close
| |

Tuesday, 4 Aug 2009

Dollar erreicht Rekordtief von 2009 gegenüber Währungskorb

Am Montag fiel der Dollar auf ein neues Rekordtief in diesem Jahr. Dieser Entwicklung vorausgegangen war ein deutlicher Anstieg des ISM-Einkaufsmanagerindex in den USA. Im Monat Juli hat sich laut Angaben die Stimmung der Einkaufsmanager im Verarbeitenden Gewerbe deutlich stärker als erwartet aufgehellt. Gemeinsam mit überraschend positiven Geschäftsberichten ausländischer Banken stützten die Konjunkturdaten die Aktienmärkte, was insgesamt Schwierigkeiten für die US-Währung bedeutete. Investoren erwünschen nicht mehr den Safe-Haven-Status des Zahlungsmittels USD.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupdowndownupdown
Wochentendenznoupnodownupdown
Resistance1.46001.710096.151.07700.85650.8575
1.45251.707595.851.07250.85100.8540
1.44501.699095.451.06600.84700.8520
Support1.43201.681594.701.06000.83850.8463
1.42501.675094.351.05650.83500.8440
1.42051.670094.051.05150.83300.8410

Wirtschafts News

USD - Dollar fällt aufgrund optimistischer Produktionsdaten

Nach Veröffentlichung des alle Voraussagen übertreffenden ISM-Einkaufsmanagerindex aus der US-Wirtschaft, rutschte der US-Dollar in seinem Kurswert deutlich ab. Der vorgenannte Index stieg bis auf ein 11-Monats-Hoch bei 48,9 Punkten und lag damit wesentlich höher als seine Prognose bei 46,4. Darüber hinaus verdeutlichten weitere US-Konjunkturdaten aus dem Bereich Bau und Konstruktion eine spürbare Verbesserung. Im Ganzen führte dies zu einer rückläufigen USD-Nachfrage. Die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer stieg im Tagesverlauf kontinuierlich an. Der Dollar verbuchte gegenüber nahezu allen Gegenwährungen Kursverluste, während Händler davon überzeugt sind, dass sich die Rezession ihrem Ende neigt und sich bereits in naher Zukunft Wirtschaftswachstum innerhalb der US-Wirtschaft einstellen wird.

EUR/USD kletterte zwischenzeitlich bis auf die Marke von 1,4444, bevor das Währungspaar bei 1,4421 schloss. Dies war die schwächste USD-Rate zum EUR seit Mitte Dezember vergangenen Jahres. Zum Britischen Pfund rutschte der Dollar um 250 Punkte auf 1,6980 ab. Hier wurde das niedrigste Dollar-Level zum GBP seit Mitte Oktober letzten Jahres erreicht. Eine der wenigen Währungen, zu der der Dollar gestern an Boden gewinnen konnte, war der Yen. Das Cross USD/JPY legte um ca. 70 Punkte auf 95,43 zu, als sich die Nachfrage nach gewinnträchtigen Anlagen während des gesamten Handelsverlaufs am Montag steigerte.

Auch für heute können Forex-Händler eine ähnliche Marktvolatilität wie gestern erwarten. Der Dollar wird voraussichtlich hohen Kursschwankungen gegenüber GBP, EUR, JPY sowie CAD unterliegen. Die Anlegestrategien der Händler werden aktuell weiterhin von den gestrigen Konjunkturdaten bestimmt. Darüber hinaus steht der US-Markt auch heute wieder im Mittelpunkt. Um 14:30 Uhr werden die Ergebnisse der Persönlichen Ausgaben für den Monat Juni ausgewiesen. Für 16:00 Uhr ist der Index der Ausstehenden Hausverkäufe für Juni angesetzt. Um sich die extremen Kursschwankungen am Devisenmarkt zunutze zu machen, sollten Händler ihre USD-Positionen jetzt eröffnen.

EUR - EUR klettert bis auf 7-Monats-Hoch gegenüber USD

Die europäische Währung schnellte gestern gegenüber dem USD bis auf ein neues 7-Monats-Hoch in die Höhe. Zuvor hatten positive Produktionszahlen weltweit, unter anderem aus der Eurozone, den USA, Großbritannien und China, zu einem Einbruch der Nachfrage nach dem Safe-Haven-USD geführt. Des Weiteren verzeichnete das Britische Pfund einen sprunghaften Anstieg gegenüber dem Dollar. Auch Großbritanniens Wirtschaft gab mit ihren Konjunkturdaten deutliche Signale aus, nach denen ihre Rezession bis zum Abschluss des 3. Quartals ein Ende finden könnte. Die Veröffentlichung äußerst positiv ausgefallener Produktionsdaten aus Großbritannien sowie die glänzenden Zahlen der zwei führenden Kreditinstitute des Vereinigten Königreichs Barclays und HSBC, die im ersten Halbjahr trotz hoher Abschreibungen Gewinne verbuchen konnten, lösten neue Hoffnung auf ein Ende der Krise aus.

GBP/USD kletterte dementsprechend im Montagshandel um 250 Punkte auf 1,6980. Darüber hinaus geriet der USD unter verstärkten Abwärtsdruck angesichts der steigenden Öl- und Rohstoffpreise. Das Währungspaar EUR/USD erreichte mit einem Plus von 190 Punkten die Marke von 1,4421, was einen neuen Rekordstand seit Dezember 2008, nur wenige Wochen nach Zusammenbruch der Lehman Brothers, bedeutet. Sowohl EUR als auch GBP stiegen in ihrem Kurswert gegenüber einer Reihe von Gegenwährungen, wie dem JPY, deutlich an, während sich die Nachfrage nach gewinnträchtigen Anlagen, nebst einer Zunahme der Risikobereitschaft während der gestrigen Börsensitzung steigerte.

Auch für den heutigen Dienstag erwartet die Marktteilnehmer ein erlebnisreicher Handelstag. Die beiden wichtigsten Veröffentlichungen aus Großbritannien sind: Um 10:30 Uhr der Einkaufsmanagerindex der Baubranche sowie um 01:01 Uhr der Index des landesweiten Verbrauchervertrauens. Aus der Eurozone werden um 11:00 Uhr die Erzeugerpreise für Juni ausgegeben. Diese Konjunkturdaten werden die Marktvolatilität für EUR und GBP heute aufrechterhalten. Darüber hinaus sollten Eurozonen-Händler ebenso Wirtschaftsdaten aus weiteren führenden Industrienationen wie den USA im Auge behalten, die ihren Einfluss auf beide Währungen nehmen können.

JPY - JPY verliert gegenüber allen Hauptwährungen

Der japanische Yen verzeichnete gestern deutliche Kursverluste gegenüber seinen Gegenwährungen, nachdem die führenden Industrieländer eine Reihe positiver Produktionsdaten veröffentlichten. Dies wiederum drückte die Nachfrage nach „sicheren“ Anlagen wie JPY und USD. Die Marktteilnehmer konzentrierten sich vermehrt auf gewinnträchtige sowie risikoreiche Investitionen wie dem GBP und EUR. Im Laufe des Handelstages steigerte sich die Risikobereitschaft der Händler. Als Folge dessen wurden JPY-Anlagen regelrecht abgestoßen, um Investitionen in ausländische Währungen zu tätigen. Analysten zufolge wird sich dieser Trend im Zuge einer globalen Konjunkturerholung fortsetzen.

Der JPY rutschte um 70 Punkte gegenüber dem USD bis auf 95,43 ab. Zum EUR ergab sich am Montag ebenfalls ein Kursabfall von 138,84 auf 137,38. Um dramatische 360 Punkte fiel Japans Währung zum Britischen Pfund bis auf die Marke von 161,91. Angesichts der Gesamtsituation gilt der Yen derzeit als starke Währung. Sollte sich für Nationen wie die USA, China und Großbritannien in den nächsten Monaten erneutes Wirtschaftswachstum einstellen, könnten wir beobachten, wie der JPY einen Großteil seiner Kursgewinne, die sich seit Beginn der Wirtschaftskrise ergeben haben, wieder verliert.

Rohöl - Rohöl übersteigt die $72-Barrel-Marke

Der Ölpreis kletterte gestern bis über $72 pro Barrel, bevor dieser um $71,25 notierte. Während des Montagshandels erreichte Öl seinen höchsten Stand seit dem 1. Juli. Der zinsbullische Rohöl-Trend von gestern lässt sich überwiegend auf positive Produktionsdaten der führenden Industrienationen, allen voran die USA, Großbritannien und China, zurückführen. Dabei gelten die USA und China als die beiden größten Öl verbrauchenden Nationen weltweit, was die Preise zusätzlich antrieb.
Auf der anderen Seite führen die verbesserten globalen Konjunkturerwartungen und die gesteigerte Risikobereitschaft zu einer rückläufigen Nachfrage nach USD. Dementsprechend kletterte der in Korrelation stehende Ölpreis in die Höhe. Dennoch konnte der Preis mangels Nachfrage nicht über der $72-Marke gehalten werden. Vor dem Hintergrund einer fortschreitenden globalen Wirtschaftserholung sowie positiven Konjunkturdaten ist davon auszugehen, dass der Ölpreis in naher Zukunft weiterhin ansteigt.

Technische News

EUR/USD

Dieses Paar zeigt seit Wochenbeginn einen starken und beständigen Aufwärtstrend, der sich voraussichtlich weiter fortsetzen wird. Die leichte Preiskorrektur auf der Tages-Chart schwindet bereits und lässt darauf schließen, dass die Wiederaufnahme eines zinsbullischen Trends unmittelbar bevorsteht. Hier könnte die richtige Strategie lauten: bei Tiefständen zu kaufen.

GBP/USD

Auf der Tages-Chart zeigt dieses Paar bereits seit einiger Zeit ein konsistentes zinsbullisches Momentum. Auch heute ergibt sich keine Veränderung. Obwohl die Anzeichen nicht deutlich sind, könnte der nächste Richtpreis dieses Paares bei 1,6990 liegen. Demnach bietet sich Forex-Anlegern eventuell die Möglichkeit, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

USD/JPY

Seit der letzten bärischen Bewegung hat sich dieses Paar bereits seit einer Weile um die 95,10-Marke konsolidiert. Die Stunden-Charts geben bärische Signale aus, die darauf hindeuten, dass die Wiederherstellung eines rückläufigen Momentums fällig ist. Verkaufen könnte hier heute von Vorteil sein.

USD/CHF

Für den zinsbullische Trend, den dieses Paar aktuell vorlegt, scheint sich ein abnehmendes Momentum einzustellen. Der wichtige Durchbruch der 1,0660-Marke scheint nicht zu erfolgen. Die Stunden-Chart gibt derweilen gemischte Signale aus und der Slow Stochastic auf Tages-Chart deutet auf einen bevorstehenden Abwärtstrend hin. Wir empfehlen: Warten Sie hier deutlichere Signale ab.

Die Wild-Card

AUD/USD

Die gemäßigt zinsbullische Preisentwicklung innerhalb der aufwärts gerichteten Handelsspanne auf der Tage-Chart setzt sich fort. Ein Durchbruch ist hier noch nicht erfolgt. Auch die 4-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. Ihr Slow Stochastic ist abwärts gerichtet und deutet auf ein Anhalten des Abwärtsmomentums hin. Der nächste Richtwert könnte bei 0,8510 liegen. Forex -Anlegern bietet sich möglicherweise eine großartige Gelegenheit, bei einem Trend einzusteigen, der sich allem Anschein nach kontinuierlich zinsbullisch zeigen wird.

Aktuelle Zeit: 05/25 08:56 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/25
14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
kompletter FOREXYARD Kalendar

Live-Konto eröffnen Demo-Konto eröffnen

Feedback Feedback Schliessen