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Wednesday, 27 Jul 2011
Dollar unter Druck, da der Stichtag für die Anhebung der US Schuldenobergrenze näher rückt
Der Dollar geriet mehr und mehr unter Druck, je näher der Stichtag 2. August, zur Anhebung der US Schuldenobergrenze für den US Kongress und den amerikanischen Präsidenten, rückt. Der vom Sprecher des Repräsentantenhauses, John Boehner, vorgelegte Plan brach zusammen, als der Haushaltsausschuss des Kongress erklärte, dass der Plan nicht einmal Boehners eigenen Fehlbetragkürzungen entspreche, weswegen am Mittwoch nicht wie vorgesehen darüber abgestimmt wird, was eine mögliche Entscheidung zur Anhebung der US Schuldenobergrenze noch weiter herauszögert. Der finanzielle Druck macht sich vorrangig beim US Dollar bemerkbar, da US Regierungsanleihen gestern Rückläufigkeit verzeichneten.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4940 | 1.6750 | 81.50 | 0.8550 | 0.9410 | |
| 1.4700 | 1.6550 | 79.60 | 0.8385 | 0.9150 | ||
| 1.4575 | 1.6370 | 78.50 | 0.8270 | 0.9075 | ||
| Support | 1.4325 | 1.6260 | 77.50 | 0.8000 | 1.1010 | 0.8840 |
| 1.4070 | 1.6000 | 76.11 | 1.0890 | 0.8700 | ||
| 1.3840 | 1.5780 | 1.0525 | 0.8660 |
Wirtschafts News
USD - Dollar handelt zum niedrigsten Kurs seit Mai
Der Haushaltsausschuss des Kongress informierte die Republikanische Partei, dass der vom Sprecher des Repräsentantenhauses, John Boehner, vorgelegte Plan lediglich ein Haushaltsdefizit von $ 850 Mrd. decke. Boehner selbst war von Kürzungen in Höhe von $ 1,2 Bio. über die nächsten 10 Jahre ausgegangen. Das versetzte den Republikanern einen kräftigen Rückschlag, die die Gesetzesvorlage nunmehr überarbeiten müssen und zögert eine mögliche Entscheidung zur Anhebung der US Schuldenobergrenze noch weiter hinaus.
Während die Verhandlungen darüber die Schlagzeilen beherrschten, erwiesen sich die die gestrigen Wirtschaftsdaten als enttäuschend, was sich negativ auf den USD auswirkte. Die Immobiliendaten zeigten sich weiterhin schleppend, dieweil der S&P Case-Shiller HPI einen Rückgang um -4,5% bei den Hauspreisen verzeichnete. Verkäufe von Hausneubauten erzielten lediglich 312.000 gegenüber der Erwartungen von 321.000, während der Richmond Manufacturing Index von 3 auf -1 absackte. Ein Lichtblick bei den gestrigen Daten war der Anstieg der Daten für das Verbrauchervertrauen, jedoch wirken sich die drei zuvor veröffentlichten negativen Daten und die anhaltende Debatte über die Anhebung der US Schuldenobergrenze weiterhin negativ auf den Dollar aus.
Alle G/ Währungen verzeichneten kräftige Kursgewinne zum Dollar. Der Druck an den Finanzmärkten zeigte sich insbesondere beim USD, und der Dollar-Index fiel auf ein Tief von 73,446. Zuletzt handelte der Dollar bei diesem Tiefstand im Mai. Trotz der Schwäche des USD sieht es so aus, als würden Echtgeld-Depot-Manager ein positives Ergebnis von den Verhandlungen über die Anhebung der US Schuldenobergrenze erwarten, da die Erträge bei den 10-Jahre-Anlagen gestern wieder unter den 3% Wert fielen. Schatzbriefe mit einer Laufzeit von 30 Jahren legten ebenfalls zu. Falls die Märkte allerdings einen US Zahlungsverzug prognostizieren, wird sich das negativ auf US Schatzanleihen auswirken.
GBP - GBP zwar schwach, doch stark genug um das Pfund Sterling anzukurbeln
Nachdem gestern die Zahlen für das britische Bruttoinlandsprodukt im 2. Quartal mit einem Plus von 0,2% den allgemeinen Erwartungen entsprachen, legte das Pfund Sterling eine gute Vorstellung an den Tag. Händler hatten größtenteils mit einem enttäuschenden Ergebnis gerechnet. Obwohl ein Wachstum um 0,2% nichts ist womit man sich brüsten könnte, hätte ein darunter liegender Wert gegebenenfalls Stützkäufe seitens der BOE ausgelöst. Der Bericht über das Bruttoinlandsprodukt schließt zwar eventuelle Lockerungen der Geldmarktpolitik nicht aus, legt aber die Latte dafür ein wenig höher. Obwohl das britische Pfund Sterling in einem direkten Wettbewerb mit dem Dollar und dem Euro um die attraktivste Währung nicht unbedingt den ersten Platz belegen dürfte, zeigt es sich doch von einer überraschend starken Seite.
Die Daten des Bruttoinlandsprodukts sorgten dafür, dass das GBP den höchsten Wert seit Mitte Juni verzeichnete, wobei es über die zuvor durchbrochene Trendlinie des Tiefs im Mai 2010 anstieg. Der nächste Widerstand für die GBP/USD-Paarung findet sich bei 1,6550, dem Hoch von Ende Mai. Unterstützung findet sich beim Tief dieser Woche von 1,6220.
AUD - AUD und NZD handeln zum höchsten Kurs seit 30 Jahren
Die Dollar-Block-Währungen zeigten sich gestern von ihrer stärksten Seite zu dem schwachen US Dollar. Der AUD fand auch Unterstützung durch die Äußerungen des australischen Zentralbankchefs Stevens, der erklärte, dass sich die australische Konjunktur belebe und dass es in diesem Jahr wohl nicht zu einer Senkung des Leitzinssatzes kommen werde. Der inflationäre Druck unterstützte ebenfalls den AUD. Die Inflation im 2. Quartal stieg um 0,9% gegenüber der allgemeinen Prognose von 0,7%. Nach der Bekanntgabe dieser Daten heute Morgen stieg die AUD/USD-Paarung auf den höchsten Kurs seit 30 Jahren. Die nächste Zielsetzung für die AUD/USD-Paarung ist der glatte Wert von 1,1100.
Der neuseeländische Dollar handelt ebenfalls zum höchsten Kurs seit 30 Jahren, nachdem er von Konjunkturoptimismus angekurbelt wurde. Es wird davon ausgegangen, dass die neuseeländische Zentralbank heute ihren Leitzinssatz bei 2,5% belassen wird. Allerdings könnte der Tonfall der begleitenden Stellungnahme, aufgrund des positiven neuseeländischen Bruttoinlandsprodukts für das 1. Quartal kämpferischer ausfallen. Mögliche Hinweise auf eine Leitzinsanhebung könnten den Kurs der NZD/USD-Paarung auf den glatten Wert von 0,8800 ankurbeln.
Gold - Gold handelt auf neuem Rekordhoch
Der Goldpreis stieg auf ein neues Rekordhoch von $ 1.625 pro Feinunze. Das ist jetzt schon der zweite Tag in Folge an dem der Goldpreis einen neuen Höchststand erzielte, während Händler sich Sorgen über die Krise bei der US Schuldenobergrenze machen. Der Goldpreis dürfte seinen Anstieg auch der Möglichkeit verdanken, dass die USA ihr AAA-Rating verlieren könnte. S&P warnte davor, dass die höchste Rating-Stufe in Gefahr sein könnte, falls es den USA nicht gelingen sollte ihre Schulden um $ 4 Bio. Zu reduzieren. Am Montag warnte Präsident Obama noch davor, dass es das erste Mal in der Geschichte sein würde, dass das Kredit-Rating für die USA herabgesetzt wird. Weitere Preisanstiege bei den Rohstoffen dürften wohl bald zu verzeichnen sein, sollten der Kongress und der Präsident sich nicht auf eine neue Schuldenobergrenze einigen können.
Technische News
EUR/USD
Der EUR/USD-Paarung gelang es nicht den Handel unterhalb des 200-Tage-Bewegungsdurchschnitts zu schließen, und der Kurs versucht sich nun an der fallenden Trendlinie von den Hochs in Mai und Juli, das bei 1,4450 liegt. Das Kurzzeit-Momentum steigt derzeit an, und ein Durchbruch oberhalb dieses Widerstandswerts könnte Widerstand bei den Spitzenwerten von Juli, Juni und Mai bei 1,4580, 1,4700 und 1,4940 finden. Jedoch hat sich nach den Hochs vom Donnerstag und Freitag der vergangenen Woche auf dem Tages-Chart ein rückläufiges Kerzen-Muster gebildet, was die Annahme unterstützt, dass der 3-Monats-Widerstandswert standhalten wird. Unterstützung findet sich bei 1,4015, 1,3835 und 1,3780 von der steigenden Trendlinie vom Juni-Tief in 2010.
GBP/USD
Nachdem er bis auf 1,5780, den 38% Rückführungswert der Bewegung von Mai 2010 bis April 2011, abgesunken war, hat die Paarung einen Durchbruch oberhalb der Halslinie der Kopf-Schulter-Formation und der fallenden Widerstandslinie von den April- und Mai-Hochs erzielt. Die Paarung fand jetzt Widerstand bei der zuvor durchbrochenen Trendlinie vom Mai-Tief in 2010, was jetzt bei 1,6360 als Anfangswiderstand dient. Eine Bewegung oberhalb dieser Linie dürfte sich am Mai-Hoch bei 1,6545 versuchen, obwohl Rückläufigkeit beim Pfund Sterling Widerstand vor dem April-Hoch von 1,6745 leisten dürfte. Andererseits findet sich Unterstützung bei dem Kreuzungswert der Halslinie und des vorigen Widerstandswert der April- und Mai-Hochs von 1,6190. Zusätzliche Unterstützung findet sich bei 1,6000 und dem Juli-Tief von 1,5780.
USD/JPY
Das Wiedererstarken des Yen brachte die USD/JPY-Paarung einen Schritt näher an das Rekordtief von 76,11. Ein fallender Slow Stochastic auf dem Monats-, Wochen- und Tages-Chart deutet auf weitere Rückläufigkeit bei dieser Paarung hin. Anfängliche Unterstützung findet sich bei 78,20, gefolgt von der unteren Linie der fallenden Keil-Formation vom Dezember 2008, deren Wert bei 77,50 liegt. Eine Bewegung darüber hinaus dürfte Widerstand bei 79,60 und 81,50 finden.
USD/CHF
Ein Versuch die USD/CHF-Paarung nach oben zu drücken traf beim Wert von 0,8270 auf Widerstand. Da sie nicht in der Lage ist die Kursgewinne zu halten, sieht es so aus, als würde sich die Paarung am jüngsten Rekordtief von 0,8080 versuchen. Ein jeglicher Versuch die Paarung nach oben zu drücken dürfte sehr wahrscheinlich bei 0,8270 und 0,8385 von der fallenden Trendlinie von dem Februar-Hoch auf Widerstand stoßen. Entsprechend Wertverkäufe der Paarung dürften auch bei 0,8550 ins Spiel kommen.
Die Wild-Card
AUD/USD
Der australische Dollar stieg auf höchsten Kurs seit 30 Jahren, nachdem der Verbraucherpreisindex im 2. Quartal um 0,9% angestiegen war, gegenüber einer allgemeinen Erwartung von 0,7%. Einen zusätzlichen Aufschwung erfuhr der AUD, als Händler ihre Erwartungen für eine später im Jahr erfolgende Leitzinsanhebung zurückschrauben mussten. Forex-Händler sollten bedenken, dass das nächste Ziel für die AUD/USD-Paarung der glatte Wert von 1,1100 ist. forex
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 14:55 | USD | Revised UoM Consumer Sentiment | 77.8 | 77.7 | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Inflation Expectations | 3.1% | - | - | ![]() | ||




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