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Friday, 16 Jul 2010

Dollar vor Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise

Die um 14:30 Uhr zur Veröffentlichung ausstehenden US-Verbraucherpreise für Juni sind der erste Konjunkturindikator am heutigen Freitag, der den USD-Trend beeinflussen kann. Weitere wichtige Indizes werden den Forex-Handel mitbestimmen, darunter: US-Saldo, Wertpapierkäufe und -verkäufe ausländischer Investoren (Mai) um 15:00 Uhr sowie der Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan (Juli) um 15:55 Uhr. Anlegern könnten sich im Anschluss an diese kursbewegenden Indizes gute Handelsgelegenheiten bieten.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdownnodowndowndownup
Wochentendenzupupdowndownnoup
Resistance1.29971.550887.941.05240.88510.8459
1.29651.547687.611.04920.88190.8428
1.29301.544587.301.04600.87880.8399
Support1.28691.538486.691.03990.87210.8334
1.28381.535386.381.03670.86900.8302
1.28041.532186.021.03350.86610.8271

Wirtschafts News

USD - Schwache Konjunkturdaten bringen USD unter Druck

Der USD wertete am Donnerstag gegen einen Großteil der Hauptwährungen ab, als schwache US-Konjunkturdaten aus den USA die Sorge um die tatsächliche Stärke der Wirtschaft im Land bestätigten. Bis Handelsschluss gab der USD um 1,5% gegen den EUR bis auf 1,2940 nach und markierte somit ein neues 2-Monatstief. Ähnlich verhielt sich der Dollar zum Britischen Pfund und schloss hier bei 1,5455.
Wieder enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA brachten den Dollar unter Druck. Laut US-Arbeitsministerium am Donnerstag sanken die Erzeugerpreise im Juni überraschend deutlich und im Vormonatsvergleich um 0,5%. Erst am Vortag hatten die FOMC-Mitglieder nach ihrem letzten Treffen die Notwendigkeit weiterer konjunktureller Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft in den USA angedeutet. Der EUR profitierte von den wiederkehrenden Sorgen um die US-Konjunktur am Markt und kletterte auf seinen höchsten Stand zum USD seit Mai.
Ein weiterer bedeutender Indikator am Donnerstag waren die US-Arbeitslosenerstanträge. Das Ergebnis fiel hier überraschend positiv aus: Laut US-Arbeitsministerium in Washington ist in den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend deutlich gesunken. Dabei ist die Anzahl der Antragsteller um 29.000 auf 429.000 zurückgegangen.
Heute sollten USD-Händler ihr Augenmerk auf die Verbraucherpreise und die Kernrate der Verbraucherpreise für Juni richten. Beide Indizes werden um 14:30 Uhr ausgegeben. Experten erwarten einen minimalen Anstieg der Preise im Vergleich zum Vormonat. Händler legen viel Wert auf die US-Verbraucherpreise, da diese in starker Korrelation mit dem Wert des USD stehen. Des Weiteren erwarten Anleger um 15:55 Uhr mit Spannung den Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan für Juli in der 1. Umfrage, der ebenfalls großen Einfluss auf den USD nehmen kann.

EUR - EUR/USD markiert 2-Monatshoch

Der EUR wertete im gestrigen Handel gegen einen Großteil seiner Hauptgegenwährungen auf und bewies, dass sich die europäische Gemeinschaftswährung für den Augenblick stabilisiert und Anleger sich hier womöglich wieder auf konstante Gewinne verlassen können. Die Währung der 16 Nationen baute ihre Kursgewinne gegenüber dem USD aus und wurde im weiteren Tagesverlauf um ein neues 2-Monatshoch bei 1,2940 gehandelt. Zuvor war der Juli-Index des Philadelphia Federal Reserve unerwartet deutlich gefallen. Gegenüber dem JPY ließ sich ein ähnlicher EUR-Trend beobachten. Die europäische Währung schloss hier bei 113,10.
Der von Volkswirten viel beachtete Geschäftsklimaindex der Fed-Regional-Notenbank von Philadelphia ist im Juli von 8,0 Punkten im Vormonat auf 5,1 Punkte gesunken. Experten hatten eine Zunahme auf 10,1 Punkte erwartet.
Seit ihrer kräftigen Abwertung im Juni und einem Rekordtief bei $1,19, ausgelöst von der anhaltenden Kreditkrise innerhalb der Eurozone, legte die europäische Einheitswährung EUR um über 8% zu. Positiv verlaufene Auktionen griechischer, spanischer sowie portugiesischer Staatsanleihen trafen in den letzten Handelswochen wiederholt auf gute Aufnahmen und beruhigten die Märkte.

JPY - Yen uneinheitlich gegenüber Hauptwährungen

Für den japanischen Yen ergab sich gestern ein eher wechselhafter Handel. Dabei blieb Japans Währung überwiegend unverändert gegenüber dem CHF und notierte hier um die Marke von 83,85. Gegen den USD wurde der JPY fester gehandelt und schloss bei 87,50.
Der JPY-Kurs wird aktuell vorwiegend von den Tendenzen seiner primären Währungspaare bestimmt. Allem Anschein nach werden USD und EUR ihren volatilen Handel, insbesondere gegenüber dem japanischen Yen, für heute fortsetzen. JPY-Anleger sollten ihr Augenmerk auf Nachrichten aus den USA und Europa richten. Von besonderer Bedeutung für den Yen sind dabei die US-Verbraucherpreise um 14:30 Uhr. Darüber hinaus könnte es hilfreich sein, auch unplanmäßige Stellungnahmen von der japanischen Regierung zu verfolgen, die dem JPY zusätzliche Volatilität verleihen können.

Rohöl - Negativ-Daten aus den USA drücken Ölpreise

Am Donnerstag rutschte der Ölpreis bis auf die Marke um $77 pro Barrel, nachdem die Zweifel der Händler an der Nachfrageerholung für Rohöl von negativen Konjunkturdaten aus den USA verstärkt wurden. Im Tagesverlauf fielen die Preise sogar bis auf $75,80, erholten sich jedoch zu später Handelsstunde bis auf $77,35.
Im Monat Juli wurde Rohöl bislang zwischen $70 und $80 gehandelt. Doch seit Dienstag entwickeln sich die Ölpreise in einer engen Spanne seitwärts. Marktbeobachter sprechen von einer geringen Nachfrage, die hinter den bisherigen Erwartungen zurückbleibt.
Gestützt wurden die Ölpreise jedoch vorerst wieder von den Rohöllagerbeständen in den USA, die in der vergangenen Woche erneut gesunken sind. Laut US-Energieministerium am Mittwoch waren die Vorräte an Rohöl um 5,1 Mio. Barrel auf 353.1 Mio. Barrel zurückgegangen.

Technische News

EUR/USD

Die Aufwärtstendenzen für EUR/USD halten an. Der Preis des Paares notiert mittlerweile oberhalb des oberen Bereichs der Handelsspanne, in der das Cross seit Anfang Juni handelt. Die Notierung lag somit auch oberhalb der 100-Tage-Linie des Simple-Moving-Average (SMA). Der 10-Tage-RSI tendiert stark aufwärts und deutet somit darauf hin, dass das Momentum aufwärts gerichtet ist. Der nächste Widerstand liegt knapp unter 1,3100.

GBP/USD

Das britische Pfund Sterling zählte gestern zu den Gewinnern des Devisenhandels. GBP/USD schloss oberhalb des 23,6%-Fibonacci-Retracement-Level des langfristigen Abwärtstrends. Gleichzeitig lag die Notierung oberhalb der Trendlinie zum Langzeit-Abwärtstrend, der im Juli 2008 einsetzte. Händler könnten hier auf steigende Kurse bei einem Minimalziel um den Widerstand bei 1,5520 setzen.

USD/JPY

Gestern konnte für USD/JPY ein drastischer Kursabfall bis zur Unterstützung bei 87 beobachtet werden. Die Marke entspricht einem neuen Jahres-Rekordtief. Die Abwärtstendenz des Momentums scheint sich Mangels eines technischen Widerstandes auf den Charts fortzusetzen. Möglicherweise rutscht das Paar noch bis auf sein im November 2009 erreichtes Rekordtief bei 84,80 ab.

USD/CHF

Dieses Paar hat gestern die Kurzzeit-Widerstände bei 1,0480 und 1,0430 unterschritten und setzte somit der kurzfristigen Konsolidierung, die sich für USD/CHF jüngst ergeben hat, ein Ende. Der nächste Richtpreis könnte beim 74,6%-Fibonacci-Retracement-Level des vorausgegangenen Aufwärtstrends um 1,0350 angesetzt werden.

Die Wild-Card

Rohöl

Auf der Tages-Chart lassen sich zwei Candlestick-Muster erkennen, die ein Nachlassen des jüngsten Aufwärtstrends für Rohöl signalisieren. Den Mittwochhandel beendete der Rohstoff bei leichten Kursgewinnen. Eine Doji-Candlestick-Anordnung kündigte jedoch bereits eine kurzfristige Kursschwäche an. Am Donnerstag ergaben sich starke Kursschwankungen: Rohöl fiel zunächst bis auf die Unterstützung bei 75,80 zurück, kletterte im Anschluss bis auf die Marke von 78,06 und bildet somit eine Long-Legged Doji-Anordung. Die Unentschlossenheit der Händler in Bezug auf Rohöl ist nicht zu übersehen. Die jüngsten Aufwärtstendenzen sind eher schwankend. CFD- Forex -Händler könnten ihre Stopps auf Long-Positionen heute enger stecken, um bei Rohöl auf Nummer sicher zu gehen.

Aktuelle Zeit: 05/25 09:43 GMT
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14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
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