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Thursday, 14 May 2009
Dollar-Volatilität bestimmt die Märkte
Heute gibt die US-Wirtschaft den Takt an, während der EUR in den Hintergrund tritt. Anleger sollten ihr Augenmerk auf die US-Arbeitsmarktdaten sowie auf US-Präsident Obamas Wirtschaftsreform richten. Diese beiden Faktoren werden am heutigen Handelstag ihren Einfluss auf den aktuellen Optimismus an den Märkten nehmen.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3685 | 1.5270 | 96.80 | 1.1215 | 0.7595 | 0.9030 |
| 1.3645 | 1.5230 | 96.40 | 1.1175 | 0.7575 | 0.9010 | |
| 1.3605 | 1.5190 | 96.00 | 1.1135 | 0.7555 | 0.8990 | |
| Support | 1.3525 | 1.5090 | 95.20 | 1.1055 | 0.7515 | 0.8945 |
| 1.3485 | 1.5050 | 94.80 | 1.1015 | 0.7495 | 0.8925 | |
| 1.3445 | 1.5010 | 94.40 | 1.0975 | 0.7475 | 0.8905 |
Wirtschafts News
USD - Geringe Risikobereitschaft lässt USD-Kurs steigen
Nach dem überraschenden Kursfall am Montag, scheint der USD seine frühere Stärke wiederzuerlangen. Im Rahmen einer gemäßigten zinsbullischen Bewegung positionierte sich der USD gegenüber dem EUR gestern bei 1,3720 und zum GBP bei 1,5350. Einzige Währung, die dem Dollar Kontra gibt, ist derzeit der japanische Yen, der bis auf 95,15 zur US-amerikanischen Währung stieg.
Die Marktteilnehmer fragen sich berechtigterweise, ob sich dieser zinsbullische Trend in den nächsten Tagen fortsetzen wird. Zuvor hatten die enttäuschenden US-Einzelhandelsdaten, die gestern um 14:30 Uhr veröffentlicht wurden, den US-Dollar unter Druck gesetzt. Laut US-Handelsministerium, fiel der Einzelhandelsumsatz im Vergleich zum Vormonat um 0,4%, was unter den Erwartungen der Experten lag. Dieses Ergebnis veranlasste die Händler wieder einmal, risikoreichen Investitionen den Rücken zuzukehren, und sich auf "sichere" USD-Anlagen zu konzentrieren. Ob sich diese neuesten USD-Tendenzen fortsetzen werden, ist von den heutigen Ereignissen an den Devisen- und Aktienmärkten abhängig.
Wichtigste Indikatoren aus den USA sind dabei: Zum einen um 14:30 Uhr die US-Erzeugerpreise (PPI) für April. Die Erzeugerpreise spielen eine entscheidende Rolle, da sie einen Preisdruck bei den Massenwaren anzeigen und gewöhnlich Veränderungen der Verbraucherpreise ankündigen. Der Erzeugerpreisindex misst die durchschnittliche Veränderungen der Verkaufspreise heimischer Hersteller für ihre Produktion. Der zweite Indikator, der für den USD heute von Bedeutung sein wird, ist die Veröffentlichung der US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe der Woche, ebenfalls um 14:30 Uhr. Prognosen zufolge, sollen diese Zahlen, wie in den vergangenen Monaten, steigen. Sollten die Ergebnisse der beiden Indikatoren tatsächlich enttäuschen, ist ein Anhalten des jüngsten USD-Aufwärtstrends möglich. Ein neuer Richtwert bei 1,3300 zum EUR ist dabei nicht unwahrscheinlich.
EUR - EUR fällt aufgrund plötzlicher Risikoaversion
Für den EUR ergab sich gestern ein schwerer Handelstag. Die europäische Währung musste Verluste gegenüber jeder Hauptwährung verzeichnen. Sowohl USD als auch JPY verbuchten deutliche Gewinne gegen die Währung der 16 Nationen und erreichten die 1,3550- bzw. die 129,40-Marke. Sollte die Risikoaversion an Momentum gewinnen, werden sich die Abwärtstendenzen des EUR voraussichtlich fortsetzen.
Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass der EUR schlecht abschneidet, sobald Wirtschaftsdaten veröffentlicht werden, die ihre Voraussagen enttäuschen. In der Regel bringt eine erhöhte Risikobereitschaft, beeinflusst durch positive Konjunkturzahlen, die Anleger von ihren "sicheren" Anlagen wie USD und JPY ab, und veranlasst diese, sich an risikoreichen Investitionen in Europa zu versuchen. Der Veröffentlichung negativer Daten am gestrigen Handelstag bestätigte ein weiteres Mal, dass die Weltwirtschaft immer noch nicht aus dem Gröbsten heraus ist.
Anstelle weiterer Anzeichen für ein absehbares Ende der Weltwirtschaftskrise, bringen uns die Konjunkturdaten zeitweilig zurück in die Realität der aktuellen Lage. Genau ein solches Szenario spielte sich gestern an den Märkten ab. Die US-Einzelhandelsumsätze zeigten einen leichten Rückgang und Europas Währung schlug auf Anhieb einen negativen Kurs ein. Die Marktteilnehmer konzentrierten sich demzufolge auf "sichere" Anlagen wie USD und JPY und der überraschende Umschwung des Dollars war im vollen Gange.
Am heutigen Handelstag sind positive Entwicklungen aus der Eurozone zu erwarten, da die Veröffentlichung eines Großteils der für heute angekündigten Indikatoren zum europäischen BIP auf Freitag verschoben wurde. Ferner bleibt es in Europa etwas ruhiger, während die US-Wirtschaft den Takt angibt. EUR-Anleger sollten heute die Arbeitsmarktdaten aus den USA beobachten, da diese voraussichtlich den größten Einfluss auf den Optimismus an den Märkten nehmen werden.
JPY - Yen gestärkt durch schwache Konjunkturaussichten
Als scheinbar sicherste "Safe-Haven-Währung" der vergangenen Monate, hat der JPY jüngst, aufgrund sich einstellender Risikoaversion, an Stärke gewonnen. Bei einem Kurs von 95,15 zum USD und 129,40 zum EUR zeigt sich der Yen in den letzten 24 Stunden äußerst leistungsstark. Während Konjunkturdaten aus den USA verdeutlichen, dass die Wirtschaftskrise ihr Ende noch nicht gefunden hat, beginnen die Marktteilnehmer, ihre risikoreichen Investitionen zu verkaufen, um sie durch "sichere" Anlagen wie den JPY zu ersetzen. Auch hier stellt sich die Frage, wie lange dieser Trend anhalten wird.
Da sich Japan bei der Veröffentlichung von Wirtschaftindikatoren eher zurückhaltend zeigt, gibt die japanische Wirtschaft in der Regel nicht den Ton an den Märkten an und nimmt wenig Einfluss auf das Anlegerverhalten. Jedoch, wie bereits erwähnt, gilt der JPY in Zeiten wirtschaftlichen Abschwungs stets als "sichere" Währung. Demnach konnte Japans JPY Kursgewinne verbuchen, nachdem gestern weltweit überwiegend negative Wirtschaftsdaten veröffentlicht wurden. Die jüngsten Aufwärtstendenzen des Yen werden sich im Laufe des heutigen Handels voraussichtlich fortsetzen, sollten US-Arbeitsmarktdaten sowie die monatliche Kernrate der Maschinenbestellungen in Japan, entsprechende den Voraussagen, heute negativ ausfallen. JPY-Anleger sollten die globalen Entwicklungen nicht aus den Augen verlieren, um die neue Ausrichtung der japanischen Währung richtig einschätzen zu können.
Rohöl - Ölpreise fallen, nachdem Nachfrage enttäuscht
Nachdem die Ölpreise die $60-Marke pro Barrel nicht überwinden konnten, rutschten diese am gestrigen Handelstag überraschend ab. Zuvor wurde ein deutlicher Rückgang der Importzahlen deutlich. Rohöl der Sorte Light Sweet Crude fiel anschließend bis unter $58 pro Barrel, nachdem der Rohstoff erst am Montag die $60,04-Marke erreicht hatte. Dies war der höchste Stand seit November.
Analysten zufolge wird der Ölpreis derzeit von zwei Faktoren beeinflusst. Zum einen von den deutlichen Kursverlusten des USD in den vergangenen Wochen, die dem Ölpreisen zweifelsohne einen starken Aufschwung brachten. Ein Optimismus, bezogen auf den Ölhandel, rief die Vorstellung unter den Marktteilnehmern hervor, dass sich die Märkte in absehbarer Zeit bereits erholen könnten. Da die Nachfrage jedoch keine konkreten Formen annimmt, weicht die neu entstandene Euphorie einem Preisfall, der den tatsächlichen Kurswert widerspiegelt. Dementsprechend könnten sich die aktuellen Abwärtstendenzen für Rohöl in den kommenden Stunden fortsetzen. Sollten die Marktteilnehmer ihren Optimismus wiederfinden, könnte sich jedoch Gegenteiliges abspielen.
Technische News
EUR/USD
Aktuell ist ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic auf der Tages-Chart zu erkennen. Dies könnte bedeuten, dass sich ein Abwärtstrend langfristig einstellen wird. Dennoch verdeutlicht ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart, dass heute eine Aufwärtsbewegung beobachtet werden kann. Hier ist es voraussichtlich von Vorteil sein, sich dem Aufwärtstrend anzuschließen, um anschließend beim Pivot Point zu verkaufen.
GBP/USD
Nach dem starken Abwärtstrend am gestrigen Handelstag, scheint sich für dieses Währungspaar eine neue Handelspanne zu ergeben. Die meisten Oszillatoren sind neutral ausgerichtet. Dennoch verdeutlicht der Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart ein bevorstehendes zinsbullisches Cross. Sobald der aktuelle Trend ein Ende findet, könnte es ratsam sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.
USD/JPY
Die anhaltende Abwärtsbewegung dieses Paares bringt den Kurs von USD/JPY bis in den "überkauften" Bereich des RSI auf der 4-Stunden- und Stunden-Chart und verdeutlicht bestehenden Aufwärtsdruck. Auch das jüngste zinsbullische Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart bestätigt diese Tendenz. Eine gute Entscheidung könnte heute lauten: Kaufen.
USD/CHF
Die Bollinger Bands auf der 4-Stunden-Chart verdichten sich, was bedeuten könnte, dass eine volatile Bewegung bevorsteht. Der Kurs bewegt sich derzeit im oberen Bereich der Bollinger Bands. Ein sich ankündigendes rückläufiges Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart könnte bedeuten, dass sich schon bald eine Abwärtskorrektur einstellt. Verkaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.
Die Wild-Card
EUR/JPY
Die kontinuierliche Abwärtsbewegung dieses Paares bringt auch hier den Kurs in den "überkauften" Bereich des RSI auf der 4-Stunden- und Stunden-Chart. Auch auf der 4-Stunden-Chart ist ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic zu erkennen. Alle Indikatoren weisen mittlerweile auf eine bevorstehende zinsbullische Korrektur hin. Sobald sich eine Aufwärtsbewegung einstellt, könnte sich Forex -Anlegern eine gute Gelegenheit bieten, bei diesem neuen Trend zu einem fantastischen Preis einzusteigen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/25 | ||||||||
| 14:55 | USD | Revised UoM Consumer Sentiment | 77.8 | 77.7 | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Inflation Expectations | 3.1% | - | - | ![]() | ||




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