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Tuesday, 4 Jan 2011

Dollar schwächelt da Investoren sich riskanteren Anlagewerten zuwenden

Der Dollarkurs sank in Vergleich zum Euro nachdem an den weltweiten Aktienmärkten ein Aufschwung stattgefunden hatte. Dieser Aufschwung veranlasste Investoren sich vom Dollar ab und höhere Erträge erzielenden Anlagewerten zuzuwenden. Aufgrund der sich in jüngster Zeit an den Märkten breit machenden optimistischen Tendenz dürften sich Händler auch weiterhin auf einen leichten Abwärtstrend beim Dollar einstellen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznonoupupupno
Wochentendenzdowndownupupdownup
Resistance1.34651.558583.150.94751.02050.8720
1.34201.553082.800.94301.01700.8685
1.33851.550082.500.94001.01350.8650
Support1.33051.545082.000.93101.00750.8600
1.32751.541581.700.92751.00450.8570
1.32351.537581.350.92451.00000.8525

Wirtschafts News

USD - Neuerlich gestiegene Risikobereitschaft lässt Dollarkurs sinken

Der Dollarkurs fiel am Montag im Vergleich zum EUR und CHF nachdem am frühen Morgen leichte Gewinne zu verzeichnen waren. Ausgelöst wurde diese Umkehr durch ermutigende US Wirtschaftsdaten, die Händler dazu veranlassten in höhere Erträge erzielende Anlagewerte zu investieren. Zum gestrigen Handelsschluss war der Dollar zum EUR gefallen und das oft gehandelte Währungspaar stand bei 1,3360. Ähnlich verhielt sich der Dollar zum Schweizer Franken und schloss bei 1,5485.

Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe stieg vergangenen Monat auf 57,0 und damit fast punktgenau auf den allgemein vorhergesagten Wert von 57,1. Die verarbeitende Industrie hatte in den zurückliegenden Monaten stetiges Wachstum zu verzeichnen, was heißen könnte, dass das Tempo, mit dem die Wirtschaft wieder auf die Beine kommt, zunimmt. Ebenso stiegen die Ausgaben für Neubauten im November den dritten Monat in Folge, was auch ein positives Zeichen für Wachstum in der US-Wirtschaft darstellt.

Die Wirtschaftsberichte vom Montag wirkten sich unterstützend auf US Schatzanleihen aus, doch offensichtlich nicht stark genug um die wenigen aktiven Marktteilnehmer dazu zu veranlassen weiterhin in den Dollar zu investieren. Stattdessen sahen sich Händler durch die positiven Nachrichten ermutigt nach riskanteren Anlagewerten Ausschau zu halten. US Aktien und Rohöl waren die größten Nutznießer dieser gestiegenen Risikofreudigkeit.

Für heute dürfte der wichtigste wirtschaftliche Indikator aus den USA der Bericht über die Industrie-Auftragseingänge sein, dessen Bekanntgabe für 15:00 MGZ vorgesehen ist. Händler sollten dieser Bekanntgabe große Aufmerksamkeit schenken, da ein besser als erwartetes Ergebnis der Risikobereitschaft kurzfristig weiter Auftrieb verleihen dürfte.

EUR - EUR verzeichnet Kursgewinne auf ganzer Linie

Nachdem am Montag an den US Aktienmärkten ein Aufschwung stattgefunden hatte verzeichnete der Euro Kursgewinne im Vergleich zu den meisten seiner Haupt-Währungspartner. Gleichwohl dürften diese Gewinne nur temporärer Natur sein, da Zweifel an der Fähigkeit der Mitglieder der Eurozone bestehen Anleihemärkte zu erschließen. Die 17-Nationen-Währung dehnte seine Kursgewinne auch auf den US-Dollar aus und schloss um den Wert von 1,3350. Ähnlich verhielt sich der EUR auch zum GBP, und das Währungspaar stieg von 0,8540 auf 0,8625 zum Handelsschluss.

Schwacher Handel aufgrund des Feiertags in Tokio und London trug ebenfalls zur Volatilität des Euro bei. Die Aufnahme Estlands in die Eurozone trug ebenfalls zur positiven Stimmung in der Region bei.

Der Eurokurs wurde von dem Aufschwung am US Aktienmarkt und dem rückläufigen Dollar beeinflusst. Der Aufschwung an den Aktienmärkten veranlasste Investoren beim Handel am Montag sich wieder beim EUR einzukaufen und Gewinnmitnahmen bei Rohstoffgebundenen und höhere Erträge erzielenden Währungen zu erhoffen.

Am heutigen Tag sollten Händler dem "Minutes"-Bericht des Offenmarktausschusses (FOMC), der um 19:00 MGZ veröffentlicht wird, besondere Aufmerksamkeit schenken. Sollte aus dem Bericht eine weitere Verbesserung der US-Wirtschaftslage zu ersehen sein, könnte der Euro seinen derzeitigen Kurs beibehalten und gegebenenfalls sogar den Wert von 1,3500 zum Dollar erreichen.

JPY - Yenkurs schwächer im Vergleich zu den anderen Hauptwährungen

Der japanische Yen erfuhr gestern einen recht rückläufigen Handel und verlor im Vergleich zu all seinen Währungspartnern an Boden. Der JPY fiel zum USD und schloss um den Wert von 81,75. Mehr noch, der Yen verlor fast 100 Punkte zum EUR und schloss bei 109,10. Zum CHF verlor der JPY etwa 80 Punkte.

Die heutige Kursentwicklung des JPY dürfte vom Geschehen bei seinen Haupt-Währungspartnern abhängig sein. Es scheint, als hätten USD und EUR heute weiterhin einen recht volatilen Handel zu erwarten, insbesondere zur japanischen Währung.

Händler sollten sehr auf die Wirtschaftsnachrichten aus den USA und Europa achten, da diese Wirtschaften maßgebliche Faktoren bei den heutigen Bewegungen des JPY sein dürften. Besonderes Augenmerk ist auf den "Minutes"-Bericht des Offenmarktausschusses (FOMC), der um 19:00 MGZ veröffentlicht wird, zu legen. Ebenso ist es ratsam für Händler auf unerwartete Aussagen japanischer Regierungsmitglieder zu achten, da diese zu weiterer Volatilität beim JPY führen könnten.

Rohöl - Rohölpreis auf höchstem Stand seit 27 Monaten

Der Rohölpreis stieg am Montag auf den höchsten Stand seit 27 Monaten, da positive europäische und US Produktionsdaten sowie Vorhersagen für kaltes Wetter den Optimismus hinsichtlich der Konjunkturentwicklung und wachsendem Energiebedarf weiter zunehmen ließen. Der Rohölpreis stieg auf $ 92,56 pro Barrel, den höchsten Wert seit Anfang Oktober 2008, bevor er wieder auf $ 91,51 zurückfiel.

Die Produktion von Wirtschaftsgütern in den USA und Europa legte im Dezember zu, während in China und Indien das Wirtschaftswachstum auf einen nachhaltigeren Wert zurückging, was dazu beitrug, dass Investoren sich Gewinnmitnahmen bei Rohstoffgebundenen und höhere Erträge erzielenden Währungen erhofften.


Technische News

EUR/USD

Der RSI auf dem 4-Stunden-Chart zeigt gemischte Signale und bewegt sich im neutralen Bereich. Jedoch deutet ein neuerlicher rückläufiger Cross beim Slow Stochastic auf dem Tages-Chart darauf hin, dass in naher Zukunft eine rückläufige Korrektur stattfinden könnte. Zu verkaufen könnte heute eine kluge Entscheidung sein.

GBP/USD

Dieses Paar unterliegt bereits seit einer Weile hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die Oszillatoren der 4-Stunden-Charts lassen eine eindeutige Tendenz nicht erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie hierbei auf deutlichere Signale auf den Stunden-Charts.

USD/JPY

Die USD/JPY-Paarung zeigte gestern einen zinsbullischen Trend. Es scheint jedoch, als würde sich dieser Trend nun dem Ende zu neigen. Der Williams Percent Range auf dem 4-Stunden-Chart zeigt das Paar im überkauften Bereich, was besagt, dass eine Abwärtskorrektur jederzeit einsetzen könnte. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen könnte sich als kluge Entscheidung herausstellen.

USD/CHF

Diese Paarung hat in den vergangenen Tagen viel Rückläufigkeit an den Tag gelegt. Die technischen Daten belegen jedoch, dass sich dieser Trend jederzeit umkehren könnte. So zeigt beispielsweise der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart, dass eine zinsbullische Umkehr unmittelbar bevorsteht. Diese Aufwärtstendenz zeigt sich ebenfalls beim RSI. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen könnte sich heute auszahlen.

Die Wild-Card

Rohöl

Der Rohölpreis stieg in den letzten beiden Tagen nicht unerheblich und erreichte bei $ 92,50 pro Barrel seinen Höchststand. Jedoch bewegt sich der RSI auf dem 4-Stunden-Chart im überkauften Bereich, was den Schluss nahe legt, dass der jüngste zinsbullische Trend an Kraft verliert und dass eine rückläufige Korrektur unmittelbar bevorstehen dürfte. Hier könnte sich Forex -Händlern eine gute Gelegenheit bieten sich dem neuen Trend zu einem sehr frühen Zeitpunkt anzuschließen.

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