close
| |

Wednesday, 12 Jan 2011

Dollar-Schwäche setzt sich die Woche über fort

Der Euro verzeichnete nach seinem Tief zu Jahresbeginn einen Kursanstieg nachdem Aktien im Aufschwung waren und eine Entscheidung Japans bekannt wurde als Teil eines Europäischen finanziellen Stabilitätsplans europäische Anleihen zu kaufen. Der Rohölpreis schloss den Handel bei über $ 90 pro Barrel da für diesen Rohstoff starkes Kaufinteresse vorlag.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupupupnodown
Wochentendenzupupnoupdownno
Resistance1.30681.571283.910.98320.99310.8388
1.30461.569383.700.98100.99100.8365
1.30151.566183.390.97790.98820.8336
Support1.29551.560082.800.97200.98200.8274
1.29261.557182.510.96910.97910.8246
1.29031.555382.320.96730.97700.8225

Wirtschafts News

USD - Dollar schwächelt, hält sich im New Yorker Handel aber noch

Der Dollarkurs sank zu einer Reihe von Währungen, da aufgrund fehlender US Wirtschaftspublikationen die Risikofreudigkeit abnahm. Investoren waren enttäuscht von den Großhandelsbeständen, die im Dezember entgegen einer Anstiegserwartung von 1,1% um 0,2% zurückgingen. US Wirtschaftsdaten erwiesen sich, insbesondere seit Jahresbeginn, als recht positiv, was sich stark auf die Nachfrage für den Dollar auswirkte. Die einzige Ausnahme waren die Arbeitsmarktzahlen vom November, die nicht den Erwartungen der Wirtschaftswissenschaftler entsprachen.

In China wurden seitens der Chinesischen Zentralbank (PBOC) die jüngsten Zahlen der chinesischen Devisenreserven bekannt gegeben, die besagen, dass die Reserven im 4. Quartal 2010 um 199 Mrd. USD anstiegen und mit insgesamt 2,847 Bio. einen neuen Rekord-Höchststand erreichten. Der jährliche Anstieg der Devisenreserven betrug 448 Mrd. USD gegenüber 453 Mrd. USD im Vorjahr und 472 Mrd. im Jahr 2007.

Beim gestrigen Handelsschluss lag die EUR/USD-Paarung im Plus bei 1,2966 gegenüber dem Eröffnungskurs von 1,2943. Die GBP/USD-Paarung stieg bis auf 1,5638 um dann zum Handelsschluss auf 1,5600 zurückzufallen, gegenüber einem Eröffnungskurs von 1,5557. Auch USD/CHF schloss mit 0,9737 im Plus gegenüber dem Eröffnungskurs von 0,9685. An den US Aktienmärkten herrschte gestern Aufschwung vor und der Dow Jones Industrials Average stieg um 34 Punkte oder 0,30% auf den Schlusswert von 11671,88.

Heute werden wieder wichtige US Wirtschaftsnachrichten den Handel beleben. Darunter die Bekanntgabe der US Import Preise um 13:30 MGZ und der Konjunkturbericht der US-Notenbank (Fed's Beige Book) um 19:00 MGZ. Der Konjunkturbericht dürfte den Aufschwung in den letzten drei Monaten bei den US Wirtschaftsaktivitäten bestätigen. Der Unterstützungswert für EUR/USD findet sich mit dem Tief dieser Woche bei 1,2870. Widerstand findet sich beim Tiefstand vom 23. Dezember bei 1,3050.

EUR - Portugal auf dem Prüfstand

Nach dem Aufschwung an den US Aktienmärkten und dem Versprechen Japans als Teil des Europäischen finanziellen Stabilitätsplans (European Financial Stability Facility EFSF) europäische Anleihen zu kaufen, legte der Euro gestern eine Atempause bei seinem rückläufigen Trend ein. Ein 0,3%-iges Plus beim Dow Jones Industrials Average trug ebenfalls zum Aufschwung bei der Risikofreudigkeit bei.

Die Bekanntgabe des japanischen Finanzministeriums mehr als 20% der Anleihen des EFSF zu erwerben fachte das Interesse von Händlern am Euro an und verschaffte der 17-Nationen-Währung einen Aufschwung, nicht nur zum Dollar sondern auch zum Schweizer Franken.

Zum Handelsschluss lag die EUR/CHF-Paarung im Plus bei 1,2645 gegenüber dem Eröffnungskurs von 1,2535. Die EUR/JPY-Paarung lag mit 108,13 gegenüber 107,45 ebenfalls im Plus, wohingegen EUR/GBP bei 0,8315 gleich bleibend war.

Trotz des Anstiegs beim Eurokurs scheinen die Märkte ihr Augenmerk auf die Wirtschaft Portugals gerichtet zu haben, die der nächste potentielle umfallende Dominostein in der Schuldengeschüttelten Eurozone sein dürfte. Heute wird sich Portugal bemühen an den Märkten 1,25 Mrd. Euro zu beschaffen. Experten erwarten, dass das nicht sehr leicht sein dürfte, da Portugal bislang alle Hilfsangebote der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds zurückgewiesen hat. Sollten Portugals Bemühungen an den Märkten nicht auf fruchtbaren Boden fallen, dürfte sich der Verkauf des Euro fortsetzen und die EUR/CHF-Paarung könnte sich am Rekordtief von 1,2399 versuchen.

JPY - Yen schwächer da Risikofreudigkeit abnimmt

Der Yenkurs fiel gestern aufgrund gesunkener Risikofreudigkeit, dem Versprechen Japans einen Teil der Anleihen des EFSF zu erwerben und dem Aufschwung an den Aktienmärkten. Die Nachfrage nach dem Yen ging im Laufe des Tages immer mehr zurück, da Händler sich von den typischen Safe-Hafen-Währungen abwandten und in höhere Erträge erzielende Anlagen wie dem Euro, Rohöl und Aktien investierten.

Zum Handelsschluss lag der Yen zum Dollar im Minus und die USD/JPY-Paarung schloss bei 83,21 gegenüber einem Eröffnungskurs von 83,01. Die EUR/JPY-Paarung schloss im Plus bei 108,13 gegenüber 107,45.

Morgen wird aus Japan der wichtige Bericht über die monatliche Kernrate der Maschinenbestellungen erwartet. Es wird angenommen, dass im Dezember ein Anstieg um 2,2% zu verzeichnen war, gegenüber einem Rückgang von 1,4% im November.

Rohöl - Rohölpreis steigt über $ 91 pro Barrel

Der Rohölpreis stieg gestern auf über $ 91 pro Barrel an, da die Stilllegung der Alaska-Pipeline Sorgen bereitete. Der Rohölpreis stieg bis auf $ 91,38 an und schloss bei $ 91,16 gegenüber dem Eröffnungskurs von $ 89,18 pro Barrel.

Die Trans-Alaska-Pipeline musste vergangenen Sonnabend wegen eines Lecks stillgelegt werden, was bis zum Wochenende geschlossen sein soll und die Pipeline kurz darauf wieder in Betrieb genommen wird. Durch die Stilllegung der Pipeline ist der Fluss des Öls aus Alaska praktisch zum Erliegen gekommen, da 95% des Öltransports aus der Region von dieser Pipeline abhängt.

Heute dürften Rohölhändler ihr Augenmerk besonders auf die wöchentliche Bekanntgabe der US Rohöllagerbestände legen. Es wird mit einer leichten Zunahme um 0,4 Mio. Barrel gerechnet. Das steht im Kontrast zum unerwartet hohen Bestandsrückgang um 4,2 Mio. Barrel in der vergangenen Woche. Händler sollten beachten, dass die kurzfristigen Unterstützungs- und Widerstandswerte für Rohöl bei $ 86,80 und $ 92,50 zu finden sind.

Technische News

EUR/USD

Die Paarung hat mit einer zinsbullischen Korrektur begonnen, nachdem sie bei 1,2870 ihren Tiefstand erzielt hat, welches als erster Unterstützungswert dient. Der Widerstand findet sich mit 1,3050 beim Tiefstand vom 23. Dezember, gefolgt vom 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt, der heute bei 1,3080 liegt. Weiterer Widerstand findet sich bei 1,3110 der abfallenden Trendlinie nach dem November-Hoch.

GBP/USD

Beim morgendlichen Handel durchbrach diese Paarung die abfallende Trendlinie nach dem frühen November-Hoch. Das Kaufen wurde letztlich vom 50-Tage-Bewegungsdurchschnitt bei 1,5660 gedeckelt. Sollten weitere Gebote einkommen könnte sich der Kurs über den 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,5775 hinausbewegen. Unterstützung findet sich bei der ansteigenden Unterstützungslinie der Ende Dezember-Anfang Januar-Preisaktion, die bei 1,5430 liegt.

USD/JPY

Ein Konsolidierungsmuster nach dem kräftigen Kursaufschwung dieser Paarung führte zu einem zinsbullischen Schema. Ein Verlassen dieses Schemas birgt das Potential die Paarung bis über das Dezember-Hoch von 84,50 ansteigen zu lassen.

USD/CHF

Der Aufwärtstrend dieser Paarung setzte sich fort und der gestrige Schlusskurs lag oberhalb der Trendlinie, die seit Juni 2010 gehalten wird. Jedoch wurden Kursgewinne dieser Paarung von der steigenden Trendlinie nach den Oktober- und November-Tiefs gedeckelt, die als Widerstand diente. Bei dieser Paarung sollten Händler Vorsicht walten lassen. Es wird lediglich die Einleitung einer Long-Position oberhalb der zuvorigen Trendlinie empfohlen.

Die Wild-Card

Silber

Der Silberpreis ist kräftig gestiegen nachdem er sich beim Unterstützungswert von $ 28,30 pro Feinunze gehalten hatte. Widerstand wird von der steigenden Trendlinie die Ende August 2010 begann vorgegeben. Forex -Händler sollten den Kauf dieses Rohstoffs bei einem Widerstandswert von $ 30,25 in Erwägung ziehen, gefolgt von einem Rekord-Hoch von $ 31,21 pro Feinunze.

Aktuelle Zeit: 05/25 08:49 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/25
14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
kompletter FOREXYARD Kalendar

Live-Konto eröffnen Demo-Konto eröffnen

Feedback Feedback Schliessen