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Wednesday, 9 Dec 2009
Dubai- und Griechenland-Bedenken bringen USD auf 5-Wochen-Hoch
Am Dienstag kletterte der USD gegen den EUR und weitere Hauptwährungen auf seinen höchsten Stand der letzten 5 Wochen. Neu aufkommende Sorgen um die hohen Staatsdefizite Griechenlands und Dubai veranlassen Investoren, auf Anlagen zu setzen, die sich als krisenfest erweisen.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4810 | 1.6345 | 89.15 | 1.0340 | 0.9135 | 0.9140 |
| 1.4790 | 1.6325 | 88.95 | 1.0320 | 0.9115 | 0.9120 | |
| 1.4760 | 1.6295 | 88.65 | 1.0290 | 0.9085 | 0.9090 | |
| Support | 1.4700 | 1.6235 | 88.05 | 1.0230 | 0.9025 | 0.9030 |
| 1.4670 | 1.6205 | 87.75 | 1.0200 | 0.8995 | 0.9000 | |
| 1.4650 | 1.6185 | 87.55 | 1.0180 | 0.8975 | 0.8980 |
Wirtschafts News
USD - Bernanke-Anmerkungen lassen Dollar gegen Yen abrutschen
Zum EUR machte die US-Währung am Dienstag Boden gut. Hier handelte es sich offenbar um eine Short-Covering Rally als Antwort auf überraschend positive US-Arbeitsmarktdaten der vergangenen Woche. Dennoch blieben die USD-Tendenzen insgesamt leicht rückläufig. Weiterhin wirkten die Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke zur anhaltenden Konjunkturschwäche am Montag nach, die die Stimmung der Marktteilnehmer drückten. Entsprechend verzeichnet der USD gegen den japanischen Yen bis heute Kursverluste, gegen den EUR konnte die amerikanische Währung ihren Kurs zunächst kaum halten. Vorerst dämmte Bernanke die Sorgen am Markt vor einer schnellen Zinsanhebung ein. Die konjunkturelle Erholung bleibe nach wie vor schleppend und die USA kämpften weiterhin mit einem schwachen Arbeitsmarkt, so Bernanke. Dennoch hatten die US-Arbeitsmarktdaten am letzten Freitag die Märkte positiv überrascht und die Erträge für Staatsanleihen mit kürzeren Laufzeiten herabgesetzt.
Um ein halbes Prozent fiel der US-Dollar zu Japans Yen auf 89,01 Yen. Der USD hatte Ende November ein 14-Jahrestief zum Yen bei 84,82 markiert, als erste Sorgen um Dubais Schuldenberg Händler dazu veranlassten, Yen-Risikoanlagen aufzulösen, was wiederum das Währungspaar USD/JPY auf Talfahrt schickte. Vor dem letzten Wochenende setzte ein USD-Aufwärtstrend ein, der seinen Ursprung in überraschend starken US-Arbeitsmarktdaten hatte. Die Hoffnung der Marktteilnehmer auf eine frühe Normalisierung der amerikanischen Währungspolitik erhöhte sich von neuem.
Jegliche Kurssteigerung wurde jedoch gebremst, nachdem Pacific Investment Management Co., weltgrößter Anleihefonds, anmerkte, dass mit mehr USD-Schwäche zu rechnen sei und die Wertminderung dabei helfe, weltwirtschaftliche Ungleichgewichte zu beseitigen und das Wirtschaftswachstum in den USA anzukurbeln.
EUR - Angst vor weiteren Rating-Abstufungen belastet EUR-Handel
Nahe eines 5-Wochen-Tiefs handelte die europäische Gemeinschaftswährung gestern gegen den US-Dollar, nachdem Griechenland von der Ratingagentur Fitch in die zweitbeste Kategorie der Kreditwürdigkeit herabgestuft wurde. Somit erhielt der südeuropäische Mittelmeerstaat ein Rating von BBB+ mit negativem Ausblick und bildet bei den Einstufungen das Schlusslicht in der Eurozone.
Das Britische Pfund fiel bis auf den niedrigsten Stand in fast 2 Monaten gegen den USD. Wieder einmal war die Geldnot Dubais Auslöser: Möglicherweise müssen vom Staat kontrollierte Unternehmen in Dubai UK-Werte veräußern, um ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Dies könnte sich auf UK-Immobilien ausweiten. Entsprechend fiel das Pfund Sterling gestern um 0,5% auf ein Tagestief von $1,6376. Anleger erwarten mit Spannung die heutige Haushaltsrede von Schatzkanzler Darling in London sowie Daten zur Handelsbilanz für den Monat Oktober, deren Prognosen im Vorfeld düster ausgefallen sind.
Angesichts neuer Befürchtungen um weitere Abstufungen europäischer Mitgliedsstaaten durch Ratingangenturen, könnte der USD heute Boden gegen den EUR gutmachen, so Analysten.
JPY - Yen fester gegen Hauptwährungen
Die gestrige Abstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands durch die Ratingangetur Fitch sowie die Verlust des Dubaier Projektentwicklers Nakheel in Höhe von $3,65 Mrd. entmutigten Händler, in risikoreiche Anlagen zu investieren. Darüber hinaus erklärte die japanische Regierung am Dienstag, dass sie weitere 7,2 Billionen Yen in die Wirtschaft pumpen wolle, um ein Abrutschen in die Rezession zu verhindern. Das Konjunkturprogramm sieht dabei 3,5 Billionen Yen für Infrastruktur und Haushalt, 600 Mrd. Yen für die Erhaltung von Arbeitsplätzen sowie 800 Mrd. Yen für Umweltinitiativen vor, so die Regierung in Tokio.
Fraglich bleibt jedoch, ob die Geldspritze sich tatsächlich auf den starken Yen, der die Exportwaren verteuert, auswirken wird, denn die krisenbedingt schwache Nachfrage aus dem Ausland bleibt bestehen. In Rezessionszeiten tendiert Japans Währung in der Regel zur Aufwertung, da der Handelsüberschuss die Abhängigkeit der Nation von Auslandskapital mindert. Des Weiteren stieg Japans Leistungsbilanzüberschuss laut Finanzministerium in Tokio im Vorjahresvergleich um 42,7%. Im Vergleich zum Vormonatsniveau fiel der Überschuss jedoch und verringerte sich auf 1,4 Billionen Yen im Oktober. Zum EUR handelte der Yen bei 130,01 und schloss hier um 2,4% fester als zum Vortag. Somit markierte die Inselstaatwährung den größten Kursanstieg im Intraday-Handel seit dem 27. November, als der JPY um 1,2% zum USD in die Höhe kletterte und bei 88,43 pro US-Dollar notierte.
Rohöl - Ölpreise - Trendwende nach 5 Tagen Kursrückgang
Die Rohölpreise schnellten gestern bis über die Marke von $73 pro Barrel in die Höhe, nachdem Branchenberichten zufolge deutlich wurde, dass die US-Vorräte gesunken sind. Etwas Konjunkturoptimismus über eine gesteigerte Energienachfrage angesichts der abklingenden Wirtschaftskrise wurde geweckt. Der API-Bericht des American Petroleum Institute veröffentlichte, dass die Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche um 5,82 Mio. Barrel rückläufig waren. Folglich schloss Rohöl zum ersten Mal in 6 Tagen fester. Zuvor gaben die Ölpreise angesichts der Kursgewinne des USD gegen den EUR nach. Die Nachfrage nach Rohstoffen als Alternativanlage reduzierte sich auffällig stark.
Die Energiemärkte halten sich derzeit allem Anschein nach an die Entwicklungen der Aktienmärkte. Noch immer sind die Anzeichen für eine nachhaltige Steigerung des Energiebedarfs nicht ausreichend. Das hohe Bestandsniveau in verbrauchsstarken Nationen wie den USA dämpft das Anlegervertrauen erheblich. Auch die Aussagen des Vorsitzenden der US-Notenbank Ben Bernanke drückten die Preise seit Montag, der in einer Ansprache auf den gegenwärtig schwachen US-Arbeitsmarkt und die angespannte Lage an den Kreditmärkten verwies, die eine eher verlangsamte Nachfrageerholung zur Folge hätten. Weiterhin gerieten die Rohstoffpreise unter Druck, nachdem die US-Regierung ihre Prognose zur globalen Energienachfrage für 2010 nach unten korrigierte.
Technische News
EUR/USD
Ein neues zinsbullisches Cross des Slow Stochastic hat sich auf der Tages-Chart gebildet und weist auf eine Kurskorrektur nach oben bereits in unmittelbarer Zukunft hin. Die steigende Tendenz der Oszillatoren auf der 4-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte heute die richtige Entscheidung sein.
GBP/USD
Das Paar GBP/USD ließ gestern bärische Tendenzen erkennen. Dieser Trend könnte jedoch schon heute ein Ende finden. Der RSI der 4-Stunden-Chart zeigt, dass sich GBP/USD inzwischen im „überkauften“ Bereich eingefunden hat. Demnach ist hier eine Kurskorrektur nach oben jederzeit möglich. Für heute könnte es richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.
USD/JPY
Die Tages-Chart gibt für USD/JPY gemischte Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Jedoch bewegt sich der RSI der 4-Stunden-Chart bereits im „überkauftem“ Bereich, was bedeuten könnte, dass sich schon bald eine zinsbullische Preiskorrektur vollzieht. Eine gute Strategie könnte lauten: Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.
USD/CHF
Das Paar USD/CHF zeigte sich in der vergangenen Woche äußerst zinsbullisch. Dies könnte sich jedoch bereits heute ändern. Beispielsweise verdeutlicht der Stochastic Slow der Tages-Chart einen sich ankündigenden rückläufigen Umschwung. Ein Abwärtstrend wird ebenfalls vom Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte sich heute auszahlen.
Die Wild-Card
USD/SEK
Der kontinuierliche Aufwärtstrend hat das Kurspaar letztendlich in den „überkauften“ Bereich des RSI auf der Tages-Chart gedrückt. Darüber hinaus scheint sich ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic herauszubilden, das auf eine unmittelbar bevorstehende Preiskorrektur nach unten deutet. Demnach bietet sich Forex -Anlegern möglicherweise eine gute Handelsgelegenheit, den Durchbruch der unteren Handelsspanne auf den Stunden-Charts abzuwarten und anschließend zu verkaufen, um Profit aus dem bevorstehenden Trend zu schlagen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/25 | ||||||||
| 14:55 | USD | Revised UoM Consumer Sentiment | 77.8 | 77.7 | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Inflation Expectations | 3.1% | - | - | ![]() | ||




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