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Tuesday, 29 Mar 2011
Dollar nimmt wieder Abwärtstrend auf
Der Dollar verzeichnete gestern einen Kursrückgang zu den Haupt-Währungen während Händler weiterhin den Dollar zur Finanzierung von Carry Trades verwenden. Positive US Verbraucher- und Immobilien-Daten ermutigten die Wiederaufnahme dieses langzeitigen Trends. Heute dürfte der Fokus auf dem US Verbraucher liegen, da am Nachmittag der Bericht über das Verbrauchervertrauen veröffentlicht wird.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4262 | 1.6191 | 82.56 | 0.9349 | 1.0424 | 0.8912 |
| 1.4167 | 1.6089 | 82.10 | 0.9267 | 1.0343 | 0.8854 | |
| 1.4124 | 1.6040 | 81.91 | 0.9218 | 1.0292 | 0.8829 | |
| Support | 1.4029 | 1.5938 | 81.45 | 0.9135 | 1.0212 | 0.8770 |
| 1.3977 | 1.5886 | 81.18 | 0.9102 | 1.0182 | 0.8735 | |
| 1.3882 | 1.5784 | 80.72 | 0.9020 | 1.0101 | 0.8676 |
Wirtschafts News
USD - Positive US Wirtschaftsdaten kurbeln Dollar-Verkäufe an
Nach der Stärkung des US Dollar in der zweiten Hälfte der vergangenen Woche nahm der Dollar gestern wieder seinen Abwärtstrend auf, nachdem positive US Wirtschaftsdaten Händler dazu veranlassten den Dollar zu verkaufen.
Gestern wurde bekannt, dass das durchschnittliche Einkommen in den USA im Februar um 0,3% gestiegen ist. Im Januar lag der revidierte Anstieg bei 1,2%. Obwohl der Februar etwas unter den Erwartungen von 0,5% blieb, so war er doch in Kombination mit dem von 1,0% aufwärts revidierten Wert für Januar ausreichend genug um dem ganzen Bericht eine positive Richtung zu verleihen. Persönliche Ausgaben waren im Februar um 0,7% gestiegen, gegenüber der Prognose von 0,6%. Im Januar lag der Vergleichswert in revidierter Form noch bei 0,3%.
Der Kursrückgang des Dollar erfolgte bereits vor Bekanntgabe der Wirtschaftsdaten, da Händler die geopolitische Lage im Mittleren Osten gelassen hinnahmen und in Euro, britischem Pfund Sterling und kanadischen Dollar investierten.
Ein besser als erwartetes Ergebnis bei noch nicht abgeschlossenen, aber bereits vertraglich fixierten Immobilienverkäufen zeigte im Februar einen Anstieg um 2,1%, gegenüber der ursprünglichen Prognose von einem Rückgang um 0,5%. Das sorgte für kräftigere Dollar-Verkäufe. Dieser Aufschwung beim Immobiliensektor ist ein ermutigendes Zeichen für die US Wirtschaft, insbesondere da im Januar die Vergleichszahlen noch einen Rückgang um 2,8% verzeichneten.
Im Licht der ermutigenden Wirtschaftsdaten stieg die EUR/USD-Paarung bis auf 1,4115 um dann zum Börsenschluss auf 1,4083 zurückzufallen. Die Paarung eröffnete den Handel diese Woche bei 1,4041. Die GBP/USD-Paarung verzeichnete ebenfalls einen Aufschwung, stieg bis auf 1,6036 und schloss bei 1,6024 gegenüber einem Eröffnungskurs von 1,6002. Auch der kanadische Dollar zeigte sich gestern von seiner starken Seite, und die USD/CAD-Paarung handelte bis bei 0,9749 und schloss bei 0,9764.
Heute sollten sich Händler auf den Bericht des Conference Boards über das US Verbrauchervertrauen konzentrieren. Es wird von einem Rückgang des das US Verbrauchervertrauens auf den Wert von 64,9 ausgegangen, gegenüber dem Januar-Wert von 70,4. Die heutige Bekanntgabe ist die erste in einer Reihe von wichtigen Wirtschaftspublikationen in dieser Woche, die mit dem Arbeitsmarktbericht für Februar seinen Höhepunkt finden wird.
EUR - Händler legen Hauptaugenmerk auf Geldmarktpolitik
Der Euro und das britische Pfund Sterling verzeichneten gestern Kursanstiege, als Händler sich vom Dollar für die europäischen Währungen verabschiedeten, da diese, in Sicht auf die anstehenden Leitzinsanhebungen durch die EZB und die BOE, höhere Erträge versprechen. Anders als die USA, haben sowohl die EU als auch Großbritannien unangenehm hohe Inflationsraten, die über den Zielvorgaben der jeweiligen Zentralbanken liegen. Das führte dazu, dass Händler sich mehr auf die Ertragsunterschiede an den Devisenmärkten konzentrierten und Bedenken über die Schuldenlage und die geopolitische Lage in Nordafrika in den Hintergrund drängten.
Eingedenk der Anreihung negativer Wirtschaftsdaten aus der Eurozone haben sich Händler dem Euro gegenüber bemerkenswert nachsichtig verhalten. In der vergangenen Woche sank der Kurs der 17-Nationen-Währung zum Dollar um lediglich 2 Cent. S&P wiederholte seine negative Aussicht auf Portugals Kredit-Rating und ließ durchblicken, dass weitere Herabsetzungen von Kredit-Ratings bevorstünden. Am Wochenende musste die Regierungspartei der deutschen Kanzlerin Angela Merkel bei Landtagswahlen schwere Verluste hinnehmen. Nach der verlorenen Wahl in Hamburg ist das jetzt schon das zweite Mal in diesem Jahr.
Trotz der sich verschlechternden politischen und finanziellen Situation in Europa, scheinen sich Händler hauptsächlich auf die erwarteten Leitzinsanhebungen in der EU und in Großbritannien zu konzentrieren. Das belässt den Euro und das Pfund Sterling in viel versprechender Position für weitere Kursanstiege zum US Dollar, da nicht erwartet wird, dass die USA den Leitzinssatz anheben werden und die US Notenbank sein komplettes $ 600 Mrd. Stützprogramm auch ins 2. Quartal ausdehnen wird.
Widerstand für die EUR/USD-Paarung findet sich bei 1,4140, gefolgt vom Hoch der vergangenen Woche von 1,4250. Eine Bewegung über 1,4280 könnte dann das Hoch vom Januar 2010 mit 1,4580 zu Folge haben. Unterstützung findet sich beim Tief dieser Woche von 1,4020, gefolgt von 1,3980 und 1,3860.
JPY - Der Wert von 82 wird als solider Widerstand für USD/JPY erachtet
Heute Morgen wurden positive Wirtschaftsdaten aus Japan veröffentlicht. So sank die japanische Arbeitslosenquote von 4,9% auf 4,6%. Wirtschaftswissenschaftler hatten einen Stillstand prognostiziert. Die Einzelhandelsumsätze waren auf Jahr hochgerechnet um 0,1% gestiegen, gegenüber einer Vorhersage eines Rückgangs um 0,4%.
Obwohl die Wirtschaftsdaten ein positives Licht auf die japanische Wirtschaft werfen, muss man doch bedenken, dass die entsprechenden Daten vor dem Erdbeben und dem Tsunami erhoben wurden. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Katastrophe werden sich erst in kommenden Daten niederschlagen. Inwiefern die nukleare Katastrophe in Japan den Yen-Handel beeinträchtigen wird ist derzeit noch nicht abzusehen.
Der gestrige Tag war charakteristisch was den Yen betrifft und zeigte nur sehr geringe Volatilität. Die USD/JPY-Paarung bewegte sich nur um 43 Pips. Der Average True Range (14) für die Paarung steht bei 95 und fällt weiter. Die Paarung war bis auf 81,84 angestiegen, bevor sie zum Börsenschluss auf 81,71 zurückfiel. Der Wert von 82,00 wird als solider Widerstand für die Paarung erachtet, und Unterstützung sollte sich bei 80,60 finden.
Rohöl - Trotz der Spannungen im Mittleren Osten sinkt der Rohölpreis
Heute fiel der Rohölpreis den zweiten Tag in Folge auf § 103,75 pro Barrel. Die Tatsache, dass die libyschen Aufständischen gegen die Truppen Muammar Gaddafis an Boden gutmachten, ließen die Hoffnung anwachsen, dass die Öllieferungen aus Libyen schneller als erwartet wieder aufgenommen werden könnten.
Die Aufständischen, die von Luftangriffen der westlichen Allianz gegen Gaddafis Truppen ermutigt sind, haben wieder die Kontrolle über wichtige Öl-Häfen wiedergewonnen. Dieser Fortschritt erfolgte im Vorfeld der heutigen Libyen-Konferenz in London, bei der sich über 40 Regierungsvertreter und internationale Organisationen über die Grundlagen für ein Libyen ohne Gaddafi auseinandersetzen wollen.
Heute sollten Händler zuvörderst auf die Entwicklungen im Mittleren Osten verfolgen, da diese sich auch weiterhin auf den Rohölpreis auswirken werden. Händler sollten auch die für 14:00 MGZ vorgesehene Veröffentlichung des Berichts des Conference Boards über das US Verbrauchervertrauen beachten, da sich dieser Bericht erfahrungsgemäß direkt auf das Marktgeschehen auswirkt und auf seine Wechselwirkung zum Ölpreis.
Technische News
EUR/USD
Der RSI auf dem 4-Stunden-Chart vermittelt unterschiedliche Signale und bewegt sich im neutralen Bereich. Jedoch zeigt ein neuerlicher zinsbullischer Cross beim Slow Stochastic auf dem Tages-Chart, dass in nächster Zeit eine Aufwärtskorrektur bevorstehen dürfte. Sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine gute Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.
GBP/USD
Diese Paarung hatte in den vergangenen Jahren Rückgänge zu verzeichnen und steht derzeit beim Wert von 1,6030. Der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart zeigt, dass sich gerade ein zinsbullischer Cross gebildet hat, was auf eine bevorstehende Aufwärtskorrektur schließen lässt. Diese Annahme wird auch von RSI auf dem 8-Stunden-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen könnte sich heute als richtige Entscheidung erweisen.
USD/JPY
Diese Paarung verzeichnete in den letzten zwei Tagen erhebliches zinsbullisches Verhalten. Die technischen Daten weisen jedoch darauf hin, dass sich dieser Trend jederzeit umkehren könnte. So zeigt beispielsweise der Slow Stochastic auf dem 8-Stunden-Chart, dass eine rückläufige Umkehr bevorsteht. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen könnte sich als kluge Wahl herausstellen.
USD/CHF
Die USD/CHF-Paarung verhielt sich gestern zunehmend rückläufig und steht derzeit beim Wert von 0,9145. Der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart bestätigt, dass die Paarung heute weiter zurückgehen dürfte. Jedoch zeigt der RSI auf dem 2-Stunden-Chart, dass heute eine zinsbullische Umkehr stattfinden wird. Sich erst auf eine Vorgehensweise festzulegen wenn die Signale deutlicher sind kann heute eine kluge Entscheidung sein.
Die Wild-Card
Russell 2000
Der Russell 2000 Index stieg in der vergangenen Woche erheblich an und erreichte seinen Höchststand bei 820,60. Jedoch bewegt sich der RSI auf dem Tages-Chart im überkauften Bereich, was darauf schließen lässt, dass der Aufwärtstrend an Kraft verliert und dass eine rückläufige Korrektur bevorsteht. Hier könnte sich - Forex Händlern eine gute Gelegenheit bieten sich dem Trend zu einem sehr frühen Zeitpunkt anzuschließen.
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| 14:55 | USD | Revised UoM Consumer Sentiment | 77.8 | 77.7 | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Inflation Expectations | 3.1% | - | - | ![]() | ||




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