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Friday, 30 Jan 2009

Dollar mit steigender Tendenz im Vorfeld der Bekanntgabe des Bruttoinlandsprodukts

Seit Beginn des gestrigen Handels und im Vorfeld der für heute, 13:30 MGZ, vorgesehenen Bekanntgabe des US-Bruttoinlandsprodukts zeigt der Kurs des US-Dollar ansteigende Tendenz. Sollte das Ergebnis besser als die vorhergesagten -5,4% ausfallen, dürfte der Dollar noch weiter an Stärke zulegen während sich die Handelswoche ihrem Ende zuneigt.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupnodownupdown
Wochentendenzdownupupnodowndown
Resistance1.30101.434090.551.16600.65150.9135
1.29701.430090.151.16200.64950.9115
1.29301.426089.751.15800.64750.9085
Support1.28501.418088.951.15000.64300.9040
1.28101.414088.551.14600.64100.9020
1.27701.410088.151.14200.63900.9000

Wirtschafts News

USD - Dollar-Anstieg erreicht Safe-Hafen-Status

Aufgrund der Tatsache, dass die Beweise für eine sich verschlechternde Weltwirtschaftslage immer mehr häufen, spekulieren Händler darauf, dass sich der USD mehr und mehr zu einer Safe-Hafen-Währung entwickelt. Es steht zu erwarten, dass der USD demzufolge heute weitere Gewinne im Vergleich zum EUR verzeichnen wird. Der Dollar legte gestern um über 230 Pips zu, dem größten Zuwachs innerhalb von drei Wochen und stieg von $1,3120 zum Tagesschlusswert von $1,2889. Unterstützt wurde die positive Kursentwicklung des Dollar am Donnerstag weitgehend durch immer augenfälliger werdende Risikovermeidung und sich ausbreitenden Optimismus aufgrund der jüngsten Währungs- und steuerlichen Maßnahmen seitens der US-Regierung.

Der Kurs des Dollar wurde ebenfalls unterstützt durch die Bekanntgabe der US-Notenbank, betreffend den Kauf von US-Bundesanleihen zur weiteren Stützung der US-Wirtschaft. Am Mittwoch hielt die US-Notenbank den Leitzinssatz, wie weitgehend erwartet, nahe dem Null-Prozent-Wert und gab bekannt, dass sie bereit sei langfristige Bundesanleihen zu erwerben, falls das die Kreditbedingungen verbessern würde. Außerdem war einem anderen Bericht zu entnehmen, dass die Verkäufe von Hausneubauten in den USA im vergangenen Monat um 14,2% auf einen Rekord-Tiefstwert gesunken sind. Das hat weiter den Reiz von höher risikobehafteten Währungen und Anlagegütern wie Aktien geschmälert und den Safe-Hafen-Status des Dollar verstärkt. Offensichtlich ließen die trüben US-Wirtschaftsdaten und fallende Aktienkurse bei Investoren ein größeres Risikobewusstsein entstehen, auch wenn Regierungen immer mehr währungspolitische und steuerliche Anreize geben, um ihre Wirtschaften anzukurbeln.

Verglichen zum JPY verlor der USD gestern 0,7% und schloss bei 89,73 Yen. Der Rückgang des Dollar resultierte aus der Tatsache, dass die US-Notenbank nicht bereit war genauere Informationen zum Aufkauf von Bundesanleihen zu erteilen. Dieses fachte Spekulationen an, Investoren würden die japanische Währung dem US-Dollar vorziehen. In der weltweiten Finanzkrise wurden sowohl Dollar als auch Yen als Safe-Hafen-Währungen betrachtet, und diese beiden Währungen fluktuieren häufig je nach Risikobereitschaft von Investoren.

EUR - Euro gibt nach aufgrund schwacher Wirtschaftsdaten

Von den zu Beginn der Woche gemachten Gewinnen, im Vergleich zu seinen Haupt-Währungspartnern, musste sich die europäische Währung verabschieden. Zum USD schloss der EUR um 2% niedriger bei $1,2889, nachdem er während des Handels schon $1,2875 erreicht hatte. Im Vergleich zur japanischen Währung lag der EUR sogar um über 2% niedriger und schloss bei 115,18 Yen. Der EUR trat den Rückzug an, nachdem der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, verlauten ließ, die EZB könne, zusätzlich zu weiteren mehr unkonventionellen Maßnahmen, den Leitzinssatz unter die gegenwärtigen 2% absenken.

Die schwachen Wirtschaftsdaten aus der Eurozone sorgten für eine Umkehr der erheblichen Gewinne, die der EUR im Vergleich zum Dollar in den vergangenen Tagen gemacht hatte. Die Schwäche der europäischen Wirtschaft zeigt sich beispielsweise in den Arbeitslosenzahlen für Deutschland, die den größten Januar-Anstieg seit vier Jahren aufweisen. Zudem gab die Europäische Kommission bekannt, dass der Gesamtindex zur Wirtschafts- und Verbraucherstimmung in der Eurozone im Januar auf ein Rekordtief gefallen sei. Der Index fiel auf 68,9, den tiefsten Stand seit seiner Einführung in 1985. Analysten sind der Ansicht, dass die Strategie vieler Investoren ganz einfach in Risikovermeidung besteht. Im Klartext heißt das, Mittel werden vom EUR abgezogen und in den Dollar bzw. Yen überführt. Das nachlassende Wirtschaftswachstum der Eurozone hat viele Investoren dazu veranlasst Mittel von höhere Erträge abwerfenden Anlagen abzuziehen und zu repatriieren, was zu einem weiteren Rückgang des Euro-Kurses führen könnte.

Für heute wird aus der Eurozone die Veröffentlichung zweier wichtiger Wirtschaftsdaten erwartet. Sowohl der Verbraucherpreisindex als auch die neuesten Arbeitslosenzahlen sollen um 10:00 MGZ bekannt gegeben werden. Sollten diese Zahlen besser als erwartet ausfallen, könnte sich der EUR vom gestrigen Abstieg erholen. Liegen die Zahlen jedoch am Vorhersagewert oder schlechter könnte der EUR, verglichen mit Dollar, Pfund Sterling und Yen, weitere Verluste einfahren. Forex-Händlern wird empfohlen auch die Zahlen des Bruttoinlandsprodukts der USA und die Daten über Verbrauchervertrauen in Großbritannien, die beide später am Tage bekannt gegeben werden, aufmerksam zur Kenntnis zu nehmen, da diese die Stärke des EUR, verglichen zu USD und GBP, bis Mitte kommender Woche bestimmen könnten.

JPY - Yen weiter im Anstieg aufgrund Regierungsunzulänglichkeit

Von Analysten wird vorausgesagt, der Kurs des japanischen Yen könnte bis Ende des Steuerjahres am 31. März weiter ansteigen, da Exporteure ihre Einnahmen absichern, indem sie diese Währung kaufen und Devisenhändler inmitten des weltweiten Konjunkturrückgangs Geldmittel repatriieren. Der JPY schloss gestern bei 89,34 pro USD, verglichen zu $89,68 am Vortag. Der Kues des Yen legte in diesem Monat im Vergleich zum Dollar um 1% zu, nachdem er im vergangenen Jahr bereits um 23% angestiegen war. Der JPY könnte weiter an Stärke zulegen, da Investoren sich von so genannten Carry Trades trennen, bei denen sie die Währung beliehen um in Nationen zu investieren, in denen der Leitzinssatz den der japanischen 0,1% übersteigt.

Jüngst haben einige der wichtigsten Market Player seitens der japanischen Regierung rigorose Maßnahmen gefordert, um dem Anstieg des Yen Einhalt zu gebieten. Es ist dabei zu bedenken, dass der starke Yen das japanische Exportgeschäft schwer getroffen hat. Nach Ansicht vieler Wirtschaftsführungskräfte sind die wirtschaftspolitischen Maßnahmen der japanischen Regierung, angesichts der derzeitigen weltweiten Rezession, völlig unzureichend. Es ist unwahrscheinlich, dass das japanische Finanzministerium die Exporteure des Landes vor der immer stärker werdenden Währung schützen wird, indem es die Zentralbank Japans auffordert zu intervenieren und Yen zu verkaufen. Einige Analysten sagen voraus, die Zunahme des Yen werde weiter seinen Verlauf nehmen und dass noch Entfaltungsmöglichkeiten für Investoren hinsichtlich Carry Trades bestehen. Sie sagen auch voraus, der JPY würde im Vergleich zum USD weiter zulegen, möglicherweise bis zu 84 Yen innerhalb der nächsten drei Monate.

Rohöl - Rohölpreis unverändert aufgrund schwacher US-Wirtschaft und starkem Dollar

Aufgrund der Veröffentlichung neuerlicher trüber Wirtschaftsdaten aus den USA, dem weltgrößten Energieverbraucher, konnte der Rohölpreis am Donnerstag nicht zulegen. Dazu trug beim gestrigen Handel auch der starke Dollar bei. Hauptgründe waren der Anstieg der US-Arbeitlosenzahlen auf ein Rekordhoch Mitte Januar und wiederum ein Rückgang der Umsätze langlebiger Wirtschaftsgüter im fünften Monat in Folge. Die sich verschlimmernde Rezession der US-Wirtschaft hat die Nachfrage nach Rohöl drastisch sinken lassen, während gleichzeitig die US-Rohölbestände im vierten Monat in Folge zunahmen und den höchsten Bestand seit 1990 erreichten. Der Rohölpreis hat seit seinem Höchststand im Sommer vergangenen Jahres um mehr als $100 abgenommen, was bei den OPEC-Ländern, also Nationen, die auf Einnahmen aus dem Ölgeschäft angewiesen sind, die Alarmglocken läuten ließ. Folglich hat die OPEC von September bis zum heutigen Tag die Ölproduktion um 4,2 Mio. Barrel gedrosselt.

Der Rohölpreis blieb gestern so gut wie unverändert und schloss bei $41,56 pro Barrel. Das lag auch an der Bemerkung des OPEC-Generalsekretärs Abdullah al-Badri auf dem Welt-Wirtschafts-Forum im schweizerischen Davos, dass die OPEC nicht zögern würde entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, sollte der Ölpreis weiterhin so niedrig bleiben. Ölproduzierende Nationen glauben, dass der Ölpreis auch bis Ende kommender Woche Verluste einfahren wird, zudem auch durch Streiks an US-amerikanischen Raffinerien die Nachfrage beeinträchtigt ist.

Technische News

EUR/USD

Der RSI auf dem Stunden-Chart zeigt, den Kurs dieser Paarung im überkauften Bereich, was auf eine bevorstehende Aufwärtskorrektur hinweist. Die Aufwärtsrichtung der Momentum-Oszillatoren auf dem 4-Stunden-Chart bestätigen diese Annahme. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen scheint für heute die richtige Wahl zu sein.

GBP/USD

Das typische Range Trading auf dem 4-Stunden-Chart setzt sich fort. Beide, der stündliche RSI und Slow Stochastic bewegen sich im neutralen Bereich. Jedoch formiert sich auf dem Slow Stochastic des Tages-Chart ein frisches rückläufiges Cross, was auf eine in naher Zukunft bevorstehende Abwärtskorrektur hindeuten könnte. In diesem Fall sind Händler gut beraten erst nach dem Durchbruch einzusteigen.

USD/JPY

Dieses Paar unterliegt bereits geraumer Zeit hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic des Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die Oszillatoren der 4-Stunden-Chart lassen eine eindeutige Tendenz nicht erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie hierbei auf deutlichere Signale auf dem Stunden-Chart.

USD/CHF

Das Tages-Chart zeigt gemischte Signale und sein Slow Stochastic fluktuiert im neutralen Bereich. Der RSI auf dem Stunden-Chart jedoch bewegt sich im überkauften Bereich, was auf eine Abwärtskorrektur in nächster Zukunft hinweist. . Für USD/CHF könnte eine gute Strategie lauten, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, sobald die untere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.

Die Wild-Card

Gold

Der zinsbullische Trend verliert an Kraft und der Preis konsolidiert sich um die $906 pro Feinunze. Der RSI auf dem Tages-Chart bewegt sich im überkauften Bereich, was darauf schließen lässt, dass der jüngste Aufwärtstrend an Kraft verliert und eine Abwärtskorrektur bevorsteht. Hier könnte sich
Forex -Händlern eine gute Gelegenheit bieten sich diesem Trend frühzeitig anzuschließen.

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