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Wednesday, 4 Nov 2009

Dollar handelt gestärkt in Erwartung der Leitzinsbekanntgabe der US-Notenbank

Während Händler sich auf einen geschäftigen Handelstag einrichten wird allgemein erwartet, dass die US-Notenbank ihren Leitzinssatz heute unverändert bei nahe Null Prozent belässt. Manche Investoren spekulieren zwar auf eine Änderung beim Zinssatz, doch viele Experten sind der Ansicht die Notenbank werde ihre Zusage schon einhalten, den Leitzinssatz für einen längeren Zeitraum so niedrig wie möglich zu halten. Das könnte sich stabilisierend auf den USD-Handel auswirken oder auch möglicherweise die Leitwährung der Welt zu neuen Extremen treiben. Wird der USD nach dem gestrigen Aufschwung heute eine Umkehr dieses Trends erfahren?

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdownupnoupnodown
Wochentendenznonoupnonoup
Resistance1.48001.652591.251.03500.91200.9050
1.47751.649090.901.03250.90850.9025
1.47501.646090.651.03000.90500.9000
Support1.47001.640090.001.02300.89850.8925
1.46751.637089.751.02000.89450.8900
1.46501.634089.401.01750.89050.8875

Wirtschafts News

USD - Erwartete Bekanntgabe der US-Notenbank kräftigt Dollar im Vergleich zum EUR

Der US-Dollar klammerte sich am Dienstag an den kleinen Kursgewinn zum EUR. Größere Gewinne kamen nicht zustande, da Händler zwischen gemischten Signalen hinsichtlich des Gesundheitszustands der Wirtschaft und den Erwartungen der zweitägigen Strategiebesprechung der US-Notenbank hin und her gerissen waren.

Der Dollar erreichte verglichen zum EUR den höchsten Stand seit einem Monat, da Bedenken bezüglich des weltweiten Bankensektors die Nachfrage nach dem Safe-Hafen-Status des Dollar wieder anfachte. Der Dollar kletterte auch im Vergleich zu seinen Haupt-Währungsrivalen, da Investoren in Erwartung der Leitzinsbekanntgaben der USA, der Eurozone und Großbritanniens sich von riskanteren Anlagewerten zurückzogen.

In Erwartung einer Woche voller wichtiger Wirtschaftsnachrichten verhielten sich Händler recht umsichtig: die US-Notenbank begann am Dienstag ihre zweitägige Strategiebesprechung und auch die Europäische Zentralbank (EZB) und die Bank of England (BOE) werden später in der Woche ihre Policy Meetings abhalten.

Die übereinstimmende Meinung ist, dass die US-Notenbank den Leitzinssatz bei nahe Null Prozent belässt, wo er bereits seit letztem Dezember steht. Investoren werden jedoch die Begründung der Notenbank sehr genau unter die Lupe nehmen um nach Anzeichen dafür zu suchen, wann ggf. mit einer Erhöhung des Zinssatzes zu rechnen sein könnte. Sobald die amerikanischen Märkte heute öffnen dürften Händler jede Menge Volatilität erwarten.

EUR - Sorgen betreffend den UK-Bankensektor lassen Pfund Sterling abstürzen

Der EUR verzeichnete am Dienstag Verluste verglichen zu US-Dollar und Yen, als Bedenken hinsichtlich des Bankensektors den Dollar ankurbelten, der immer dann dazu neigt zuzulegen wenn Investoren riskantere Anlagewerte vermeiden.

Die 16-Nationen -Währung schloss gestern in New York bei $1,4760 gegenüber $1,4775 am Vortag, nachdem sie zuvor schon auf $1,4811 angestiegen war. Sie schloss bei 132,95 Yen gegenüber 133,32 und zuvor schon erreichten 133,98. Die Stimmung im europäischen Finanzsektor war gedämpft, was sich auf EUR und Pfund Sterling auswirkte und nach Ansicht von Experten zur jüngsten Belebung des US-Dollar beitrug.

Nachdem das UK-Finanzministerium eine Umstrukturierung der britischen Banken bekannt gab, was Besorgnisse hinsichtlich des Finanzsektors schürte, fiel das Pfund Sterling im Vergleich zum US-Dollar auf den niedrigsten Stand seit einer Woche. Zum EUR fiel das britische Pfund den zweiten Tag in Folge und rutschte um 0,1% auf $1,6398 aufgrund von Spekulationen, dass die BOE diese Woche ihr Programm zum Aufkauf von Anlagewerten ausdehnen werde.

JPY - Yen fällt gegenüber USD zurück

Der japanische Yen erreichte beim Handel am Dienstag einen Tiefstand nachdem die US-Aktienmärkte Verluste wettmachte, was die Nachfrage nach dem Safe-Hafen-Status der japanischen Währung reduzierte. Der Yen fiel von 90,46 auf 90,21 verglichen zum Dollar.

Reduzierte Nachfrage nach höhere Erträge abwerfende Anlagewerte ließen den Kurs des Yen steigen, nachdem das 101 Jahre alte Kreditunternehmen CIT Group Inc. mit $71 Mrd. Anlagewerte und $65 Mrd. Schulden beim US-Konkursgericht in Manhattan Insolvenz anmelden musste. Experten zufolge sind diese Insolvenz der CIT Group und der niedrige Leitzinssatz der USA Grund für das Ansteigen der japanischen Währung im Vergleich zum USD.

Aufgrund von Spekulationen die weltweite wirtschaftliche Erholung kurble die Nachfrage nach höhere Erträge abwerfende Anlagewerten an rutschte der JPY zum EUR ab. Die japanische Währung fiel auf 133,89 zum EUR gegenüber 133,32 am Vortag.

Rohöl - US-Industrie-Auftragseingänge lassen Rohölpreis um 2% steigen

Der Rohölpreis stieg am Dienstag auf über $79 pro Barrel, nachdem die US- Industrie-Auftragseingänge im September in stärkerem Maße als erwartet zugelegt hatten, was die Vermutung nahe legt, der Energiebedarf beim weltgrößten Energieverbraucher werde ansteigen.

Zuvor war der Rohölpreis noch kräftig zurückgegangen als der US-Dollar verglichen zu anderen Währungen den höchsten Stand seit einem Monat erreichte und die Aktienmärkte rückläufig waren. Ein fester Dollar-Kurs und sinkende Aktienpreise sind typische Zeichen dafür, dass Investoren riskantere Anlagewerte, einschließlich Rohstoffe, vermeiden.

Ölhändler erwarten heute die wöchentlichen US-Rohölbestandszahlen. Analysten nehmen an, dass in der vergangenen Woche der Rohölbestand um 1,4 Mio. Barrel gestiegen ist, wohingegen der Bestand an Destillaten, wie Heizöl und Diesel, Experten zufolge um 1 Million Barrel abnehmen dürfte.

Technische News

EUR/USD

Diese Paarung scheint weiterhin in einer rückläufigen Tendenz zu verharren. Obwohl in dieser Tendenz derzeit zwar ein Spitzenwert auszumachen ist steht doch eine Abwärtskorrektur bevor. Der RSI auf dem Stunden-Chart zeigt diese Paarung im überkauften Bereich und der MACD auf dem Tages-Chart weist ein rückläufiges Cross auf. Zu verkaufen könnte für heute eine kluge Vorgehensweise sein.

GBP/USD

Auf dem Tages-Chart nähert sich diese Paarung dem Ende einer Konsolidierungsphase und die Bollinger Bands beginnen sich zu verengen. Da sich dieser Trend fortsetzt ist es sehr unwahrscheinlich, dass Händler eine klare Richtungsvorgabe erhalten werden. Innerhalb der kommenden Woche dürfte jedoch mit einer heftigen Richtungsänderung zu rechnen sein. Auf klarere Signale zu warten könnte heute eine kluge Entscheidung sein.

USD/JPY

Da viele Indikatoren sich im neutralen Bereich bewegen scheint sich diese Paarung innerhalb einer sehr begrenzten Handelsspanne zu befinden. Ein neuerlicher zinsbullisches Cross beim MACD auf dem 4-Stunden-Chart zeigt an, dass die Möglichkeit einer bevorstehenden Aufwärtsbewegung besteht. Forex-Händler könnten versuchen hier Gewinne zu mitzunehmen indem sie innerhalb der derzeitigen Handelsspanne bei Tiefständen kaufen und bei Höchstständen verkaufen.

USD/CHF

Diese Paarung zeigt weiterhin leichte Aufwärtstendenz, und es liegen keine Anzeichen vor, dass sich daran in absehbarer Zeit etwas ändern könne. Beim RSI auf dem Stunden-Chart bewegt sich dieses Paar nahe dem überkauften Bereich, was vermuten lässt, dass ein gewisser Aufwärtsdruck besteht. Der wöchentliche Momentum-Oszillator zeigt ebenfalls aufwärts, demzufolge das Tempo der Aufwärtsbewegung anziehen dürfte. Zu kaufen könnte sich heute als eine kluge Strategie erweisen.

Die Wild-Card

USD/TRY

Diese Paarung vermittelt einige Anzeichen einer bevorstehenden Abwärtsbewegung. Seit gestern morgen handelt dieses Paar innerhalb eines sich verengenden Konsolidierungstrends und scheint jetzt den Umkipppunkt erreicht zu haben. Viele Indikatoren vermitteln Neutralität, doch das langfristige Momentum scheint abwärts zu deuten. Beim MACD auf dem 4-Stunden-Chart und dem Slow Stochastic auf dem Tages-Chart zeigt sich dem Forex -Händler ein rückläufiger Cross. In Erwartung einer starken rückläufigen Bewegung, die heute sehr wahrscheinlich einsetzen dürfte, bieten sich ihm großartige Gelegenheiten zur Gewinnmitnahme.

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