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Wednesday, 13 May 2009

Dollar fällt auf 4-Monatstief

Ein wachsender Optimismus in Bezug auf eine bevorstehende Erholung der Wirtschafslage bestimmt den Handel. Wichtige Indikatoren wie die Kernrate der US-Einzelhandelsumsätze sowie die US-Lagerbestände könnten diesen Trend heute weiter stützen. Positive Wirtschaftsdaten aus den USA und ein starker Ölpreis setzen dem Dollar möglicherweise wieder heftig zu.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdownnoupupdowndown
Wochentendenzupupdowndownnono
Resistance1.37881.541497.591.11210.77930.9033
1.37601.538297.331.10920.77590.9010
1.37311.535196.981.10590.77250.8976
Support1.36501.528296.301.09880.76500.8902
1.36231.525396.011.09540.76180.8867
1.35981.522595.691.09210.75810.8841

Wirtschafts News

USD - US-Einzelhandelsumsätze auf der Agenda

Der Dollar fiel gestern auf ein 4-Monatstief gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen. Ein wachsender Optimismus hinsichtlich einer besseren globalen Wirtschaftslage steigerte die Risikobereitschaft der Anleger und bremste die Nachfrage an "sicheren" USD-Anlagen. Gegenüber dem EUR rutschte der Dollar auf ein 7-Wochentief bei 1,37 ab. Die niedrigste Rate in 4 Monaten erreichte die US-amerikanische Währung gestern gegenüber dem Pfund Sterling und schloss hier bei 1,5290.

Regierungsberichten zufolge ist das inflationsbereinigte Außenhandelsdefizit im März zum ersten Mal in acht Monaten leicht gestiegen, nachdem die Ölpreise seit geraumer Zeit in die Höhe schnellten und eine geringe Nachfrage aus Übersee dem Außenhandel zusetzte. Sowohl die US-Importe als auch die Exporte waren seit vergangenem Jahr eingebrochen. Seit der globalen Wirtschaftskrise ist die Kreditschraube angezogen und Verbraucher sowie Unternehmen sehen sich nach wie vor gezwungen, ihre Ausgaben deutlich zu kürzen. Dennoch könnte sich für die US-Wirtschaft bereits bald ein Umschwung ergeben. Die Importrate ging im Monat März bereits in einem langsameren Tempo zurück, verglichen mit ihrer Vormessung von 5% im Monat Februar.
Wichtige Wirtschaftsdaten stehen auch heute wieder auf der US-Agenda: Darunter um 14:30 Uhr der US-Einzelhandelsumsatz des Monats April sowie die US-Lagerbestände, März, um 16:00 Uhr. Sollten die Ergebnisse über den Erwartungen liegen, könnte der Dollar seine gestrigen Verluste gegen EUR und GBP möglicherweise wieder ausgleichen. Sollten die Daten die Prognosen jedoch enttäuschen, könnte es heute auf einen ziemlich bärenhaften Börsengang für den Dollar hinauslaufen. USD-Anleger sollten die Märkte gut im Auge behalten. Hier könnte sich eine gute Gelegenheit bieten, aus den Kursschwankungen Kapital zu schlagen, die sich voraussichtlich nach Veröffentlichung der vorgenannten Wirtschaftsdaten ergeben werden.

EUR - EUR weiterhin stark gegenüber USD

Die Währung der 16 Nationen setzte gestern ihren Aufwärtstrend gegenüber dem US-Dollar fort, nachdem sich Bundesbankpräsident Axel Weber gegen ein weiteres Konjunkturpaket in Deutschland ausgesprochen hatte. Der EUR erreichte am gestrigen Handelstag ein 7-Wochenhoch gegenüber dem Dollar und kletterte bis über die 1,37-Marke.
Darüber hinaus erklärte ein zuständiger Sprecher des IWF (Internationaler Währungsfonds) am Dienstag, dass eine verbesserte Zusammenarbeit der europäischen Nationen und eine Koordination ihrer jeweiligen Rettungspakete in Zukunft notwendig sei. Es gäbe nur noch begrenzten Spielraum für Zinssenkungen innerhalb der Eurozone und Frankreich sowie Italien enttäuschten die Prognosen für das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal des Jahres. Die Europäische Zentralbank hatte in der vergangenen Woche ihren Leitzins auf einen neues Rekordtief bei 1,00% gesenkt. EZB-Chef Jean- Claude Trichet hatte dabei angedeutet, dass die Kreditkosten ebenfalls herabgesetzt werden könnten. Zudem sprach Trichet über die Möglichkeit des Kaufs von gedeckten Anleihen (Covered Bonds) von über 60 Mrd. Euro (80 Mrd. Dollar).
Als wichtigster Indikator der Eurozone für heute gelten die Daten zur Industrieproduktion der Eurozone des Monats März um 11:00 Uhr. Experten erwarten einen Anstieg der Zahlen im Vergleich zu ihrer Vormessung. Anleger sollten ihr Augenmerk insbesondere auf diese Veröffentlichung richten. Sollten die Ergebnisse die Erwartungen übertreffen, könnte dies den EUR weiter stärken.

JPY - JPY mit großen Gewinnen gegenüber Dollar und EUR

Der japanische Yen konnte gestern einen Wertzuwachs gegenüber den meisten Hauptwährungen verzeichnen, nachdem die Aktienkurse angesichts einer gesteigerten Risikobereitschaft abrutschten und Anleger Währungen, die höhere Gewinne abwerfen, derzeit den Rücken zukehren. Der Yen kletterte am gestrigen Handelstag auf neue Höchststände. Zum USD schloss der JPY bei 96,15 und konnte seine Kursgewinne auch zum frühen Morgenhandel weiterhin halten.
Japans Überschuss der Leistungsbilanz ist zum zweiten Mal infolge im Monat März gegenüber dem Vormonat gesunken, nachdem die Exportzahlen angesichts der Wirtschaftskrise einstürzen. Eine Wiederbelebung der Nachfrage japanischer Ausfuhrprodukte der Automobil- und Elektronikbranche ist derzeit nicht in Sicht. Sogar Lieferungen in die USA und China, den beiden größten Absatzgebieten Japans, gingen im März zurück. Laut Internationalem Währungsfonds (IWF) ist die globale Wirtschaftkrise tiefgreifender als bisher gedacht und eine Erholung der Wirtschaftlage würde sich sehr viel langsamer einstellen als vorausgesagt. Die Finanzmärkte benötigten insgesamt mehr Zeit, um sich wieder zu stabilisieren.
Interessant bleibt es, wie landeseigene Wirtschaftsdaten aus Japan bis zum Ende der Woche mit den Bewegungen auf den Aktienmärkten in Bezug auf die jüngste Kursentwicklung des JPY interagieren.

Rohöl - 6-Monatshoch für Rohöl

Die Rohölpreise kletterten gestern auf über $60 pro Barrel. Dies sei ein neues Rekordhoch innerhalb der letzten sechs Monate. Marktteilnehmer nehmen die Hoffnung wieder auf, dass sich die Wirtschaftslage schon in absehbarer Zeit erholen und der Bedarf an Rohöl weiter steigen könnte. Mit dem jüngsten Anstieg an den globalen Aktienmärkten, waren auch die Ölpreise letztlich in die Höhe geklettert. Darüber hinaus trieb der derzeit schwache Dollar die Ölpreise an, die sich in der Regel nach oben bewegen, sobald der Dollarkurs sinkt.
Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) wird bei ihrem nächsten Treffen in diesen Monat in Wien erwartungsgemäß keine Schritte unternehmen, die die Ölpreise aus dem Gleichgewicht bringen könnte. Saudi-Arabien, größtes Mitglied der OPEC, sieht die Ölpreise unter der $75-Marke pro Barrel. Analysten sind der Ansicht, dass sich das Kartell derzeit umsichtig zeige, die Ölpreise zu schnell ansteigen zu lassen, was eine Erholung der Lage gefährden könnte.

Technische News

EUR/USD

Für dieses Paar ergab sich in den vergangenen Tagen ein zinsbullisches Momentum. Mittlerweile hat EUR/USD jedoch eine starke Widerstandsmarke bei 1,3740 erreicht. Darüber hinaus hat der RSI auf der Tages-Chart seine Ausrichtung geändert und bewegt sich aktuell auf die 70-Linie zu. Dies könnte bedeuten, dass eine Abwärtskorrektur bereits unmittelbar bevorsteht. Ein Abrutschen bis unter das 1,3600-Level könnte diese Tendenz auslösen.

GBP/USD

Auf der Tages-Chart lässt sich eine eindeutig zinsbullische Handelsspanne erkennen, in deren Mitte sich GBP/USD mittlerweile bewegt. Da der aktuelle Kurs nahe der oberen Grenze der Bollinger Bands gehandelt wird, könnte sich eine Technische Korrektur ergeben. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte die richtige Entscheidung für heute sein.

USD/JPY

Nachdem USD/JPY die 96,00-Marke erreicht hat, zeigt die Tages-Chart, dass das Paar eine "M"-Formation abgeschlossen hat. Aktuell verdeutlicht die Candlestickformation auf der 4-Stunden-Chart eine zinsbullische Bewegung, die die 97,50-Marke möglicherweise erreichen könnte.

USD/CHF

Dieses Paar erlebte in den letzten Wochen einen stark rückläufigen Trend und ist mittlerweile um über 600 Punkte bis auf 1,1000 gefallen. Dennoch deutet eine Doji-Formation und ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart auf einen bevorstehenden zinsbullischen Umschwung hin. Kaufen könnte heute eine gute Entscheidung bei diesem Kurspaar sein.

Die Wild-Card

Gold

Das zinsbullische Momentum setzt sich für diesen Rohstoff weiter fort. Die Unze Gold wird derzeit bei $925 gehandelt. Inzwischen sind alle Oszillatoren der 4-Stunden-Chart aufwärts gerichtet, was ein Zeichen dafür sein kann, dass Gold die Widerstandsmarke bei $930 überwinden und sogar bis auf $940 klettern könnte. Forex -Anlegern bietet sich möglicherweise eine gute Gelegenheit, bei diesem äußerst beliebten Trend einzusteigen.

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