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Thursday, 4 Nov 2010

Dollar fester nach geldpolitischer Fed-Entscheidung

Der US-Dollar gab im Anschluss an die gestrige Entscheidung der US-Notenbank Federal Reserve über den Umfang der geplanten konjunkturstützenden Maßnahmen gegen eine Reihe von Hauptwährungen nach. Zum Euro notierte die US-Währung zu Handelsschluss nahezu unverändert, während sie gegen den Australischen Dollar AUD bis auf ein 28-Jahres-Hoch kletterte.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupupdownupup
Wochentendenzupupdowndownupup
Resistance1.45001.642083.061.00051.03470.8950
1.43021.625682.080.98731.01760.8851
1.42171.617981.600.97901.01160.8813
Support1.40191.601680.620.96580.99450.8714
1.39051.592980.110.96090.98330.8654
1.37071.576679.130.94760.96620.8555

Wirtschafts News

USD - Dollar stabil gegen Euro

Der US-Dollar zeigte sich am gestrigen Mittwoch trotz der angekündigten weiteren Lockerung der Geldpolitik durch die US-Notenbank Federal Reserve insgesamt stabil. Der Euro konnte in einer ersten Reaktion zunächst deutlich an Boden gewinnen und kletterte bis auf rund $1,42. Dieses Niveau konnte die Einheitswährung jedoch nicht halten und pendelte sich bei $1,4107 ein. Der USD kostete damit 0,7136 Euro. Wie die US-Notenbank am Mittwochabend mitteilte, will sie zur Stützung der Konjunktur zusätzliche Staatsanleihen im Wert von $600 Mrd. kaufen.

Ihren Leitzins beließ die Federal Reserve wie erwartet unverändert in einer Spanne zwischen 0 und 0,25%.

Zum Japanischen Yen handelte der Dollar heute Morgen fester bei 81,30, von zuvor 81,08 zu später Stunde am Mittwoch. Im Hoch markierte der USD die 81,82-Marke, während in Japan die Märkte aufgrund eines Feiertages geschlossen blieben.

Die Marktteilnehmer zeigten sich vom angekündigten Ausmaß der Fed-Anleihenkäufe wenig beeindruckt, viele Anleger hatten das Programmvolumen erwartet.

EUR - Euro weicht von 9-Monats-Hoch zurück

Im Vorfeld der heute um 13:45 Uhr erwarteten Veröffentlichung des Ergebnisses der Ratssitzung zum Hauptrefinanzierungssatz der Europäische Zentralbank (EZB), gab die europäische Gemeinschaftswährung Euro gestern im Laufe des Handelstages gegen so einige Hauptwährungen nach. Zunächst reagierte der EUR positiv auf die verkündeten konjunkturstützenden Maßnahmen der US-Notenbank und kletterte im Hoch bis auf die Marke von $1,42. Dieses Niveau konnte jedoch nicht gehalten werden, so dass die Währung der 16 Nationen bei $1,4107 schloss.

Die Händler bleiben gegenwärtig stark risikoavers. Da der US-Dollar aufgrund des Anleihenaufkaufprogramms der Fed weiter unter Druck bleiben dürfte, liegt der nächste Zielkurs des EUR zunächst unverändert bei 1,4080, bzw. 1,4120. Um 13:45 Uhr wird die EZB ihren Entscheid zum Hauptrefinanzierungssatz in Frankfurt bekannt geben. Im Anschluss wird EZB-Präsident Jean-Claude Trichet 45 Minuten nach offizieller Bekanntgabe bei einer Pressekonferenz sprechen.

JPY - Yen steigt - Japanische Exporteure kaufen Landeswährung

Der JPY verzeichnete gestern zwischenzeitlich zum ersten Mal in vier Handelstagen Kursgewinne gegen den USD, während die Anspannung an den Märkten vor der für Morgen angesetzten Sondersitzung der Bank of Japan (BoJ) anhält und die Märkte am gestrigen Handelstag in Japan aufgrund eines Feiertages geschlossen blieben. Der Yen kletterte im Hoch bis auf 80,80/Dollar von zuvor 81,07/Dollar, bevor die Inselstaatwährung schließlich bei 81,58/Dollar schloss und damit ihr niedrigstes Level seit dem 28. Oktober markierte. Zum Euro wertete der JPY zunächst bis auf 114,20/Euro von zuvor 114,64/Euro auf und notierte anschließend mit 114,82/Euro hier seinen niedrigsten Stand seit dem 11. Oktober.

Insgesamt hält sich Japans Währung über dem 89,44/Dollar-Durchschnitt, den die japanischen Unternehmen für die nächsten sechs Monate bis März 2011 beim letzten im September vorgelegten Tankan-Bericht prognostiziert hatten.

Rohöl - Ölpreise steigen auf 6-Monats-Hoch

Die Ölpreise notierten am Mittwoch nahe ihres höchsten Stands der letzten 6 Monaten als Folge des am Mittwoch von der Fed beschlossenen Programms für Staatsanleihenkäufe im Umfang von $600 Mrd. Am Donnerstagmorgen stiegen die Ölpreise im asiatisch geprägten Handel weiter. Ein Fass US-WTI zur Lieferung im Dezember kostete $85,30 und somit $0,61 mehr als zu Handelsschluss am Mittwoch. Ein Fass Nordsee-Brent verteuerte sich um $0,58 auf $86,96.

In dieser Woche legten die Ölpreise bislang bereits um rund 3% zu. Die konjunkturstützenden Maßnahmen der US-Notenbank dürften den USD weiterhin unter Druck bringen, was die Ölpreise wiederum voraussichtlich stützt.

Technische News

EUR/USD

Nach dem deutlichen Aufwärtstrend am gestrigen Mittwoch, scheint dieses Währungspaar innerhalb einer neuen Spanne zu handeln. Die meisten Oszillatoren sind aktuell neutral ausgerichtet. Dennoch scheint der Slow Stochastic auf der Stunden-Chart kurz davor zu sein, aufwärts zu kreuzen. Sobald die gegenwärtigen Kursbewegungen zu einem Ende kommen, könnte es ratsam sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

GBP/USD

Aktuell ist das Abwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der Tages-Chart nicht zu übersehen. Dies könnte bedeuten, dass der langfristige Abwärtstrend von GBP/USD anhält. Dennoch verdeutlicht das Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart, dass es heute zunächst aufwärts geht. Hier könnte es von Vorteil sein, sich dem Aufwärtstrend anzuschließen, um anschließend beim Pivot Point zu verkaufen.

USD/JPY

Die anhaltenden Abwärtsbewegungen dieses Paares haben den Preis von USD/JPY bis in den überverkauften Bereich des RSI auf der 4-Stunden- und Stunden-Chart gedrückt und signalisieren bestehenden Aufwärtsdruck. Auch das Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. Auf steigende Kurse zu setzen, könnte hier eine gute Wahl für heute sein.

USD/CHF

Die Bollinger Bands auf der Stunden-Chart verdichten sich, was bedeuten könnte, dass sich im weiteren Tagesverlauf heute heftige Kursbewegungen ergeben. Der Kurs bewegt sich derzeit im oberen Bereich der Bollinger Bands. Der Slow Stochastic könnte in Kürze abwärts kreuzen, was möglicherweise ein Hinweis dafür ist, dass die volatile Bewegung eine abwärts gerichtete sein könnte. Verkaufen ist für heute womöglich eine gute Entscheidung.

Die Wild-Card

EUR/JPY

Die kontinuierliche Abwärtsbewegung dieses Paares drückt auch hier den Kurs in den überverkauften Bereich des RSI auf der 4-Stunden- und Stunden-Chart. Auf der 4-Stunden-Chart kreuzt der Slow Stochastic aufwärts. Alle Indikatoren deuten mittlerweile auf eine bevorstehende Kurskorrektur nach oben. Sobald sich die Aufwärtsbewegung einstellt, könnte sich Forex -Anlegern eine gute Gelegenheit bieten, bei diesem neuen Trend bei einem fantastischen Preis einzusteigen.

Aktuelle Zeit: 05/25 09:05 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/25
14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
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