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Wednesday, 23 Jun 2010
Dollar steigt während Märkte auf Fed-Funds-Zielsatz schauen
Der US-Dollar machte am gestrigen Dienstag wieder Boden gut, während an den US-Aktienmärkten wichtige Indizes wie Dow Jones Industrials, S&P 500 und NASDAQ Composite aufgrund von späten Gewinnmitnahmen und nach der anfänglichen Euphorie über die geplante Aufwertung des Chinesischen Yuan kräftig absackten. Heute sind die Augen der Anleger auf das Ergebnis der Sitzung vom US-Offenmarktausschuss der Notenbank Federal Reserve (FOMC) zum Fed-Funds-Zielsatz gerichtet. Am Mittwochnachmittag beenden die Währungshüter um US-Notenbankchef Ben Bernanke ihre zweitägige geldpolitische Sitzung. Händler gehen von einer Beibehaltung des Niedrigzinsniveaus um null Prozent aus. Voraussichtlich wird die US-Notenbank Federal Reserve ihren Leitzins noch über einen längeren Zeitraum niedrig halten.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.2370 | 1.4910 | 91.50 | 1.1190 | 0.8820 | 0.8350 |
| 1.2335 | 1.4885 | 91.15 | 1.1150 | 0.8785 | 0.8325 | |
| 1.2300 | 1.4850 | 90.85 | 1.1115 | 0.8745 | 0.8300 | |
| Support | 1.2240 | 1.4800 | 90.20 | 1.1050 | 0.8675 | 0.8240 |
| 1.2205 | 1.4765 | 89.90 | 1.1020 | 0.8625 | 0.8220 | |
| 1.2170 | 1.4720 | 89.50 | 1.0995 | 0.8590 | 0.8195 |
Wirtschafts News
USD - Dollar zieht zum 2. Tag in Folge gegen EUR an
Am Dienstag verzeichnete der US-Dollar zum zweiten Tag in Folge Kursgewinne gegen den Euro. Trotz positiv ausgefallenem Ifo-Index aus Deutschland belastete die jüngste Kreditwürdigkeitsherabstufung der französischen Großbank BNP Paribas die europäischen Märkte. Zum JPY fiel der Dollar auf 90,56 nach 91,97 am späten Montagabend.
An den US-Aktienmärkten sackten wichtige Indizes wie Dow Jones Industrials, S&P 500 und NASDAQ Composite aufgrund von späten Gewinnmitnahmen und nach der anfänglichen Euphorie über die geplante Aufwertung des Chinesischen Yuan kräftig ab.
Darüber hinaus verunsicherte Chinas Währungspolitik die Marktteilnehmer. Peking will den Yuan nach der angekündigten Abkopplung vom US-Dollar nur langsam aufwerten lassen und kontrolliert das Aufwertungstempo, durch die Regulierung von Angebot und Nachfrage. Dazu tauschten große staatseigene Banken der Volksrepublik am Devisenmarkt den Yuan gegen US-Dollar ein und drückten somit den Kurs der eigenen Währung. Der chinesische Yuan büßte am Dienstagnachmittag die Hälfte der Kursgewinne vom Wochenstart ein, die ihn auf ein 5-Jahres-Hoch getrieben hatten.
Analysten gehen davon aus, dass der Yuan langfristig zum Dollar grundlegend aufwerten wird. Zunächst wurden gestern jedoch für 1 US-Dollar 6,8136 Yuan bezahlt, nach 6,7980 am Montag.
EUR - Nach Monats-Hoch gibt EUR/USD wieder nach
Nach dem erreichten Monats-Hoch zum USD wertete die europäische Gemeinschaftswährung EUR am Dienstag auch schon wieder ab. Mit der Enttäuschung über das Ausbleiben konkreter Angaben zur Yuan-Aufwertung seitens Chinas, verbreitete sich erneute Verunsicherung an den europäischen Märkten. Selbst Deutschlands ifo-Index, dessen Ergebnis leicht über den Erwartungen der Experten lag, nahm kaum Einfluss auf die gedämpfte Marktstimmung. An den Finanzmärkten bestehen nach wie vor starke Zweifel an einer schnellen Konjunkturerholung der Eurozone. Dennoch kletterte Deutschlands Ifo-Index im Juni auf 101,8 Punkte und markierte somit seinen höchsten Stand seit Beginn der Finanzkrise in 2008. Der Anstieg des wichtigsten deutschen Konjunkturbarometers basiert jedoch auf einer besseren Einschätzung der aktuellen Geschäftslage. Die Aussichten für die nächsten 6 Monate trübten sich im Juni bereits zum zweiten Mal in Folge ein.
Das Währungspaar EUR/USD verbuchte auch am Dienstag wieder Verluste. In einem volatilen Handel erreichte das Kurspaar 1,2348 im Hoch, stürzte anschließend jedoch bis auf 1,2151 im Tief. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs des EUR auf $1,2258 fest. Ferner legte die EZB die Referenzkurse für 1EUR auf 0,83400 britische Pfund Sterling, 111,09 japanische Yen und 1,3622 Schweizer Franken fest.
Händler verweisen auf die jüngste Abstufung der französischen Großbank BNP Paribas durch die Ratingagentur Fitch sowie auf die Einschätzung von Standard & Poor's, nach der Spanien seinen Sparkurs im Kampf gegen das hohe Haushaltsdefizit im Land verschärfen müsste, als Beweggrund für das trübe Anleger-Sentiment in Europa. Darüber hinaus läuft Griechenland laut Einschätzung der Bonitätswächter von Moody's die Zeit davon. Die Ratingagentur hält einen schnellen Kollaps zwar für ausgeschlossen, warnt aber vor einem „langsamen Ausbluten“ der griechischen Wirtschaft. Händler gehen von weiteren Kursverlusten der Einheitswährung innerhalb der nächsten Handelstage aus. Charttechnisch liegt die nächste Unterstützung bei $1,2253.
JPY - Yen fester gegen übrige Hauptwährungen
Der japanische Yen machte am Dienstag deutlich Boden gegen übrige Hauptwährungen gut. Dabei hielten die volatilen Schwankungen zwischen USD/JPY 90 und 92 an. Den Dämpfer erhielten USD-Anleger durch gestern veröffentlichte Konjunkturdaten zum US-Verkauf bestehender Häuser. Die gemeldeten 5,66 Mio. Einheiten enttäuschten die Erwartungen von 6,12 Mio. bei Weitem. Der japanische Yen kletterte um +0,6% auf 90,57 pro Dollar, nach 91,11 am Montag.
Auch zum Euro verzeichnete der JPY Kursgewinne. EUR/JPY fiel im europäischen Nachmittagshandel auf 111,06 und markierte ein 1-wöchiges Tief. Japans neue Regierung bestätigt als oberstes Ziel bei der Bekämpfung der Deflationsgefahr die Förderung des Potenzialwachstums für Japan.
Rohöl - Ölpreise fallen zum ersten Mal in 3 Tagen aufgrund enttäuschender US-Häuserdaten
Zum ersten Mal in 3 Handelstagen gaben die Ölpreise wieder nach, nachdem der Verkauf bestehender Häuser in den USA im Mai überraschend stark zurückgegangen war. Leichtes US-Rohöl WTI kostet am Mittwochmorgen im europäischen Handel mit 44 US-Cent weniger $77,41 pro Barrel. Europäisches Rohöl Brent notiert mit -29 US-Cent aktuell bei $77,75 pro Barrel.
Laut Branchenverband API (American Petroleum Institut) am Dienstag sind die US-Rohölbestände in der vergangenen Woche um 3,69 Mio. gestiegen. Händler warten nun auf die Bestätigung der Daten durch den im Markt höher bewerteten Statusreport der US-Energiebehörde (DoE), der heute um 14:30 Uhr zur Veröffentlichung aussteht.
Technische News
EUR/USD
Die Bollinger Bands auf der Stunden-Chart verdichten sich, was bedeuten könnte, dass eine volatile Bewegung bevorsteht. Der Preis hat sich tatsächlich bereits im überverkauften Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart eingefunden. Der Momentum-Oszillator ist nach wie vor nach oben gerichtet. Entsprechend könnte es für EUR/USD aufwärts gehen. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte heute von Vorteil sein.
GBP/USD
Für dieses Währungspaar scheint sich der zyklische Trend innerhalb einer zinsbullischen Handelsspanne fortzusetzen. Nach der jüngsten Aufwertung könnte sich jedoch zunächst Abwärtsdruck ergeben. Allem Anschein nach bewegt sich der Preis bereits im überkauften Bereich des RSI auf der Tages-Chart, was leichte Abwärtstendenzen innerhalb des nächsten Zeitfensters bestätigt.
USD/JPY
Nach einer gemäßigten Abwärtsbewegung könnte sich für USD/JPY nun eine Kurskorrektur nach oben ergeben. Der aktuelle Kurs von 90,50 scheint gleichzeitig als stabile Unterstützung zu fungieren, die so leicht nicht durchbrochen wird. Dennoch kreuzt der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart aufwärts. Auch das Momentum hat einen Boden gebildet und bewegt sich nun von unterhalb in Richtung Nulllinie. Hier könnte es sich lohnen jetzt zu handeln und Positionen rechtzeitig zu kaufen.
USD/CHF
Auf der Tages-Chart ist das Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic nicht zu übersehen. Nach der Überwindung der unteren Bollinger Bands auf der Tages-Chart, scheint sich für USD/CHF nun eine Preiskorrektur nach oben zu ergeben. Für heute könnte es richtig sein, bei eng gesetzten Stopps auf steigende Kurse zu setzten.
Die Wild-Card
USD/NOK
Nach der mäßigen Aufwertung, scheint dieses Kurspaar bereit für eine Korrektur nach unten zu sein. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart kreuzt aktuell nach unten, was bedeuten könnte, dass die nächste Preisbewegung eine abwärts gerichtete ist. USD/NOK bewegt sich im überkauften Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart und bestätigt den Abwärtsdruck, der bereits besteht.
Forex -Anleger könnten von diesem sich ankündigendem Abwärtstrend profitieren, indem sie jetzt bei einem hervorragenden Einstiegspreis auf fallende Kurse setzen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/25 | ||||||||
| 14:55 | USD | Revised UoM Consumer Sentiment | 77.8 | 77.7 | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Inflation Expectations | 3.1% | - | - | ![]() | ||



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