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Wednesday, 13 Oct 2010

Dollar fällt nach Offenmarktausschuss-Protokoll

Der US-Dollar gab am gestrigen Handelstag erneut gegen die europäische Gemeinschaftswährung Euro nach. Zuvor war aus dem am Dienstagnachmittag veröffentlichten letzten Sitzungsprotokoll des Offenmarktausschusses der US-Notenbank Federal Reserve hervorgegangen, dass die Fed eine weitere Lockerung der Geldpolitik in den USA für angemessen halte.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupdowndownupup
Wochentendenzupupdowndownupup
Resistance1.41991.615083.300.99611.00560.9020
1.40381.598882.600.97880.99450.8897
1.39801.589782.160.96770.99030.8851
Support1.38201.573581.460.95040.97920.8729
1.37171.566381.210.94430.97240.8652
1.35561.550180.510.92700.96130.8529

Wirtschafts News

USD - USD leichter nach FOMC-Protokoll

Der US-Dollar verzeichnete am Dienstagnachmittag erneute Kursverluste gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen, nachdem sich die US-Notenbank Federal Reserve in ihrem gestern veröffentlichten FOMC-Sitzungsprotokoll für weitere Maßnahmen der Quantitativen Lockerung aussprach. Zu Handelsschluss notierte der USD zum EUR leichter und drückte das beliebte Währungspaar bis auf die Marke von 1,3940. Ähnliche Entwicklungen waren auch gegenüber dem JPY zu beobachten. Hier schloss die US-Währung bei 81,80.
Nach anfänglichen Kursgewinnen zum Wochenstart, setzte im Anschluss an die Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls an den Märkten eine Trendwende ein. Bei ihrem letzten Treffen am 21. September 2010 hatten sich die Mitglieder des Offenmarktausschusses der Fed darüber geeinigt, den Leitzins im Rahmen der aktuellen Nullzinspolitik unverändert zu belassen. Zukünftig soll auf das zu geringe Wirtschaftswachstum, die rückläufigen Inflationstendenzen und die steigende Arbeitslosigkeit im Land reagiert werden. Dabei war hauptsächlich vom Aufkauf weiterer Staatsanleihen als möglicher Schritt die Rede.
Wichtigster Indikator aus der US-Wirtschaft heute sind die US-Import- und Exportpreise für September um 14:30 Uhr. Händler, Augen auf! Sollten die Ergebnisse die Erwartungen der Experten übertreffen, könnte dies dem USD möglicherweise wieder Auftrieb bringen. Darüber hinaus steht um 22:10 Uhr eine Ansprache von US-Notenbankchef Ben Bernanke auf der Agenda. Anleger sollten die heutigen Kursbewegungen des Dollar gut im Auge behalten, nach denen sich weitere Dollar-Tendenzen noch bis zum Ende der Handelswoche bestimmen lassen.

EUR - EUR profitiert von USD- und GBP-Schwäche

Der EUR handelte am gestrigen Dienstag gestärkt gegen einen Großteil der Hauptgegenwährungen und bewies erneut, dass die europäische Gemeinschaftswährung für den Augenblick stabil ist und Anleger sich hier auf konstante Gewinne verlassen können. Die Währung der 16 Nationen baute ihre Gewinne am Dienstag zunächst gegen den Britischen Pfund Sterling aus und kletterte angesichts eines umfassenden GBP-Verkaufs in der Spitze bis auf die Marke von 0,8810. Gegen den USD konnte ein ähnlicher Trend beobachten werden. Die europäische Währung notierte hier bei 1,3940.
Das Pfund Sterling verzeichnete gestern überwiegend Kursverluste gegen die großen Währungen, nachdem in den frühen Handelsstunden bekannt gegeben wurde, dass das Defizit der Handelsbilanz in Großbritannien im August unerwartet gestiegen sei. Nach Angaben des Nationalen Statistikamtes gingen im August die Exporte um 2,1% und die Importe um 2,7% zurück. Das Wachstum in Großbritannien bleibt schwach, während Experten nach wie vor von einer desolaten Haushaltslage in England sprechen.
Für heute steht wieder eine ganze Reihe wichtiger Wirtschaftsindikatoren auf dem Wirtschaftskalender der Eurozone und Großbritanniens, die die Tendenzen des EUR und GBP für den Rest der Woche bestimmen werden. Eurostat veröffentlicht um 11:00 Uhr aktuelle Zahlen zur Industrieproduktion der Eurozone im August. Aus England werden um 10:30 Uhr Arbeitsmarktdaten für September ausgegeben. Dabei handelt es sich um die Anzahl der Arbeitslosengeldbezieher sowie die Arbeitslosenquote. Händlern empfiehlt es sich, hier aufmerksam zu bleiben, da die vorgenannten Indikatoren eine erhöhte Marktaktivität auslösen können.

JPY - JPY uneinheitlich gegen Hauptwährungen

Für den japanischen Yen ergab sich gestern ein eher wechselhafter Handel. Dabei blieb Japans Währung überwiegend unverändert gegen den EUR und notierte hier um die 113,80-Marke. Gegen den USD konnten wieder starke Aufwärtstendenzen beobachtet werden: Der JPY legte hier um über 100 Punkte zu und schloss bei 1,2930.

Aus Japan werden heute nur einige wenige Fundamentaldaten erwartet. JPY-Händler sollten ihr Augenmerk auf den Corporate Goods Price Index (CGPI) richten, der unter anderem die Veränderungen der Durchschnittspreise von Dienstleistungen für Unternehmen misst. Experten erwarten hier keine Veränderung zur Vormessung. Der Index löst häufig Kursschwankungen aus. Auch auf Konjunkturdaten aus den USA und der Eurozone sollte wie gewohnt Acht gegeben werden. Die heute zur Veröffentlichung ausstehenden Daten werden voraussichtlich die treibende Kraft zu den Yen-Tendenzen am Mittwoch sein.

Rohöl - Ölpreise halten sich um $82-Marke

Die Ölpreise fielen gestern bis auf die Marke von $82 pro Barrel, nachdem die Lagerbestände in den USA in der letzten Woche laut erster Messung ein neues 3-Monatshoch erreicht haben sollen und sich die OPEC-Mitgliedsstaaten dafür entscheiden könnten, die Fördermengen unverändert lassen. Entsprechend der Prognose des US-Energieministeriums sind die Rohölvorräte um 1,4 Mio. Barrel auf 362,3 Mio. Barrel angestiegen.
Vom morgigen OPEC-Treffen in Wien erwarten Marktbeobachter keine grundsätzlichen Änderungen der Förderpolitik des Kartells. Am Mittwochmorgen verzeichneten die internationalen Ölpreise erneut leichte Kursgewinne. Ein Fass US-WTI zur Auslieferung im November kostete im asiatischen Handel $82,23 und damit $0,56 mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass Nordsee-Brent zog um $0,44 auf $83,94 an. Investoren warten mit Spannung auf den Statusreport der US-Energiebehörde EIA/DOE am Donnerstagnachmittag. Analysten rechnen mit einem beständigen Kursanstieg für Rohöl, solange die Dollar-Schwäche anhält.

Technische News

EUR/USD

In den letzten Handelswochen ergaben sich für EUR/USD starke Aufwärtstendenzen. Die technischen Indikatoren lassen jedoch darauf schließen, dass sich bald eine Trendwende einstellen könnte. Entsprechend der Signale, die der RSI der Tages-Chart liefert, steht eine Trendwende gen Süden unmittelbar bevor. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte heute die richtige Wahl sein.

GBP/USD

Die Tages-Chart gibt unterschiedliche Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Jedoch bewegt sich der RSI der 4-Stunden-Chart bereits im überverkauften Bereich, was bedeuten könnte, dass sich in nächster Zukunft eine Preiskorrektur nach oben einstellt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte bei diesem Paar heute solide Profite bringen.

USD/JPY

Bei USD/JPY konnten in den vergangenen Wochen heftige Kursverluste beobachtet werden. Das Paar handelt aktuell um die Marke von 81,80. Die Oszillatoren der Tages-Chart, inklusive Tages-RSI, deuten auf Kurskorrekturen nach oben im weiteren heutigen Handelsverlauf. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte sich auch bei diesem Paar heute auszahlen.

USD/CHF

Aktuell bewegt sich der Preis dieses Paares im überverkauften Bereich des RSI auf der Tages-Chart, was als Zeichen für bevorstehende Kurskorrekturen nach oben gedeutet werden kann. Die steigende Tendenz des Momentum-Oszillators auf der 4-Stunden-Chart bestätigt diese Annahme. Wir empfehlen, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald sich das Brechen nach oben vollzieht.

Die Wild-Card

Silber

Die Silberpreise sind innerhalb der letzten Wochen deutlich gestiegen und haben mittlerweile die Marke von $23,50 pro Feinunze erreicht. Jedoch bewegt sich der RSI der Tages-Chart bereits im überkauften Bereich, was bedeuten könnte, dass der jüngste Aufwärtstrend nachlässt und sich eine Preiskorrektur nach unten ankündigt. Hier könnte sich
Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit bieten, jetzt bei diesem neuen Trend zu einem äußerst frühen Zeitpunkt einzusteigen. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte auch hier die zu bevorzugende Wahl sein.

Aktuelle Zeit: 05/25 09:05 GMT
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14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
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