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Donnerstag, 4 Sep 2008
Dollar verstärkt während restliche Währungen straucheln
Der USD wurde gestern von einigen Ereignissen positiv beeinflusst, die sich nach der Veröffentlichung schlecht ausgefallener Wirtschaftsdaten aus der Eurozone ergaben. Darüber hinaus brachte der Preissturz des Rohöls, der sich nach Eintreffen von Hurrikan "Gustav" auf dem amerikanischen Festland einstellte, dem USD Aufschwung. Der Tropensturm hatte verhältnismäßig wenig Schaden an den Ölanlagen der Golfküste angerichtet.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Widerstandskraft | 1.4565 | 1.7830 | 108.90 | 1.1130 | 0.8405 | 0.8245 |
| 1.4545 | 1.7810 | 108.70 | 1.1110 | 0.8385 | 0.8225 | |
| 1.4515 | 1.7780 | 108.40 | 1.1090 | 0.8355 | 0.8195 | |
| Support | 1.4455 | 1.7720 | 107.80 | 1.1030 | 0.8295 | 0.8135 |
| 1.4425 | 1.7690 | 107.50 | 1.1000 | 0.8265 | 0.8105 | |
| 1.4405 | 1.7670 | 107.30 | 1.0980 | 0.8245 | 0.8085 |
Wirtschafts News
USD - Gestärkter Dollar vor dem ADP-Bericht des Nonfarm Employment-Wechsels (NFP)
Für den USD ergaben sich im gestrigen Handel gemischte Ergebnisse. Dabei konnte die US-amerikanische Währung ihren Wertzuwachs gegen einige Währungsgegner weiter ausbauen. Der USD wurde dabei von Ereignissen positiv beeinflusst, die sich nach der Veröffentlichung schlecht ausgefallener Wirtschaftsdaten aus der Eurozone ergaben. Darüber hinaus brachte der Preissturz des Rohöls, der sich nach Eintreffen von Hurrikan "Gustav" auf dem amerikanischen Festland einstellte, dem USD Aufschwung. Der Tropensturm hatte verhältnismäßig wenig Schaden an den Ölanlagen der Golfküste angerichtet.
Abgesehen davon gaben die US-Auftragseingänge der Industrie einen höheren Anstieg als erwartet aus, der im Juli bei 1,3% lag. Das ließ das EUR/USD-Paar sofort auf die 1,4485-Marke zurückgehen, das niedrigstes Level seit Januar, bevor es im weiteren Tagesverlauf sogar bis auf 1,4383 fiel. Gegen den JPY ließ der USD um 0,5% nach und notierte bei 108,12.
Insgesamt ging der Dollar gestärkt aus den letzten Wochen hervor. Weiterhin profitiert die Währung der USA von globalen Wirtschaftssorgen. Dies zeigt sich insbesondere im Verhalten der Anleger, die eifrig in Dollar-Long-Positions investieren und diese gegenüber anderen Währungen, deren Nation nach der Hypothekenkrise weiter im Rückstand liegen, bevorzugen. Auch im morgigen Handel könnten sich für den USD neue Impulse ergeben. Sowohl die EZB als auch die Bank of England werden jeweils ihre Entscheidung in Bezug auf die Zinssätze treffen. Beide Nationen werden ihren Leitzins erwartungsgemäß unverändert belassen.
Für heute steht gleich eine ganze Reihe von Veröffentlichungen aus der US-Wirtschaft an. Wichtigster Indikator darunter stellt der äußerst bedeutende ADP-Bericht des Nonfarm Employment-Wechsels (NFP) dar. Des Weiteren stehen folgende Indizes auf dem Wirtschaftskalender: Die Arbeitslosenrate, der ISM Non-Manufacturing PMI sowie die Rohölbestände. Der Arbeitsmarktdienstleister Automatic Data Processing (ADP) misst im NFP den Wechsel der Anzahl neuer Arbeitsplätze (exkl. der Pharmaindustrie und Regierung) während des vorangegangenen Monats. Diese Zahlen werden bei -30.000 erwartet, während der Index im Vormonat noch bei 9.000 lag und sich somit negativ auf den zinsbullischen Trend des USD auswirken könnte. Dabei sei jedoch zu beachten, dass der ADP-Bericht in den vergangenen Monaten ungenaue Schätzungen der NFP-Zahlen ausgegeben hatte. Für die überaus wichtige Arbeitslosenquote, einer der einflussreichsten Indikatoren für den USD, wird von Experten ein Rückgang um 3.000 Anträge, im Vergleich zur Vorwoche erwartet. Demnach liegt die Prognose bei 425.000 Anträgen. Der ISM soll sich leicht von 49,5 im vergangenen Monat auf 49,4 verschlechtern, jedoch den aktuellen positive Impuls des USD, wie auch die vorgenannten Indikatoren, nicht aufhalten. Die Rohölvorräte werden voraussichtlich ebenfalls positive Zahlen ausgeben und zum Fortbestehen der fallenden Rohölpreise beitragen. Sollten sich am heutigen Handelstag keine weiteren Überraschungen ergeben, wird sich der Aufwärtstrend des Dollar voraussichtlich vor Freitag noch einmal fortsetzen. Morgen werden äußerst wichtige Wirtschaftsdaten aus den USA erwartet.
EUR - Auf dem Weg zum konjunkturellen Abschwung - EUR bei Achtmonatstief gegen USD
Der EUR hatte gestern überwiegend Verluste gegen seine Währungsgegner zu verzeichnen. Dabei stürzte der EUR auf ein Achtmonatstief gegen den USD, nachdem die ausgegebenen Einzelhandelsumsätze der Eurozone überraschend um 0,4% gesunken waren und die europäische Währung empfindlich trafen. Die veröffentlichten Daten verdeutlichten, dass die Wirtschaftsleistung in der Eurozone im zweiten Quartal um 0,2% zurückgegangen war. Experten vermuten, dass diese Entwicklung sich auch im dritten Quartal fortsetzen könnte. Wieder einmal verstärken sich die Befürchtungen, dass sich zukünftig ein konjunktureller Abschwung für die Eurozone einstellen könnte.
Die Erwartungen steigen allerdings in Hinsicht auf die heutige EZB-Bekanntgabe zum Leitzins. Die EZB zeigt sich mittlerweile beunruhigt über die zunehmende Inflation sowie die steigenden Preise in der Eurozone. Sollten sich diese Entwicklung fortsetzen, werde die EZB mit verschärften Regelungen reagieren. Experten gehen jedoch davon aus, dass die Währungshüter den Leitzins unverändert belassen werden.
Des Weiteren stehen heute Deutschlands Industrie-Auftragseingänge um 10:00 GMT auf dem Wirtschaftskalender. Diese werden voraussichtlich, nach einem 2,95%igen Rückgang im Vormonat um 0,4% ansteigen. Im weiteren Verlauf wird die EZB in einer Pressekonferenz ihren Zinsbeschluss erläutern. Wie zuvor erwähnt, wird EZB-Präsident Trichet den Zinssatz voraussichtlich bei 4,25% belassen. In Erwartung an eine zinsbullisch geprägte Rede seitens Trichet, könnte der EUR heute endlich wieder leichte Anzeichen eines Aufschwungs vernehmen lassen - zumindest ergeben sich im Anschluss an eine solche Pressekonferenz in der Regel heftige Marktvolatilitäten. Anleger sollten die heutigen Wirtschaftsnachrichten dementsprechend aufmerksam verfolgen und sich auf hohe Kursschwankungen einstellen.
JPY - Wenn der EUR fällt steigt der Yen?
Der Handelstag des JPY war gestern von überwiegend zinsbullischen Tendenzen geprägt. Der auffälligste Wertzuwachs konnte dabei gegen den EUR beobachtet werden. Das Paar fiel um 100 Punkte bis auf die 156,00-Marke.
Die japanische Wirtschaft selbst veröffentlichte gestern keine Wirtschaftsindikatoren.
Japans Währung konnte sich gestern gegenüber ihren Währungskontrahenten behaupten, nachdem Anleger sich einig wurden, dass die EZB ihren Leitzins voraussichtlich nicht anheben werde. Als Ergebnis dessen, werden ausländische Käufer japanischer Waren ihre Geschäfte in Yen tätigen, was wiederum den JPY auf lange Sicht stärken sollte.
Die einzigen Daten, die heute aus Japan veröffentlicht werden sind die Capital Spending (Kapitalaufwand), die bei einer Zuwachsrate von 1,2% ausgegeben werden sollen. Diese Zahl würde maßgeblich im Gegensatz zum 3%igen Rückgang des ersten Quartals stehen. Allem Anschein nach könnte der JPY heute von den zu erwartenden Kursschwankungen des USD und EUR profitieren. Dementsprechend sollten Anleger ihr Augenmerk insbesondere auf die Veröffentlichungen aus den USA und der Eurozone richten, da diese die Entwicklungen des Yen am heutigen Donnerstag bestimmten werden.
Rohöl - Trotz Produktionseinschränkungen bleiben Rohölpreise auf dem Abwärtstrend
Angesichts der Erleichterung über das geringe Ausmaß an Schäden, die Hurrikan "Gustav" letztendlich angerichtet hatte, blieb es auf den Rohölmärkten verhältnismäßig ruhig. Trotz Einschränkungen der Erdölproduktion um 95,8% und der Erdgasproduktion um 91,6% am Golf von Mexiko, setzten die Rohölpreise ihren Abwärtstrend insgesamt fort. Laut Stellungnahme der OPEC, nehme die Ölversorgung weniger Einfluss auf die Preisbildung als geopolitische Entwicklungen sowie ein geschwächter USD. Über dem Atlantik brauen sich bereits neue Stürme zusammen, was die Anleger in Sorge versetzt. Dennoch befinden sich die Rohölpreise bei einem sich stärkenden USD und einer rückläufigen Nachfrage weiterhin im Abwärtstrend.
Auch gestern gingen die Preise, wenn nur leicht, zurück: Das Barrel wird mittlerweile bei $109,07 gehandelt. Solange der Dollar Aufwärtstendenzen verzeichnet, wird sich die Abwärtstendenz der Rohölpreise voraussichtlich fortsetzen. Nachdem "Gustav" nun überstanden ist, richtet sich die Aufmerksamkeit der Anleger wieder auf den nachlassenden Bedarf des Rohöls und weiterer Rohstoffe.
Technische News
EUR/USD
Nachdem dieses Paar gestern auf einen Tiefstand von 1,4383 gefallen war, haben sich EUR/USD zurzeit um die 1,45-Marke konsolidiert. Auf der 4-Stunden-Chart zeichnet sich ebenfalls ein Abwärtstrend ab. Hohe Kursschwankungen sind deutlich zu erkennen, insbesondere nachdem die 1,4400-Marke durchbrochen wurde. Der Kurs wird vermutlich weiter bis auf eine Handelsspanne zwischen 1,4500 und 1,4300 zurückgehen. Allem Anschein nach wird sich der Abwärtstrend dieses Paares also bis zum Wochenende fortsetzen.
GBP/USD
Dieses Paar gibt nach wie vor rückläufige Signale aus, wobei Kursschwankungen etwas zurückgegangen sind. GBP/USD bewegen sich richtungslos um EMA 50 und 100. Auch die sich verengenden Bollinger Bands sowie die Elliott-Wellen auf der 4-Stunden-Chart deuten auf ein Fortbestehen der Abwärtstendenz hin.
USD/JPY
Sowohl auf der Tages- als auch auf der Stunden-Chart lässt sich erkennen, dass sich der aktuelle Abwärtstrend dieses Paares fortsetzen wird, was USD/JPY noch im Laufe des Tages bis auf die 107,00-Marke bringen könnte. Momentum und RSI sind beide abwärts geneigt, was ein Hinweis auf weitere Abwärtstendenzen sein könnte. Eine Short-Position könnte das Risiko hier minimieren.
USD/CHF
Laut 4-Stunden-Chart wird dieses Paar bereits seit einigen Tagen in einer relativ breiten Spanne gehandelt. Bislang konnte kein bedeutender Durchbruch der 1,1200-Marke verzeichnet werden. Auch die Stunden-Chart gibt weiterhin gemischte Signale aus. Die Tages-Chart wiederum lässt eine maßvolle zinsbullische Neigung erkennen, die noch etwas Potential in sich trägt.
Die Wild-Card
Rohöl
Der Abwärtstrend dieses Rohstoffs setzt sich in vollem Umfang fort, während Öl bereits um die 109-Marke gehandelt wird. Auf der Tages-Chart wird deutlich, dass dieser Trend noch nicht vollständig ausgeschöpft ist. Der RSI bewegt sich auf der 4-Stunden-Chart um die 50, was Forex -Anlegern eine gute Gelegenheit bietet, sich dem Trend bei einem nach wie vor stark rückläufigen Momentum beizutreten.
| Datum | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01/08 | 12:00 | GBP | Official Bank Rate | 2.00% | 1.50% | 1.50% | ![]() | |
| 13:30 | USD | Unemployment Claims | 492K | 545K | - | ![]() | ||
| 15:00 | CAD | Ivey PMI | 40.2 | 37.5 | - | ![]() | ||
| 15:30 | USD | Natural Gas Storage | -143B | -78B | - | ![]() | ||
| 16:00 | USD | President-Elect Obama Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 17:50 | CAD | Gov Council Member Duguay Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 18:30 | USD | Assist Treasury Sec Kashkari Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 19:00 | EUR | ECB President Trichet Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 20:00 | USD | Consumer Credit | m/m | -3.5B | -0.5B | - | ![]() | |
| 01/09 | 05:00 | JPY | Leading Indicators | 85.2% | 81.4% | - | ![]() | |
| 07:00 | EUR | German Retail Sales | m/m | -2.2% | 0.4% | - | ![]() | |
| 07:45 | EUR | French Industrial Production | m/m | -2.7% | -0.7% | - | ![]() | |
| 07:45 | EUR | French Trade Balance | -7.1B | -5.0B | - | ![]() | ||
| 09:30 | GBP | Manufacturing Production m/m | m/m | -1.4% | -0.5% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | PPI Input | m/m | -3.3% | -2.0% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | Industrial Production | m/m | -1.7% | -0.5% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | PPI Output | m/m | -0.7% | -0.7% | - | ![]() | |
| 10:00 | EUR | Retail Sales | m/m | -0.8% | 0.1% | - | ![]() | |
| 11:00 | EUR | German Industrial Production | m/m | -2.1% | -2.0% | - | ![]() |


Official Bank Rate


















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