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Friday, 10 Apr 2009

Dollar im Aufschwung trotz zunehmender Risikofreudigkeit

Der Dollar setzte gestern seine Aufwärtskorrektur fort, als besser als erwartete Arbeitsmarktzahlen und steigende Importpreise ihm zu weiterer Stärke verhalfen. Der Geldfluss kann beim heutigen Handel etwas spärlich sein, da viele europäische Firmen wegen eines Feiertags geschlossen sind. Das könnte jedoch die Kurs-Volatilität nur erhöhen und Händlern die Gelegenheit bieten von den verpassten Möglichkeiten anderer zu profitieren.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznononononodown
Wochentendenzdowndownupupupdown
Resistance1.32351.4753101.181.16720.72510.9023
1.32021.4721100.861.16400.72280.9001
1.31701.4690100.551.16110.72060.8980
Support1.31091.462999.941.15490.71640.8939
1.30801.459799.611.15280.71420.8918
1.30481.456899.291.14970.71210.8899

Wirtschafts News

USD - Der Dollar wird diese Woche Kursgewinne verzeichnen

Der US-Dollar legte am Donnerstag im Vergleich zum EUR und zum Yen zu, da besser als erwartete wöchentliche US-Arbeitsmarktzahlen eine Erholung an den Märkten auslösten und das Verlangen nach riskanteren Anlagewerten wiederaufleben ließen. Ein Rückgang bei den Arbeitslosenunterstützungs-Erstansprüchen und ein Anstieg bei den Importpreisen haben die Stimmung für den Dollar merklich verbessert. Beim nachmittäglichen Handel lag der USD verglichen zum Yen um 0,8% höher bei 100,46, und zum EUR stieg die US-Währung auf $1,3110, den höchsten Stand seit zwei Wochen.

Zum Aufschwung des Dollar trug auch bei, dass Wells Fargo & Co., der zweitgrößte Hypothekengeber der USA, im 1. Quartal eine Gewinn verzeichnete der selbst die optimistischsten Wall Street Erwartungen in den Schatten stellte, was auf eine Linderung der Finanzkrise hindeutet. Der Dollar ist in dieser Woche verglichen zum Euro um 2,8% gestiegen, was die größte Zunahme seit dem 9. Januar darstellt. Auch die stark verbesserte US-Handelsbilanz wirkte sich positiv auf den Dollar aus, insbesondere da die Handelsbilanz im Februar sich unerwarteterweise auf den niedrigsten Stand seit 9 Jahren reduziert hatte. Die geschmälerte US-Handelsbilanz könnte den Dollar auch weiter stützen, da die USA auf den internationalen Märkten weniger Dollar zum Kauf ausländischer Produkte ausgeben.

Die Währungsbewegungen beim asiatischen und europäischen Handel könnten heute recht volatil sein, da die Osterferien in den Regionen die Liquidität beim ohnehin schon schmalen Handelsvolumen verringert, was die Marktbewegungen umso mehr verstärkt. Das könnte für Volatilitäts-Händler heute ein guter Grund sein dem Markt beizutreten, da der Dollar sein positives Momentum ins Oster-Wochenende ausdehnen dürfte. Der EUR/USD könnte heute sogar bis zum Stützwert von 1,0350 gehandelt werden.

EUR - EUR fällt aufgrund Spekulationen, dass EZB den Leitzins senken wird

Die europäische Währung verlor gestern 0,4% im Vergleich zum USD und schloss bei $1,3112. Zum JPY verlor der EUR 0,1% und schloss bei 131,94. Dazu führten Befürchtungen die Eurozone könne in den kommenden Monaten tiefer in der Rezession versinken. Der Markt wartet auf Anzeichen dafür, dass die Europäische Zentralbank (EZB) unkonventionelle Schritte zur Verbesserung der Kreditvergaben einleiten wird, nachdem ähnliche Maßnahmen bereits von der US-Notenbank und anderen wichtigen Zentralbanken durchgeführt wurden.

Der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, ließ verlauten, die Zentralbank hätte genügend Spielraum den Leitzinssatz von seinem Rekordtief von 1,25% weiter abzusenken und dass sogar eine Rate von unter 1% noch zur Debatte steht. Die Zentralbank wird über mögliche unkonventionelle geldpolitische Maßnahmen auf ihrem nächsten Treffen am 7. Mai entscheiden. Trichet wollte jedoch keine weiteren Einzelheiten nennen.

Derweil ist auch das britische Pfund Sterling auf $1,4663 gesunken, gegenüber den $1,4704 am vergangenen Mittwoch. Am frühen Donnerstag stand der Kurs des GBP noch relativ unverändert zum Dollar, nachdem die Bank of England (BoE) ihren Leitzinssatz auf dem niedrigsten Stand aller Zeiten beließ und bekannt gab, sie würde weiter Staatsanleihen und andere Wertpapiere kaufen. Von Politikern wird im Allgemeinen angenommen, dass sie sich aus der Debatte raushalten, nachdem die BoE in einer Reihe aggressiver Kürzungen ihren Leitzinssatz seit Oktober von 5% auf 0,5% gesenkt hat.

JPY - Bei geringer Marktaktivität treibt Yen so dahin

Am Donnerstag trieb der Yen im Vergleich zum Dollar so vor sich hin und hielt die Gewinne, die er tags zuvor gemacht hatte, da es an den Devisenmärkten relativ ruhig blieb und keine klaren Positionen eingenommen wurden, weil man erst die Gewinnberichte der wichtigsten US-Banken in der kommenden Woche abwarten will. Der Yen blieb unverändert zum USD nachdem er am Mittwoch um etwa 0,8% gestiegen war. Die japanische Währung war am Montag bis auf 101,45, den tiefsten Wert seit 6 Monaten gesunken. Auch zum EUR verhielt sich der Yen unverändert und schloss bei 132,50.

Japans monatliche Kernrate der Maschinenbestellungen, ein richtungweisender Indikator für Unternehmensausgaben, stieg im Februar unerwarteterweise, was als ein positives Zeichen gesehen werden kann, da das Land unter der schlimmsten Rezession seit dem zweiten Weltkrieg leidet. Händler gaben zu verstehen, das Konjunkturpaket helfe dem Yen sich im Vergleich zu Dollar und EUR zu erholen, doch Investoren sollten davon Abstand nehmen ihn über den Wert von 101 drücken zu wollen.

Rohöl - Rohölpreis steigt auf über $52 pro Barrel

Der Rohölpreis stieg am Donnerstag um nahezu 5,8%, was ausgelöst wurde durch eine Erholung an der Wall Street und der Tatsache, dass in der vergangenen Woche die Zahl der Arbeitslosenunterstützungs-Erstansprüche zurückgegangen ist. Was sich auch positiv auf den Rohölpreis auswirkte warm dass die UK Beratungsfirma Oil Movements am Donnerstag bekannt gab, die Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) werde ihre Förderung in den vier Wochen bis zum 25. April um 280.000 Barrel pro Tag (BPD) reduzieren. OPEC hatte vereinbart die Förderung seit September um 4,2 Mio. BPD zu drosseln um fallenden Preisen entgegen zu wirken und der eingebrochenen weltweiten Nachfrage zu entsprechen.

Der Ölpreis stieg am Mittwoch kräftig an, als die wöchentliche Bekanntgabe der Energy Information Administration belegte, dass die US-Rohöl-Lagerbestände niedriger seien als angenommen und auch bei raffinierten Beständen ein großer Rückgang zu verzeichnen ist. Der Markt reagierte heftig darauf, da sich auch der Optimismus an den Aktienmärkten über die US-Wirtschaft auf das Rohöl übertrug. US-Wirtschaftszahlen belegen, dass die Rohöllieferungen vergangene Woche um über 1,65 Mio. Barrel auf 361,1 Mio. angestiegen sind, den höchsten Stand seit Juli 1993.

Technische News

EUR/USD

Nachdem sie bei 1,3091 ihren Tages-Tiefstwert erreicht hatte geht es mit dieser Paarung wieder aufwärts und sie erholt sich langsam. Gegenwärtig zeigt sich ein zinsbullisches Cross auf dem 4-Stunden-Chart. Auch die Bollinger Bands auf dem 4-Stunden- und Stunden-Chart scheinen sich zu verengen, was darauf hindeutet, dass ein kräftiger Durchbruch des Grenzwertes bevorstehen könnte. Händler sollten heute in Erwägung ziehen bei dieser Paarung eine Long-Position einzunehmen.

GBP/USD

Dieses Paar unterliegt bereits seit einer Weile hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic des Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die Oszillatoren der 4-Stunden-Chart lassen eine eindeutige Tendenz nicht erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie hierbei auf deutlichere Signale auf dem Stunden-Chart.

USD/JPY

Beim RSI auf dem Tages-Chart scheint sich der Kurs dieser Paarung im überkauften Bereich zu bewegen, was auf eine bevorstehende Abwärtskorrektur hinweisen könnte. Die Abwärtsrichtung des Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart bestätigt diese Annahme. Sobald die untere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine gute Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.

USD/CHF

Der zinsbullische Trend verliert an Kraft und die Paarung scheint sich um den Wert von 1,1580 zu konsolidieren. Beim Tages-Chart bewegt sich der Kurs bereits im überkauften Bereich, was zeigt, dass eine rückläufige Korrektur in nächster Zeit stattfinden könnte. Auch hier gilt: Sobald die untere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine gute Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.

Die Wild-Card

Rohöl

Der Rohölpreis stieg gestern erheblich an und erreichte bei $52,17 pro Barrel seinen Spitzenwert. Jedoch zeigt sich ein rückläufiges Cross beim Slow Stochastic auf dem Stunden-Chart, was vermuten lässt, dass der jüngste Aufwärtstrend an Kraft verliert und eine rückläufige Korrektur bevorsteht. Hier könnte sich Forex -Händlern eine großartige Gelegenheit bieten sich diesem Trend zu einem sehr frühen Zeitpunkt anzuschließen.

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