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Monday, 29 Sep 2008
Ein Durchbruch in den Verhandlungen um das US-Rettungspaket könnte den heutigen Tag zu einem spannenden Börsengang werden lassen
US-Notenbankchef Ben Bernanke und Finanzminister Henry Paulson drängen auf eine schnellstmögliche Verabschiedung ihres Rettungspakets für die US-Wirtschaft. Anleger konnten in der vergangenen Woche richtungslose Markttendenzen beobachten und auch Experten hatten ihre Schwierigkeiten, Prognosen zu erstellen. Der $700 Mrd. Rettungsplan ist das größte finanzielle Hilfsprogramm seit der Weltwirtschaftskrise der, falls er durchgesetzt wird, der Währungskrise ein Ende setzen und Anleger veranlassen wird, ihrem regulären Handel wieder nachzugehen. Analysten sind sich jedoch inzwischen unsicher, wird der Rettungsplan Segen oder Unheil bringen?
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4546 | 1.8370 | 107.12 | 1.1057 | 0.8326 | 0.7969 |
| 1.4511 | 1.8334 | 106.88 | 1.1029 | 0.8301 | 0.7951 | |
| 1.4480 | 1.8301 | 106.60 | 1.1010 | 0.8275 | 0.7938 | |
| Support | 1.4428 | 1.8240 | 105.99 | 1.0952 | 0.8224 | 0.7904 |
| 1.4399 | 1.8211 | 105.61 | 1.0933 | 0.8198 | 0.7883 | |
| 1.4362 | 1.8183 | 105.30 | 1.0897 | 0.8172 | 0.7864 |
Wirtschafts News
USD - Der Dollar auf Erholungskurs
Nachdem der USD in der vergangenen Woche so einige Verluste hinnehmen musste, zeichnen sich inzwischen leichte Anzeichen einer Erholung ab. Getrübt von einem Wochenbeginn voller Unbestimmtheiten und angespannten Märkten, litt der USD täglich unter den weiteren Ausführungen der US-Regierung in Bezug auf das Rettungspaket sowie unter schlechter als erwartet ausgefallenen Wirtschaftsindikatoren. Diese Entwicklungen haben jedoch nun ein Ende gefunden, nachdem Washington bekannt gab, dass über das Wochenende ein Durchbruch erzielt wurde und der Rettungsplan kurz vor seiner Verabschiedung stünde. Demnach soll durch eine umfassendere Befugnis seitens des US-Finanzministeriums größere Transparenz und mehr Regulierung der Finanzmärkte geschaffen werden, was wiederum eine Stabilisierung der Märkte zur aktuell anhaltenden Finanzkrise erzielen soll.
Bei geringer Marktvolatilität waren in der vergangenen Woche keine eindeutigen Tendenzen zu erkennen und Experten hatten ihre Schwierigkeiten, Prognosen zu erstellen. Der $700 Mrd. Rettungsplan ist das größte finanzielle Hilfsprogramm seit der Weltwirtschaftskrise der, falls er durchgesetzt wird, der Währungskrise ein Ende setzen und Anleger veranlassen wird, ihrem regulären Handel wieder nachzugehen. US-Notenbankchef Ben Bernanke und Finanzminister Henry Paulson drängen auf eine schnellstmögliche Verabschiedung ihres Rettungspakets für die US-Wirtschaft. Analysten sind sich jedoch inzwischen unsicher, wird der Rettungsplan Segen oder Unheil bringen?
Experten behaupten, dass der Rettungsplan eine potentielle Korrigierung der momentanen Schieflage der heutigen Finanzmärkte schaffen könnte, das US-Finanzsystem jedoch in Richtung Sozialismus bringen und einen Niedergang des amerikanischen Kapitalismus herbeiführen würde. Die Analysten-Meinungen sind gespalten in Bezug auf kurz- und langfristige Kosten bzw. Nutzen, die sich aus dem Paket ergeben könnten. Kommt Zeit, kommt Rat.
Für heute können Anleger von minimalen USD-Schwankungen ausgehen, da nur einige wenige Indikatoren erwartet werden und das US-Rettungspaket nach wie vor diskutierte wird. Solange keine bedeutende Entscheidung im Laufe der Verhandlungen getroffen wird, bleibt der USD voraussichtlich stabil gegenüber seinen Währungsgegnern. Im weiteren Wochenverlauf, sollten Anleger ab Mittwoch mit verstärkter Volatilität der Märkte rechnen. An diesem Handelstag werden die ADP Non-Farm Payrolls sowie die effektiven Zahlen der Non-Farm Payrolls am Freitag herausgegeben. Beide Indizes erzeugen normalerweise ein hohes Handelsvolumen sowie Marktvolatilität. Anleger sollten sich bereits zu Beginn der Woche überlegen, welche Positionen für sie im weiteren Wochenverlauf auf dem Forex-Markt von Vorteil sein könnten.
EUR - Deutsche Wirtschaftszahlen deuten auf Rezession in der Eurozone hin
In der vergangenen Woche erlebte der EUR einen wechselhaften Handel mit gemischten Ergebnissen gegenüber den Hauptwährungen. Dabei legte die 15-Nationen-Währung beachtliche 200 Pips gegen den USD zu und schloss bei 1,4665. Auch gegen den GBP machte der EUR große Schritte. Gegenüber dem JPY wiederum erfuhr der EUR, im Zuge positiver Datenveröffentlichungen aus der asiatischen Wirtschaft, leichte Volatilität. Der Aufwärtstrend des EUR gegenüber dem USD wurde größtenteils durch die Ereignisse in den USA ausgelöst, während Anleger weltweit die Entwicklungen zum Rettungsplan der US-Wirtschaft beobachteten.
Europäische Indikatoren wiederum, die in der vergangenen Woche veröffentlicht wurden, geben weitere Anzeichen auf die größte Befürchtung der EZB aus: eine Rezession in der Eurozone. Der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex erweiterte seinen siebenmonatigen Rückgang und wurde bei 92,9 ausgegeben. Die Prognosen lagen bei 94,2. Da Deutschlands Wirtschaft eine wichtige Rolle in Europa spielt, nehmen deren Indikatoren großen Einfluss auf die gesamte Eurozone. Obwohl die EUR-Indizes weiterhin negative Signale ausgeben, wird die europäische Währung vorerst, ohne bedeutenden Preisdurchbruch schwanken, solange die anderen Hauptwährungen, insbesondere die der USA, keine deutlichen Entwicklungen zeigen.
In dieser Woche werden wichtige Indikatoren aus der Eurozone erwartet: unter anderem Deutschlands Arbeitsmarktentwicklungen sowie der CPI Flash Estimate. Darüber hinaus wird EZB-Präsident Jean-Claude Trichet gleich zweimal eine Rede halten. Trichet wird nach Erhalt der Auszeichnung "Beste Bank in Zentral- und Osteuropa", European Banker of the Year Award, öffentlich sprechen. Des Eeiteren wird er bei der Debatte über die Rolle der Lohnpolitik in Bezug auf Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit im Rahmen der Konferenz der europäischen Handelsunion zu hören sein. Anleger sollten sich in diesem Zusammenhang auf hohe Kursschwankungen gefasst machen, da Investoren versuchen werden, zukünftige Entwicklungen in Bezug auf die Zinssätze zu ermitteln. Da für heute wenig ausschlaggebende Wirtschaftsdaten aus der Eurozone erwartet werden, wird der Kurs des EUR hauptsächlich von globalen Wirtschaftsnachrichten bestimmt werden.
JPY - Japans Wirtschaft von negativen Erwartungen heimgesucht
Die vergangene Woche war für den JPY äußerst ereignisreich. Der JPY durchlebte dabei heftige Kursschwankungen. Im Verlauf der Woche ergaben sich für die asiatische Währung überwiegend Abwärtstendenzen gegenüber den Hauptwährungen. Erst zum Ende der Woche erholte sich der Yen leicht. Dabei legte Japans Währung über 100 Pips gegenüber dem USD zu und notierte zum Handelsschluss am Freitag bei 105,95, nachdem ihr Wert während des gesamten Wochenverlaufs gefallen war. Die geschwächte US-Wirtschaft war dabei Hauptursache der rückläufigen japanischen Wirtschaft. Darüber hinaus hatte der starke Preisanstieg des Rohöls eine entgegengesetzte Wirkung auf den JPY. Die vorgenannten Entwicklungen wurden besonders deutlich, als das japanische Exportvolumen in die USA im Monat August um 19,1% fiel und somit seinen tiefsten Stand seit Januar 2006 erreichte. Anleger, die bislang davon überzeugt waren, dass die japanische Wirtschaft von den Auswirkungen der jüngsten Krise verschont bleiben würde, verloren ihr Vertrauen in den Yen.
Die kommende Woche sollte ereignisreich für den JPY werden, da einige wichtige Wirtschaftsindikatoren Anlegern einen Einblick in die momentane gesamtwirtschaftliche Situation Japans gewähren werden. Der JPY konnte bereits einen guten Start in die neue Woche verzeichnen, nachdem die Einzelhandelsumsätze gestern besser als erwartet ausgegeben wurden. Sollten noch weitere Indikatoren diesem Beispiel folgen, könnte der JPY wieder an Stärke gewinnen. Von besonderer Wichtigkeit sind dabei der Tankan Manufacturing Index sowie der Non-Manufacturing Index am Dienstag. Beide Indizes stellen wichtige Maßstäbe für den Zustand der japanischen Wirtschaft dar. Momentan werden diese bei einer negativen Zahl erwartet, was auf einen weiteren Abwärtstrend innerhalb der japanischen Wirtschaft hinweisen würde. JPY-Anleger sollten USD und EUR jedoch nicht aus den Augen verlieren, die in dieser Woche äußerst bestimmende Faktoren der Märkte darstellen.
Rohöl - Rohölpreise stehen unter starkem Einfluss des US-Rettungspakets
Das Rohöl setzt seinen Abwärtstrend fort. Der Kontrakt-Preis wurde vergangenen Freitag bei $106,89 festgesetzt. Trotz zinsbullischer Tendenzen in den vergangenen Monaten, liegen die Rohölpreise bei 28% unter den Rekordhöhen im vergangenen Juli, als die Preise bis auf $147 pro Barrel kletterten. Hauptursache für diesen Preisanstieg waren neben der weltweiten Wirtschaftskrise, hohe Bezinkosten, die den Bedarf in den USA sowie weiteren Industrieländern empfindlich trafen. Mittlerweile fallen die Rohölpreise erstrangig aufgrund des USD. Gegenüber den Hauptwährungen verzeichnete der Dollar heute Morgen einen Wertzuwachs. Ursache dafür war die Hoffnung darauf, dass der Rettungsplan endlich verabschiedet werden und das US-Finanzsystem aus der Krise holen wird.
Darüber hinaus lösten die Meldungen über die neue UN-Resolution, die von neuen Sanktionen gegen den Iran, gegenwärtig viertgrößter Rohölproduzent weltweit, absieht, da Russland Widerstand angekündigt hatte, einen weiteren Fall der Preise für Light Sweet Crude aus. Insgesamt verhielten sich die Anleger eher zurückhaltend gegenüber dem Rettungsplan der US-Regierung. Einige befürchten, dass das mit Risiken behaftete Paket einen starken Rückgang der Rohölnachfrage bewirken könnte. Die gesamte Welt richtet ihr Augenmerk derzeit auf die Abstimmung der US-Gesetzgeber im weiteren Tagesverlauf, die die politische Linie der US-Regierung in Hinsicht auf die Währungs- und Finanzpolitik der Vereinigten Staaten festlegen wird. Nach wie vor besteht die Möglichkeit, dass sich der US-Kongress auf den $700 Mrd. Rettungsplan nicht einigen wird. In diesem Fall könnte der sich abzeichnende konjunkturelle Abschwung in den USA voraussichtlich nicht verhindert werden, was wiederum zu großen Bedarfsausfällen innerhalb der größten Energie verbrauchenden Nation führen kann und einen weiteren Wertverlust der Rohölpreise mit sich bringt.
Technische News
EUR/USD
Dieses Paar hat seinen Abwärtstrend mittlerweile abfangen können und wird derzeit bei 1,4470 gehandelt. Die 4-Stunden-Chart verdeutlicht, dass der aktuelle Preis bis unter die untere Grenze der Bollinger Bands gefallen ist, was wiederum ein Zeichen dafür sein kann, dass sich die Abwärtstendenz fortsetzt. Der nächste Richtpreis könnte bei 1,4350 liegen.
GBP/USD
Nach einer leicht zinsbullischen Korrigierung am Freitag, hat dieses Paar seinen Abwärtstrend in vollem Umfang wieder aufgenommen und fiel um fast 150 Punkte verglichen mit dem Stand zu Wochenbeginn. Alle Oszillatoren der 4-Stunden-Chart sind abwärts gerichtet. Allem Anschein nach, wird sich ein weiterer Abwärtstrend einstellen.
USD/JPY
Dieses Paar gibt weiterhin gemischte Ergebnisse aus, ohne eine genaue Ausrichtung. Trotzdem verdeutlicht ein rückläufiges Kreuz des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart einen bevorstehenden Abwärtstrend. Verkaufen könnte heute die richtige Strategie sein.
USD/CHF
Auf der Stunden-Chart bildet sich eine eindeutig zinsbullische Handelsspanne heraus, in deren Mitte das Paar mittlerweile schwankt. Allerdings verengen sich die Bollinger Bands auf der 4-Stunden-Chart, was darauf hindeutet, dass ein weiterer Aufwärtstrend bevorsteht, bei einem Richtpreis von 1,1100.
Die Wild-Card
Rohöl
Die Ölpreise schwanken nach wie vor innerhalb eines begrenzten Preisniveaus. Das Barrel Rohöl wird nun um die $105,20 gehandelt. Trotzdem verdeutlicht ein rückläufiges Kreuz des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart, dass die Preise weiterhin fallen werden. Hier könnte sich Forex-Anlegern eine großartige Handelsgelegenheit bieten, bei einem äußerst gefragten Trend einzusteigen.
forex
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