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Wednesday, 5 Oct 2011

Dollar sieht der Bekanntgabe des ADP-Berichts zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP) entgegen

Der ADP-Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP) wird heute die wichtigste Wirtschaftspublikation sein, die nach ihrer Veröffentlichung um 12:15 MGZ die Kursentwicklung des USD mit beeinflussen wird. Die anderen Publikationen die sich heute auf die Devisenmärkte auswirken dürften, und dabei insbesondere auf Währungen wie den Dollar und den EUR, sind um 9:00 MGZ der Bericht über die Einzelhandelsumsätze der Eurozone und um 14:30 MGZ der Bericht über die US Rohöllagerbestände. Händlern dürfte sich nach Bekanntgabe dieser wichtigen Daten gute Gelegenheit bieten ins Marktgeschehen einzugreifen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupnodownupupup
Wochentendenzdowndowndownupdownup
Resistance1.33801.541077.500.93100.96200.8700
1.33601.549077.300.92900.96000.8680
1.33301.546077.000.92600.95700.8650
Support1.32701.540076.400.92000.95100.8590
1.32401.537076.100.91700.94800.8560
1.32201.535075.900.91500.94600.8540

Wirtschafts News

USD - Äußerungen der US Notenbank lassen den Dollar zum EUR sinken

Der US Dollar verzeichnete am Dienstag einen Abschwung zum EUR nachdem der US Notenbankchef Ben Bernanke sich dahingehend äußerte, dass die Notenbank bereit ist weitere Schritte zur Stützung der Wirtschaft zu unternehmen. Zum gestrigen Börsenschluss fiel der Dollar zum EUR um 1% auf 1,3276.

US Notenbankchef Ben Bernanke bestätigte, dass die Zentralbank bereit sei weitere Maßnahmen zur Ankurbelung des US Wirtschaftswachstum zu ergreifen und warnte den Gesetzgeber davor, Haushaltsschritte einzuleiten, die einer „schleppenden“ wirtschaftlichen Erholung schaden könnten. Die Bemerkungen Bernankes lassen darauf schließen, dass die im August und September mit unkonventionellen Mitteln durchgeführten geldmarktpolitischen Maßnahmen noch lange nicht zum Abschluss gekommen sind. Der Leitzinssatz der US Notenbank von fast Null Prozent und die seit 2008 angefallenen $ 2,3 Bio. Immobilien- und Staatsanleihen-Aufkäufe haben verhindert, dass es zu autarken Wirtschaftswachstum und für Festigung des Arbeitsmarktes gekommen ist.

Heute werden nur recht wenige Wirtschaftspublikationen aus den USA erwartet. Diese beinhalten um 12:15 MGZ den ADP-Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP) und um 14:30 MGZ den Bericht über die US Rohöllagerbestände. Besser als erwartete Ergebnisse könnten dazu beitragen, dass der Dollar einige seiner gestrigen Verluste zum EUR wieder ausgleicht. Sollten allerdings die Ergebnisse schwächer als prognostiziert ausfallen, könnte dem Dollar heute ein rückläufiger Börsengang bevorstehen. Händler sollten das Marktgeschehen sehr aufmerksam beobachten, um von den Kursschwankungen, die nach den Veröffentlichungen einsetzen dürften, profitieren zu können.

EUR - EUR erholt sich zum Dollar und zum GBP

Der Euro erholte sich am Dienstag von seinem Neun-Monats-Tief zum US Dollar nachdem der US Notenbankchef Ben Bernanke sich dahingehend äußerte, dass die Notenbank bereit ist weitere Schritte zur Stützung der Wirtschaft zu unternehmen. Folglich stieg der EUR kräftig zum Dollar und brachte die oft gehandelte Währungspaarung auf den Wert von 1,3276. Ähnlich verhielt sich die 16-Nationen-Währung zum GBP und schloss den Handel bei 0,8640.

Die Aufwärtsbewegung des EUR erfolgte fast selbsttätig, da Investoren die gegen die Gemeinschaftswährung gesetzt hatten sich gezwungen sahen zu verkaufen, um weitere Verluste zu vermeiden.

Die Gemeinschaftswährung war bis auf $ 1,3145, den niedrigsten Wert seit Januar gesunken, nachdem ein Abschwung an den Aktienbörsen und der Kollaps der Aktien der französisch-belgischen Bankengruppe Dexia, die in großem Maße in griechische Anleihen investiert hatten, die Flucht in die Sicherheit der flüssigsten Währung der Welt ausgelöst hatte.

Heute dürfte der wichtigste Wirtschaftsindikator aus der Eurozone die Veröffentlichung des Berichts über die Einzelhandelsumsätze sein. Analysten prognostizieren einen Rückgang gegenüber dem Vorwert. Händler sollten der heutigen Bekanntgabe große Aufmerksamkeit schenken, da ein besser als erwartetes Ergebnis dem EUR kurzzeitig Aufschwung verleihen dürfte.

JPY - Freier Fall des JPY setzt sich fort

Der japanische Yen verzeichnete gestern einen rückläufigen Handel und verlor zu den meisten seiner Währungspartner an Boden. Der JPY fiel zum EUR und schloss den Handel bei 101,90, während die GBP/JPY-Paarung auf rund 118,30 anstieg.

Die Trends des JPY werden heute von den Erholungen seiner Haupt-Währungspartner beeinflusst. Es scheint, als würden der USD und der EUR heute ihren volatilen Handel fortsetzen können, insbesondere im Vergleich zur japanischen Währung. Händler sollten die Wirtschaftsnachrichten aus den USA und Europa aufmerksam verfolgen, da diese heute die ausschlaggebenden Faktoren für die Bewegungen des JPY sein dürften, insbesondere der ADP-Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP) um 12:15 MGZ. Händler sollten ebenfalls auf unerwartete Kommentare seitens japanischer Regierungskreise achten, da diese sehr wahrscheinlich zu weiterer Volatilität beim JPY führen werden.

Rohöl - Rohölpreis sinkt unter $ 75 pro Barrel

Während die Befürchtungen für eine neuerliche Rezession zunahmen, fiel der Rohölpreis mit unter $ 75 pro Barrel auf den niedrigsten Wert seit über einem Jahr.

Eine anhaltende Besorgnis für Investoren war in den vergangenen Monaten das Schuldenproblem Griechenlands und dessen Auswirkung auf das restliche Europa. Ohne weitere finanzielle Hilfe wird Griechenland in zwei Wochen das Geld ausgehen. Ein Zahlungsverzug Griechenlands könnte auf die benachbarten Staaten überschwappen und möglicherweise ein weitgestreutes Bankenproblem auslösen. Das wiederum dürfte sich negativ auf die Energienachfrage auswirken, da Kreditvergaben sinken und Firmen ihre Ausgaben reduzieren werden.

Technische News

EUR/USD

Die EUR/USD-Paarung zeigt heute zunehmend Aufwärtstendenz und steht derzeit beim Wert von 1,3240. Der Slow Stochastic auf dem 8-Stunden-Chart bestätigt die Annahme, dass diese Währungspaarung heute weiteren Anstieg verzeichnen wird. Allerdings signalisiert der Slow Stochastic auf dem Stunden-Chart, dass heute eine rückläufige Umkehr erfolgen wird. Bei dieser Paarung erst dann einzusteigen wenn sich ein deutlicheres Bild abzeichnet scheint heute eine kluge Entscheidung zu sein.

GBP/USD

Der Kurs dieser Paarung bewegt sich beim RSI auf dem 8-Stunden-Chart im überverkauften Bereich, was darauf hindeutet, dass eine Aufwärtskorrektur bevorsteht. Die Aufwärtsrichtung des Momentum-Oszillators auf dem 4-Stunden-Chart bestätigt diese Annahme. Sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden wird, könnte eine gute Strategie lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

USD/JPY

Dieses Paar unterliegt bereits seit einer Weile hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die Oszillatoren auf dem 4-Stunden-Chart lassen eine eindeutige Tendenz nicht erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie hierbei auf deutlichere Signale auf dem Stunden-Chart.

USD/CHF

Diese Paarung verzeichnete in den vergangenen Tagen kräftige Aufwärtstendenz. Allerdings deuten die technischen Daten darauf hin, dass sich dieser Trend schon bald umkehren dürfte. So weist beispielsweise der Slow Stochastic auf dem 8-Stunden-Chart darauf hin, dass eine rückläufige Umkehr bevorsteht. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen dürfte sich als kluge Vorgehensweise herausstellen.

Die Wild-Card

Rohöl

Der Rohölpreis ist wieder einmal gefallen und steht momentan bei $ 75,50 pro Barrel. Jetzt vermittelt der Slow Stochastic auf dem 8-Stunden-Chart allerdings zinsbullische Signale, was darauf hinweist, das der Rohölpreis wieder steigen dürfte. Hier könnte sich Forex-Händlern die großartige Gelegenheit bieten sich einem äußerst beliebten Trend anzuschließen.

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