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Thursday, 24 Nov 2011
Ein guter Grund für QE3
Es finden sich immer mehr gute Gründe für die US Notenbank (Fed) mit einem quantitativen Lockerungsprogramm (QE3) zu beginnen.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3860 | 1.6165 | 79.00 | 0.9770 | 1.0050 | 0.8770 |
| 1.3610 | 1.5850 | 77.85 | 0.9310 | 0.9925 | 0.8670 | |
| 1.3480 | 1.5690 | 77.50 | 0.9235 | 0.9860 | 0.8615 | |
| Support | 1.3320 | 1.5580 | 76.55 | 0.9080 | 0.9660 | 0.8520 |
| 1.3145 | 1.5325 | 75.56 | 0.8920 | 0.9540 | 0.8485 | |
| 1.2870 | 1.5270 | 0.8760 | 0.9385 | 0.8355 |
Wirtschafts News
USD - Weshalb die Fed mit QE3 beginnen wird
In der Veröffentlichung des Protokolls der Sitzung der Fed vom 2. November ist zu lesen, dass „einige Mitglieder durchblicken ließen, dass sie glauben, dass die wirtschaftlichen Aussichten zusätzliche Richtlinienanpassungen rechtfertigen könnten“. Im Protokoll wird ebenfalls darauf hingewiesen, dass bei zukünftigen Kommunikationsinitiativen jegliche Bekanntgaben effektiver vermittelt werden sollen.
In der Vergangenheit hat sich der US Notenbankpräsident Ben Bernanke dahingehend geäußert, dass er zusätzliche geldmarktpolitische Maßnahmen unterstütze. In seine Rede am 29. September in Cleveland, Ohio sagte Bernanke: „Falls die Inflation oder auch nur die Erwartung dafür zu sehr absinkt, ist das etwas worauf wir reagieren müssen, denn wir wollen keine Deflation“. Wie beim Verbraucherpreisindex in der vergangenen Woche ersichtlich war ist die Inflation im Oktober auf den Monat gerechnet um -0,1% zurückgegangen, so dass man davon ausgehen kann, dass der inflationäre Druck auf die US Wirtschaft bereits angefangen hat nachzulassen. Es sollte auch nicht außer Acht gelassen werden, dass das Bruttoinlandsprodukt für das 3. Quartal von 2,5% auf 2,0% nach unten revidiert wurde und dass sich die Arbeitslosenquote hartnäckig bei 9,0% hält.
Da sich die europäische Schuldenkrise zu verschärfen scheint, besteht die Möglichkeit, dass Bernanke und die Fed die US Wirtschaft mit einem neuerlichen quantitativen Lockerungsprogramm (QE3) unterstützen werden, was sich mit großer Wahrscheinlichkeit negativ auf den USD auswirken wird.
EUR - Schwache deutsche Bundesanleihen-Auktion lässt EUR-Kurs sinken
Nach einer der schlechtesten deutschen Bundesanleihen-Auktion kam der EUR erneut unter Verkaufsdruck. Dem Kraftpaket der EU Wirtschaft gelang es nicht die an den Märkten angebotenen gesamten 10-Jahres-Staatsanleihen im Wert von EUR 6 Mrd. zu verkaufen. Investoren hatten nach der enttäuschenden Auktion nicht Besseres zu tun, als schleunigst den EUR zu verkaufen, was die Währung auf den niedrigsten Wert seit 6 Wochen absinken ließ.
Schon vor der fehlgeschlagenen Bundesanleihen-Auktion war der EUR durch schwache Einkaufsmanagerindexdaten, die eine weitere Verschlechterung der europäischen Grundlagen auswiesen, unter Druck geraten. Der EU Flash PMI für den Fertigungssektor war mit 46,4 den dritten Monat in Folge unter den 50 Boom-Bust-Wert gesunken. Für den Dienstleistungssektor lag der Wert mit 47,6 zwar etwas besser, allerdings immer noch weit unter dem Wert von 50.
Die schwachen Einkaufsmanagerindex-Erhebungen bestätigen die Theorie, dass die Wirtschaft der Eurozone in eine Rezession abrutscht, während sich die europäische Schuldenkrise zuspitzt. Investoren werden sich wahrscheinlich weiterhin von der 17-Nationen-Währung abwenden, und die meisten Händler werden sich am Oktober-Tief von 1,3145 orientieren. Der Spitzenwert des dieswöchigen Konsolidierungsmusters von 1,3580 wird sehr wahrscheinlich einen jeglichen kurzzeitigen Aufschwung deckeln.
AUD - Ein schwacher chinesischer Einkaufsmanagerindex schadet dem AUD
Der gestern veröffentlichte chinesische Einkaufsmangerindex des verarbeitenden Gewerbes zeigte einen kräftigen Rückgang bei den November-Zahlen und sank von 51 auf 48 und damit nicht nur auf den niedrigsten Wert sei 32 Monaten, sondern auch weit unter den 50 Boom-Bust-Wert. Die enttäuschenden Daten sind ein weiteres Zeichen für eine sich abkühlende chinesische Wirtschaft.
Die schwachen Zahlen haben den AUD unter Druck gesetzt, welcher zum USD einen kräftigen Kurseinbruch verzeichnete. Auch die potentielle Umstrukturierung des Dexia-Rettungspakets und die enttäuschende deutsche Bundesanleihen-Auktion haben dem ertragsstarken australischen Dollar nicht gerade helfen können. Da der USD weiterhin Stärke aufweist und die Lage in Europa sich verschärft, scheint das Oktober-Tief von 0,9385 mehr und mehr gefährdet. Ein eindeutiger Durchbruch des Tiefs im 3. Quartal von 0,9700 wird weitere AUD-Verkäufe unterstützen.
Rohöl -
Nach seinem Hoch Mitte November müht sich der Rohölpreis weiterhin ab. Nachdem er bei $ 103 pro Barrel einen Spitzenwert erreicht hatte, konnte der Rohstoff wegen der verbesserten US Wirtschaftsdaten und der Spannungen im Mittleren Osten nicht wieder richtig Fuß fassen. Aufgrund der Intensivierung der europäischen Schuldenkrise und den Einkaufsmagerindexen, die auf eine nachlassende Konjunktur in Europa und China hinweisen, dürfte es für den Rohölpreis recht schwierig sein sich wieder zu erholen. Wegen des bevorstehenden US Feiertags dürfte das Handelsvolumen gering sein, und aufgrund mangelnder Wirtschaftsdaten dürfte sich der Rohölpreis in einer Spanne von $ 103 bis $ 94 pro Barrel bewegen.
Technische News
EUR/USD
Auf dem Tages-Chart hat sich bei der EUR/USD-Paarung eine zinsbullische Keil-Formation gebildet. Der Widerstandswert fällt vom Oktober-Hoch ab und der Unterstützungswert vom Tief vom 1. November. Widerstand findet sich bei 1,3615. Bei einem Durchbruch hier könnte die EUR/USD-Paarung sich am November-Hoch nahe 1,3850 versuchen. Sollte die Paarung ihren Abwärtstrend fortsetzen könnte sie bei 1,3270, der steigenden Trendlinie der Tiefs vom Januar 2010 und Oktober 2011 auf Unterstützung stoßen. Händler sollten ein Auge auf das Oktober-Tief von 1,3145 halten, gefolgt von der Abwärtsbewegung zum Tief in 2011 von 1,2875.
GBP/USD
Nachdem sie das Konsolidierungsmuster von Ende Oktober bis Mitte November nach unten durchbrochen hatte stieg die GBP/USD-Paarung wieder auf ihren vorherigen Unterstützungswert von 1,5850, nur um kurz darauf wieder abzusinken. Hier handelt es sich um eine lehrbuchmäßige Rückführung auf einen zuvor bekannten Unterstützungswert, der sich jetzt in einen Widerstandswert gewandelt hat. Unterstützung findet sich bei 1,5630, dem Tief vom 18. Oktober, gefolgt vom Oktober-Tief von 1,5270. Widerstand findet sich bei 1,6075, dem Spitzenwert des zurückliegenden Konsolidierungsmusters.
USD/JPY
Der langsame Rückgang der USD/JPY-Paarung zu ihrem Allzeit-Tief von 79,60 setzt sich fort, während sich auf den Charts nur sehr wenig Unterstützung zur Vermeidung dieser Bewegung findet. Jegliche Versuche höher Gebote zu erzielen dürften auf Verkaufsdruck des Hochs vom 15. November von 77,50 stoßen, gefolgt vom langzeitigen Abwärtstrend vom Hoch im Juni 2007, dessen Wert bei 79,10 liegt.
USD/CHF
Der Aufschwung nach dem Oktober-Tief verstärkt sich weiterhin, da die Paarung sich dem Oktober-Hoch von 0,9310 nähert. Der Slow Stochastic auf dem Wochen- und dem Monats-Chart weist weiterhin aufwärts. Ein Durchbruch des Werts von 0,9310 wird den 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 0,9450 freilegen, gefolgt vom Februar-Hoch von 0,9770. Unterstützung findet sich bei 0,8760, dem Tief vom 3. November, welches mit dem 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt übereinstimmt. Obwohl es ein wenig extrem erscheinen mag, könnte die Paarung letztlich die sinkende Trendlinie aus 2003, 2008 und 2010 anvisieren, deren Wert bei 1,1200 liegt.
Die Wild-Card
EUR/CAD
Ein falscher Durchbruch des Konsolidierungsmusters vom 25. Oktober ließ die EUR/CAD-Paarung sinken, nachdem das Paar drei Fehlversuche unternommen hatte über dem Spitzenwert auf den Charts von 1,4030 den Handel zu beschließen. Da der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart anfängt die Richtung zu wechseln könnte sich die Paarung am unteren Unterstützungswert des Konsolidierungsmusters versuchen, der von den Oktober- und November-Tiefs abfallend bei 1,3730 liegt. Forex-Händler sollten beachten, dass eine Bewegung über das Oktober-Hoch von 1,4170 hinaus auf bullische Stimmung schließen lässt.
forex
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