben.


Im Gegensatz dazu werden für heute drei Wirtschaftsindikatoren aus der Eurozone erwartet. Die französischen Verbraucherausgaben, die voraussichtlich einen Abwärtstrend verzeichnen werden und bei -0,6% stehen sollten. Die anderen beiden Indikatoren dürften eher kein Auswirkungen auf den EUR haben: Die italienischen Einzelhandelsumsätze werden bei -0,1% und die Industrie-Auftragseingänge, die neue Auftragsbestellungen regionaler Hersteller von lang- und kurzlebigen Wirtschaftsgütern messen, bei -1,3% erwartet.


Folglich könnte die bevorzugte Strategie für heute lauten: Verkaufen. Anleger sollten dabei jedoch sehr achtsam gegenüber Nachrichten aus anderen einflussreichen Ländern sein.

JPY - Wird Japans Handelsbilanz dem JPY helfen?

Der Yen beendete den gestrigen Handelstag mit gemischten Ergebnissen. Gegenüber dem US-Dollar verlor er fast 90 Punkte und schloss letztendlich bei 107,31. Dagegen gewann der Yen gegenüber dem CHF an 55 Punkten, als er bei 104,09 notierte. Diese Tendenzen ergaben sich aus globalen Veröffentlichungen, da Japan gestern vom Wirtschaftskalender abwesend war.


Für heute wird ein Indikator aus Japan erwartet: die Handelsbilanz wird voraussichtlich bei 0,28 T liegen. Dieser Indikator misst die Differenz zwischen Import / Export innerhalb eines bilanzierten Monats. Anleger sollten daran denken, dass am Donnerstag, unter anderen Indikatoren auch der Tokio-Kern-Verbraucherpreisindex, der die jährlichen Preisänderungen misst, veröffentlicht wird. Heute sollten Anleger einen Blick auf die Währungskontrahenten des Yen richten, bevor sie in den Markt einsteigen.

Rohöl - Rohöl-Rückgang nach Legung von Sturmsorgen.

Die Termingeschäfte des Rohöls gingen gestern zurück, nachdem sich die Sorge um eine Bedrohung der Energiebetriebsmittel durch den aktuellen Hurrikan Dolly im US-amerikanischen Teil des Golf von Mexiko legte.


Vorhersagen zeigten, dass der Atlantik-Hurrikan deutlich an den Ölplattformen vor der Küste vorbeisteuert. Alle computergestützten Programme zur Voraussicht der Sturmverlaufsbahn bestätigten, dass der Hurrikan fern des Golf von Mexiko bleiben würde, in dessen Region ungefähr ein Viertel der US-amerikanischen Ölproduktion erfolgt. Daraufhin stieg der Dollar gegenüber den anderen Währungen an und löste dabei einige technische Verkäufe innerhalb der Rohstoffmärkte aus. Als Ergebnis fiel das Rohöl gestern in New York um $3,09 pro Barrel auf $127,95 pro Barrel, was einen Tiefstand seit dem 5. Juni darstellte. Aktuell lag der Rohölpreis im nachbörslichen Handel bei $127,97 pro Barrel.


Die Schwächung des Rohöls und die gleichzeitige Stärkung des US-Dollar, drückte die Goldpreise. Gold fiel im August um $15,10 auf $948 je Feinunze.

Technische News

EUR/USD

Nach einem starken Rückgang am gestrigen Handelstag, setzen sich die Kursschwankungen fort, während sich dieses Paar eher ziellos auf der 4-Stunden-Chart bewegt. Alle Oszillatoren schwanken nach wie vor im neutralen Bereich ohne eindeutige Richtungsweisung. Auf der Stunden-Chart scheint sich ein gemäßigtes zinsbullisches Momentum herauszubilden. Dennoch sollten Forex-Anleger auf deutlichere Signale warten, bevor sie in diesen Markt einsteigen.

GBP/USD

Trotz des gewaltigen Sturzes gestern, bleibt die zinsbullische Handelsspanne auf der Tages-Chart unberührt. Laut der 4-Stunden-Chart ist dieses Paar „überverkauft“, daher könnte ein neu entstehendes zinsbullisches Momentum auch auf dieser unmittelbar bevorstehen. Eine bevorzugte Strategie für heute könnte lauten: Mit eng gesetzten Limits zu kaufen.

USD/JPY

Dieses Paar befindet sich nach wie vor in einer zinsbullischen Anordnung und schwankt um die 107,30-Marke. Das Momentum der 4-Stunden-Chart ist äußerst stark und allem Anschein nach könnte ein Antesten der Fibonacci-Marke bei 108,00 bald erfolgen. Bollinger Bands verengen sich auf der 4-Stunden-Chart, was ein Hinweis auf die Zunahme von Volatilität sein könnte. Hier bietet sich eine gute gewinnbringende Handelsgelegenheit für Anleger am heutigen Handelstag.

USD/CHF

Sowohl auf den Stunden- als auch auf der Tages-Chart zeichnen sich starke zinsbullische Signale ab. RSI und Momentum haben eine positive Tendenz. Es sind keine Indikatoren für eine bevorstehende Umkehrung des Aufwärtstrends dieses Paares zu erkennen. Anleger können ihre Gewinne maximieren, wenn sie bei konstanten Long-Positionen einsteigen.

Die Wild-Card

Silber

Auf der Tages-Chart bildet sich ein äußerst präzise fallende Handelsspanne heraus, deren Durchbruch des unteren Levels gerade bestätigt ist. Das Silber bietet mittlerweile genug tendenziell fallendes Momentum, um in den 17,00-Bereich zu gelangen. Hier bietet sich Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit, diesen technischen Kursausschlag zu nutzen, um in einen viel versprechenden Abwärtstrend einzusteigen.

Aktuelle Zeit: 01/08 13:13 GMT
DatumZeit$€£¥EreignisZeitVorProAktWich
01/0812:00GBP+Official Bank Rate2.00%1.50%1.50% 5
13:30USD+Unemployment Claims 492K545K-5
15:00CAD+Ivey PMI40.237.5-4
15:30USD+Natural Gas Storage-143B-78B-2
16:00USD+President-Elect Obama Speaks***4
17:50CAD+Gov Council Member Duguay Speaks***3
18:30USD+Assist Treasury Sec Kashkari Speaks***3
19:00EUR+ECB President Trichet Speaks***4
20:00USD+Consumer Credit m/m-3.5B-0.5B-1
01/0905:00JPY+Leading Indicators 85.2%81.4%-1
07:00EUR+German Retail Salesm/m-2.2%0.4%-3
07:45EUR+French Industrial Productionm/m-2.7%-0.7%-3
07:45EUR+French Trade Balance-7.1B-5.0B-1
09:30GBP+Manufacturing Production m/mm/m-1.4%-0.5%-5
09:30GBP+PPI Input m/m-3.3%-2.0%-5
09:30GBP+Industrial Production m/m-1.7%-0.5%-1
09:30GBP+PPI Outputm/m-0.7%-0.7%-1
10:00EUR+Retail Sales m/m-0.8%0.1%-3
11:00EUR+German Industrial Productionm/m-2.1%-2.0%-3

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USAUSAUSD0.25%
JapanJapanJPY0.10%
EuropeEuropeEUR2.50%
SwitzerlandSwitzerlandCHF0.50%
GBGreat BritainGBP1.50%
CanadaCanadaCAD1.50%
AustraliaAustraliaAUD4.25%
New ZealandNew ZealandNZD5.00%
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