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Tuesday, 2 Aug 2011
Einigung über US Schuldenobergrenze erzielt; folgen später noch Einzelheiten?
Der Hinweis darauf, dass eine Einigung über eine Anhebung der Schuldenobergrenze zwischen den beiden Parteien des US Kongress erzielt wurde, ließ den Kurs des US Dollar beim frühen Handel gestern Morgen ansteigen. Äußerst symptomatisch für eine solch emotionale Verhandlungsführung ist die Tatsache, dass über Art und Umfang der Einigung von der Führung der Republikaner und den Demokraten im Weißen Haus separat berichtet wurde, wobei es geringfügige Diskrepanzen beim Umfang gab. Folglich kam es zu einem Rückzug vom Dollar bis weitere Einzelheiten bekannt werden.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4700 | 1.6745 | 80.15 | 0.8275 | 0.9080 | |
| 1.4580 | 1.6550 | 79.60 | 0.8080 | 1.1080 | 0.8880 | |
| 1.4320 | 1.6475 | 78.05 | 0.7850 | 1.0910 | 0.8835 | |
| Support | 1.4140 | 1.6260 | 76.11 | 0.7730 | 1.0800 | 0.8700 |
| 1.4025 | 1.6140 | 1.0525 | 0.8670 | |||
| 1.3930 | 1.6000 | 1.0500 | 0.8610 |
Wirtschafts News
USD - USD im Abschwung während es bei der Einigung über die US Schuldenobergrenze zu Unstimmigkeiten kommt
Der Kurs des US Dollar (USD) war beim späten gestrigen Handel rückläufig. Am Morgen noch hatte er leichte Stärke an den Tag gelegt, verlor diese jedoch rasch, nachdem unstimmige Einzelheiten hinsichtlich der Einigung über die US Schuldenobergrenze zwischen Weißem Haus und Kongress bekannt wurden. Die Kurse von Safe-Hafen-Anlagen, wie dem Schweizer Franken (CHF) und dem japanischen Yen (JPY) hielten sich aufgrund von Abwendungen von höhere Erträge erzielenden Anlagewerten aufrecht. Gestern verzeichnete der Dollar beim späten Handel zu beiden Währungen erhebliche Kursverluste, und es sieht so aus, als müsse er im Verlauf der Woche noch weitere Verluste hinnehmen.
Die Nachricht hinsichtlich der Einigung über eine Anhebung der Schuldenobergrenze rückte Händler in eine unsichere Marktposition, was den Kurs des USD sinken ließ. Da aus den Volkswirtschaften in Europa und den USA gestern nur geringfügige Wirtschaftsnachrichten veröffentlicht wurden, stieg der Pessimismus an den Devisenmärkten, insbesondere denen der USA und der Eurozone, was der Stärke des EUR, des GBP und des AUD einen weiteren Dämpfer verpasste.
Heute werden jedoch wieder viele bedeutsame Wirtschaftspublikationen erwartet, so dass Händler sicher sein können, dass es auch aufgrund erhöhter Volatilität zu Portfolio-Umschichtungen kommen wird. In den USA werden Berichte zu persönlichen Einkommen und Verbraucherausgaben veröffentlicht. Sollten die heutigen Daten enttäuschen besteht die Möglichkeit, dass mehr Mittel in die Sicherheit des Schweizer Franken und des japanischen Yen fließen werden, was den Kurs des USD weiter drücken wird. Händler sollten ein Auge auf die Wirtschaftsnachrichten aus der Schweiz halten, da diese sich beim morgendlichen Börsengang erheblich auf die Risikostimmungslage auswirken dürften.
CHF - Bekanntgabe der schweizer Einzelhandelsumsätze steht bevor
Bislang hat der Schweizer Franken (CHF) in dieser Woche mit größtenteils bullischen Ergebnissen gehandelt, während Händler die Risikostimmungslage in der Region bewerten. Zum US Dollar (USD) handelte der Schweizer Franken in letzter Zeit mit starker Aufwärtstendenz, da eine Abwendung vom Dollar wegen der Unsicherheit hinsichtlich einer Einigung über die Anhebung der US Schuldenobergrenze an den Devisenmärkten für Unruhe sorgte.
Etliche Wirtschaftswissenschaftler sind besorgt darüber, dass aufgrund der Ausbreitung der Schuldenseuche in der Eurozone als nächstes das Verbrauchervertrauen kippen könnte. Ob allerdings die Schweiz hiervon ebenfalls betroffen ist, bleibt abzuwarten. Sollte jedoch der heutige Bericht über die Einzelhandelsumsätze einen Abschwung bei den persönlichen Ausgaben aufweisen, besteht die Möglichkeit, dass Händler dieses als ein Anzeichen dafür betrachten, dass der Schweizer Franken in nächster Zeit auf Widerstand stoßen wird.
Um 8:15 MGZ dürfen Händler die Veröffentlichung des äußerst wichtigen Berichts über die schweizer Einzelhandelsumsätze erwarten. Um 8:30 MGZ wird dann der Schweizerische Verband für Materialwirtschaft und Einkauf (SVME) den neuesten schweizer Einkaufsmanagerindex veröffentlichen. Sollten die Daten Stillstand bei den Verbraucherausgaben und Inflationswachstum offen legen, könnten wir in den vor uns liegenden Tagen und Wochen stärkeres Sicherheitsstreben erleben. Das dürfte den Kurs des CHF langfristig in die Höhe treiben, da Händler weiterhin in zunehmendem Maße das Risiko scheuen.
AUD - Risikovermeidung führte zu unterschiedlichen Ergebnissen beim australischen Dollar
Der australische Dollar (AUD) handelte gestern größtenteils im Minus zu seinen Währungspartnern, da aufgrund neuester Wirtschaftsdaten Händler sich wieder Richtung Sicherheit orientierten. In den vergangenen Wochen hat der AUD an Momentum verloren, da an den Weltmärkten Risikovermeidung vorherrschte. Die Befürchtungen die von der derzeitigen Einigung über die Anhebung der US Schuldenobergrenze in Washington, DC ausgingen, führten zu Nervosität an den Devisenmärkten, was viele nach Sicherheit suchen ließ.
So fiel dann der Kurs des AUD zu all seinen Währungsrivalen, insbesondere zu den Safe-Hafen-Anlagen wie dem Schweizer Franken (CHF) und dem japanischen Yen (JPY). Da heute Morgen einige wichtige Berichte veröffentlicht werden, dürften Devisenhändler es sehr wahrscheinlich mit heftigen Bewegungen beim AUD zu tun haben. Auch wird erwartet, dass die gestrigen Wirtschaftsnachrichten aus China sich mit erhöhter Volatilität auf die pazifischen Märkte Japan, Neuseeland und Australien auswirken werden. Pazifische Händler sollten also beim heutigen Handel Vorsicht walten lassen.
Rohöl - Inmitten der Unruhe an den Märkten bleibt der Rohölpreis stabil
Der Rohölpreis blieb am Montag stabil, während die allgemeine Stimmungslage von einem Abschwung an den weltweiten Börsen ausgeht, sollte die Einigung über die Anhebung der US Schuldenobergrenze nicht das benötigte Ergebnis zeitigen, einen Zahlungsverzug abzuwenden. Die Wirtschaftsdaten der vergangenen Woche aus Europa und den USA lassen immer noch viele Investoren Zuflucht bei Safe-Hafen-Anlagen suchen, da viele Berichte einen überraschenden Abwärtsknick beim Wachstum der weltweiten Industrieproduktion und der Verbraucherausgaben nahe legen.
Ein erwarteter Anstieg der Dollarkurse in dieser Woche aufgrund der risikovermeidenden Stimmungslage führte dazu, dass viele Investoren ihre Short-Positionen mit physischen Anlagewerten auffüllten. Da es aber nicht zu den Kursgewinnen beim USD kam, konnte sich der Rohölpreis halten. Sollte sich die Stimmungslage beim Rohöl in dieser Woche noch abflachen, könnte der Rohölpreis einen Punkt erreichen, bei dem es zur Wochenmitte hin zu erheblichen Preisschwankungen kommen wird.
Technische News
EUR/USD
Das Wochen-Chart zeigt, dass dem zinsbullischen Muster ein falscher Ausbruch oberhalb der von den Mai- und Juli-Hochs abfallenden Trendlinie folgt. Ein Rückzug von diesem Widerstandswert bildete eine umgekehrte Doji-Kerze, was auf einen Abschwung der EUR/USD-Paarung hindeutet. Der 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt scheint erste Unterstützung bei 1,4025 zu finden, gefolgt vom 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt bei 1,3930. Auch könnte die steigende Trendlinie vom Mai-Tief bei 1,3830 sich als unterstützend erweisen. Andererseits muss der Wert von 1,4580 Bestand haben um das rückläufige technische Bild aufrechtzuerhalten. Bei einem Schluss über diesem Wert dürfte sich die Paarung an 1,4700 und dem Jahres-Hoch von 1,4940 versuchen.
GBP/USD
Drei Wochen anhaltender Kursgewinne dieser Paarung fangen an das technische Bild von bärisch nach bullisch zu wandeln. Das Pfund Sterling hat sich über Widerstandswerte hinausbewegt, die andererseits die Paarung enthalten hätte. Der erste Durchbruch erfolgte oberhalb der Halslinie einer Kopf-Schulter-Formation bei 1,6185, während der zweite wichtige Durchbruch oberhalb der vorigen steigenden Trendlinie vom Mai-Tief in 2010 bei 1,6370 eintrat. Erster Widerstand findet sich bei 1,6550, dem Hoch vom 31. Mai, gefolgt vom April-Hoch von 1,6745. Eine Abwärtsbewegung der GBP/USD-Paarung dürfte sich am Wert von 1,6260 versuchen, gefolgt von der zuvor durchbrochenen Trendlinie von dem April-Hoch bei 1,6140. Bei einem Durchbruch des Werts von 1,6000 besteht sogar Spielraum bis zum Wert von 1,5780.
USD/JPY
Die Stärke des Yen ist überraschend heftig zurückgekehrt. Vergangene Woche wies die Kerze ohne unteren Docht darauf hin, dass das Momentum abwärts weist. Der Eröffnungswert dieser Woche liegt zwar höher, doch konnte sich der Kurs unterhalb der derzeitigen kurzzeitigen Trendlinie vom Hoch vom 20. Juli halten, welcher bei 78,05 liegt. Zusätzlicher Widerstand könnte sich bei 79,60 und dem 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 80,15 finden. Unterstützung findet sich bei 76,70, dem Tief der vergangenen Woche, gefolgt vom Rekord-Tief im März von 76,11. Bei einem Durchbruch hier bewegen wir uns auf unbekanntes Gebiet, wo die psychologisch wichtigen Unterstützungswerte von 75,00 und 70,00 ins Spiel kommen.
USD/CHF
Der Schweizer Franken ist in ähnlicher Lage wie der japanische Yen, da sich diese Paarung auf unbekanntes Terrain begibt. Die Tendenz weist zwar abwärts, doch könnte die erweiterte Kurslücke des Eröffnungskurses vom Montag ein umgekehrtes Harami-Muster bilden, was zu leichten Kursgewinnen bei dieser Paarung führen dürfte. Allerdings bedarf es des Tages-Schlusskurses zur Bestätigung. Widerstand findet sich bei 0,8080 und bei 0,8275. Eine Bewegung über diese Werte hinaus könnte möglicherweise das Potential für Verkäufe in sich bergen, bei einem langfristigen Abwärtstrend mit der Zielsetzung eines runden Werts von 0,7800.
Die Wild-Card
EUR/JPY
Gestern fiel die EUR/JPY-Paarung kurzzeitig unter den Unterstützungswert von 109,50, bevor sie dann wieder auf 110,27 anstieg. Händler scheinen die Entschlossenheit des japanischen Finanzministeriums an den Devisenmärkten zu intervenieren testen zu wollen, was zu weiteren Kursgewinnen des Yen zum Dollar und anderen Währungen führen könnte. Die EUR/JPY-Paarung findet Widerstand bei der fallenden Trendlinie vom Juli-Hoch, deren Wert heute bei 112,15 liegt. Unterstützung findet sich beim Pre-Interventions-Tief von 106,25. forex
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| 14:55 | USD | Revised UoM Consumer Sentiment | 77.8 | 77.7 | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Inflation Expectations | 3.1% | - | - | ![]() | ||




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