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Tuesday, 2 Nov 2010

Dollar fest nach besser als erwarteten Konjunkturdaten aus dem Verarbeitenden US-Gewerbe

Der US-Dollar notierte am Montag im Vorfeld der Kongresswahlen in den USA und nach robusten US-amerikanischen sowie chinesischen Konjunkturdaten fest. Erwartet wird in dieser Woche außerdem eine Ankündigung über die weitere Lockerung der ohnehin hoch-expansive Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupupupupup
Wochentendenzupupupnoupup
Resistance1.40351.616581.551.00201.00950.8780
1.40001.613081.250.99851.00600.8750
1.39701.610080.900.99501.00300.8715
Support1.39001.602080.200.98800.99500.8640
1.38701.598579.900.98500.99200.8610
1.38351.595079.600.98150.89800.8575

Wirtschafts News

USD - Dollar steigt nach positiver Stimmung der Einkaufsmanager im Verarbeitenden US-Gewerbe

Der USD wertete am Montag gegen einen Großteil der Hauptwährungen auf. Zuvor wurden überraschend positive Konjunkturdaten aus dem Verarbeitenden Gewerbe veröffentlicht. Belastend wirkte dennoch die im weiteren Wochenverlauf erwartete Ankündigung über eine zusätzliche Lockerung der ohnehin hoch-expansive Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve. Zu Handelsschluss gestern wurde der USD merklich fester gegen den EUR gehandelt und drückte das beliebte Währungspaar bis auf die Marke von 1,3895. Ähnliche Kursbewegungen konnten gegen den CHF beobachtet werden. Hier notierte die US-Währung bei 0,9910.

Dass die Fed am Mittwoch eine weitere Lockerung ihrer Geldpolitik verkünden wird, ist für viele Experten eindeutig. Wie viel Geld die Notenbank dabei in die Märkte pumpen will, bleibt bis zum Ergebnis der Sitzung des Offenmarktauschuss zunächst unklar.
Seitdem die Marktteilnehmer ab September über mögliche konjunkturstützende Maßnahmen der Fed spekulierten, hat der USD um 7,5% gegen andere Hauptwährungen abgewertet. Einige Marktbeobachter halten monatliche Käufe von Staatsanleihen im Wert von zwischen $80 und $100 Mrd. für möglich, wobei insgesamt von zwischen $250 Mrd. bis zu $2 Billionen die Rede ist.
Händler sollten ihr Augenmerk heute auf das Kurspaar EUR/USD richten, das momentan großen Kursschwankungen unterliegt, sich jedoch in absehbarer Zeit stabilisieren müsste. Dabei formen sich aktuell neue Unterstützungs- sowie Widerstandslevel. Die derzeitigen Preissprünge sind in diesem Umfang jedoch eher unüblich. Anleger könnten sich die extremen Kursbewegungen zunutze machen und jetzt hohe Profite erzielen.

EUR - EUR markiert Tagestief gegen Dollar

Der EUR erreichte am Montag ein neues Tagestief gegen den Dollar, der gestützt von überraschend positiven Konjunkturdaten aus dem Verarbeitenden US-Gewerbe (Oktober) fester schloss. Im Anschluss an den gestrigen Handelstag rutschte die europäische Gemeinschaftswährung gegen den USD deutlich bis auf 1,3895 ab. Ähnliche Kursbewegungen konnten gegenüber dem japanischen Yen beobachtet werden. Hier notierte die Währung der 16 Nationen bei 111,90.

Gegenüber dem Dollar verzeichnete der Euro Verluste angesichts der fallenden Kurse an den Aktienmärkten am Montag. Die am vergangenen Freitag eingesetzte Euro-Schwäche hält also an. Die Unsicherheit am Markt hinsichtlich der Entscheidung der US-Notenbank Federal Reserve am Mittwoch belastet den Euro ebenfalls.

Auch die Eurozone veröffentlicht heute aktuelle Zahlen zum Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes. Dieser Indikator wird jedoch voraussichtlich wenig Einfluss auf die Märkte nehmen. Sollte sich hier ein Optimismus versprechender Trend abzeichnen, kann das nur einen positiven Effekt auf die EUR-Währung haben. Um eine Entscheidung im Bezug auf ihre EUR-Positionen zu treffen, sollten Anleger die Aktienmärkte keinesfalls aus den Augen verlieren. Entsprechend den Bewegungen am Markt können Anlegern ihren eigenen Handel bestimmen.

JPY - JPY steigt gegenüber den meisten Hauptwährungen

Für Japans Yen ergab sich gestern ein zinsbullischer Handelstag mit Kursgewinnen gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen. Dabei baute der Yen seine Kursgewinne gegen den EUR am Montag aus und handelte hier um die Marke von 111,90, nachdem viele Investoren ihre EUR-Anlagen gestern verkauften. Zum GBP wurden ebenfalls zinsbullische JPY-Tendenzen deutlich. Japans Yen schloss hier bei 129,20.

Der JPY-Kurs wird aktuell vorwiegend von den Tendenzen seiner primären Währungspaare bestimmt. Allem Anschein nach werden USD und EUR ihren volatilen Handel, insbesondere gegenüber dem japanischen Yen, heute fortsetzen. JPY-Anleger sollten daher Konjunkturdaten sowohl aus den USA als auch aus der Eurozone aufmerksam verfolgen, da beide Nationen das heutige Marktgeschehen bestimmen werden. Darüber hinaus könnte es hilfreich sein, auch auf unplanmäßige Stellungnahmen der japanischen Regierung zu achten, die dem JPY zusätzlich Volatilität verleihen können.

Rohöl - Rohöl klettert über die Marke von $83 pro Barrel

Am Montag legten die Ölpreise um rund 2% zu. Zuvor hatte der saudi-arabische Ölminister erklärt, dass ein Preis zwischen $70 und $90 pro Barrel für Verbraucher angemessen sei.

Nach eigenen Angaben des Kartells ist die Rohölproduktion der OPEC im Oktober merklich gestiegen. Einige Mitgliedsländer streben eine höhere Quote an. Während die Organisation erdölexportierender Länder die Obergrenze der Fördermengen bei Ihrem Treffen Mitte Oktober unverändert belassen hatte, könnte auf einem für Dezember anberaumten außerordentlichen OPEC-Meeting, eine offizielle Produktionsausweitung beschlossen werden.

Mit Unterstützung positiver Konjunkturdaten aus den USA und China legten die Ölpreise am Montagabend deutlich zu. Ein Fass WTI-Öl zur Lieferung im Dezember kostete am $83,36 und damit $1,93 mehr als noch vor dem Wochenende. Der Preis für ein Fass Nordsee-Brent stieg um $1,73 auf $84,88.

Technische News

EUR/USD

EUR/USD begab sich gestern deutlich auf Talfahrt und handelt momentan um die Marke von 1,3895. Der Slow Stochastic der Wochen-Chart bestätigt Abwärtstendenzen für dieses Währungspaar im weiteren heutigen Tagesverlauf. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart zeigt wiederum an, dass sich andererseits eine Trendwende ergeben könnte. Hier einzusteigen, sobald die Zeichen deutlicher werden, könnte eine gute Entscheidung sein.

GBP/USD

Die Stunden-Chart gibt unterschiedliche Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Der Slow Stochastic kreuzt mittlerweile auf der Tages-Chart abwärts, was ein Zeichen für eine Kurskorrektur nach unten in bereits unmittelbarer Zukunft sein könnte. Heute bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, ist bei GBP/USD möglicherweise eine gute Wahl.

USD/JPY

Aktuell bewegt sich der Preis dieses Paar im überverkauften Bereich auf der Wochen-Chart. Ihr RSI deutet auf eine bevorstehende Kurskorrektur nach oben. Auch die Aufwärtsbewegung des Slow Stochastic auf der Tages-Chart bestätigt diese Annahme. Wir empfehlen, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald nach oben gebrochen wird.

USD/CHF

Gestern ergaben sich für USD/CHF äußerst rückläufige Tendenzen. Technische Indikatoren signalisieren jedoch, dass sich dieser Trend möglicherweise schon bald ändert. Entsprechend der Signale, die der RSI der Tages-Chart liefert, steht eine Trendwende gen Süden unmittelbar bevor. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte heute die richtige Strategie sein.

Die Wild-Card

NZD/USD

Der kontinuierliche Aufwärtstrend hat NZD/USD letztendlich in den überkauften Bereich des RSI auf der 8-Stunden-Chart gedrückt. Darüber hinaus scheint das gegenwärtige Abwärtskreuzen des Slow Stochastic auf eine sich ankündigende Preiskorrektur nach unten zu deuten.
Forex -Anlegern bietet sich möglicherweise eine gute Handelsgelegenheit, den Durchbruch nach unten auf den Stunden-Charts abzuwarten und anschließend zu verkaufen, um den bevorstehenden Trend auszusitzen.

Aktuelle Zeit: 05/25 09:05 GMT
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