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Monday, 14 Jun 2010

Dollar fällt aufgrund Short-Covering und BIZ-Bericht

Am Wochenende verbuchte der US-Dollar Verluste gegen einige Hauptwährungen. Short-Covering nannten Händler als Beweggrund für die zum Wochenstart leichter notierende US-Währung. Darüber hinaus veröffentlichte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) am Sonntag ihren Quartalsbericht zur Weltwirtschaft und der Lage an den Finanzmärkten. Nach Einschätzung der Bank, ist die Angst nach wie vor stark verbreitet, dass die Staatsverschuldung diverser Industrieländern eine nachhaltige Wirtschaftserholung aufhalten und das Wachstum bremsen könnte. Laut BIZ ist das Finanzsystem anfälliger als bislang vermutet.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdownupupupupdown
Wochentendenzupupupdownupup
Resistance1.22541.468292.701.15450.86400.8412
1.22251.466292.481.15230.86180.8391
1.21971.463192.171.14910.85870.8362
Support1.21381.457291.581.14300.85280.8301
1.21051.454391.251.14020.85010.8270
1.20841.452091.021.13810.84800.8252

Wirtschafts News

USD - US-Dollar nach BIZ-Veröffentlichung unter Druck

Am Wochenende verbuchte der US-Dollar Verluste gegen einige Hauptwährungen. Short-Covering nannten Händler als Beweggrund für die zum Wochenstart leichter notierende US-Währung. Zu Handelsschluss am Freitag handelte EUR/USD noch über 1,21. USD/CAD notiert nahe der Marke von 1,03. Den Markt erwarte eine Richtungsänderung, so Händler, die voller Spannung auf den heutigen Handelstag blicken.

Darüber hinaus veröffentlichte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) am Sonntag ihren Quartalsbericht zur Weltwirtschaft und der Lage an den Finanzmärkten. Nach Einschätzung der Bank, ist die Angst nach wie vor stark verbreitet, dass die Staatsverschuldung diverser Industrieländern eine nachhaltige Wirtschaftserholung aufhalten und das Wachstum bremsen könnte. Laut BIZ ist das Finanzsystem anfälliger als bislang vermutet.

Wichtig sei der Grundsatz diversifizierter Investitionen an den Finanzmärkten und dies bedeute die Diversifikation von Dollar in Euro, trotz gegenwärtiger Euro-Schwäche, so Analysten. Ein mögliches Abstoßen von Dollar-Anlagen am Markt, könnte europäischen Währungen wieder auf die Beine helfen und selbst den Rohstoffpreisen Auftrieb bringen.

Wichtige Konjunkturdaten werden heute zunächst aus dem Euroraum veröffentlicht. Dabei sollten Händler ihr Augenmerk auf das Ergebnis zur Industrieproduktion in der Eurozone (April) richten, das um 11:00 Uhr veröffentlicht wird. Der Indikator nimmt in der Regel wenig Einfluss auf die Märkte, sollte dennoch nicht außer Acht gelassen werden.

EUR - EUR profitiert von gesteigertem Risikoappetit und schwächerem Dollar

Zum USD machte der Euro am Wochenende Boden gut. Hier handelte es sich offenbar um eine Short-Covering Rally sowie eine gesteigerte Risikobereitschaft, so Marktbeobachter. Der Risikoappetit der Anleger scheint wieder zu wachsen, so dass auch die Aktienkurse deutlich anziehen. Die europäische Einheitswährung wertet sowohl gegen USD als auch GBP auf.

Die Deckungskäufe haben den EUR in den frühen Handelsstunden am Montag zeitweise über die Marke von 1,22 Dollar gebracht. Die Gemeinschaftswährung handelt aktuell bei $1,21. Seit Freitag legte der Euro zum britischen Pfund Sterling von 0,8350 auf 0,8220 zu. Tendenziell scheint sich der EUR zu stabilisieren, so Investoren.

Der Euro hätte laut Einschätzung von Anlegern nach Veröffentlichung des Quartalsberichts der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) am Sonntag, die für diversifizierte Investitionen an den Finanzmärkten stimmte, Erholungspotenzial. Im Laufe des Montagvormittags kostete die Gemeinschaftswährung mit bis zu $1,2207 - so viel wie seit knapp zwei Wochen nicht mehr. Der Euro gewinnt also ein Mindestmaß an Wert zum Dollar wieder und könnte mit den heute zur Veröffentlichung ausstehenden Zahlen aus der Industrieproduktion der Eurozone weitere Impulse erhalten. Laut ihrer Prognosen gehen Experten von einem Anstieg um 0,5% aus. Im März wurde noch ein Plus von 1,6% gemeldet.

JPY - Yen fällt - Aktien und insbesondere Exporttitel legen zu

Die jüngste Yen-Abwertung scheint den Markt zu stützen. Dabei haben die Kursbewegungen den Aktienkursen in Tokio am Montagmorgen zu deutlichen Kursgewinnen verholfen. Gefragt waren insbesondere Aktien exportorientierter Unternehmen. Die Yen-Stärke der vergangenen Wochen und Monate hatte dem japanischen Export wiederholt zu schaffen gemacht. Nun verhilft der schwächelnde Yen exportabhängigen Titeln auf die Beine.

Nicht nur zum EUR, auch gegenüber einem Großteil der übrigen Hauptwährungen verzeichnete der Yen Kursverluste. Zum USD bewegt sich der JPY mittlerweile auf die Marke von 92,00 zu, während der EUR bis auf 112,00 klettert. Selbst das Pfund Sterling verzeichnete solide Kursgewinne zum japanischen Yen und handelte heute Morgen um 134,00. Da auch am Montag erneut keine marktbewegenden Indikatoren auf Japans Agenda stehen, gehen viele Händler von einer Fortsetzung des jüngsten Yen-Trends aus.

Rohöl - Ölpreis nach Schwankungen stabiler

Nach einem Hoch um die $76-Marke pro Barrel in der vergangenen Woche und anschießendem Kurs-Rutsch, scheint sich der Ölpreis im asiatischen Handel am Montagmorgen zunächst um die Marke von $74,50 zu stabilisieren. Nach den deutlicheren Kursschwankungen der letzten Handelstage berichten Händler nun von dünnen Umsätzen. Dem Markt fehlten Impulse. Der Konjunkturoptimismus nimmt jedoch wieder zu, so Marktbeobachter. Erste Anzeichen einer Entspannung der europäischen Schuldenkrise und die sich daraus ergebenen Kursgewinne des Euro zum Dollar beflügeln die Ölpreise heute Morgen.

Der Kurs des Schwarzen Golds steht außerdem in starker Korrelation mit den Kurswerten des USD. Der schwächelnde Dollar stützt zusätzlich die Aufwärtstendenzen bei Rohöl. Bleibt es bei einer wachsenden konjunkturellen Zuversicht, können Händler davon ausgehen, dass letzten Endes auch Rohstoffanlagen wieder an Attraktivität gewinnen.

Technische News

EUR/USD

Der Relative Strength Index (RSI) der 8-Stunden-Chart gibt das Paar im „überkauften“ Bereich aus. Hier könnte sich bereits in naher Zukunft eine Kurskorrektur nach unten ergeben. Der Slow Stochastic der 2-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. Händlern empfiehlt es sich, heute bei eng gesetzten Stopps auf fallende Kurse zu setzen.

GBP/USD

Ein Großteil der technischen Indikatoren zeigt dieses Währungspaar sich in neutralen Bereichen ohne erkennbare Ausrichtung bewegend. Nur der Slow Stochastic der 2-Stunden-Chart scheint in Kürze abwärts zu kreuzen. Anleger sollten jedoch weitere Entwicklungen vorerst abwarten, bevor sie diesem Markt beitreten.

USD/JPY

Einige technische Indikatoren deuten eine Kurskorrektur nach unten bis zum Ende des Handelstages an. Die Bollinger Bands der Stunden-Chart sowie der RSI der 4-Stunden-Chart stützen diese Einschätzung. Auch hier könnten Händlern bei eng gesetzten Stopps auf fallende Kurse setzen.

USD/CHF

Gegenwärtig wird keine eindeutige Tendenz für USD/CHF erkennbar. Da das Paar überwiegend in neutralen Bereichen handelt, sollten Anleger weitere Kursbewegungen und damit eindeutigere Signale zunächst abwarten.

Die Wild-Card

EUR/JPY

Für EUR/JPY ergeben sich aktuell Anzeichen einer sich ankündigenden Kurskorrektur nach unten, die sich im weiteren Handelsverlauf vollziehen könnte. Das Währungspaar scheint bereit „überkauft“ zu sein. Slow Stochastic und RSI der 8-Stunden-Chart sowie der RSI der 4-Stunden-Chart bestätigen dies. Für Forex -Händler könnte es heute von Vorteil sein, beim Kurspaar EUR/JPY bei eng gesetzten Stopps auf steigende Kurse zu setzen.

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