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Friday, 30 Oct 2009

Dollar liegt beim heutigen Devisenhandel ganz vorn

Der Dollar wird beim heutigen Devisenhandel ganz im Vordergrund stehen. Das zeichnet sich ab, da der USD am Donnerstag im Vergleich zu seinen Haupt-Währungspartnern rückläufig war, nachdem er an den vorangegangenen Handelstagen Gewinne zu verzeichnen hatte. Das gestrige Verhalten ist zurückzuführen auf die Bestätigung, dass die US-Wirtschaft im dritten Quartal wieder Wachstum zu verzeichnen hatte, was dem Optimismus von Investoren Nahrung verlieh, was wiederum zu einer Erholung an den Aktienmärkten führte und die Nachfrage nach der relativen Sicherheit des US-Dollars dämpfte.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndownnodownno
Wochentendenzdownupdownupdowndown
Resistance1.49451.665092.101.02800.92000.9020
1.49051.661091.701.02400.91800.9000
1.48651.657091.301.02000.91600.8980
Support1.47851.649090.501.01400.91100.8940
1.47451.645090.101.01000.90900.8920
1.47051.641089.701.00600.90700.8900

Wirtschafts News

USD - Besser als erwartetes Bruttoinlandsprodukt lässt Dollarkurs sinken

Der USD ist drauf und dran im vierten Monat in Folge, der längsten Phase seit 2004, Rückgänge zum EUR zu verzeichnen, da Amerikas Rückkehr zu wirtschaftlichem Wachstum Optimismus aufkeimen ließ, dass die globale wirtschaftliche Erholung schnell voranschreiten wird, was die Nachfrage nach höheren Erträgen abwerfenden Anlagewerte anfachte. Der Dollar schwächelte um fast 1% auf $1,4859 zum EUR und damit dem größten Rückgang innerhalb eines Tages seit dem 8. September.

Der Dollar stieg in den drei vorangegangenen Handelstagen zum EUR, als Anzeichen einer verlangsamten wirtschaftlichen Erholung sowie ein unerwarteter Rückgang bei den New Yorker Eigenheimverkäufen im September die Nachfrage nach riskanteren Anlagewerten zurückgehen ließen. So verzeichnet der Dollar erstmalig nach 5 Tagen wieder einen Rückgang zum EUR, als Investoren Daten vorlagen, die aufwiesen, dass die US-Wirtschaft im dritten Quartal wieder Wachstum aufweisen konnte. Laut US-Wirtschaftsministerium stieg das Bruttoinlandsprodukt im 3. Quartal aufs Jahr gerechnet um 3,5%, nachdem es zuvor in den vier zurückliegenden Quartalen rückläufig war.

Dieser solide Wert für das Bruttoinlandsprodukt gab dem Optimismus hinsichtlich einer weltweiten wirtschaftlichen Erholung wieder Nahrung, was Händler dazu veranlasste in höhere Erträge generierende Währungen anzulegen, was dem Safe-Hafen-Reiz des Dollar ziemlich abträglich war. Der US-Dollar dürfte auch am heutigen Freitag unter heftigem Druck stehen, da aufgrund der optimistischen Nachrichten vom Donnerstag Investoren den USD wohl weiterhin verkaufen werden. Händler sind gut beraten den später am Tag veröffentlichten wichtigsten US-Wirtschaftsindikatoren Aufmerksamkeit zu schenken, darunter den Chicago PMI (Einkaufsmanagerindex) und den revidierten Bericht über das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan. Diese Publikationen dürften für die heutige Entwicklung der USD-Kreuzkurse ausschlaggebend sein.

EUR - Europäische Währung weiterhin im Aufwärtstrend

Der EUR verzeichnete sowohl zum US-Dollar als auch zum JPY einen Anstieg, nachdem bekannt wurde, dass die deutsche Arbeitslosenquote im Oktober unerwarteterweise auf 8,1% zurückgegangen ist. Die deutsche Wirtschaft, die größte der Eurozone, sah im 2. Quartal wieder wirtschaftliches Wachstum. Die europäische Währung stieg nach vier Tagen erstmalig wieder an auf $1,4859 zum USD, gegenüber $1,4713 bei Handelsschluss am Mittwoch.

Die Stärke des EUR wurde auch von anderen Wirtschaftsdaten unterstützt. Der Stimmungs-Indikator für die Wirtschaft der Europäischen Kommission verzeichnete im Oktober einen größer als erwarteten Anstieg. Der Index der 16-Nationen Eurozone stieg auf 86,2 gegenüber 82,8 im September. Die ursprünglichen Erwartungen lagen bei einem Anstieg auf 84,5.

Die 16-Nationen-Währung könnte heute auch zum ersten Mal seit 4 Tagen im Vergleich zum britischen Pfund Sterling steigen, da ein Bericht aus Deutschland einen Anstieg bei den Einzelhandelsumsätzen aufweist, was ein weiteres Anzeichen dafür zu sein scheint, dass es mit der Rezession in der Eurozone zu Ende geht. Die Einzelhandelsumsätze in Deutschland, der größten Wirtschaftsmacht in Europa, stiegen im September um 1%, gegenüber einem Rückgang noch im August von 2,4%.

JPY - Yen verzeichnet gemischte Ergebnisse verglichen zu den Haupt-Währungen

Dem japanischen Yen dürfte der größte monatliche Kursrückgang zum EUR seit Mai bevorstehen, da ein Regierungsbericht zeigt, dass die japanische Arbeitslosenquote im zweiten Monat in Folge rückläufig ist, was die Nachfrage nach der relativen Sicherheit der japanischen Währung reduziert. Der japanische Yen ist am sensibelsten wenn es um Risikovermeidung beim Handel geht und ist rückläufig, wenn Investoren größeres Interesse an riskanteren Anlagewerten wie Aktien zeigen. Verglichen zum Dollar fiel der JPY auf 91,27 Yen, gegenüber 90,33 Yen am Mittwoch.

Es wird jedoch erwartet, dass der Yen im Vergleich zum australischen und zum neuseeländischen Dollar Gewinne verzeichnen wird, da Investoren Gewinne aus einer Anzahl Wachstumgebundener Transaktionen mitnahmen, die in jüngster Zeit sehr beliebt waren. Beide Währungen wurden in diesem Jahr gegenüber den geringere Erträge abwerfenden japanischen Yen bevorzugt, da Investoren sich von Wirtschaften, die sich offenbar schneller von der weltweiten wirtschaftlichen Depression erholen, höhere Erträge erhofften. Der JPY erreichte mit 80,85 zum australischen Dollar den höchsten Stand seit drei Wochen und schloss letztlich bei 81,05 Yen. Verglichen zum NZD stieg der japanische Yen um 0,8% auf 64,80 Yen.

Rohöl - Ölpreis im Anstieg aufgrund des optimistischen US-Bruttoinlandsprodukts

Der Rohölpreis stieg am Donnerstag um mehr als 4%, was den Preis pro Barrel kurzfristig auf über $80 steigen ließ, nachdem die Bestätigung, dass die US-Wirtschaft wieder Wachstum zu verzeichnen hat den Optimismus hinsichtlich steigenden Energiebedarfs ankurbelte. Der Rohölpreis stieg um $2,91, oder 4%, auf $79,97 pro Barrel und hatte zuvor mit $80,43 seinen Höchststand erreicht. Zuletzt lag der Ölpreis bei über $80 pro Barrel am 23. Oktober.

Dem kräftigen Anstieg des Ölpreises lagen die optimistischen Daten des US-Bruttoinlandsprodukts zugrunde, die ihrerseits der Hoffnung, die wirtschaftlichen Bedingungen würden sich verbessern, Nahrung gaben und dass die Nachfrage nach Öl-Produkten steigen werde. Die besser als erwarteten US-Wirtschaftsdaten führten zu einer Erholung an den Rohstoffmärkten. Der Fokus liegt jetzt auf dem potentiellen wirtschaftlichen Wachstum, welches den Rohölpreis weiter unterstützen könnte.

Technische News

EUR/USD

Das Tages-Chart vermittelt gemischte Signale und sein RSI bewegt sich im neutralen Bereich. Der Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart weist jedoch mit einem neuerlichen rückläufigen Cross darauf hin, dass eine Abwärtskorrektur kurz bevor steht. Sobald die untere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine gute Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps verkaufen.

GBP/USD

Diese Paarung unterliegt seit geraumer Zeit dem Range-Trading ohne klare Ausrichtung. Der Slow Stochastic auf dem Stunden-Chart vermittelt gemischte Signale. Auch die Oszillatoren auf dem 4-Stunden-Chart lassen keine klare Richtung erkennen. Auf klarere Signale bei den Stunden-Charts zu warten könnte sich für heute als kluge Strategie erweisen.

USD/JPY


Das typische Range-Trading auf den Stunden-Charts setzt sich fort. Der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart bewegt sich im neutralen Bereich. Der Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart weist jedoch mit einem neuerlichen zinsbullischem Cross darauf hin, dass eine Aufwärtskorrektur bevor stehen könnte. Sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine gute Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps kaufen.

USD/CHF

Beim Slow Stochastic auf dem 4-Stunden-Chart bildet sich ein zinsbullisches Cross, was darauf hindeutet, dass in naher Zukunft eine Aufwärtskorrektur bevorsteht. Die Aufwärtsrichtung der Momentum-Oszillatoren auf den Wochen-Charts bestätigt diese Annahme. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen könnte heute die richtige Vorgehensweise sein.

Die Wild-Card

Gold

Der Goldpreis stieg gestern erheblich an und erreichte bei $1049 pro Feinunze seinen Höchststand. Jetzt vermitteln alle Oszillatoren auf den Stunden-Charts rückläufige Signale die darauf hindeuten, dass der Goldpreis fallen könnte. Hier könnte sich
Forex -Händlern eine großartige Gelegenheit bieten sich diesem äußerst populären Trend anzuschließen.

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