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Monday, 11 Jul 2011

Edelmetalle im Anstieg inmitten Risikoungewissheit

Trotz zunehmender Stärke des US Dollar, der Währung in der Edelmetalle bewertet werden, fand der Preis für Gold, Silber und Platin in der vergangenen Woche Unterstützung. Gold handelt bereits seit April mit leichter Aufwärtstendenz, allerdings scheinen Händler, aufgrund der um sich greifenden Risikovermeidung wegen der Spannungen in Griechenland und der tristen Arbeitsmarktlage in den USA, auf einen kräftigeren Aufschwung zu warten. So wie es aussieht, scheint dieser derzeit an Momentum zuzulegen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznononodownnono
Wochentendenzupupdowndownupup
Resistance1.47001.644082.800.88451.10100.9150
1.45301.627082.20 0.87551.08900.9075
1.43701.614081.500.85501.07700.8950
Support1.41601.591080.450.83601.06600.8830
1.39701.575079.500.82751.05700.8720
1.39051.565076.111.03800.8630

Wirtschafts News

CAD - CAD verliert an Kraft während Aussichten auf eine US Konjunkturbelebung sich abschwächen

Der kanadische Dollar verzeichnete vergangene Woche einen Abschwung, als Händler die glanzlose Vorstellung der US Wirtschaft der vergangenen Wochen als ein Zeichen dafür betrachteten, dass die Konjunkturbelebung offenbar begrenzt ist. Die USD/CAD-Paarung stieg am Mittwoch von 0,9563, dem tiefsten Stand seit zwei Monaten, auf 0,9693, um sich dann bei 0,9625 zu konsolidieren.

Obwohl die Nachrichten aus Kanada vorrangig positiv waren, waren Devisenhändler die in den CAD, liebevoll als „Loonie“ bezeichnet, investierten geneigt sich von diesem trennen, da die US Wirtschaft schwächelt. Zu dieser Verlagerung trug auch der triste Arbeitsmarktbericht bei, der eine Flaute auf dem US Beschäftigungssektor erkennen lässt, was die wirtschaftlichen und finanziellen Aussichten für die USA und seine Nachbarn beeinträchtigen dürfte.

Heute werden die USA auf dem Wirtschaftskalender nicht vertreten sein, jedoch werden in Kanada zwei Berichte veröffentlicht, die den „Loonie“ erheblich beeinflussen dürften. Als erstes wird um 13:15 MGZ ein Immobilienbericht erwartet, von dem man annimmt, dass er eine Fortsetzung der positiven Tendenz der vergangenen Woche aufweisen wird.

Um 15:00 MGZ wird die Bank of Canada (BOC) seine Konjunkturaussichtsstudie veröffentlichen, die die oben genannten Punkte mehr verdeutlichen dürften. Der CAD mag sich zwar konsolidieren, doch sollte der BOC Bericht aus dem unabhängigen Wachstum der kanadischen Wirtschaft gegenüber der US amerikanischen Nutzen ziehen können, dürfte die kanadische Währung heute Kursgewinne verzeichnen.

EUR - Bekanntgabe der Daten der französischen Industrieproduktion steht bevor

Nach Bekanntgabe der pessimistischen Wachstumsdaten auf dem US Arbeitsmarktsektor am Freitag verzeichnete der Euro (EUR) einen Abschwung. Zum US Dollar (USD) handelte der Euro beim späten Handel leicht rückläufig, da Verlagerungen zugunsten Safe-Hafen-Anlagen Gelder vom Euro abzogen. Die EUR/GBP-Paarung verhielt sich um einiges geradliniger und verzeichnete am Donnerstag einen kräftigen Abschwung, dem am Freitag noch weitere Rückläufigkeit folgte. Zum Wochenschluss bewegte sich die Paarung von 0,9050 bis zu 0,8860.

Auch zum japanischen Yen verzeichnete der EUR einen leichten Abschwung, da angesichts zunehmenden Marktpessimismus Safe-Hafen-Anlagen einen allgemeinen Aufschwung erfuhren. Die heutigen Daten der französischen Industrieproduktion, der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone, könnten neuerliches Wachstum aufweisen, doch sollten die Zahlen nicht den Erwartungen entsprechen, dürfte wahrscheinlich ein neuerlicher Schwung in Richtung Sicherheit erfolgen.

Die allgemeine Stimmungslage in der Eurozone hat sich ins Negative gekehrt, und viele Analysten und Wirtschaftswissenschaftler erwarten für diese Woche, dass Händler nach Sicherheit streben werden. Der US Arbeitsmarktbericht (NFP) vom Freitag zwang viele Groß-Investoren zu einer Neubewertung, nachdem sie zuvor nach dem positiven ADP Bericht zur Beschäftigungslage noch hoffnungsvoll gewesen waren. Weitere rückläufige Wirtschaftsnachrichten werden den EUR wahrscheinlich weiter in Abschwung versetzen, da Investoren das Risiko meiden.

JPY - JPY handelt im Plus da Safe-Hafen-Anlagen zulegen

Der japanische Yen (JPY) handelte am Freitag leicht im Plus zu den meisten anderen Währungen, nachdem die Nachrichten viele Händler dazu veranlassten sich wieder risikovermeidenden Anlagen zuzuwenden. Angesichts der Tatsache, dass in Zeiten der Risikovermeidung sich viele Händler der japanischen Währung zuwenden, hat sich der JPY in den vergangenen Monaten als Top-Performer erwiesen, was in den letzten vier Jahren des Öfteren der Fall war.

Folgerichtig sahen Händler am vergangenen Freitag nach dem negativen US Arbeitsmarktbericht (NFP) eine Hinwendung zur Sicherheit. Die Investitionen in Safe-Hafen-Anlagen ließen den Kurs des JPY steigen, da Händler den rekordtiefen Leitzinssatz nutzten um in Zeiten der Unsicherheit Werte zu sichern. Aus Japan werden heute Morgen verschiedene Wirtschaftspublikationen erwartet, die jedoch, wenn überhaupt, nur sehr geringen Einfluss auf den Yen haben dürften. Händler sollten ihr Augenmerk auf die Wirtschaftsdaten aus Europa und den USA richten, um einzuschätzen in welche Richtung sich die Risikostimmungslage in dieser Woche entwickeln wird.

Gold - Trotz USD Druck steigen Gold- und Silber-Preise

Trotz zunehmender Stärke des US Dollar, der Währung in der Edelmetalle bewertet werden, fand der Preis für Gold und Silber in der vergangenen Woche Unterstützung. Edelmetalle tragen ihren Namen, da sie traditionell in unsicheren Zeiten als Sicherheit gehortet wurden. Gold handelt bereits seit April mit leichter Aufwärtstendenz, allerdings scheinen Händler, aufgrund der um sich greifenden Risikovermeidung wegen der Spannungen in Griechenland und der tristen Arbeitsmarktlage in den USA, auf einen kräftigeren Aufschwung zu warten.

Während Investoren nach Sicherheit strebten, stieg der Preis für Gold und Silber, der zuletzt unterschiedliche Ergebnisse verzeichnete, auf ein 2-Wochen-Hoch von $ 1.542,60 beziehungsweise $ 36,60 pro Feinunze. Der plötzliche Kursanstieg beim Dollar aufgrund der risikovermeidenden Stimmungslage hat bislang wenig dazu beigetragen den Preisanstieg bei Edelmetallen zu unterdrücken, da diese traditionell als Wertedepot dienen. Sollte die Risikostimmungslage die Woche über anhalten, könnten die Preise für Edelmetalle im Verlauf der Woche noch weiter ansteigen.

Technische News

EUR/USD

Nach einem unechten oberen Ausbruch vom Dreiecks-Chart-Muster nähert sich die EUR/USD-Paarung der steigenden Unterstützungslinie von dem Mai-Tief bei 1,4160. Der sinkende Stochastic auf dem Tages- und Monats-Chart lässt darauf schließen, dass die nächste Bewegung wieder rückläufig sein wird. Bei einem Durchbruch hier findet sich der nächste Haupt-Unterstützungswert bei 1,3970. Der 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,3905 könnte sich ebenfalls als unterstützend erweisen. Unterhalb dieses technischen Schlüsselwerts findet sich die steigende Trendlinie vom Mai-Tief in 2010 bei 1,3710, was Händlern den Kauf bei diesem Wert schmackhaft machen dürfte. Andererseits dürfte sich das Hoch vom 7. Juli bei 1,4370 als unterstützend erweisen, wie auch der sinkende Widerstandswert von den Hochs in Mai und Juli bei 1,4530. Ein Handelsschluss über dem Juni-Hoch von 1,4700 könnte darauf hinweisen, dass sich das Momentum umkehrt.

GBP/USD

Die Paarung ist in einer 220-Pips-Bandbreite verhaftet, während sie sich abmüht über ihrem 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt und erstem Unterstützungswert von 1,5910 zu bleiben. Bei einer Bewegung darunter findet sich die nächste Unterstützung bei 1,5750, dem Tief vom vergangenen Januar, nicht weit von der 38% Fibonacci Rückführung der Bewegung von Mai 2010 bis April 2011. Unterstützung findet sich auch bei 1,5650, einem Wert der im Oktober und Dezember des vorigen Jahres sowohl als Unterstützung als auch Widerstand diente. Das Konsolidierungsmuster ist bei 1,6140 der Halslinie der Kopf-Schulter-Formation gedeckelt. Für Händler, die bislang nicht verkauft haben, könnte das der Wert sein von dem sich ein möglicher Aufschwung erzielen ließe. Eine Umkehr des Chart-Musters der Kopf-Schulter-Formation zeigt eine maßvolle Bewegung, die die GBP/USD-Paarung nach unten drücken könnte.

USD/JPY

Die Folge steigender Hochs und sinkender Tiefs hat auf dem Tages-Chart einen bullischen Channel gebildet, doch die Paarung wird sich voraussichtlich weiterhin in der Handelsspanne bewegen, in der sie sich seit Anfang Juni befindet. Eine Reihe von Widerstandswerten wird hinreichend Gelegenheiten eröffnen profitabel zu verkaufen, was dem langfristigen Trend entsprechen würde. Der Spitzenwert des Channel findet sich bei 81,50 und liegt nahe dem 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt. Zusätzlicher Widerstand findet sich beim Mai-Hoch von 82,20 und der fallenden Trendlinie von Hoch in 2007, das bei 82,80 liegt. Der Tiefpunkt des Channel könnte sich bei 80,45 als unterstützend herausstellen, wobei ein Durchbruch hier sich am Mai-Tief von 79,50 versuchen könnte.

USD/CHF

Das Tages-Chart vermittelt ein interessantes technisches Bild für den Schweizer Franken. Die Paarung liebäugelt mit dem 50-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 0,8550, einem technischen Indikator, den die Paarung seit Februar nicht erzielt hat. Möglicherweise bildet sich auch eine Umkehr des Tiefpunkts der Kopf-Schulter-Formation, deren Halslinie von den Mitte-Juni-Hochs und dem Hoch vom 1. Juli abfällt. Eine maßvolle Bewegung des Musters deutet auf potentielle Kursgewinne von 260 Pips hin, wobei eine Umkehr wahrscheinlich die Mai-Tiefs von 0,8755 zum Ziel haben dürfte, sowie den Tiefststand vom 16. März, der auch ein Fibonacci Rückführungswert von 0,8845 ist.

Die Wild-Card

Rohöl

Der Rohölpreis bewegte sich vom sinkenden Keil-Muster aufwärts, hielt jedoch beim psychologisch wichtigen Wert von $ 100 pro Barrel inne. Eingedenk der maßvollen Bewegung von den Chart-Mustern und den derzeitigen Widerstandswerten könnte das wahrscheinliche Ziel in der Spanne zwischen $ 104,50 bis $ 105,50, dem Hoch von Mitte Mai und dem Tief von Mitte April liegen. Unterstützung findet sich bei der fallenden Keil-Muster-Linie, deren Wert knapp unter $ 92,50 liegt. Forex-Händler die den ursprünglichen Ausbruch verpassten, sollten sich in Geduld fassen und auf einen Rückzug zur Keil-Linie warten, wo der Preis wieder einen Aufschwung nehmen könnte, was bei Keil-Chart-Mustern öfters der Fall ist. forex

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