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Monday, 11 Oct 2010
Dollar setzt Talfahrt nach enttäuschenden Arbeitsmarktdaten fort
Der US-Dollar setzt seine Talfahrt auf breiter Front fort. Entsprechend kletterte der Euro zum USD in der vergangenen Woche auf ein neues 5-Monatshoch. Der Japanische Yen markierte ein 15-Jahreshoch gegen den Dollar. In Dollar bepreiste Rohstoffe profitierten ebenfalls von den jüngsten Marktbewegungen: Gold erreichte ein Allzeit-Hoch bei $1.364 pro Feinunze, während Rohöl bis auf $84,40 pro Barrel, den höchsten Stand innerhalb der letzten 5 Monate, aufwertete. Wird sich dieser Trend auch in der anstehenden Woche fortsetzen?
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4060 | 1.6018 | 82.84 | 0.9697 | 0.9936 | 0.8848 |
| 1.4028 | 1.5997 | 82.61 | 0.9675 | 0.9914 | 0.8826 | |
| 1.3999 | 1.5965 | 82.32 | 0.9646 | 0.9885 | 0.8794 | |
| Support | 1.3938 | 1.5904 | 81.70 | 0.9585 | 0.9825 | 0.8735 |
| 1.3906 | 1.5871 | 81.41 | 0.9556 | 0.9793 | 0.8702 | |
| 1.3885 | 1.5850 | 81.20 | 0.9534 | 0.9775 | 0.8680 |
Wirtschafts News
USD - Dollar beendet weitere Verlust-Woche
In der vergangenen Handelswoche wertete der USD weiter kräftig gegen einen Großteil der Hauptwährungen ab. 300 Punkte Kursverluste verzeichnete der Greenback dabei gegenüber dem Euro. EUR/USD handelte zum ersten Mal in 5 Monaten über der Marke von 1,4000. Der drastische Abwärtstrend zum japanischen Yen hielt ebenfalls an. Erneut markierte der Greenback um ein Rekordtief der letzten 15 Jahre.
Aktuell positive Konjunkturdaten aus den USA erhöhen den Risikoappetit der Anleger, der den USD wiederum belastet. Auf Lange sich werden Optimismus versprechende Daten den US-Dollar jedoch stützen, so die Meinung der Experten. Nach Angaben der Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) in der letzten Woche, ist in den USA die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe im August stärker als erwartet um 4,3% zum Vormonat gestiegen, während Analysten mit einem Anstieg um lediglich 2,1% gerechnet hatten. Darüber hinaus meldete das Institute for Supply Management (ISM) für den Monat September einen Zuwachs bei der Geschäftsaktivität im nicht-verarbeitenden Gewerbe von 51,5 auf 53,2 Zähler. Marktbeobachter hatten hier einen Indexstand von 52,0 Punkten erwartet. Der ADP-Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung enttäuschte wiederum. Statt des ausgewiesenen Jobabbaus von 39.000 Stellen, hatten Analysten mit einem Aufbau gerechnet. Konstant bei 9,6% blieb schließlich die Arbeitslosenquote in den USA, so das US-Arbeitsministerium am vergangenen Freitag. Im Monat September wurden 95.000 Arbeitsplätze abgebaut, während 64.000 Stellen im privaten Sektor neu geschaffen wurden.
Markbewegende Indikatoren aus den USA in dieser Woche sind: Erzeugerpreise am Dienstag und Verbraucherpreise am Freitag. Positive Konjunkturdaten mildern die Sorge um einen möglichen Rückfall der US-Wirtschaft in eine Rezession.
EUR - Reduzierte Risikoaversion gibt Euro Auftrieb
In der letzten Handelswoche verzeichnete der Euro überwiegend Kursgewinne gegen übrige Hauptwährungen. 300 Punkte machte die Einheitswährung gegen den Dollar gut. Dabei scheiterte EUR/USD zum ersten Mal in 5 Monaten nicht an der 1,40-Marke. Auch zum Britischen Pfund Sterling machte der EUR fast 100 Punkte gut.
Im Euroraum stützen positive Fundamentaldaten die europäische Gemeinschaftswährung. In der vergangenen Handelswoche wurden erneut ermutigende Zahlen veröffentlicht: In Deutschland stiegen die Auftragseingänge in der Industrie im August deutlich um 3,4 %, nachdem diese im Vormonat um 1,6 % gesunken waren. Darüber hinaus erhöhte sich die Produktion im produzierenden Gewerbe in Deutschland im August um 1,7%. Deutschland, als stärkste Wirtschaft Europas, spielt hier eine entscheidende Rolle. Einen ausfallsicheren Aufschwung signalisieren die jüngsten Daten zwar noch nicht. Jedoch stützt die positive Konjunkturbilanz die Währung der 16 Nationen. Des Weiteren machen solide Fundamentaldaten aus den USA Mut. Die Marktteilnehmer hoffen auf eine baldige Erholung der globalen Wirtschaft. Die Nachfrage nach risikoreichen Währungen steigt, während sich die Unsicherheit der Marktteilnehmer in Hinsicht auf die globale Konjunkturentwicklung etwas legt.
In dieser Woche sollten Händler die zur Veröffentlichung ausstehenden Indikatoren aus Deutschland und Frankreich aufmerksam verfolgen, die gegenwärtig den größten Einfluss auf den Euro zu nehmen scheinen. Darüber hinaus sind die am Freitag erwarteten Verbraucherpreise in der Eurozone für den Monat September von Bedeutung. Setzen sich die aktuellen Markttendenzen fort, könnte sich der Euro weiter in Richtung Dezember-Tief des Jahres 2009 bei einem nächsten Widerstand um 1,4210 bewegen.
JPY - Yen steigt auf breiter Front
In der letzten Handelswoche ergaben sich für den japanischen Yen wieder deutliche Aufwärtstendenzen gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen. Dabei wurden die Kursgewinne gegen den USD am deutlichsten. USD/JPY fiel bis auf 81,40, einem Rekordtief der letzten 15 Jahre. Gegenüber Pfund Sterling und EUR machte der JPY jeweils rund 150 Punkte gut.
Obwohl die Intervention der Japanischen Notenbank BoJ vom 15. September keine Wirkung zeigt und USD/JPY auch in der vergangenen Woche erneut bis unter die Marke von $83 rutschte, regen sich die japanischen Währungshüter bislang nicht wieder. Deutliche Kritik zur Intervention am Devisenmarkt handelte sich Japan am letzten Freitag beim Treffen der Finanzminister der sieben wichtigsten Industriestaaten (G7) bei der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds ein. Von dauerhaften Eingriffen in den Markt, um die Landeswährung auf einem bestimmten Niveau zu halten, sei entschieden abzuraten, so der IWF.
In der anstehenden Woche sollten Händler ihr Augenmerk auf Äußerungen aus Japan zu weiteren währungspolitischen Maßnahmen richten. Mittlerweile sind die japanischen Devisenreserven nach erfolgter Intervention der Zentralbank im September auf Rekordniveau gestiegen. Wirkung zeigte die Intervention nur kurzfristig. Zur Wochenmitte kletterte der Kurs des Yen gegenüber dem US-Dollar auf ein 15-Jahreshoch.
Rohöl - Ölpreise erholen sich und notieren um $83 pro Barrel
Für Rohöl verlief der Handel in der vergangenen Woche äußert volatil. Tägliche Kursgewinne bis $84,40 pro Barrel in der Spitze am Freitag konnten zunächst beobachtet werden. Anschließend gab der Rohstoff deutlich bis $80,30 nach. Kurskorrekturen setzten in der Folge ein, so dass wieder Notierungen um $83,0 erreicht wurden.
Der Dollar auf Talfahrt stützt die Ölpreise wie gehabt. Händler verweisen vorwiegend auf in Aussicht stehende zusätzliche Maßnahmen zur Lockerung der Geldpolitik in den USA als einer der Hauptbeweggründe der anhaltenden Dollar-Schwäche. Mit leichten Kursaufschlägen starten die Ölmärkte am Montag in die neue Handelswoche. Im asiatischen Handel heute Morgen kostete ein Fass US-WTI zur Auslieferung im November $83,46 und somit $0,80 mehr als zu Handelsschluss am Freitag. Nordsee-Brent stieg um $0,63 $auf 84,66 pro Fass.
Rohstoff-Händler sollten in der anstehenden Woche Fundamentaldaten aus den USA und der Eurozone aufmerksam verfolgen, die gegenwärtig den größten Einfluss auf den Ölkurs zu nehmen scheinen. Der Bericht der US-Rohöllagerbestände am Mittwoch, der sich oft unmittelbar auf den Rohölhandel auswirkt, ist wie immer von großer Bedeutung.
Technische News
EUR/USD
Auf der 4-Stunden-Chart bildet sich eine eindeutig zinsbullische Handelsspanne heraus, in deren Mitte EUR/USD schwankt. RSI und MACD der Tages-Chart sind nach wie vor aufwärts ausgerichtet. Der Aufwärtstrend dieses Paares scheint sich zunächst fortzusetzen, so dass EUR/USD schon bald die Marke von 1,4050 erreichen könnte.
GBP/USD
Vor dem Wochenende beendete dieses Paar eine verhältnismäßig volatile Handelswoche um die Marke von 1,5940. Das Abwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der Tages-Chart verdeutlicht, dass sich in dieser Woche Abwärtstendenzen einstellen könnten. Verkaufen ist womöglich heute die richtige Strategie.
USD/JPY
Das Kurspaar USD/JPY markierte in der vergangenen Woche ein neues 15-Jahrestief. Der Abwärtstrend scheint zu Wochenanfang anzuhalten. MACD und Slow Stochastic der Wochen-Chart signalisieren, dass der Abwärtstrend mit einem möglichen nächsten Kursziel bei 81,35 weiteres Potenzial in sich trägt.
USD/CHF
USD/CHF wertete am letzten Freitag noch deutlich ab. Mittlerweile werden Anzeichen einer bevorstehenden Kurskorrektur erkenntlich. Das Aufwärtskreuzen des MACD auf der 4-Stunden-Chart sowie des Slow Stochastic auf der Tages-Chart bestätigt, dass sich Kurskorrekturen nach oben ankündigen. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte bei diesem Paar heute eine gute Wahl sein.
Die Wild-Card
USD/CAD
Für dieses Währungspaar konnten bis Freitag leichte Kurskorrekturen aufwärts mit einer Notierung in der Spitze bei 1,0235 beobachtet werden. Mittlerweile scheinen diese Bewegungen abgeschlossen und USD/CAD handelt um die Marke von 1,0100. Inzwischen sind auch alle Oszillatoren der 8-Stunden-Chart abwärts gerichtet, was ein Zeichen dafür sein kann, dass der bisherige Abwärtstrend wieder aufgenommen wird. Hier bietet sich Forex -Anlegern eventuell eine gute Gelegenheit, zu diesem Zeitpunkt bei einem äußerst gefragten Trend einzusteigen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/25 | ||||||||
| 14:55 | USD | Revised UoM Consumer Sentiment | 77.8 | 77.7 | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Inflation Expectations | 3.1% | - | - | ![]() | ||



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