| Devisen News Center | | | Devisen News Archiv | | |
|
Monday, 6 Dec 2010
Enttäuschende NFP-Daten stützen Yen und Rohstoffe - Dollar fällt
Die letzte Handelswoche endete mit der Veröffentlichung enttäuschender NFP-Daten aus den USA. Im Monat November wurden nur 39.000 neue Jobs geschaffen, Beschäftigungszahlen, die weit unter den Prognosen der Experten lagen. In der Folge kletterten der Japanische Yen und Rohstoffkurse wie Gold und Rohöl in die Höhe. Der US-Dollar wiederum verlor gegenüber den übrigen Hauptwährungen.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3430 | 1.5720 | 83.70 | 0.9850 | 0.9960 | 0.8560 |
| 1.3410 | 1.5800 | 83.50 | 0.9830 | 0.9940 | 0.8540 | |
| 1.3380 | 1.5770 | 83.20 | 0.9800 | 0.9910 | 0.8510 | |
| Support | 1.3320 | 1.5710 | 82.60 | 0.9740 | 0.9850 | 0.8450 |
| 1.3290 | 1.5680 | 82.30 | 0.9710 | 0.9820 | 0.8420 | |
| 1.3270 | 1.5660 | 82.10 | 0.9690 | 0.9800 | 0.8400 |
Wirtschafts News
USD - Dollar beendet letzte Handelswoche bei Abwärtstendenzen
Der US-Dollar wertete in der letzten Woche gegen einen Großteil seiner Hauptgegenwährungen ab. Dabei startete die US-Währung in die Handelswoche bei Aufwärtstendenzen. Seit vergangenem Dienstag hatte sich der zinsbullische Trend jedoch bereits umgekehrt. Insgesamt verlor der USD rund 450 Punkte gegen den Euro und nahezu 200 Punkte gegenüber dem Japanischen Yen.
Die Kursverluste resultierten aus enttäuschenden US-Konjunkturdaten, insbesondere den US-Arbeitsmarkt betreffend. Dabei spielten die Arbeitsmarktdaten NFP eine entscheidende Rolle. Der jüngste NFP-Bericht verdeutlichte, dass im November nur 39.000 neue Jobs geschaffen wurden. Die Erwartungen der Experten lagen jedoch bei 140.000. Außerdem erhöhte sich die Arbeitslosenquote auf 9,8% und erreichte damit den höchsten Stand seit April. Darüber hinaus enttäuschten die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe der letzten Woche. Hier war ein stärker als erwarteter Anstieg zu beobachten. Insgesamt wurden in der Woche zum 27. November 436.000 Anträge gestellt. Das waren 26.000 Anträge mehr als in der Vorwoche. Experten hatten mit 425.000 Erstansprüchen auf Arbeitslosenunterstützung gerechnet. Händler befürchten, dass die angespannte Arbeitsmarktlage in den USA das Tempo des konjunkturellen Aufschwungs dämpfen oder gar in die Ferne rücken könnte. Infolgedessen berichteten Händler von einer nachlassenden Nachfrage nach USD am Markt.
In dieser Woche sollten Händler auf folgende zur Veröffentlichung ausstehende Konjunkturindikatoren aus den USA achten: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, US-Handelsbilanz sowie Verbraucherstimmungsindizes. Investoren erwarten eine erhöhte Marktvolatilität in dieser Woche.
EUR - Euro korrigiert Verluste vor Wochenende
Der EUR startete in die letzte Handelswoche bei deutlichen Kursverlusten gegen übrige Hauptwährungen, konnte diese jedoch größtenteils vor dem Wochenende korrigieren. Gegen den US-Dollar legte der EUR um rund 450 Punkte zu. EUR/USD handelt mittlerweile wieder um die Marke von 1,3400. Zum Britischen Pfund Sterling wertete die europäische Gemeinschaftswährung um fast 150 Punkte und zum Japanischen Yen um 200 Punkte auf.
Als ein Beweggrund für die Kursgewinne des Euro galten in der letzten Woche die Spekulationen um weitere Staatsanleihenkäufe durch die EZB am Markt. Die Europäische Zentralbank weitet ihre Stützungsmaßnahmen zwar nicht aus, jedoch kündigte EZB-Chef Jean-Claude Trichet am Donnerstag nach der Zinssitzung der Zentralbank in Frankfurt, eine Weiterführung des dreimonatigen Refinanzierungsgeschäfts mit den Banken per Vollzuteilung an.
Heute kommen die Euro-Finanzminister in Brüssel zusammen, um über die die aktuelle Schuldenkrise im Euroraum zu beraten. Wiederholt werden Stimmen lauter, die eine Aufstockung des EU-Rettungsschirms fordern.
Anleger sollten auch in dieser Woche Entwicklungen zum Thema europäische Kreditkrise gut im Auge behalten, da diese derzeit die Tendenzen am Markt bestimmen. Darüber hinaus stehen in den kommenden Handelstagen wichtige Konjunkturdaten aus Deutschland, wie der Auftragseingang in der Industrie und neueste Produktionszahlen, auf der Agenda.
JPY - Yen wertet gegen Hauptwährungen auf - US-Arbeitsmarktdaten erhöhen Nachfrage nach Safe-Haven-Währungen
In der letzten Handelswoche unterlag der Japanische Yen stärkeren Kursschwankungen bei zinsbullischen Tendenzen. Am Freitag legte der JPY um rund 120 Punkte gegen den US-Dollar zu und beendete die Handelswoche mit einem Kursgewinn von insgesamt 200 Punkten. Darüber hinaus machte der Yen ca. 100 Punkte gegen den EUR und 150 Punkte gegen das Britische Pfund Sterling gut.
Mit Veröffentlichung enttäuschender US-Arbeitsmarktdaten am Freitag, begann der JPY seinen jüngsten Aufwärtstrend. In den USA war die Arbeitslosenquote auf 9,8% gestiegen und erreichte damit den höchsten Stand seit April. Des Weiteren verdeutlichte der NFP-Bericht, dass im November nur 39.000 neue Jobs geschaffen wurden. Die Erwartungen der Experten lagen jedoch bei 140.000. Marktteilnehmer hatten auf einen Indikator für eine sich stabilisierende Beschäftigungslage gehofft. Händler befürchten, dass das gedämpfte Erholungstempo der Wirtschaft in den Vereinigten Staaten nun den konjunkturellen Aufschwung weltweit in die Ferne rückt.
In der anstehenden Woche sollten JPY-Händler ihre Aufmerksamkeit zur Veröffentlichung ausstehenden Fundamentaldaten aus Japan schenken. Dazu zählen die Kernrate der Maschinenbestellungen am Dienstag sowie die endgültigen BIP-Zahlen am Mittwoch, die in der Regel ihren Einfluss auf den Yen-Kurs nehmen.
Rohöl - Rohöl im Aufwärtstrend - Notierungen nahe 2-Jahreshoch
Am Freitag konnten die Ölpreise ihre Rekordnotierungen nach einer extrem zinsbullischen Handelswoche halten. Ein Fass der US-WTI kostete $87,96, während das Fass Nordsee-Brent sich um die $90,85 bewegte. Damit markierte das schwarze Gold ein 25-monatiges Rekordhoch und damit den höchsten Stand seit Oktober 2008.
Am Montagmorgen sind die Ölpreise erneut gestiegen. Im asiatischen Handel kostete ein Fass US-WTI zur Lieferung im Januar $89,40 und damit $0,21 mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass Nordsees-Brent stieg um $0,20 auf $91,62. Der Goldpreis ist am Freitag zum wiederholten Mal bis über die Marke von $1390 Dollar je Feinunze geklettert. Das Edelmetall notierte vor dem Wochenende bei $1391,55. Im Laufe des Handelstages stieg Gold in der Spitze sogar bis auf $1415 je Feinunze. Die enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag stützten die Rohstoffpreise, denn Zeichen einer wirtschaftlichen Erholung machen Rohstoffe wie Gold und Rohöl als sicherer Anlagehafen unattraktiver.
In der anstehenden Woche sollten Rohstoff-Händler wieder auf Fundamentaldaten aus den USA und der Eurozone achten. Diese scheinen nach wie vor den größten Einfluss auf die Rohstoffkurse zu nehmen. Dabei ist der Bericht der US-Rohöllagerbestände am Mittwoch wie immer von großer Bedeutung, da sich dieser direkt auf den Rohölhandel auswirkt.
Technische News
EUR/USD
Das Währungspaar EUR/USD legte in den vergangenen Tagen um rund 400 Punkte zu und wird aktuell um die Marke von 1,3350 gehandelt. Dennoch verdeutlicht das Abwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart, dass sich eine Preiskorrektur nach unten bereits ankündigt. Bei diesem Währungspaar könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
GBP/USD
In den letzten Handelstagen konnte GBP/USD einen Teil der zuvor verzeichneten Kursverluste korrigieren. Derzeit handelt das Währungspaar um die 1,5740-Marke. Aktuell kreuzt der MACD auf der Tages-Chart aufwärts, was möglicherweise bedeutet, dass sich die Aufwärtstendenzen heute noch bis zur Marke um 1,5820 fortsetzen könnten.
USD/JPY
Mit Erreichen der 84,30-Marke sind bei USD/JPY seither deutliche Aufwärtstendenzen zu beobachten. Slow Stochastic und MACD der Tages-Chart geben jedoch beide bärische Signale aus. Für heute könnten sich zunächst Abwärtstendenzen ergeben. Verkaufen ist heute voraussichtlich die richtige Entscheidung.
USD/CHF
Die jüngsten Kurskorrekturen nach oben scheinen hier mittlerweile beendet zu sein. USD/CHF gab in den letzten Handelstagen um rund 300 Punkte nach und handelt aktuell bei 0,9770. Im Moment sind alle Oszillatoren der Tages-Chart abwärts ausgerichtet. Das Paar steuert auf die 0,9680-Marke zu.
Die Wild-Card
Gold
Im Laufe der letzten Handelswoche und insbesondere am Freitag verbuchte Gold deutliche Kursgewinne. Aktuell handelt das Edelmetall um $1415 und testet das Allzeit-Hoch bei $1424 je Feinunze. MACD und RSI der Tages-Chart sind aufwärts ausgerichtet. Neue Rekordstände im weiteren Tagesverlauf sind denkbar. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine großartige Handelsgelegenheit bieten, jetzt bei einem äußerst gefragten Trend einzusteigen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/25 | ||||||||
| 14:55 | USD | Revised UoM Consumer Sentiment | 77.8 | 77.7 | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Inflation Expectations | 3.1% | - | - | ![]() | ||




Events zum Google Kalender hinzufügen
Alles markieren
Markierung aufheben
Drucken
Revised UoM Consumer Sentiment







