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Thursday, 11 Nov 2010
Dollar leichter vor G20-Gipfel
Der US-Dollar verzeichnete gestern Kursverluste gegen seine risikoreicheren Gegenparts. Im Marktfokus stand am Mittwoch der am Wochenende beginnende G20-Gipfel in Seoul, bei dem Themen wie internationale Währungsfragen sowie globale ökonomische Ungleichgewichte ganz oben auf der Agenda stehen dürften. Insbesondere die jüngste Rekord-Aufwertung des Chinesischen Yuan, der sich mittlerweile auf seinem höchste Niveau seit 1993 befindet, droht das chinesische und das globale Wachstum abzuschwächen. Inzwischen werten die Ölpreise erneut auf und markieren angesichts eines starken Rückgangs der US-Vorräte an Rohöl ein neues 2-Jahreshoch.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3861 | 1.6222 | 83.03 | 0.9772 | 1.0120 | 0.8620 |
| 1.3840 | 1.6203 | 82.86 | 0.9751 | 1.0102 | 0.8597 | |
| 1.3811 | 1.6172 | 82.54 | 0.9720 | 1.0071 | 0.8566 | |
| Support | 1.3751 | 1.6110 | 81.90 | 0.9660 | 1.0010 | 0.8505 |
| 1.3719 | 1.6082 | 81.61 | 0.9631 | 0.9980 | 0.8476 | |
| 1.3698 | 1.6061 | 81.40 | 0.9610 | 0.9961 | 0.8451 |
Wirtschafts News
USD - USD fester gegen Yen aufgrund positiver Konjunkturdaten
Zu Handelsbeginn am Mittwoch wertete der USD zunächst deutlich gegen Yen und Euro auf. Zuvor machten positive Konjunkturdaten aus den USA Mut, so dass der USD im untertägigen Handel ein Tageshoch bei 82,67 und damit einen neuen Rekord seit dem 7. Oktober markierte.
Weitere Erholung zeichnete sich auch in der vergangenen Woche auf dem US-Arbeitsmarkt ab: Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in der Woche zum 6. November erneut stärker gefallen als von Experten erwartet. Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums am Mittwoch wurden 435.000 neue und somit 24.000 Antragssteller weniger als in der Vorwoche gezählt. Experten hatten mit einen Rückgang um 7.000 Erstanträge gerechnet. Belastend auf den Dollar wirkte die im weiteren Tagesverlauf schlecht verlaufende Auktion 30-jähriger Staatsanleihen in den USA. Der USD gab zuvor verbuchte Gewinne wieder ab und notierte zu Handelsschluss am Mittwoch letztendlich nahezu unverändert.
Aufgrund eines Feiertags in den USA bleiben die Anleihemarkt heute geschlossen. Entsprechend werden keine Konjunkturdaten aus den USA veröffentlicht. Anleger sollten jedoch jegliche Nachrichten in Bezug auf den beginnenden G20-Gipfel in Seoul aufmerksam verfolgen. Mögliche schwache Handelsbedingungen und die geringe Liquidität können einen eher volatilen Handel heute hervorrufen.
EUR - Staatsverschuldung lastet weiterhin auf Gemeinschaftswährung
Kräftige Kursschwankungen setzten sich für EUR/USD auch am Mittwoch fort. Bestimmt wird der Devisenmarkt aktuell hauptsächlich von zwei großen Faktoren: der sich ausweitenden Sorgen um die Schuldenkrise im Euroraum sowie dem angekündigten Anleihenankaufprogramm der US-Notenbank Federal Reserve. Kurz nach Markteröffnung rutschte der Euro bis auf die Marke von $1,3671 ab. Zusätzliche Belastung brachten die Renditeaufschläge irischer Anleihen gegenüber Bundesanleihen, die abermals neue Höchststände markierten. Nach einer schlecht verlaufenden Auktion 30-jähriger Staatsanleihen in den USA, präsentierte sich die Einheitswährung jedoch heute Morgen zum USD leicht erholt und bewegte sich über der Marke von $1,3700.
Das Britische Pfund Sterling konnte sich gegen USD und EUR behaupten, nachdem die Bank of England (BoE) in ihrem jüngsten Inflationsbericht mittelfristig eine geringere Teuerung erwartet. Auf Sicht von 2 Jahren werde die Inflation bei rund 1,6% und somit unter dem Zielwert der Notenbank von 2% liegen.
JPY - JPY gibt mit verbesserten globalen Konjunkturaussichten nach
Japans Währung rutschte gestern gegen den US-Dollar auf ihren niedrigsten Stand in über einem Monat. Ein neuer globaler Wirtschaftsoptimismus verringert die Attraktivität des JPY als Safe-Haven-Währung. Der Dollar kletterte im untertägigen Handel bis auf ein Tageshoch bei 82,67 und markierte damit einen neuen Rekord seit dem 7. Oktober. Leichte Kurskorrekturen setzten jedoch im Anschluss ein, so dass USD/JPY im asiatisch geprägten Handel um die Marke von 82,15 handelte. Auch zum Euro notierte der japanische Yen in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag nahezu unverändert bei 113,40. Im New Yorker Handel schloss EUR/JPY bei 113,41.
Heute stehen kaum marktbewegende Konjunkturdaten zur Veröffentlichung aus. Händler sollten ihren Fokus auf Nachrichten rund um den am Wochenende anberaumten G20-Gipfel im südkoreanischen Seoul richten, bei dem Themen wie internationale Währungsfragen sowie globale ökonomische Ungleichgewichte ganz oben auf der Agenda stehen dürften.
Rohöl - Sinkende Vorräte lassen Ölpreise steigen
Am Donnerstagmorgen haben die internationalen Ölpreise ihre deutlichen Gewinne vom Vortag erweitert. Ein Fass US-WTI zur Lieferung im Dezember kostete in Asien $88,36 und damit $0,55 mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass Nordsee-Brent kletterte um $0,45 auf $89,41. Bereits am Mittwoch legten die Ölpreise kräftig zu und erreichten in der Spitze die Marke von $88,10.
Händler verwiesen auf die wöchentlichen US-Bestandsdaten als Beweggrund für die Preisaufschläge. Die Rallye an den internationalen Warenterminbörsen setzte sich am gestrigen Mittwoch fort, nachdem das US-Energieministerium (DoE) einen Bestandsabbau von nahezu 10 Mio. Barrel in der Woche zum 5. November bestätigte. Analysten hatten einen Rückgang um rund 2 Mio. Barrel erwartet. Zuvor hatten die Vorräte neue Höchststände in einem Zeitraum von 27 Jahren markiert.
Technische News
EUR/USD
Nach den gestrigen deutlichen Kursverlusten sind bei EUR/USD heute leichte Kurskorrekturen nach oben zu erwarten. Auf der 8-Stunden-Chart hat der RSI in den überverkauften Bereich gedreht, während der Slow Stochastic der 8-Stunden-Chart aufwärts kreuzt. Hier könnte es sich heute auszahlen, auf steigende Kurse zu setzen.
GBP/USD
Auf der 2- und 4-Stunden-Chart kreuzt der Slow Stochastic abwärts, während der RSI der 2-Stunden-Chart den überkauften Bereich bereits erreicht hat. Bei GBP/USD könnte es heute von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps auf fallende Kurse zu setzen.
USD/JPY
Auf der 8-Stunden und Tages-Chart ist eine Überwindung des oberen Bollinger Bands offensichtlich. Mittlerweile hat der RSI der 8-Stunden-Chart bei diesem Paar in den überkauften Bereich gedreht. Auf der 2-Stunden-Chart ist das Aufwärtskreuzen des MACD ebenfalls nicht zu übersehen. Gleiches gilt für den Slow Stochastic der 8-Stunden-Chart. Verkaufen könnte bei USD/JPY die richtige Wahl für heute sein.
USD/CHF
Bei diesem Paar sind heute Abwärtstendenzen zu erwarten, da der Slow Stochastic der 8-Stunden-Chart abwärts kreuzt und der RSI inzwischen in den überkauften Bereich gedreht hat. Darüber hinaus ist auf der Tages-Chart eine Doji-Candlestick-Anordnung zu sehen, die eine mögliche Trendwende bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte heute die richtige Entscheidung bei USD/CHF sein.
Die Wild-Card
EUR/CAD
Dem EUR steht heute möglicherweise eine Trendwende bevor. Hinweise dafür geben der RSI der bei EUR/CAD auf der Tages-, 8-Stunden- und 4-Stunden-Chart bereits in den überverkauften Bereich gedreht hat und der Slow Stochastic, der auf der 8-Stunden- und auf der Tages-Chart aufwärts kreuzt. Darüber hinaus scheint der Preis auf der Tages-Chart unter das untere Bollinger Band zu fallen, was ein weiteres Zeichen für eine sich ankündigende Aufwärtsbewegung sein kann. Forex -Anleger könnten diese Handelsgelegenheit heute nutzen und bei EUR/CAD bei einem äußerst vorteilhaften Einstiegspreis auf steigende Kurse setzen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/25 | ||||||||
| 14:55 | USD | Revised UoM Consumer Sentiment | 77.8 | 77.7 | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Inflation Expectations | 3.1% | - | - | ![]() | ||



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