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Friday, 27 May 2011

Dollar sinkt auf Rekordtief zum Schweizer Franken

Der Schweizer Franken und der japanische Yen waren gestern die Hauptdarsteller, während die griechische Schuldenkrise sich weiterhin negativ auf den Euro auswirkte. Schwache US Wirtschaftsdaten veranlassten Marktteilnehmer sich nach anderen Safe-Hafen-Währungen, als den US Dollar umzusehen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdownupdowndowndowndown
Wochentendenzupupdowndownupno
Resistance1.44151.663683.370.88441.08750.8847
1.42771.649582.430.87611.07370.8747
1.42101.644781.850.87081.06890.8683
Support1.40721.630780.910.86251.05510.8583
1.40001.621580.560.85951.04610.8546
1.38621.607579.620.85121.03230.8445

Wirtschafts News

USD - Dollar sinkt auf Rekordtief zum Schweizer Franken

Der Dollar zeigte wieder Schwäche als Händler sich nach anderen Safe-Hafen-Währungen, als den traditionellen US Dollar umsahen. Schwache US Wirtschaftsdaten sorgten schon immer für negative Stimmung an den Märkten was den Dollar betrifft, und gestern bildete da keine Ausnahme. In den USA wurden gestern das vorläufige Bruttoinlandsprodukt und der wöchentliche Arbeitsmarktbericht veröffentlicht, und beide lagen unter den Vorhersagen. Das US Bruttoinlandsprodukt für das 1. Quartal lag mit 1,8% unter den Erwartungen von 2,2%, während die Anträge auf Arbeitslosenunterstützung um 424.000 anstiegen, statt wie erwartet um nur 403.000. Die negativen Wirtschaftsdaten führten ursprünglich zu Verkäufen des USD, doch der Trend kehrte sich um, als Äußerungen von Jean-Claude Junker dafür sorgten, dass sich die Stimmung zugunsten Safe-Hafen-Währungen verlagerte.

Nach den Äußerungen stieg der Schweizer Franken auf ein Rekordhoch zum Dollar und die USD/CHF-Paarung sank auf ein neues Tief von 0,8541. Die USD/JPY-Paarung sank ebenfalls bis auf 80,89, stieg dann jedoch wieder bis auf den Wert von 81 an.

Trotz der wegen der griechischen Schuldenkrise zunehmenden Spannungen in Europa war nicht der Dollar der Haupt-Nutznießer, sondern der Schweizer Franken profitierte von den Verkäufen des Euro. Schwache US Wirtschaftsdaten wirkten sich negativ auf den Kurs des Dollar aus und könnten auch weiterhin dafür Sorge tragen, dass die EUR/USD-Paarung über dem Wert von 1,4000 liegen wird, vorausgesetzt es kommt zu keiner erheblicher Veränderung in der griechischen Schuldenlage oder zu drastischen Verbesserungen bei den US Wirtschaftsdaten.

EUR - Junkers Äußerungen lassen Euro-Kurs sinken

Die gestrigen Äußerungen von Euro-Gruppenchef Jean-Claude Junker sorgten für eine Stimmungsverlagerung an den Devisenmärkten und erhöhten die Furcht vor Euro-Käufen, was dazu beitrug, dass der Kurs des Euro unter seine Wochen-Hochs fiel. Junker äußerte sich dahingehend, dass Griechenland in diesem Jahr sein Haushaltsdefizit nicht wird schließen können und folglich nicht berechtigt sei die nächste Tranche aus dem vereinbarten EU/IWF Rettungspaket abzurufen. Nach dieser Bemerkung fiel der Euro von seinem zwischenzeitlichen Tages-Hoch und verzeichnete zum Schweizer Franken ein neues Rekordtief bei 1,2164.

Obwohl davon ausgegangen werden kann, dass die vorgeschlagenen Sparmaßnahmen umgesetzt werden, bezweifeln viele Marktexperten dass Griechenland in der Lage sein wird die beabsichtigten Haushaltskürzungen durchzuführen. Äußerungen wie die von Junker gestern belasten weiterhin die Devisenmärkte, da Griechenland sich wahrscheinlich auch nicht bis Anfang Juli seiner Schulden annehmen kann. Allerdings hat die griechische Regierung Schritte in die richtige Richtung unternommen, indem sie weitere Sparmaßnahmen sowie ein eilig verabschiedetes Privatisierungsprogramm einführen will.

Die Zuspitzung der europäischen Schuldenkrise, wie auch der politische Aktionismus um von den verschuldeten Staaten weitere Zugeständnisse zu erhalten, wird sich wohl weiter fortsetzen. Eine vergleichbare Situation zeigt sich bei der niedrigen irischen Körperschaftssteuer, bei der sich die irischen Regierungsoffiziellen der EU/IWF gegenüber standhaft zeigen und zu keinen Zugeständnissen bereit sind. Deutschland und Frankreich werden versuchen bei diesem Thema zu vermitteln, sollte Irland auf einem niedrigeren Steuersatz bestehen, als dem ursprünglich im Rettungspaket zugesagten.

JPY - Safe-Hafen-Reiz lässt Yen zum Dollar ansteigen

Nach den gestrigen Äußerungen von Jean-Claude Junker verzeichnete der Yen einen kräftigen Anstieg zum Dollar. Dieser heftige Anstieg innerhalb eines Tages erfolgte zu einem Zeitpunkt als sich der Yen zum sich langsam erholenden Dollar abzuschwächen begann. Allerdings drohte das Wiederaufflackern der griechischen Schuldenkrise in Verbindung mit den schwachen US Wirtschaftsdaten einen jeglichen Aufschwung bei der USD/JPY-Paarung zum Scheitern zu bringen. Händler greifen in Zeiten angespannter und besorgter Marktlage gerne auf den japanischen Yen als Safe-Hafen-Währung zurück.

Gestern sank die USD/JPY-Paarung von 81,88 auf 80,89 ab um dann wieder auf 81,04 anzusteigen. Der ursprüngliche Unterstützungswert von 81,30 war schnell außer Kraft gesetzt, und der nächste Unterstützungswert liegt bei 80,30, gefolgt von 79,60. Andererseits dient die zuvorige Trendlinie von dem Mai-Tief als Widerstand, wie auch das Mai-Hoch von 82,20.

Rohöl - Der Rohölpreis schloss den Handel niedriger, bleibt aber über $ 100

Der Rohölpreis verzeichnete gestern einen Einbruch, blieb allerdings über dem psychologisch wichtigen Wert von $ 100 pro Barrel. Der Preisrückgang erfolgte nachdem die US Wirtschaftsdaten unter den Markterwartungen lagen. Nach der Veröffentlichung des enttäuschenden Bruttoinlandsprodukts und den wöchentlichen Arbeitslosenzahlen sank der Rohölpreis bis auf $ 100,60 und stieg zum Handelsschluss auf $ 100,78 pro Barrel.

Das US Bruttoinlandsprodukt für das 1. Quartal lag mit dürftigen 1,8% unter den Erwartungen von 2,2%, während die Anträge auf Arbeitslosenunterstützung diese Woche um 424.000 anstiegen, statt wie erwartet um nur 403.000. Der merkliche Abschwung der US Wirtschaft hat den Rohölpreis unter Druck gesetzt. Während ein Großteil des jüngsten Nachfrageanstiegs beim Rohöl auf das Wirtschaftswachstum in China zurückzuführen ist, stellt der US Markt immer noch einen erheblichen Teil des Rohölverbrauchs.

Die technischen Daten beim Rohöl zeigen sich weiterhin konstruktiv, während der Preis auf dem Tages-Chart in einem Dreiecks-Konsolidierungsmuster verharrt. Widerstand findet sich bei $ 102,60 und Unterstützung bei $ 97,85, gefolgt von $ 96,40.

Technische News

EUR/USD

Beim Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart sinkt das Momentum weiterhin kräftig ab. Erste Unterstützung findet sich beim 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt, und die nächsten Hauptwerte die ins Spiel kommen liegen zwischen 1,3910 und 1,3860. Der erste ist der 50% Rückführungswert der Januar-Mai-Bewegung. Der zweite ist der vorherige Unterstützungswert von Mitte März. Ein Durchbruch hier könnte den Wert von 1,3675 zum Ziel haben, bei dem der 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt mit dem 61,8% Rückführungswert übereinstimmen. Heute Morgen entfernte sich die EUR/USD-Paarung vom Widerstandswert von 1,4200 und neuer Widerstand findet sich bei 1,4290 gefolgt vom 50-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,4350.

GBP/USD

Diese Paarung hat in dieser Woche einen Aufschwung von der steigenden Trendlinie des Mai-Tiefs von 2010 erhalten und traf auf Widerstand bei 1,6320 von der durchbrochenen Trendlinie vom Januar-Tief. Die Paarung setzt sich jetzt den Wert von 1,6151 zum Ziel. Unterstützung findet sich beim 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,5935, der mit dem März-Tief übereinstimmt.

USD/JPY

Gestern verzeichnete die Paarung einen entscheidenden Durchbruch unterhalb der kurzeitig steigenden Trendlinie vom Mai-Tief, was auf eine Abwärtsumkehr hindeuten könnte. Der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart sinkt, was darauf hindeutet, dass sich das Momentum abwärts bewegt hat. Unterstützung findet sich bei 80,35, gefolgt vom Mai-Tief von 79,55.

USD/CHF

Das Wochen-Hoch von 0,8890 stimmte mit der fallenden Trendlinie vom Februar-Hoch überein. Seitdem ist der Kurs der USD/CHF-Paarung eingebrochen und bewegt sich unterhalb der zuvor durchbrochenen unteren Trendlinie des Oktober-Tiefs von 2010 und dem letzten April-Tief. Händler sollten in Erwägung ziehen bei dieser Paarung zu verkaufen.

Die Wild-Card

NZD/USD

Der “Kiwi” ist weiterhin der stärkste Hauptdarsteller außerhalb der G-10 Währungen. Am frühen heutigen Morgen durchbrach diese Paarung den Widerstand vom Mai-Hoch und sah sich kurz darauf dem Widerstandswert von 0,8200 gegenüber. Das Momentum zeigt aufwärts, und folglich dürften Forex-Händler Zeuge werden wie sich die NZD/USD-Paarung am Rekordhoch von 0,8214 versucht. forex

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