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Wednesday, 3 Nov 2010

Dollar schwach vor Wahlergebnis

Der US-Dollar gab am gestrigen Dienstag, insbesondere gegenüber dem Euro, im Vorfeld der Kongresswahlen in den USA ab. Weitere Ursache für die Kursverluste des Dollar waren nach wie vor Spekulationen um die geplanten Staatsanleihenkäufe der US-Notenbank Federal Reserve. Heute werden wieder kursbewegende Konjunkturdaten aus den USA veröffentlicht. Händler blicken mit Spannung auf die erwartete Ankündigung einer nochmaligen quantitativen Lockerung der Geldpolitik der Fed. In diesem Zusammenhang könnten sich hohe Kursschwankungen am Markt einstellen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdownupdownupnodown
Wochentendenzupnoupdownupup
Resistance1.41201.615581.750.99001.00700.8830
1.40851.612581.300.98751.00350.8795
1.40501.608581.000.98501.00000.8765
Support1.39901.600080.350.97750.99500.8700
1.39501.597080.000.97350.99150.8670
1.39001.593579.700.97000.98750.8625

Wirtschafts News

USD - Dollarkurs fällt gegen Euro vor wichtigem Nachrichtentag

Am gestrigen Dienstag wertete der US-Dollar deutlich gegen den Euro ab. Dabei gab die US-Währung um über 150 Punkte zum EUR nach und drückte das Währungspaar EUR/USD heute Morgen bis auf die Marke von 1,4055. Abwärtstendenzen konnten ebenfalls gegenüber einem Großteil der Hauptgegenwährungen, einschließlich Australischer Dollar und Schweizer Franken, beobachtet werden.

Investoren spekulieren, dass die geplanten Lockerungsmaßnahmen der US-Notenbank Federal Reserve die Inflation im Land anheizen und den Abwärtstrend der US-Währung verstärken könnten. Der schwächere US-Dollar sowie der Sieg der Republikaner im US-Kongress sorgen an der Wall Street für freundliche Tendenzen. Um 19:15 Uhr heute Abend gibt der US-Offenmarktausschuss der Fed das Ergebnis der Sitzung zum Fed-Fund-Zielsatz bekannt. Die Marktteilnehmer erwartet, dass die Notenbank an ihrem niedrigen Leitzinsniveau festhalten, dafür jedoch eine erneute quantitative Lockerung ihrer Geldpolitik über den Ankauf von US-Staatsanleihen ankündigen wird. Das Interesse der Anleger richtet sich somit auf risikoreiche Vermögenswerte, was den US-Dollar verstärkt unter Druck setzt.

Nach einer spannenden Kongresswahlnacht in den USA, in der sich die Konservativen die Mehrheit im Repräsentantenhaus zurück eroberten, die Demokraten jedoch zumindest ihre Mehrheit im Senat verteidigen konnten, hat der Erfolg der Republikaner die Stimmung an den Finanzmärkten verbessert, so Marktbeobachter. Weitere marktbewegende Konjunkturdaten aus Amerika heute: 13:15 Uhr ADP-Arbeitsmarktbericht (Oktober), Beschäftigung privater Sektor; 15:00 Uhr ISM-Index (Oktober), nicht-verarbeitendes Gewerbe; 15:00 Uhr Auftragseingang Industrie (September); 15:30 Uhr Rohöllagerbestände (Woche).

Im Fokus des Marktgeschehens steht heute allerdings die geplante zusätzliche quantitative Lockerung der US-Notenbank. Mit dem Ankauf von Staatsanleihen will die Fed der lahmenden Wirtschaft neue Impulse geben. Analysten erwarten Ankäufe in Höhe von mehreren hundert Mrd. US-Dollar. Sollte die Fed mit einer Zinsänderung überraschen, kann dies großen Einfluss auf den USD-Kurs nehmen, der sich wiederum auf übrige Hauptwährungen auswirkt.

EUR - EUR legt auf breiter Front zu

Am gestrigen Handelstag wertete der Euro gegen einen Großteil der Hauptwährungen auf. Dabei kletterte die europäische Gemeinschaftswährung um über 150 Punkte zum USD in die Höhe und drückte das Währungspaar EUR/USD heute Morgen bis auf die Marke von 1,4055. Gegen das Britische Pfund Sterling machte der EUR nahezu 100 Punkte, gegen den Japanischen Yen rund 150 Zähler gut.

Im Vorfeld des zwei-tägigen Treffens des Offenmarktausschuss der US-Notenbank Federal Reserve konnte die Einheitswährung sich gestern behaupten. Das Interesse der Anleger richtete sich am Dienstag auf risikoreiche Vermögenswerte, wovon der EUR profitieren konnte. Bislang zeigt sich der EUR/USD-Kurs jedoch wenig beeinflusst von den Wahlergebnissen im US-Kongress und notiert aktuell bei $1,4010. Händler erwarten größere Kursschwankungen im weiteren Handelsverlauf, insbesondere zur Verkündung der erwarteten konjunkturstützenden Maßnahmen seitens der US-Notenbank Federal Reserve. Trotz nicht abklingender Sorgen in der Eurozone um krisengeplagte Euro-Staaten wie Griechenland, Spanien, Irland und Portugal, beweist der Euro derzeit seine Stärke.

Aus dem Euroraum werden heute keine kursbewegenden Konjunkturdaten erwartet. Händler sollten die Fundamentaldaten aus den USA und Großbritannien aufmerksam verfolgen, da diese größeren Einfluss auf den EUR nehmen werden. Alle Augen am Markt richten sich jedoch auf die Entscheidungen der US-Notenbank heute Abend. Bis dahin wird weiterhin über das Ausmaß der geplanten geldpolitischen Lockerung spekuliert.

JPY - EUR/JPY handelt nahe 1-Wochen-Hoch

Am vergangenen Handelstag wertete der JPY gegen einen Großteil der Hauptwährungen ab. Zum EUR gab der Yen um nahezu 150 Punkte nach. EUR/JPY handelt aktuell nahe eines neuen Wochen-Hochs bei 122,20. Gegenüber US-Dollar und Pfund Sterling notierte die japanische Währung bei mäßigen Kursverlusten.

Nachdem die Wall Street am Kongresswahltag freundlich geschlossen hatte, setzte sich die gute Börsenstimmung auch in Asien fort. Händler orientieren sich insgesamt weniger an "sicheren" Anlagen wie dem Safe-Haven-Yen. Vor dem Hintergrund der weiteren quantitativen Lockerung der US-Notenbank Federal Reserve suchen Händler risikoreiche Vermögenswerte. Positive Konjunkturdaten aus USA könnten den Yen heute zusätzlich unter Druck bringen.

Aufgrund eines Feiertags bleiben am heutigen Mittwoch die Börsen in Japan geschlossen. Entsprechend sollten Händler Konjunkturdaten aus den USA und der Eurozone nicht aus den Augen verlieren, da diese den größten Einfluss auf den Yen-Handel nehmen werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt es, dem Sitzungsergebnis des Offenmarktausschuss der Notenbank (FOMC) entgegen zu bringen.

Rohöl - Rohöl klettert auf 6-Monats-Hoch bei $84,50 pro Barrel

Die internationalen Ölpreise zogen am Dienstag wieder an. Nach deutlichen Erholungstendenzen verzeichnen die Preise auch heute Morgen Kursgewinne. US-WTI zur Auslieferung im Dezember verteuerte sich um $0,29 auf $84,19 pro Barrel. Ein Fass Nordsee-Brent kostete im Übergang vom asiatischen in den europäischen Handel $85,68 Dollar und somit $0,27 mehr als zu Handelsschluss am Dienstag.

Nach Angaben des Branchenverbands API ergab sich bei den Rohölvorräten in den USA in der vergangenen Woche ein unerwartet deutlicher Abbau um 4,137 Mio. Barrel. Analysten hatten hingegen mit einem Anstieg um 1,5 Mio. Barrel gerechnet. Händler warten nun auf die Veröffentlichung der Bestandsdaten des US-Energieministeriums heute um 15:30 Uhr. Die Ölpreise steigen außerdem angesichts des schwächelnden USD gegen den EUR. Die Nachfrage nach Rohstoffen als Alternativanlage erhöht sich.

Anleger sollten die heute zur Veröffentlichung ausstehenden Fundamentaldaten aus den USA aufmerksam verfolgen, da diese stets Einfluss auf den Ölhandel nehmen. Besondere Aufmerksamkeit ist dabei dem Sitzungsergebnis des Offenmarktausschuss der Notenbank (FOMC) zu schenken. Die US-Notenbank beabsichtigt mit ihrem Ankauf von Staatsanleihen, die Liquidität an den Finanzmärkten zu erhöhen. In welchem Umfang die Käufe der Federal Reserve erfolgen sollen, ist derzeit noch unklar. Experten rechnen mit 500 Mrd. bis zu 1 Billion USD.

Technische News

EUR/USD

Das Währungspaar EUR/USD legte gestern um 150 Punkte zu und notierte bei 1,4055. Dennoch verdeutlicht das Abwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart, dass sich eine Preiskorrektur nach unten noch heute ergeben könnte. Bei diesem Währungspaar ist es jetzt womöglich von Vorteil, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.

GBP/USD

Dieses Währungspaar startete bei deutlichen Kursverlusten in den gestrigen Handel, konnte sich jedoch bis Handelsschluss wieder stabilisieren. Aktuell hat der MACD der 4-Stunden-Chart abwärts gekreuzt, was bedeuten könnte, dass sich die Abwärtstendenzen noch bis zur Marke um 1,5950 fortsetzen.

USD/JPY

Die geringen Kursbewegungen der letzten Handelstage bei USD/JPY setzten sich auch am gestrigen Dienstag fort. Dennoch signalisiert das Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der Tages-Chart sich ankündigende Aufwärtstendenzen. Kaufen könnte hier die richtige Wahl für heute sein.

USD/CHF

Dieses Paar hat einen Großteil seiner in dieser Woche verbuchten Kursgewinne gestern wieder abgegeben. USD/CHF rutschte am Dienstag um 200 Punkte bis auf 0,9755 ab. Mittlerweile ist der RSI der Tages-Chart bis unter die 70-Marke gefallen, was wiederum als Zeichen für zusätzliche Abwärtstendenzen im weiteren heutigen Tagesverlauf, mit einem nächsten möglichen Zielkurs um 0,9700, gedeutet werden könnte.

Die Wild-Card

Rohöl

Die Ölpreise markierten gestern ein neues 6-Monats-Hoch bei $84,50 pro Barrel. Aktuell geben alle Indikatoren auf der Tages-Chart zinsbullische Signale aus. Voraussichtlich werden sich die Aufwärtsbewegungen bei Rohöl auch heute fortsetzen. Hier könnte sich
Forex -Anlegern eine großartige Handelsgelegenheit bieten, bei diesem äußerst gefragten Trend jetzt einzusteigen.

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