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Thursday, 22 Oct 2009

Dollar schlägt um während Risikobereitschaft unter Anlegern steigt

Nach einer dauerhaften Talfahrt in der vergangenen Handelswoche und Aufwärtstendenzen am Dienstag, verzeichnete der USD gestern erneut deutliche Kursverluste. Anleger stoßen ihre USD-Positionen verstärkt ab und orientieren sich an risikoreichen und gewinnträchtigen Positionen wie Aktien. Insbesondere der drastische Anstieg der Aktienmärkte gestern, war Auslöser für die jüngsten Kursverluste des US-Dollar gegenüber einem Großteil seiner Währungspaare. Der jüngst entstandene Marktoptimismus drückt den USD-Kurs weiter nach unten. USD-Abwärtstendenzen könnten auch heute wieder beobachtet werden.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupupdownupdown
Wochentendenzupupupdownupdown
Resistance1.51001.670092.001.01500.93500.9105
1.50651.667591.651.01250.93250.9085
1.50301.665091.351.01000.93000.9055
Support1.49751.660090.851.00300.92250.9000
1.49501.657090.501.00000.92000.8975
1.49201.654090.200.99750.91750.8950

Wirtschafts News

USD - US-Arbeitslosenanträge auf der Agenda

Der USD rutschte am Mittwoch bis auf ein 1-Monatstief zum Pfund Sterling ab. Während die Marktteilnehmer davon ausgehen, dass die niedrige Zinspolitik der USA vorerst weiter die US-amerikanische Währung belasten wird, kletterte der EUR zum ersten Mal in 14 Monaten bis über die Marke von $1,50 zum USD.

Obwohl einige Experten die Rezession in den USA nach einem überraschend starken 3. Quartal für beendet erklären, sorgen sich Investoren, dass die US-Notenbank ihren Leitzins angesichts steigender Arbeitslosenzahlen zunächst nicht anheben werde. Infolgedessen erhöht sich die Risikobereitschaft unter den Anlegern, die in Rohstoff-Anlagen sowie gewinnträchtige Währungen zu Lasten des US-Dollars investieren.

Analysten zufolge erwägen übrige Wirtschaftsnationen inzwischen Exit-Strategien mit dem Ziel der Rückkehr zur Konsolidierungspolitik nach der Krise. Sollte die US-Notenbank Federal Reserve nicht nachziehen und ihre Leitzinssätze auf niedrigem Niveau belassen, ist ein weiterer Nachfragerückgang an USD-Anlagen unter den Investoren wahrscheinlich.

Mit Spannung erwarten die Marktteilnehmer heute die US-Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, die voraussichtlich großen Einfluss auf die US-amerikanische Währung nehmen werden. Die Ergebnisse könnten überraschend ausfallen, während unklar bleibt, welche Richtung der Dollar einschlagen wird. Viele Anleger sind in Bezug auf die heutigen Marktreaktionen unsicher. Sollte das Ergebnis enttäuschen, könnte sich erneute Risikoaversion einstellen, die den Ankauf von US-Bundesanleihen antreibt und letzten Endes dem US-Dollar neuen Aufschwung verleihen kann. Ein Resultat, das die Prognosen der Experten übertrifft, könnte einerseits als Zeichen relativer wirtschaftlicher Stärke der USA gedeutet werden und dem Dollar ebenfalls Auftrieb geben. Andererseits kann sich die Risikobereitschaft unter den Investoren steigern und somit Rohstoff-Anlagen sowie gewinnträchtige Währungen stützen, die Abwärtsdruck für die US-amerikanische Währung bedeuten.

EUR - EUR erreicht 2009-Jahreshoch gegenüber USD

Der EUR kletterte gestern zum ersten Mal seit August 2008 bis auf die Marke von $1,5030. Die europäische Gemeinschaftswährung wird zunehmend von neuem Optimismus unter den Marktteilnehmern gestützt.

Der EUR stand am gestrigen Handelstag wiederholt unter dem Einfluss steigender globaler Aktienmärkte sowie eines bärischen US-Dollar. Der deutliche Kursanstieg an den US-Aktienmärkten veranlasste die Investoren im Mittwochshandel dazu, sich an Titel mit Rohstoffbezug sowie gewinnträchtigen Positionen zu orientieren, und wieder vermehrt in EUR anzulegen.

Auch das Britische Pfund erreichte mit 1,6631 ein neues Rekordhoch gegenüber dem US-Dollar. Anleger werden zuversichtlicher, dass Englands Zentralbank, die Bank of England (BoE), ihr Staatsanleihenprogramm zum Mindesten für eine Weile unterbrechen könnte. Die Sitzungsergebnisse der BoE im Oktober bestätigen, dass sich die politischen Entscheidungsträger für eine Begrenzung des Konjunkturprogramms aussprechen.

Mit fortschreitender Stabilisierung der globalen Wirtschaft, richten die Marktteilnehmer ihre Handelsstrategien zunehmend nach den Ergebnissen von Fundamentaldaten und kurzfristigen Zinssätzen aus. Dies könnte dem derzeit sprunghaft ansteigenden EUR in den kommenden Monaten den Glanz wieder nehmen.

JPY - Yen-Abwärtstrend setzt sich fort

Der japanische Yen verzeichnete gestern gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen Kursverluste bei bärischen Tendenzen. Zum EUR gab der JPY deutlich nach und notierte hier bei 1,3650. Das Kurspaar GBP/JPY schloss mit 151,43 ebenfalls fester. Einzige Veröffentlichung des Inselstaats
gestern war Japans Handelsbilanz, die minimal unter den Prognosen lag, während sich die Volatilität auf ein Minimum reduzierte.

Der JPY-Kurs wird aktuell vorwiegend von den Tendenzen seiner primären Währungspaare bestimmt. Allem Anschein nach, werden USD und EUR ihren volatilen Handel, insbesondere gegenüber dem japanischen Yen, für heute fortsetzen. JPY-Anleger sollten ihr Augenmerk auf Nachrichten aus den USA und Europa richten. Von besonderer Bedeutung ist dabei der US-Arbeitsmarktbericht, der um 14:30 Uhr veröffentlicht wird. Darüber hinaus könnte es hilfreich sein, auch unplanmäßige Stellungnahmen aus Japan seitens Regierungssprecher zu verfolgen, die dem JPY weitere Volatilität verleihen können.

Rohöl - Rohöl angesichts Dollar-Schwäche im Aufwärtstrend

Am Mittwoch erreichten die Ölpreise angesichts der derzeitigen Talfahrt des USD gegenüber dem EUR ein neues Rekordhoch. Zu erkennen ist mittlerweile, wie deutlich die US-Währung die Energiemärkte bestimmt. Wie das Department of Energy am Mittwoch mitteilte, sind die Rohöllagerbestände in den USA im Vergleich zur Vorwoche gestiegen, während sich die Bestände an Mitteldestillaten verringerten.

Obwohl die Lagerbestände für diese Jahreszeit über dem Durchschnitt liegen, scheint jeglicher USD-Kursrückgang die Ölpreise zusätzlich anzutreiben. Da Rohöl nach wie vor in USD bepreist ist, steigt der Kurs des Rohstoffs, sobald der Dollar abschwächt.

Technische News

EUR/USD

Aktuell scheint der MACD der 4-Stunden-Chart ein rückläufiges Cross gebildet zu haben. Der Preis bewegt sich mittlerweile nahe des „überkauften“ Bereichs des RSI auf der Tages-Chart. Dies kann als Zeichen für eine rückläufige Preiskorrektur gedeutet werden. Verkaufen könnte eine gute Wahl für heute sein.

GBP/USD

Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart lässt neu entstandene bärische Crosse erkennen, was bedeuten kann, dass eine bärische Preisausrichtung längst überfällig ist. Hier schwankt der Preis bereits im „überkauften“ Bereich des RSI der 4-Stunden-Chart und signalisiert Abwärtsdruck. Verkaufen könnte heute die richtige Taktik sein.

USD/JPY

Der Preis dieses Paares hat aktuell den „überkauften“ Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart erreicht. Die Ausrichtung bleibt aufwärts gerichtet. Möglicherweise trägt das zinsbullische Momentum weiteres Potenzial in sich. Darüber hinaus bildet der Slow Stochastic der Stunden-Chart aktuell ein rückläufiges Cross, das eine Abwärtsbewegung in naher Zukunft bestätigt. Warten Sie diese rückläufige Preisausrichtung ab, um anschließend auf fallende Kurse zu setzen. Eine entsprechende Handelsstrategie könnte für Sie heute von Vorteil sein.

USD/CHF

Der MACD der Stunden- und 4-Stunden-Chart gibt neue und äußerst deutliche zinsbullische Crosse aus, was eine bevorstehende zinsbullische Bewegung vermuten lässt. In Anbetracht dessen, dass der Kurs gerade erst den „überkauften“ Bereich des RSI auf der Tages-Chart erreicht hat, könnte eine aufwärts gerichtete Preiskorrektur tatsächlich entstehen. Kaufen ist heute möglicherweise eine gute Entscheidung bei USD/CHF.

Die Wild-Card

USD/ZAR

Nach anhaltenden Aufwärtstendenzen gibt dieses Paar nun starke zinsbullische Signale aus. Die technischen Indikatoren weisen jedoch einstimmige Anzeichen einer Preiskorrektur nach unten aus. Deutlich zu erkennen sind aktuell rückläufige Crosse des Slow Stochastic auf der Stunden- und Tages-Chart sowie eine Preisbewegung im „überkauften“ Bereich des RSI auf der Stunden- und 4-Stunden-Chart. Forex -Anlegern könnte sich eine gute Gelegenheit bieten, von dieser verhältnismäßig berechenbaren Preisbewegung zu profitieren, indem sie diesem Markt frühestmöglich beitreten und den Kursabfall aussitzen.

Aktuelle Zeit: 05/25 09:24 GMT
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