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Thursday, 24 Jun 2010
Dollar gibt nach Fed-Zinsentscheid leicht nach
Die US-Notenbank Federal Reserve beließ ihren Leitzins gestern unverändert zwischen 0% und 0,25% und setzt somit ihre Niedrigzinspolitik fort. Auch heute erwarten Händler angesichts der zur Veröffentlichung ausstehenden US-Konjunkturindikatoren wie dem Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter (Mai) sowie den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe (Woche) um 14:30 Uhr neue Bewegungen am Markt. Für beide Indizes fallen die Prognosen positiv aus. Kann der US-Dollar seine gestern verbuchten Kursverluste heute wieder ausgleichen?
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.2555 | 1.5251 | 91.75 | 1.1304 | 0.8965 | 0.8410 |
| 1.2421 | 1.5080 | 90.89 | 1.1187 | 0.8845 | 0.8324 | |
| 1.2365 | 1.5017 | 90.34 | 1.1119 | 0.8791 | 0.8276 | |
| Support | 1.2230 | 1.4846 | 89.49 | 1.1001 | 0.8672 | 0.8190 |
| 1.2152 | 1.4738 | 89.17 | 1.0951 | 0.8606 | 0.8152 | |
| 1.2018 | 1.4567 | 88.31 | 1.0834 | 0.8486 | 0.8067 |
Wirtschafts News
USD - US-Häuserdaten enttäuschen und Fed belässt Leitzins auf Niedrigniveau
Am gestrigen Handelstag gab der US-Dollar gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen leicht nach. 100 Punkte Kursverlust verbuchte der Greenback dabei gegen den Euro. EUR/USD handelt aktuell nahe der Marke von 1,2330. Auch gegen das britische Pfund Sterling und den japanischen Yen setzte die US-Währung ihren Abwärtskurs vom Vortag fort.
Händler verwiesen auf das enttäuschende Ergebnis zu den Verkäufen von Hausneubauten in den USA als ausschlaggebender Beweggrund für die Dollar-Verluste am Devisenmarkt. Laut US-Handelsministerium ist die Zahl der US-Neubauverkäufe im Monat Mai auf 300.000 zurückgegangen. Damit fiel die Zahl auf ein Rekordtief. Experten hatten bis zu 450.000 verkaufte Einheiten erwartet. Im Vormonatsvergleich wurde damit ein Rückgang um 32,7% gemessen. Im Vorjahresvergleich lag die Zahl der Neubauverkäufe um 18,3% niedriger als im Mai 2009. Analysten führten das im Vorfeld ausgelaufene steuerliche Anreizprogramm auf den drastischen Rückgang und das schlechteste Ergebnis seit 16 Jahren zurück. Bis April erhielten US-Hauskäufer bei Unterzeichnung eines Kontrakts eine Vergünstigung in Höhe von $8.000. Am Dienstag war das Ergebnis zu den Eigenheimverkäufen aus dem Bestand mit einem unerwarteten Rückgang von 2,2% bereits überraschend schlecht ausgefallen.
Am Mittwoch beließ die US-Notenbank nach zweitägiger Beratung den US-Leitzins unverändert bei zwischen 0% bis 0,25% und begründete dies in dem die Zinsentscheidung begleitenden Kommentar mit den gegenwärtigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die ein „außergewöhnlich niedriges Zinsniveau über einen längeren Zeitraum“ erforderten.
Noch vor dem Wochenende stehen wichtige US-Konjunkturdaten zur Veröffentlichung aus. Als Indikator, der den größten Einfluss auf die Märkte nehmen könnte, gilt dabei der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter im Mai um 14:30 Uhr. Die Prognosen belaufen sich auf einen Rückgang um 1,5% im Vergleich zum Vormonat. Darüber hinaus sollten Anleger das ebenfalls für 14:30 Uhr erwartete Ergebnis zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe in der letzten Woche gut im Auge behalten.
EUR - Euro uneinheitlich gegen Hauptwährungen
Für den Euro ergaben sich gestern äußerst volatile Handelstendenzen. Zum US-Dollar verzeichnete die europäische Gemeinschaftswährung einen Kursgewinn von 100 Punkten, sackte zum britischen Pfund Sterling jedoch um 70 Punkte ab. EUR/JPY notierte bei 110,85.
Für die kräftigen Kursbewegungen machen Anleger die gestern veröffentlichten Konjunkturdaten aus dem Euroraum verantwortlich. Laut Einkaufsmanagerindex droht den Ländern der Eurozone für die zweite Jahreshälfte eine konjunkturelle Abkühlung. Im Dienstleistungssektor sank der entsprechende Index auf 55,4 von 56,2 Punkten im Mai und signalisierte damit den ersten Rückgang seit Februar. Bereits zum 3. Mal in Folge markiert das Barometer für den Bereich Industrie ein schwächeres Wachstum. Im fernöstlichen Devisenhandel legte der Euro bereits gestern Vormittag zu und wurde in Tokio mit $1,2333 gehandelt. Zuvor notierte die Einheitswährung mit $1,2313 in New York.
Insgesamt wurde der EUR gegenüber dem USD gestern leicht favorisiert. Dennoch befürchteten Händler weitere Verluste der Gemeinschaftswährung. Nach wie vor drücken Sorgen um eine weltweite Abschwächung des Wirtschaftswachstums auch die Stimmung an den europäischen Märkten.
Am heutigen Donnerstag scheint der wichtigste Indikator aus dem Euroraum der Auftragseingang in der Industrie in der Eurozone (April) um 11:00 Uhr zu sein. Diese Veröffentlichung misst den Gesamtwert der Auftragseingänge, Auslieferungen und Lagerbestände heimischer Hersteller. Experten zufolge soll der Auftragseingang im April im Vormonatsvergleich um 1,8% zugenommen haben. Ob die jüngsten Aufwärtstendenzen des Euro auch heute anhalten, bleibt zunächst abzuwarten.
JPY - JPY klettert aufgrund Risikoaversion auf 4-Wochen-Hoch gegen USD
Zum USD kletterte der japanische Yen gestern bis auf ein neues 4-Wochen-Hoch. Dabei verbuchte der JPY ein Plus von 80 Punkten. USD/JPY handelt aktuell um 89,90.
Am Mittwochnachmittag beließ die US-Notenbank Federal Reserve ihren Leitzins unverändert bei 0%-0,25% und setzte somit ihre Niedrigzinspolitik fort. Dabei bestätigte die Federal Reserve, dass das „außergewöhnlich niedrige Zinsniveau über einen längeren Zeitraum“ bestehen bleiben werde. Entsprechend verharrte die US-Währung zum Yen bei einem 1-Monats-Tief von knapp 89,90 Yen. Insgesamt belastete das Ergebnis zu den Verkäufen neuer Häuser in den USA die Anlegerstimmung weltweit. Diese waren im vergangenen Monat drastisch eingebrochen und auf einen Rekordtiefstand gefallen. Der Yen als Safe-Haven-Währung war wieder einmal gefragt. Sorgen um die globale Wirtschaftserholung dämpfen in der Regel die Risikobereitschaft der Anleger und stützen die Inselstaatwährung. Solange Konjunkturdaten aus den USA und Europa die Anleger verunsichern, wird der JPY voraussichtlich Stärke zeigen, so Händler.
JPY-Händler sollten heute die Kernrate des Tokio Verbraucherpreisindexes gut im Auge behalten. Dieser Bericht gilt als einer der zuverlässigsten Inflationsindikatoren in Japan und nimmt grundlegend Einfluss auf den Markt. Analysten prognostizieren einen Rückgang um 1,5% für Juni. Sollte sich diese Voraussage tatsächlich bewahrheiten, könnte der japanische Yen Verluste verzeichnen.
Rohöl - Rohöl rutscht bis unter $76 pro Barrel ab
Das Barrel Rohöl handelte am gestrigen Mittwoch zum ersten Mal in 8 Tagen unter der Marke von $76. Im Laufe des Handelstages fiel der Kurs um nahezu 200 Punkte.
Nach Veröffentlichung der Daten des Departement of Energy (DoE) setzte ein verhältnismäßig deutlicher Kursrutsch bei den Ölpreisen ein. Überraschend sind die US-Rohölbestände laut US-Energieministerium (DoE) in der vergangenen Woche um 2,0 Mio. Barrel gestiegen. Experten hatten einen Rückgang der Vorräte um 1,2 Mio. Barrel erwartet.
Nach dem Preisrutsch stabilisierten sich die globalen Ölpreise am Donnerstagmorgen jedoch nach anfänglichen Verlusten. Ein Barrel der US-Rohölsorte WTI notierte im frühen Handel bei $76,35 und europäisches Rohöl Brent bei $76,27 Dollar.
Technische News
EUR/USD
Eine gestrige Aufwertung nähert das Paar der untergeordneten Trendlinie, die sich seit dem 15. April herausgebildet hat. Sollte EUR/USD hier erneut scheitern, würde dies nunmehr dem 3. Kontakt entsprechen, was der Trendlinie mehr Bedeutung verleiht. Eine solche Entwicklung könnte Händlern den Anreiz geben, bei EUR/USD an diesem Punkt zu verkaufen, um weiterhin vom langfristigen Abwärtstrend zu profitieren. Der RSI der 10-Tages-Chart ist ebenfalls bis unter die 70-Marke gefallen und gibt Verkaufssignale aus. Ein Sicherheits-Stopp könnte oberhalb der Trendlinie gesetzt werden.
GBP/USD
GBP/USD zählte gestern zu den gefragten Währungspaaren im Devisenhandel. Dies führten Händler auf die Tatsache zurück, dass GBP/USD bedeutende technische Widerstände überwinden konnte. Dabei notierte das Kurspaar oberhalb der wichtigen 100-Tage-Linie (SMA), der 23,6%-Fibonacci-Line sowie dem Widerstand bei 1,4930. Das Momentum bleibt oberhalb der Nulllinie und auch der 2-Wochen-RSI tendiert deutlich höher. Der nächste bedeutende Widerstand liegt bei 1,5125 und 1,5190.
USD/JPY
USD/JPY ist mittlerweile aus der Handelsspanne, in der das Paar seit einem Monat handelt, ausgebrochen und notiert inzwischen unterhalb der Unterstützung bei 90,80. Die Abwärtsveränderung des 14-Tages-RSI hat diesen bis unter die 30-Marke gedrückt. Das Momentum hat bis unterhalb der Nulllinie abgenommen. Händler sollten als nächsten Richtpreis die Unterstützung bei 89,90 in Betracht ziehen.
USD/CHF
In den letzten Handelstagen ergaben sich für dieses Paar äußerst rückläufige Tendenzen. Die technischen Indikatoren lassen jedoch mittlerweile darauf schließen, dass sich möglicherweise bereits in naher Zukunft eine Trendwende einstellt. Beispielsweise verdeutlicht der Slow Stochastic auf der Tages-Chart einen sich ankündigenden zinsbullischen Umschwung. Heutige Aufwärtstendenzen werden ebenfalls vom RSI der Tages-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte hier heute von Vorteil sein.
Die Wild-Card
AUD/USD
Der kontinuierliche Aufwärtstrend hat das Kurspaar letztendlich in den überkauften Bereich des RSI auf der Tages-Chart gedrückt. Darüber hinaus scheint das gegenwärtige Abwärtskreuzen des Slow Stochastic auf eine sich ankündigende Preiskorrektur nach unten zu deuten. Forex -Anlegern bietet sich hier möglicherweise eine gute Handelsgelegenheit, den Durchbruch nach unten auf den Stunden-Charts abzuwarten und anschließend zu verkaufen, um aus dem bevorstehenden Trend Profit zu schlagen.
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| 05/25 | ||||||||
| 14:55 | USD | Revised UoM Consumer Sentiment | 77.8 | 77.7 | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Inflation Expectations | 3.1% | - | - | ![]() | ||



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