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Wednesday, 4 Aug 2010

Dollar fällt aufgrund Spekulationen um nächste US-Notenbank-Sitzung

Negative Konjunkturdaten sowie neue Spekulationen um zukünftige währungspolitische Maßnahmen seitens der US-Notenbank Federal Reserve drückten den USD am gestrigen Dienstag bis auf sein niedrigstes Niveau seit April. Mit Spannung erwarten die Marktteilnehmer die aktuellen US-Arbeitsmarktdaten „Non-Farm Payrolls“, die, wie an jedem ersten Freitag im Monat, veröffentlicht werden.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupdowndownupup
Wochentendenzupupdowndownnodown
Resistance1.34001.615086.301.05000.93200.8350
1.33401.605086.051.04750.92450.8330
1.32601.598085.751.04500.91800.8315
Support1.31501.586085.301.03800.90700.8285
1.31001.580085.051.03500.90200.8270
1.30501.572084.751.03150.90000.8250

Wirtschafts News

USD - Enttäuschende Konjunkturdaten bringen USD unter Druck

Am Dienstag wurde der US-Dollar erneut von entmutigenden US-Konjunkturdaten belastet. Darüber hinaus drückten neue Spekulationen um die US-Notenbank Federal Reserve die Anlegerstimmung, nach denen die Zentralbank weitere konjunkturstützende Maßnahmen in Form von Anleihekäufen ergreifen könnte. Entsprechend rutschte der USD im Laufe des Handelstages bis auf ein 8-monatiges Tief gegen den Yen und auf sein niedrigstes Niveau in 3 Monaten zum EUR.

Das US-Handelsministerium teilte am Dienstag mit, dass der Auftragseingang der US-Industrie im Juni im Vormonatsvergleich um 1,2% auf $406,41 Mrd. zurückgegangen ist. Experten hatten mit einem Rückgang um lediglich 0,5% gerechnet. Darüber hinaus ist der Index der ausstehenden Hausverkäufe laut National Association of Realtors im Juni entgegen den Prognosen gesunken. Im Vormonatsvergleich fiel die Zahl der Hausverkäufe um 2,6%, während Ökonomen eine Stagnation erwartet hatten. Ferner verunsicherte ein Bericht im Wall Street Journal die Anleger, nach dem der Offenmarktausschuss der US-Notenbank Federal Reserve bei seiner nächsten Sitzung untersuchen wird, ob die Notenbank ihre konjunkturstützenden Maßnahmen in Form von Anleihekäufen fortsetzen wird. Viele Händler verstehen dies als Signal für wachsende konjunkturelle Sorgen in den USA.


Mit Spannung erwarten die Marktteilnehmer die aktuellen US-Arbeitsmarktdaten „Non-Farm Payrolls“, die ,wie an jedem ersten Freitag im Monat, veröffentlicht werden. Am heutigen Mittwoch sollten Händler zunächst den aktuellen ADP-Arbeitsmarktbericht (Juli) zur Beschäftigung im privaten Sektor um 14:30 Uhr gut im Auge behalten, der als Vorbote der Daten am Freitag gilt. Des Weiteren wird um 16:00 Uhr der ISM-Index (Juli) für das nicht-verarbeitende Gewerbe ausgegeben. Ergebnisse, die die Prognosen der Experten übertreffen, könnten dem USD dringend benötigte positive Impulse bescheren.

EUR - Pfund Sterling steigt nach Gieve-Äußerungen

Der EUR kletterte am Dienstag zum USD auf seinen höchsten Stand in 3 Monaten, nachdem entmutigende US-Konjunkturdaten die Nachfrage nach der US-Währung dämpften. Dementsprechend notierte der EUR bei $1,3234, von zuvor $1,3183 am Montag. Das Tageshoch wurde bei $1,326 ausgegeben, dem höchsten Niveau seit Mai. Damit nähert sich die Einheitswährung dem nächsten wichtigen Widerstand bei $1,3267. Während der Euro sein hohes Niveau im weiteren Tagesverlauf nicht halten konnte, bleibt die Stimmung der europäischen Gemeinschaftswährung gegenüber am Markt positiv.

Das britische Pfund Sterling erreichte am Dienstag die Marke von $1,5946, nachdem der ehemalige Vize-Gouverneur der BoE, John Gieve, in einem Interview erklärte, dass die Konjunkturerholung in Großbritannien laut seiner Einschätzung positiv verlaufe und er weitere finanzpolitische Maßnahmen nicht für nötig halte.

GBP-Anleger sollten sich heute auf Großbritanniens Einkaufsmanagerindex (Juli) für das nicht-verarbeitende Gewerbe konzentrieren, der um 10:30 Uhr zur Veröffentlichung aussteht, sowie jegliche Konjunkturdaten aus den USA aufmerksam verfolgen.

JPY - JPY auf 8-Monatshoch zu USD

Der japanische Yen markierte am gestrigen Dienstag ein neues 8-Montashoch zum Dollar. Dabei verharrt der Yen nach wie vor nahe der Marke von 86 und profitiert wieder einmal von den insgesamt eingetrübten Konjunkturerwartungen und einer erhöhten Risikoaversion. Entsprechend notierte EUR/JPY bei 113,85. Nach wie vor ergibt sich ein Szenario, das den Euro gegenüber dem USD favorisiert. Der Euro konnte sich zu Japans Yen letztens eine solide Ausgangslage für eine Erholung schaffen.

Im asiatischen Handel am Dienstag bewegte sich EUR/JPY in einer Spanne von 81 Punkten in Richtung Süden.

Rohöl - Rohöl bricht über $82- Marke pro Barrel

Im Übergang vom asiatischen in den europäisch geprägten Handel am Mittwoch verbuchten die Ölpreise leichte Kursverluste. Ein Barrel US-Rohöl der US-Referenzsorte WTI kostete $82,05 und somit $0,50 weniger als zu Handelsschluss am Dienstag. Rohöl der Sorte Brent zur Auslieferung im September verbilligte sich um $0,34 auf $82,34 pro Barrel. Diese Entwicklung führen Händler überwiegend auf Gewinnmitnahmen nach dem jüngst deutlichen Kursanstieg sowie Sorgen um die US-Konjunktur zurück. Darüber hinaus meldete der Branchenverband der US-Ölindustrie API am Dienstag, dass die US-Benzinbestände überraschend um 2,3 Mio. Barrel gestiegen sind, während sich die US-Rohölvorräte in der letzten Woche um 776.000 Barrel verringert haben. Ökonomen hatten mit einem Rückgang um 1,5 Mio. Barrel gerechnet.

Händler warten heute auf die Bestätigung der Daten durch das Department of Energy um 16.30 Uhr.

Technische News

EUR/USD

Dieses Paar verhielt sich in der vergangenen Woche außerordentlich zinsbullisch und wird mittlerweile um die Marke von $1,32 gehandelt. Die Hauptoszillatoren der Tages-Chart deuten darauf hin, dass sich dieser Trend in unmittelbarer Zukunft fortsetzen wird. Dennoch wird deutlich, dass der Slow Stochastic der Stunden-Chart schon bald abwärts kreuzen könnte, was wiederum eine bevorstehende Abwärtsausrichtung ankündigt. Der jetzige Augenblick ist dafür geschaffen, zu einem frühen Zeitpunkt Profit aus der Situation zu schlagen.

GBP/USD

Dieses Kurspaar konnte sich in letzter Zeit fortwährend stabilisieren und erreicht mittlerweile neue Höchststände. Eine Fortsetzung des zinsbullischen Trends wird vom MACD der Tages- und Wochen-Chart gestützt. Auf der anderen Seite steht das Abwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der 4-Stunden- und Tages-Chart im Widerspruch zu dieser Tendenz. Hier könnte es eine gute Entscheidung sein, eine Kauf-Position mit eng gesetzten Stopps zu eröffnen, bevor der zinsbullische Trend ein Ende findet.

USD/JPY

In den letzten Handelstagen ergaben sich für dieses Paar äußerst rückläufige Tendenzen. Der MACD der Stunden-Chart lässt keine eindeutige Tendenz erkennen. Der Slow Stochastic und der RSI der Tages-Chart deuten darauf hin, dass dieses Paar zunächst weiter abrutschen könnte, bevor sich eine Aufwärtskorrektur einstellt. Händler sollten sich diesen zinsbullischen Trend jetzt zunutze machen, bevor das Potenzial ausgeschöpft ist.

USD/CHF

Der Slow Stochastic der Tages-Chart verdeutlicht, dass sich der aktuelle Abwärtstrend dieses Paars kurzfristig fortsetzen könnte. Auch der MACD der 4-Stunden-Chart stützt diese Annahme. Trotzdem signalisiert der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart, dass sich ein Aufwärtskreuzen bereits ankündigt. Hier könnte es eine gute Entscheidung für heute sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald der Slow Stochastic aufwärts kreuzt.

Die Wild-Card

Gold

Die Goldpreise haben in letzter Zeit wieder deutlich angezogen. Die Feinunze Gold wird mittlerweile bei über $1191 gehandelt. Auf der Tages- und Wochen-Chart wird deutlich, dass der zinsbullische Trend für den Rohstoff vorerst anhält. Auch der MACD-Oszillator der Stunden- und 4-Stunden-Chart stützt diese Einschätzung. Für Forex -Anleger könnte es heute von Vorteil sein, bei diesem äußerst gefragten Trend jetzt einzusteigen.

Aktuelle Zeit: 05/25 08:57 GMT
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