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Monday, 8 Nov 2010

Dollar startet mit Kursgewinnen in neue Handelswoche

Die am vergangenen Freitag veröffentlichten
US-Arbeitsmarktdaten zur Beschäftigung (exklusive Agrar) haben die Devisenmärkte mit einem Aufwärtstrend des US-Dollar modifiziert, der sich auch heute, zu Beginn der neuen Handelswoche fortsetzt. Das Währungspaar EUR/USD ist mittlerweile bis unter die Marke von 1,4000 gefallen, während die Abwärtstendenzen anhalten. USD/JPY kann die Gewinne vom Freitag ebenfalls behaupten und handelt aktuell um 81,25. Angesichts des heutigen Mangels an kursbewegenden Konjunkturdaten fällt die Marktliquidität voraussichtlich gering aus. Beim USD kann von größeren Kursschwankungen ausgegangen werden.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupupdownupdown
Wochentendenznoupnodownnono
Resistance1.40701.624582.200.97450.02450.8755
1.40351.621581.850.97150.02150.8725
1.40001.618081.500.96800.01800.8690
Support1.39351.611580.800.96100.01100.8620
1.39001.608080.500.95800.00750.8590
1.38701.604580.150.95500.00400.8560

Wirtschafts News

USD - USD baut Freitag-Gewinne aus

Die unterwartet guten US-Arbeitsmarktdaten vom vergangenen Freitag brachten dem US-Dollar zum Ende der letzten Handelswoche einen dringend benötigten Auftrieb. Mithilfe der Optimismus versprechenden NFP-Zahlen konnte die US-Währung einen Teil der zuvor verbuchten Kursverluste, ausgelöst durch die angekündigten zusätzlichen Fed-Maßnahmen zur quantitativen Lockerung am vergangenen Mittwoch, teilweise ausgleichen. Das Vertrauen der Investoren in die US-Wirtschaft scheint sich wieder zu verstärken, wovon der Dollar profitiert.

Das Währungspaar EUR/USD, gab im Anschluss an die Veröffentlichung des NFP-Berichts am Freitag um über 100 Punkte nach. Auch zu Beginn begibt sich das beliebte Kurspaar erneut auf Talfahrt und handelt gegenwärtig um die Marke von 1,3945. Damit ist EUR/USD unter die psychologisch wichtige 1,4000-Unterstützung gefallen, während hier in naher Zukunft keine Kurskorrekturen zu erwarten sind, so Marktbeobachter. Darüber hinaus rutschte GBP/USD im Overnight-Handel um 90 Punkte ab. Dieses Paar notiert aktuell um die Marke von 1,6115. Weitere Kursverluste im heutigen Handelsverlauf sind hier wahrscheinlich.

Die kurzfristigen USD-Tendenzen werden heute, angesichts eines Mangels an Konjunkturdaten aus den USA, voraussichtlich von Indikatoren aus anderen Industrieländern bestimmt werden. Händler sollten heute insbesondere auf den Index der Baubeginne aus Kanada achten. Analysten prognostizieren einen Rückgang der Anzahl verkaufter, neuer Einzelfamilienhäuser im vergangenen Monat. In diesem Fall könnten sich bei USD/CAD im Laufe des Nachmittagshandels Aufwärtstendenzen ergeben.

EUR - Erneute Schuldensorgen lassen EUR-Kurs fallen

Eine Kombination aus überraschend positiven US-Arbeitsmarktdaten am letzten Freitag und einer Neuverschuldung einzelner EU-Mitgliedstaaten wie Irland lasten zu Wochenbeginn auf der europäischen Gemeinschaftswährung. Seit Markteröffnung in der vergangenen Nacht gab der EUR bereits um mehr als 100 Punkte gegen den Dollar nach. Darüber hinaus verzeichnete die Währung der 16 Nationen gegenüber dem Safe-Haven-Yen Kursverluste. Mit dem Start in die neue Handelswoche sackte EUR/JPY um nahezu 100 Punkte ab und handelt aktuell um die Marke von 113,30.

Heute richten die Marktteilnehmer ihr Augenmerk um 12:00 Uhr auf die aktuellen Produktionszahlen im produzierenden Gewerbe in Deutschland (September). Da Deutschland als größtes Wirtschaftssystem der Eurozone gilt, nehmen deutsche Konjunkturdaten in der Regel einen verhältnismäßig großen Einfluss auf den Euro-Kurs. Die Prognosen der Analysten belaufen sich auf einen Anstieg in der Produktion um 0,6%. Im Vormonat wurde ein Plus von 1,7% ausgegeben. Sollten sich die Erwartungen der Experten bestätigen, könnte der Euro seinen Abwärtstrend heute fortsetzen.

JPY - Uneinheitlicher Yen im Overnight-Handel

Bei gemischten Ergebnissen startet der Yen heute in die neue Handelswoche. Im Overnight-Handel verbuchte Japans Währung Kursgewinne gegenüber einigen Hauptwährungen. Sowohl neu aufkommende Schuldensorgen in der Eurozone, als auch der am vergangenen Freitag enttäuschend unter den Erwartungen ausgefallene Auftragseingang der Industrie in Deutschland brachten dem Safe-Haven-Yen den Auftrieb. Entsprechend fiel EUR/JPY in der letzten Nacht um nahezu 100 Punkte gen Süden und notiert aktuell um die Marke von 113,30. Gegenüber dem Pfund Sterling machte der JPY rund 65 Punkte gut. GBP/JPY handelt aktuell um 130,90.

Obwohl der als verhältnismäßig „sicher“ geltende Yen praktisch gegen alle Risikowährungen im Overnight-Geschäft Boden gutmachte, konnte die Inselstaatwährung die nach dem NFP-Bericht vom Freitag verzeichneten Kursverluste gegen den USD bislang nicht ausgleichen. USD/JPY hat sich seit Markteröffnung heute kaum bewegt und sitzt gegenwärtig um die Marke von 81,15.

Heute sind die Augen der Anleger auf die vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) zur Veröffentlichung ausstehende Produktion im produzierenden Gewerbe (September) in Deutschland gerichtet. Sollte sich der Index entsprechend der Prognosen tatsächlich verschlechtern, könnten Händler zusätzliche Risiko-Positionen zugunsten Safe-Havens wie dem JPY abstoßen. Möglicherweise hält der jüngste Aufwärtstrend des Yen heute vorerst an.


Rohöl - Ölpreise tendieren aufgrund US-Arbeitsmarktdaten höher

Nach Veröffentlichung der überraschend positiv ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten NFP am vergangenen Freitag, tendierten die Ölpreise im Nachmittagshandel vor dem Wochenende höher. Dabei legte Rohöl um insgesamt 125 Punkte auf $87,50 pro Barrel zu. Händler verwiesen sowohl auf die zusätzliche Lockerung der US-Geldpolitik als auch auf die robusten Arbeitsmarktdaten als Beweggrund für die Höhernotierungen vor dem Wochenende. Zu Wochenbeginn heute Morgen präsentieren sich die internationalen Ölpreise kaum verändert. Ein Fass US-WTI zur Lieferung im Dezember kostete am Montag $86,92 und damit $0,07 mehr als noch vor dem Wochenende. Ein Fass Nordsee-Brent verteuerte sich um $0,03 auf $88,14.

Die kurzfristigen Ölpreis-Tendenzen werden heute voraussichtlich von den nächsten USD-Bewegungen bestimmt werden. Die Anleihenkäufe der US-Notenbank Federal Reserve und die damit in die Märkte gepumpte zusätzliche Liquidität dürfte zu steigenden Ölpreisen führen, so viele Experten. Da Rohöl in USD bepreist ist, steigen die Ölpreise im Allgemeinen angesichts eines schwachen Dollar-Kurses und umgekehrt.

Technische News

EUR/USD

Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart kreuzt aufwärts und bestätigt eine mögliche Kurskorrektur nach oben im weiteren Handelsverlauf. Diese Annahme wird von den Entwicklungen auf der 8-Stunden-Chart bestätigt. Hier könnte es sich heute auszahlen, bei eng gesetzten Stopps auf steigende Kurse zu setzen.

GBP/USD

Die technischen Indikatoren geben bei diesem Paar unterschiedliche Signale aus. Der RSI der 8-Stunden-Chart schwankt im neutralen Bereich, so dass sich hier keine größeren Bewegungen ankündigen. Gleichzeitig scheint jedoch der MACD derselben Chart abwärts zu kreuzen. Anleger sollten hier weitere Entwicklungen zunächst abwarten, bevor sie diesem Markt beitreten. Deutlichere Zeichen könnten sich schon im weiteren Tagesverlauf ergeben.

USD/JPY

Fast alle technischen Indikatoren zeigen dieses Währungspaar aktuell in neutralen Bereichen ohne erkennbare Ausrichtung an. Dazu zählen der RSI der 4-Stunden-Chart sowie der Slow Stochastic der 8-Stunden-Chart. Bevor Sie diesem Markt beitreten, wäre es ratsam, die nächsten Kursbewegungen bei USD/JPY zunächst gut zu beobachten.

USD/CHF

Der Relative Strength Index der 8-Stunden-Chart hat in den überverkauften Bereich gedreht. Hier könnte sich im weiteren Tagesverlauf eine Kurskorrektur nach oben einstellen. Darüber hinaus kreuzt der MACD auf der 4-Stunden-Chart aufwärts. Kaufen könnte bei USD/CHF heute von Vorteil sein.

Die Wild-Card

Silber

Nach dem langfristigen Aufwärtstrend, scheint sich der Preis für Silber gegenwärtig im überkauften Bereich eingefunden zu haben und bereit für eine Kurskorrektur nach unten zu sein. Darüber hinaus ist das Abwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der 8-Stunden-Chart nicht zu übersehen. Außerdem bewegt sich der RSI auf der 4-Stunden-Chart auf den überkauften Bereich zu. Forex -Anlegern empfiehlt es sich, heute bei eng gesetzten Stopps auf fallende Kurse zu setzen.

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