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Freitag, 31 Okt 2008
Dollarkurs steigt, während Europas Aktienmärkte einbrechen
USD-Volatilität setzt sich fort, und EU-Verbraucherpreise sinken. Die Inflationsgefahr bleibt bestehen.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Widerstandskraft | 1.2765 | 1.6290 | 97.85 | 1.1550 | 0.6690 | 0.7920 |
| 1.2745 | 1.6270 | 97.65 | 1.1530 | 0.6670 | 0.7900 | |
| 1.2715 | 1.6240 | 97.35 | 1.1500 | 0.6640 | 07870 | |
| Support | 1.2655 | 1.6180 | 96.75 | 1.1440 | 0.6580 | 0.7810 |
| 1.2625 | 1.6150 | 96.45 | 1.1410 | 0.6550 | 0.7780 | |
| 1.2605 | 1.6130 | 96.25 | 1.1380 | 0.6530 | 0.7760 |
Wirtschafts News
USD - US-Bruttoinlandsprodukt stärkt Dollarkurs
Gestern ergaben sich für den USD große Schwankungen, nachdem die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt besser als erwartet ausgefallen waren. Dabei legte der USD um über 370 Punkte zum EUR zu, während der GDP die größten Verluste in sieben Jahren verzeichnete. Das US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im dritten Quartal um 0,3 Prozent rückläufig. Diese Entwicklung kann diesmal auf die stark gesunkenen Verbraucherausgaben zurückgeführt werden. Der private Verbrauch macht allein durchschnittlich 70% des BIP aus.
Anleger deuteten die überraschenden Zahlen des BIP als ein positives Zeichen für die US-Wirtschaft, die womöglich stabiler sei als gedacht. Experten erwarteten zuvor eine Verschlechterung des BIP von 0,5%. Nach der Veröffentlichung stürzten sich einige Anleger auf Dollar-Positionen, was den USD in die Höhe trieb.
Für den zweiten Tag in Folge durchlebt das Kurspaar EUR/USD bereits ungewöhnliche Preissprünge. Noch vor zwei Tagen verlor der Dollar angesichts der Leitzinssenkung um einen halben Prozentpunkt durch die US-Notenbank über 500 Punkte. Die außerordentlichen Preisbewegungen der Hauptwährungen bilden die Antwort auf die neu entstandenen Marktkonditionen, die sich derzeit aus der globalen Finanzkrise ergeben. Triebfeder dafür war die amerikanische Investmentbank Lehman Brothers Inc., die im September Insolvenz anmeldete.
USD-Anleger sollten ihr Augenmerk auf das Kurspaar EUR/USD richten, das derzeit unter großen Kursschwankungen leidet, sich jedoch in absehbarer Zeit stabilisieren müsste. Dabei werden neue Unterstützungs- sowie Widerstandslevel festgelegt. Vorher könnten sich Anleger diese extremen Kursbewegungen zu Nutze machen. Hier bieten sich großartige Handelsgelegenheiten. Der Dollar könnte noch vor dem Wochenende einen weitern Gewinnzuwachs zum EUR verzeichnen und bei 1,2760 schließen.
EUR - EUR kann Kursgewinne nicht halten
Der EUR hat mittlerweile seinen Wertzuwachs der vergangenen zwei Tage verloren. Angesichts der US-Leitzinssenkung durch die amerikanische Notenbank, konnte sich der EUR deutlich erholten. Heute wiederum waren die positiv ausgefallenen Zahlen zum US-BIP für den EUR zerschmetternd.
Darüber hinaus fiel das Verbrauchervertrauen in der Eurozone in diesem Monat stark. Der inflationäre Druck hat sich bislang bei der anhaltend schwachen europäischen Wirtschaft nicht in Luft aufgelöst. Nach wie vor geht es hauptsächlich um die Ankurbelung des Wirtschaftswachstums. Hier könnten sich neue Forderungen nach einer Senkung der Zinssätze für die Eurozone ergeben. Die EZB plant ihre Abstimmung über eine solche am 6. November zu halten. EZB-Chef Jean Claude Trichet hat in den vergangenen Tagen bereits bestätigt, dass er eine Änderung des Leitzinses für möglich halte. Über die Höhe der Senkung sei man sich jedoch noch nicht einig. Anleger, die sich vor einer Senkung der Leitzinsen um 0,5% fürchten, zeichnen teilweise für den derzeitig schwachen Kurs des EUR verantwortlich.
Für heute werden einige wichtige Wirtschaftsdaten aus der Eurozone erwartet. Besondere Aufmerksamkeit sei den vorläufigen Zahlen zum Verbraucherpreisindex zu verleihen, deren Veröffentlichung auf 10:00 MGZ angesetzt ist. Dieser Bericht wird am letzten Geschäftstag eines jeden Monats ausgegeben. Vorausgegangene Erfahrungen haben gezeigt, dass die Finanzmärkte extrem sensibel auf unerwartete Indexveränderungen reagieren, wird dieser Indikator zu früh veröffentlicht. EUR-Anleger sollten außerdem die für heute anstehenden Wirtschaftsdaten aus den USA beobachten, da jede Kursveränderung des USD sich derzeit unmittelbar auf den EUR auswirkt.
JPY - BoJ senkt Leitzinsen auf 0,3%
Den JPY traf gestern der heftige Verlust von 183 Punkten zum Dollar empfindlich. Die japanische Währung notierte anschließend bei 98,44. Auch die Erholung der US-Aktienmärkte half den Yenkurs zu senken. Während die Aktienmärkte ihre jüngst erfahrenen Verluste wieder ausgleichen, verlagern Investoren ihre JPY-Positionen auf Gewinn trächtigere Vermögenswerte.
Die japanische Zentralbank hat erstmals seit über sieben Jahren ihren Leitzins gesenkt: von 0,5% auf 0,3%. Dabei hat sich Japan den globalen Bemühungen angeschlossen, die derzeit vorherrschende Finanzkrise in einer koordinierten Maßnahme zu bekämpfen. Dieser Schritt wird jedoch voraussichtlich wenig Einfluss auf die wirtschaftliche Lage nehmen. Außerdem verkündete Ministerpräsident Taro ein neues Programm zur Rettung der Wirtschaft. Dieses soll Steuersenkungen sowohl für die Verbraucher als auch das Gewerbe umfassen. Japans Wirtschaft ist derzeit schwer vom extremen Wertzuwachs des JPY getroffen, der das auf den Export basierende Wirtschaftssystem kräftig ins Schleudern bringt.
Experten zweifeln an der Effektivität des neuesten Rettungspakets der japanischen Regierung. Der durchschnittliche japanische Verbraucher hat die Tendenz außerplanmäßiges Geld zu sparen, anstatt es auszugeben. Infolgedessen könnte sich die Hilfestellung sogar negativ auf den JPY auswirken und der asiatischen Währung Verluste gegenüber ihren Kurspaaren einbringen.
Rohöl - Verringerte Wirtschaftsleistung senkt Ölpreise
Wieder einmal ist der Preisrückgang mit der Sorge der Anleger vor einem weiteren starken Abrutschen der Weltwirtschaft zu erklären. Darüber hinaus wird eine zusätzliche Produktionsdrosselung der OPEC befürchtet.
Gestern fielen die Ölpreise um mehr als $5,16. Diese schlossen bei $64,52 pro Barrel. Der Rückgang der Ölnachfrage drückt die Preise unaufhörlich nach unten. Die schwachen Konjunkturdaten des BIP aus den USA bestätigen hierbei die Anlegersorgen. Bis Handelsschluss könnten die Ölpreise noch heute bis auf $55-$65 pro Barrel sinken.
Technische News
EUR/USD
Allem Anschein nach hat dieses Paar seine zinsbullische Korrigierung beendet, nachdem es die 1.3300-Marke erreicht hat. Das Abwärtsmomentum ist bereits in vollem Umfang aufgenommen. Inzwischen sind alle Oszillatoren der 4-Stunden-Chart abwärts gerichtet, was ein Zeichen dafür sein kann, dass die Abwärtsbewegung weiteres Potential in sich trägt und der nächste Richtpreis bei 1,2600 liegen könnte.
GBP/USD
Dieses Paar ist gestern um 400 Punkte gefallen und wird derzeit um die 1,6250 gehandelt. Das rückläufige Kreuz des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart verdeutlicht, dass die derzeitige Tendenz nach wie vor rückläufig ist. Für heute könnte es richtig sein, zu verkaufen.
USD/JPY
Dieses Paar unterliegt bereits seit einer Weile hohen Kursschwankungen, ohne erkennbare Ausrichtung. Dennoch deutet die Anordnung auf der Tages-Chart auf einen bevorstehenden Abwärtstrend. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte die richtige Entscheidung für heute sein.
USD/CHF
Seitdem hier die 1,1200-Marke erreicht wurde, hat sich für dieses Paar ein äußerst starker Aufwärtstrend ergeben. Aktuell wird USD/CHF bei 1,1470 gehandelt. Die Stunden-Chart gibt ausschließlich zinsbullische Signale aus, was ein Zeichen dafür sein kann, das eine weitere Aufwärtsbewegung bevorsteht. Hier könnte Kaufen die richtige Strategie sein.
Die Wild-Card
EUR/CHF
Auf der 4-Stunden-Chart bildet sich eine eindeutig rückläufige Handelsspanne heraus, in deren Mitte das Paar mittlerweile schwankt. Ein rückläufiges Kreuz des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart verdeutlicht ebenfalls, dass der Abwärtstrend weiteres Potential in sich trägt. Hier bietet sich Forex -Anlegern eventuell eine gute Gelegenheit, bei einem äußerst gefragten Trend einzusteigen.
| Datum | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01/08 | 12:00 | GBP | Official Bank Rate | 2.00% | 1.50% | 1.50% | ![]() | |
| 13:30 | USD | Unemployment Claims | 492K | 545K | - | ![]() | ||
| 15:00 | CAD | Ivey PMI | 40.2 | 37.5 | - | ![]() | ||
| 15:30 | USD | Natural Gas Storage | -143B | -78B | - | ![]() | ||
| 16:00 | USD | President-Elect Obama Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 17:50 | CAD | Gov Council Member Duguay Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 18:30 | USD | Assist Treasury Sec Kashkari Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 19:00 | EUR | ECB President Trichet Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 20:00 | USD | Consumer Credit | m/m | -3.5B | -0.5B | - | ![]() | |
| 01/09 | 05:00 | JPY | Leading Indicators | 85.2% | 81.4% | - | ![]() | |
| 07:00 | EUR | German Retail Sales | m/m | -2.2% | 0.4% | - | ![]() | |
| 07:45 | EUR | French Industrial Production | m/m | -2.7% | -0.7% | - | ![]() | |
| 07:45 | EUR | French Trade Balance | -7.1B | -5.0B | - | ![]() | ||
| 09:30 | GBP | Manufacturing Production m/m | m/m | -1.4% | -0.5% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | PPI Input | m/m | -3.3% | -2.0% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | Industrial Production | m/m | -1.7% | -0.5% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | PPI Output | m/m | -0.7% | -0.7% | - | ![]() | |
| 10:00 | EUR | Retail Sales | m/m | -0.8% | 0.1% | - | ![]() | |
| 11:00 | EUR | German Industrial Production | m/m | -2.1% | -2.0% | - | ![]() |


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