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Donnerstag, 2 Okt 2008
Dollar begleicht jüngste Verluste
Die Risikoverschiebung vom USD zum EUR verstärkte sich mit der vorläufigen Bewilligung des Rettungspaketes durch den US-Senat. Infolge dessen verzeichnete der Dollar einen Wertzuwachs gegenüber seinen Kurspaaren. Die Risikobereitschaft der Händler verschob sich. Anleger wendeten sich von ihren Sicherheitspositionen ab und orientierten sich hin zu potentiellen Dollar-Gewinnen.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Widerstandskraft | 1.4082 | 1.7801 | 106.80 | 103.45 | 0.7968 | 0.7944 |
| 1.4051 | 1.7770 | 106.48 | 103.14 | 0.7944 | 0.7921 | |
| 1.4020 | 1.7741 | 106.17 | 102.87 | 0.7925 | 0.7910 | |
| Support | 1.3964 | 1.7685 | 105.50 | 102.22 | 0.7883 | 0.7892 |
| 1.3929 | 1.7653 | 105.29 | 101.95 | 0.7861 | 0.7871 | |
| 1.3901 | 1.7630 | 104.99 | 101.62 | 0.7842 | 0.7849 |
Wirtschafts News
USD - Dollar erholt sich, EUR schwächelt
Gestern setzte der Dollar seine Aufwärtstendenzen gegen die Hauptwährungen fort und steigerte sich um 200 Pips gegenüber dem EUR. Das Kurspaar erreichte nahezu ein neues Rekordhoch. Auch gegen den GBP und CHF waren ähnliche Entwicklungen zu beobachten.
Vornehmlich reagieren die Märkte nach wie vor auf die vorläufige Zustimmung des US-Senats zum Rettungspaket. Während Anleger auf die Abnahme des revidierten Planes warten, steigt der USD in seinem Wert deutlich an. Die schlecht ausgefallenen Zahlen des Einkaufsmanager-Indexes des Supply Management Institute wurden bei 43,5 ausgegeben und weisen eine rückläufige Entwicklung der herstellenden US-Industrie im Monat September dar. Dieser Indikator wirkte sich jedoch kaum auf den USD aus. Unter normalen Umständen würde ein solches Ergebnis einen sofortigen Abwärtstrend des USD einleiten. Allem Anschein nach richtet sich das Augenmerk der Anleger in dieser Zeit der konjunkturellen Instabilität nicht auf die führenden Wirtschaftsindikatoren. Vielmehr ist die Wirtschaftswelt derzeit von einer Art Besessenheit geleitet, die US-amerikansiche Regierung und deren Maßnahmen zur Rettung der eigenen Nation, gegebenenfalls der gesamten westlichen Welt, vor einer möglichen lang anhaltenden Wirtschaftskrise, zu beobachten.
Kurz vor Abstimmung verlängerte der Dollar seinen Aufwärtstrend noch einmal gegen den EUR. Das Paar schloss bei 1,395 zum ersten Mal innerhalb der letzten fünf Wochen. Das Vertrauen der Anleger in die Bewilligung des Rettungsplanes durch den US-Senat zahlt sich aus. Der USD erreichte Rekordhöhen, die nicht einmal von Experten vorausgesagt wurden.
Für heute sind die Zahlen zu den Arbeitslosenerstanträgen um 12:30 GMT angesetzt. Laut Prognosen sollen sich diese von zuvor 493.000 auf 475.000 Erstanträge innerhalb der vergangenen Woche reduzieren. Zweifellos sollten Anleger die Aktienmärkte heute aufmerksam verfolgen, da mit Kurssteigerungen als Ergebnis der Durchsetzung des Rettungsplanes zu rechnen ist. In diesem Fall können Anleger davon ausgehen, dass sich der Aufwärtstrend des Dollar sowohl fortsetzen als auch steigern wird.
EUR - US-Wirtschaftsnachrichten treiben EUR in die Tiefe
Der EUR erlitt gestern Abwärtstendenzen gegenüber den meisten Hauptwährungen. Gegen den USD wurde der EUR bei einem nahezu Einjahrestief gehandelt, als das Paar die 1,3950-Marke durchbrach. Ebenso fiel der EUR stark gegen den JPY.
Am gestrigen Handelstag wurden zwar einige wichtige Indikatoren aus der Eurozone veröffentlicht, dennoch scheinen die Entwicklungen um den US-Rettungsplan die Währungskurse momentan zu bestimmen. Die besser als erwartet ausgefallenen Einzelhandelsumsätze, ausgegeben bei 3,1%, reflektieren erstmals seit langem positive Daten aus Deutschland und ließen den EUR in seinem Wert leicht ansteigen. Zuvor hatte der EUR jedoch 200 Pips gegen den USD verloren, nachdem eine Einigung im US-Rettungsplan näher zu rücken schien. Auch der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, ging in seiner Rede davon aus, dass die Gesetzgeber in den USA ihren Rettungsplan in Kürze durchsetzen würden, was das Tempo der EUR-Wertminderung wiederum verstärkte. Während der US-Senat schließlich eine vorläufige Bewilligung verabschiedete, stieg der USD maßgeblich gegen seine Währungsgegner an, während die Abwärtstendenzen des EUR sich fortsetzten.
Heute, um 11:45 GMT, wird die EZB den Mindestbietungssatz (Minimum Bid Rate) verkünden, der erwartungsgemäß unverändert bei 4,25% liegen wird. Dieser wird sich voraussichtlich weniger auf den EUR auswirken, sollte sich die EZB jedoch zu einer Herabsetzung der Zinsrate entschließen, kann davon ausgegangen werden, dass sich ein erneuter Abwärtstrend für den EUR einstellen wird. EUR-Anleger sollten darüber hinaus beobachten, wie die globalen Aktienmärkte auf das US-Rettungspaket reagieren. Dieses könnte heute wieder einmal zum Hauptbestimmungsfaktor für den EUR und seine Kurspaare werden.
JPY - Konjunkturschwäche lässt JPY sinken
Der JPY verzeichnete gestern einen volatilen Handel gegenüber den meisten seiner Währungsgegner. Dabei steigerte sich der JPY gegenüber dem EUR und dem GBP, schwankte überwiegend gegenüber dem USD, hielt schlussendlich jedoch seinen Kurs.
Der japanische Handelstag begann gestern bei eher enttäuschenden Daten. Der Tankan Manufacturing Index wurde bei -3 ausgegeben und spiegelte damit sich verschlechternde Konditionen für Japans herstellende Industrie wider. Als Ergebnis fiel der JPY zunächst gegenüber den Hauptwährungen. Unverzüglich schlug der Trend um und der JPY erfuhr Aufwärtstendenzen sowohl gegenüber dem EUR als auch dem GBP.
Auch am heutigen Handelstag sollten JPY-Anleger die Entwicklungen in Übersee nicht aus den Augen verlieren. Dies gilt insbesondere in den folgenden Fällen: Die globalen Aktienmärkte - Steigende Aktien werden voraussichtlich Aufwärtstendenzen des USD herbeiführen und einen darauffolgenden Wertzuwachs des JPY erreichen. Der Leitzins - die EZB entscheidet heute, ob sie ihren Leitzins heruntersetzt. Eine Anpassung der Zinsrate würde großen Einfluss auf die Märkte nehmen, wobei der JPY von dieser Einwirkung nicht ausgenommen sein wird.
Rohöl - Rohöl steigt nach Bewilligung des Rettungspakets durch US-Senat
Der US-Senat hat das $700-Rettungsplaket vorläufig bewilligt. Diese Nachricht belebte die Märkte wieder und ließ die Rohölpreise im nachbörslichen Handel an den New Yorker Aktienmärkten bis auf $100,37 pro Barrel ansteigen. Mit der Entscheidung des US-Senats scheinen sich die Märkte zu stabilisieren. Der Rettungsplan zielt darauf ab, die Wirtschaftskrise und die rückläufige Wirtschaftsrate in der weltweit größten Energie verbrauchenden Nation zu begrenzen. Dies hob einige Unsicherheiten der Anleger auf und stellte die Hoffnung auf eine sich verbessernde konjunkturelle Situation wieder her. Folglich stiegen die Rohölpreise an. Nach wie vor schwanken die Preise jedoch stark, da die Nachfrage beschränkt ist und Anleger zunächst eine Erholung der Märkte als Ergebnis der vollständigen Durchsetzung des Rettungsplans abwarten.
Trotz vorläufiger Bewilligung und den damit verbunden Erwartungen, hat sich bislang keine bedeutende Markterholung eingestellt. Nach wie vor ist eine zurückhaltende Rohöl-Nachfrage auf den Märkten zu beobachten. Aufgrund der unruhigen Marktsituationen wenden sich Anleger von Rohstoffen, wie Rohöl, ab und verschieben ihre Anlagen in sichere Investitionen. Dies übt wieder Druck auf die Rohölpreise aus.
In wie weit sich die Durchsetzung des Rettungsplans positiv auf die Rohölpreise auswirken wird, bleibt zunächst ungewiss. Am Freitag soll das Paket erneut im Repräsentantenhaus zur Abstimmung gestellt werden. Anleger bleiben gespannt, ob das Repräsentantenhaus dem revidierten Plan nach erster Ablehnung zu Wochenbeginn zustimmen wird. Die Unsicherheiten der Anleger schweben nach wie vor über den Märkten und nur wenige Investoren sind derzeit bereit ein Risiko innerhalb der volatilen Marktumgebung einzugehen.
Technische News
EUR/USD
Slow Stochastic und RSI der Tages-Chart weisen auf ein Fortbestehen der derzeitigen Abwärtstendenz hin. Darüber hinaus ist eine deutlich rückläufige Handelsspanne auf der 4-Stunden-Chart zu erkennen. Außerdem sind alle Indikatoren der Stunden-Chart abwärts gerichtet. Hier könnte Verkaufen die richtige Strategie sein.
GBP/USD
Dieses Paar befindet sich inmitten eines äußerst starken Abwärtstrends, der bereits vor Wochen eingesetzt hat. Das Momentum ist deutlich zu erkennen und scheint weiteres Potential in sich zu tragen. Innerhalb eines kürzeren Zeitrahmens der Stunden-Chart deutet ein zinsbullisches Kreuz darauf hin, dass sich eine leichte Korrigierung einstellen könnte, bevor der Abwärtstrend fortschreitet. Bei Höchstständen zu kaufen, könnte heute richtig sein.
USD/JPY
Dieses Paar unterliegt bereits seit einer Weile hohen Kursschwankungen, ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die Oszillatoren der 4-Stunden-Chart lassen keine eindeutige Tendenz erkennen. Eine gute Strategie könnte heute sein, deutlichere Signale auf der Stunden-Chart abzuwarten.
USD/CHF
Dieses Paar befindet sich nach wie vor inmitten eines stetigen Aufwärtstrends, der noch keine Anzeichen von Schwäche vernehmen lässt. RSI und Momentum der Tages-Chart sind positiv geneigt, was darauf hinweist, dass weiteres Potential für diesen Aufwärtstrend besteht. Sollte das Paar die 1,1400-Marke durchbrechen, wird sich voraussichtlich ein neuer Aufwärtstrend einstellen.
Die Wild-Card
Rohöl
Auf der Tages-Chart ist eine rückläufige Anordnung nach wie vor zu erkennen. Dies deutet darauf hin, dass das Momentum nach unten gerichtet ist. Der Slow Stochastic schwankt hoch und bestätigt die Annahme, dass der Trend noch nicht beendet ist. Innerhalb eines kürzeren Zeitrahmens lässt sich ein zinsbullisches Kreuz auf der Stunden-Chart erkennen, was wiederum auf eine leichte Korrigierung hindeutet, die vor der Wiederaufnahme des Abwärtstrends stattfinden könnte. Forex-Anleger können ihre Gewinne eventuell maximieren, indem sie bei Höchstständen verkaufen und sich den aktuellen Abwärtstrend zu Nutze machen.
forex
| Datum | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01/08 | 12:00 | GBP | Official Bank Rate | 2.00% | 1.50% | 1.50% | ![]() | |
| 13:30 | USD | Unemployment Claims | 492K | 545K | - | ![]() | ||
| 15:00 | CAD | Ivey PMI | 40.2 | 37.5 | - | ![]() | ||
| 15:30 | USD | Natural Gas Storage | -143B | -78B | - | ![]() | ||
| 16:00 | USD | President-Elect Obama Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 17:50 | CAD | Gov Council Member Duguay Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 18:30 | USD | Assist Treasury Sec Kashkari Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 19:00 | EUR | ECB President Trichet Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 20:00 | USD | Consumer Credit | m/m | -3.5B | -0.5B | - | ![]() | |
| 01/09 | 05:00 | JPY | Leading Indicators | 85.2% | 81.4% | - | ![]() | |
| 07:00 | EUR | German Retail Sales | m/m | -2.2% | 0.4% | - | ![]() | |
| 07:45 | EUR | French Industrial Production | m/m | -2.7% | -0.7% | - | ![]() | |
| 07:45 | EUR | French Trade Balance | -7.1B | -5.0B | - | ![]() | ||
| 09:30 | GBP | Manufacturing Production m/m | m/m | -1.4% | -0.5% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | PPI Input | m/m | -3.3% | -2.0% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | Industrial Production | m/m | -1.7% | -0.5% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | PPI Output | m/m | -0.7% | -0.7% | - | ![]() | |
| 10:00 | EUR | Retail Sales | m/m | -0.8% | 0.1% | - | ![]() | |
| 11:00 | EUR | German Industrial Production | m/m | -2.1% | -2.0% | - | ![]() |


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