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Friday, 29 Oct 2010

Dollarkurs vor US-BIP-Daten

Die um 14:30 Uhr zur Veröffentlichung ausstehenden BIP-Daten (3. Quartal) stellen den kursbewegendsten Konjunkturindikator aus den USA heute dar, der den USD-Trend beeinflussen kann. Weitere wichtige Indizes, insbesondere in Bezug auf USD und EUR, werden den Forex-Handel noch vor dem Wochenende mitbestimmen: Arbeitslosenquote in der Eurozone (September) um 11:00 Uhr sowie Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan (Oktober) um 15:55 Uhr. Anlegern könnten sich im Anschluss an diese marktbewegenden Indizes gute Handelsgelegenheiten bieten.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndownupupnodown
Wochentendenzdownupdownupdowndown
Resistance1.39801.603581.650.99600.98850.8825
1.39351.600081.300.99200.98400.8795
1.39001.596081.000.98900.98000.8750
Support1.38501.590080.250.98250.97250.8670
1.38151.587079.900.98000.97000.8625
1.37651.582079.550.97650.96650.8600

Wirtschafts News

USD - US-Dollar baut Verluste aus

Der US-Dollar baute seine Kursverluste der Vortage am Donnerstag weiter aus. Mit Spannung blicken Händler auf die am kommenden Mittwoch erwartete Entscheidung der US-Notenbank über weitere konjunkturstützende Maßnahmen. Bis Handelsschuss hatte der US-Dollar zum EUR um insgesamt 1% auf 1,3930 nachgegeben. Ähnliche Kursbewegungen konnten gegen das Britische Pfund beobachtet werden. Hier notierte die US-Währung bei 1,5940.

Die Spekulationen um den Umfang der erwarteten geldpolitischen Maßnahmen der US-Notenbank Federal Reserve sorgen am Markt für Verunsicherung, so Marktbeobachter. Händler und Analysten gehen inzwischen davon aus, dass die Fed ihre Geldpolitik in der nächsten Woche weiter lockern wird. Dabei handelt es sich voraussichtlich um ein zusätzliches Rückkaufprogramm für US-Staatsanleihen, um zusätzliche Liquidität für die Märkte bereitzustellen. Medienberichten zufolge wird die US-Notenbank die geplanten Maßnahmen nach der Sitzung des Offenmarktauschusses am kommenden Mittwoch verkündet.

Erfreuliche Nachrichten gab es gestern vom US-Arbeitsmarkt. Wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte, ist die Anzahl der Erstantragsteller auf Arbeitslosenhilfe im Wochenvergleich um 21.000 auf 434.000 zurückgegangen. Experten hatten hingegen mit 453.000 Anträgen gerechnet. Die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt entspannt sich zwar somit leicht, jedoch konnte das Ergebnis dem US-Dollar keine Unterstützung liefern.

Die heute zur Veröffentlichung ausstehenden BIP-Daten (3. Quartal) sowie der Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan (Oktober) werden voraussichtlich stärkeren Einfluss auf die US-amerikanische Währung nehmen. Die Ergebnisse könnten überraschend ausfallen, während unklar bleibt, welche Richtung der Dollar einschlagen wird. Viele Anleger bleiben daher in Bezug auf die heutigen Marktreaktionen unsicher. Sollten die Ergebnisse enttäuschen, könnte sich erneute Risikoaversion einstellen, die den Ankauf von US-Bundesanleihen antreibt und letzten Endes dem US-Dollar neuen Aufschwung verleiht. Ein Resultat, das die Prognosen der Experten übertrifft, könnte wiederum als Zeichen relativer wirtschaftlicher Stärke gedeutet werden und dem Dollar ebenfalls Auftrieb geben. Andererseits kann die Risikobereitschaft am Markt vorherrschen und somit Rohstoff-Anlagen sowie gewinnträchtige Währungen stützen, die Abwärtsdruck für die US-amerikanische Währung bedeuten. Auch heute bleibt es an den Finanzmärkten zunächst einmal aufregend.

EUR - EUR aufgrund steigender Aktienmärkte und schwachem Dollar fester

Der Euro verbuchte am Donnerstag erneut deutliche Kursgewinne gegenüber den Hauptwährungen und bewies damit, dass die europäische Einheitswährung für den Augenblick stabil ist und Anleger sich hier auf konstante Gewinne verlassen können. Die Währung der 16 Nationen baute ihre Gewinne gegen den USD am Donnerstag aus und schloss angesichts eines umfassenden Dollar-Verkaufs bei 1,3930. Gegenüber dem CHF konnten ähnliche Kursbewegungen beobachtet werden. Die EUR-Währung schloss hier bei 1,3690.

Der Euro stand am gestrigen Handelstag wiederholt unter dem Einfluss steigender globaler Aktienmärkte sowie eines schwächelnden US-Dollar. Der deutliche Anstieg an den US-Aktienmärkten veranlasste Investoren, wieder vermehrt in EUR zu investieren. Am Donnerstag orientierten sich die Marktteilnehmer verstärkt an risikoreichen und gewinnträchtigen Positionen.

Wichtigster Indikator aus der Eurozone für heute: Arbeitslosenquote Eurozone (September) um 11:00 Uhr. Experten erwarten eine Verbesserung der Daten im Vergleich zur vorherigen Lesung. Anleger sollten hier aufmerksam bleiben. Übertriff das Ergebnis die Erwartungen, könnte dies dem EUR noch vor dem Wochenende weiteren Aufschwung verleihen.

JPY - Japan bleibt dem Wirtschaftskalender heute fern - volatiler Handel erwartet

Für den japanischen Yen ergab sich gestern ein eher wechselhafter Handel. Dabei blieb Japans Währung überwiegend unverändert gegenüber dem EUR und notierte hier um die Marke von 112,80. Gegen den USD konnten Aufwärtstendenzen beobachtet werden. Der JPY kletterte hier um über 80 Punkte in die Höhe und schloss bei 80,90.

Händler sind über den jüngsten JPY-Kursanstieg erneut besorgt. Dieser mindert die Wettbewerbsfähigkeit japanischer Produkte im Ausland und schadet somit dem Verkaufswert. Die kontinuierliche Aufwertung zum Dollar, lässt sich unter anderem auf die Rückführung von Einnahmen in Übersee durch japanische Unternehmen in die regionale Wirtschaft zurückführen. Nutznießer dieser Marktentwicklungen ist erwiesenermaßen der JPY. In Asien wird darauf verwiesen, dass Investoren sowohl Dollar wie auch Euro gegenüber der heimischen Währung verkaufen.

Rohöl - Ölpreise steigen mit USD-Schwäche

Die Ölpreise an den internationalen Warenterminmärkten zeigten sich gestern kaum verändert bei leichten Aufwärtstendenzen. Weder gute Konjunkturdaten aus den USA noch der unerwartet starke Zuwachs von fünf Millionen Barrel bei Rohöl nahmen größeren Einfluss auf die Preise.

Heute Morgen in Asien sind die Ölpreise wieder etwas gefallen. Ein Fass US-WTI zur Lieferung im Dezember kostete $81,71 und somit $0,47 weniger als zu Handelsschluss am Donnerstag. Ein Fass der Nordsee-Brent fiel um $0,37 auf $83,22. Rohöl sowie viele andere Rohstoffe werden in US-Dollar bepreist und damit für Investoren günstiger, sobald sich die US-amerikanische Währung abschwächt. Die immer wieder zur Diskussion stehende Abschaffung des USD als Verrechnungseinheit für den weltweit führenden Rohstoff könnte fatale Auswirkungen auf die US-amerikanische Währung zur Folge haben.

Heute sollten Anleger ihr Augenmerk insbesondere auf die BIP-Daten aus den USA richten, die stets Einfluss auf die Ölpreise, insbesondere kurzfristig gesehen, haben.

Technische News

EUR/USD

Für EUR/USD ergaben sich gestern überwiegend Aufwärtstendenzen. Dieser Trend könnte jedoch mittelfristig bereits zu einem Ende kommen. Beispielsweise deutet der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart auf eine sich ankündigende Trendwende. Heutige Abwärtstendenzen werden ebenfalls vom Slow Stochastic der Wochen-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte sich also auszahlen.

GBP/USD

Die Tages-Chart gibt unterschiedliche Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Mittlerweile kreuzt der Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart abwärts und signalisiert somit eine Preiskorrektur nach unten innerhalb des nächsten Zeitfensters. Es gilt: bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, sobald der abwärts gerichtete Durchbruch erfolgt.

USD/JPY

Auf der 4-Stunden-Chart verdeutlicht das Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic, dass sich bald eine Kurskorrektur nach oben einstellen könnte. Die Aufwärtsausrichtung des Wochen-Chart-Momentums bestätigt diese Annahme. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte heute die richtige Entscheidung sein.

USD/CHF

Der Aufwärtstrend dieses Paares scheint nachzulassen. Mittlerweile konsolidiert sich USD/CHF um die Marke von 0,9850. Auf der Tages-Chart bewegt sich der RSI bereits im überkauften Bereich, was bestätigt, dass sich der jüngste Aufwärtstrend abschwächt und eine Kurskorrektur nach unten bevorsteht. Bei diesem Währungspaar könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.

Die Wild-Card

Gold

Der Goldpreis ist innerhalb der letzten Woche wieder deutlich gestiegen und erreicht mittlerweile die Marke von $1345,50 pro Feinunze. Inzwischen gibt der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart jedoch rückläufige Signale aus, was ein Zeichen dafür sein könnte, dass es bei Gold abwärts geht. Hier bietet sich Forex -Anleger eventuell eine großartige Gelegenheit, diesem Markt zu einer Phase von Kurskorrekturen und bei einem vorteilhaften Einstiegspreis beizutreten.

Aktuelle Zeit: 05/25 14:02 GMT
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14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
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