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Monday, 27 Sep 2010

Ergreift BoJ weitere Maßnahmen, um Yen-Aufwertung zu unterbrechen?

Nachdem die Bank of Japan (BoJ) in der vergangenen Woche das erste Mal nach 6 Jahren wieder am Devisenmarkt intervenierte und massiv Yen verkaufte, wurde der Höhenflug des JPY zumindest kurzzeitig gebremst. Es ist allgemein bekannt, dass die BoJ einen schwachen Yen als Hauptinstrument zur Unterstützung des japanischen Exports im Rahmen einer konjunkturellen Erholung erachtet. BoJ-Gouverneur Masaaki Shirakawa erklärt, dass eine Ausweitung der Maßnahmen seitens der BoJ gegen die Deflation jedoch nicht auf eine Beeinflussung der Leitzinssätze abziele. Mittlerweile setzt sich die Yen-Aufwertung wieder fort. Ist eine weitere Intervention also nur eine Frage der Zeit?

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupdownupdownupup
Wochentendenzupnoupdownupup
Resistance1.35801.593585.350.99450.96900.8620
1.35451.590085.000.99100.96550.8585
1.35101.586584.600.98750.96200.8550
Support1.34401.579083.900.98050.95500.8480
1.34001.575583.550.97700.95200.8450
1.33651.572083.200.97350.94800.8415

Wirtschafts News

USD - Positive US-Daten steigern Risikoappetit und schwächen Dollar

In der letzten Handelswoche verzeichnete der US-Dollar überwiegend Kursverluste gegenüber den Hauptwährungen. Dabei gab der USD um nahezu 450 Punkte zum Euro nach. Das Währungspaar EUR/USD handelt mittlerweile nahe der Marke von 1,3500. Auch zum Britischen Pfund Sterling wertete der Dollar um nahezu 200 Zähler ab. Zum Japanischen Yen rutschte der Greenback um rund 150 Punkte in Richtung Süden.

Diese Abwertung resultierte zum Großteil aus positiv ausgefallenen Konjunkturdaten aus den USA. Die National Association of Realtors (NAR, Nationale Vereinigung der Immobilienverkäufer) veröffentlichte, dass sich die Zahl der US-Verkäufe bestehender Häuser im August auf 4,13 Mio. erhöht hat. Im Juli lag diese noch bei 3,84 Mio. Damit übertraf das Ergebnis die Prognosen der Experten, die sich auf 4,11 Mio. beliefen. Des Weiteren wurde in der vergangenen Woche veröffentlicht, dass der US-Auftragseingang für langlebige Wirtschaftsgüter im August im Vormonatsvergleich um 2,0% gestiegen ist. Experten hatten einen Anstieg um 0,9% erwartet. Die Optimismus versprechenden Daten aus der US-Wirtschaft signalisieren, dass die US-Konjunktur möglicherweise doch auf Erholungskurs schwenkt. Die Sorgen der Marktteilnehmer um einen Rückfall in die Rezession ließen nach. Die aufgehellte Stimmung war in der vergangenen Woche anhand einer erhöhten Risikoneigung am Markt zu spüren. Dem als Safe-Haven-Währung geltenden USD kehrten Anleger dementsprechend den Rücken.

In dieser Woche stehen wieder einige wichtige Veröffentlichungen aus der US-Wirtschaft auf der Agenda. Die bedeutendsten Indikatoren darunter: Verbrauchervertrauen, Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie Einkaufsmanagerindex. Händler sollten die vorgenannten Indizes nicht aus den Augen verlieren, da diese voraussichtlich die USD-Tendenzen der Woche bestimmen werden.

EUR - Euro handelt gegen Dollar um 5-Monatshoch

In der vergangenen Handelswoche wertete der EUR gegen einen Großteil der Hauptwährungen deutlich auf. Dabei kletterte die Einheitswährung um über 450 Punkte zum US-Dollar in Richtung Norden, drückte das Währungspaar EUR/USD bis auf die Marke von 1,3494 und markierte somit ein neues 5-Monatshoch. Gegenüber dem Britischen Pfund Sterling machte der EUR nahezu 200 Punkte, gegen den Japanischen Yen rund 150 Zähler gut.

Positive Konjunktursignale aus dem Euroraum konnten die Gemeinschaftswährung in der letzten Woche stützen. Die Konjunkturlage sowie die Anhaltspunkte einer wirtschaftlichen Erholung in der Eurozone werden für Anleger insgesamt etwas durchsichtiger. Als einer der marktbewegenden Indikatoren der vergangenen Handelswoche galt Deutschlands ifo-Geschäftsklimaindex. Dieser verdeutlichte, dass sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im September erneut aufgehellt hat. Der Ifo-Index kletterte von 106,7 Punkten im August auf 106,8 Zähler, so das Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) am Freitag. Es war der vierte Anstieg in Folge und der beste Wert seit Juni 2007. Experten hatten mit einem Rückgang auf 106,2 Zähler gerechnet.

Auch aus dem Euroraum werden in dieser Woche einige interessante Indizes veröffentlicht. Einfluss nehmende Veröffentlichungen werden überwiegend aus Deutschland erwartet, die größte Industrienation in der Eurozone. Anhaltend positive europäische Konjunkturdaten könnten dem Euro weitere Kursgewinne bescheren, insbesondere gegenüber US-Dollar und Japanischem Yen.

JPY - Yen wertet trotz Spekulationen um Banken-Intervention auf

In der letzten Handelswoche konnten, nach ersten von der BoJ-Intervention am Markt ausgelösten Kursverlusten, für den japanischen Yen erneute Aufwärtstendenzen beobachtet werden. Eine deutliche Kurssteigerung der Inselstaatwährung ergab sich gegenüber dem US-Dollar. Das Währungspaar USD/JPY handelt aktuell wieder um 84,00. Zum Pfund Sterling verbuchte der Yen ebenfalls Kursgewinne und zog hier um insgesamt 100 Punkte an.

Trotz Intervention zählte der japanische Yen in der vergangenen Woche zu den vermehrt gehandelten Währungen. Darüber hinaus ist der Trend zum Auflösen von Carry-Trades derzeit kaum zu stoppen. Ob Japans Notenbank angesichts der jüngsten Entwicklungen noch einmal am Devisenmarkt eingreifen wird, bleibt zunächst offen. Analysten gehen davon aus, dass sie zumindest Tiefstände unter 82,87 USD/JPY nicht zulassen wird.

Ferner ist allgemein bekannt, dass die Bank of Japan (BoJ) einen schwachen Yen als Hauptinstrument zur Unterstützung des japanischen Exports im Rahmen einer konjunkturellen Erholung erachtet. BoJ-Gouverneur Masaaki Shirakawa erklärt, dass eine Ausweitung der Maßnahmen seitens der BoJ gegen die Deflation jedoch nicht auf eine Beeinflussung der Leitzinssätze abziele. Ist eine weitere Intervention seitens der BoJ also nur eine Frage der Zeit?

Yen-Anleger sollten in der anstehenden Woche aufmerksam bleiben. Gegenwärtig ist die Yen-Stärke eines der dominierenden Themen am Devisenmarkt. Aus technischer Sicht deutet nichts auf ein Ende der Yen-Aufwärtstendenzen hin.

Rohöl - Ölpreise volatil und kaum verändert

In der letzten Woche handelte Rohöl innerhalb einer Spanne zwischen $73 und $77 pro Barrel. Zum Wochenstart kletterte das schwarze Gold zunächst bis auf $76,50. Bereits am Dienstag fielen die Ölpreise jedoch bis auf $73 pro Barrel und notierten letzten Endes noch vor dem Wochenende um die Marke von $76,75.

Die zuletzt steigenden Preise wurden von der aktuellen Dollar-Schwäche gestützt, die dem in Dollar bepreisten Rohstoff Auftrieb brachte. Die Kursgewinne zum letzten Wochenende konnten heute Morgen gehalten werden. Im asiatischen Handel kostete ein Barrel WTI-Rohöl $76,49. Die US-Referenzsorte notierte somit nahezu unverändert. Nordsee-Brent gab leicht um $0,07 auf $78,80 nach. Aufgrund von Kursgewinnen an den Aktienmärkten sowie einer größeren Risikoneigung der Investoren, hätten die Ölpreise zunächst weiteres Potenzial zu steigen, so Marktbeobachter.

In dieser Woche sollten Händler ihr Augenmerk wieder auf Fundamentaldaten aus den USA und der Eurozone richten, die stets Einfluss auf die internationalen Ölpreise zu nehmen scheinen. Insbesondere der Bericht zum US-Rohöllagerbestand am Mittwoch, der sich oft unmittelbar auf den Rohölhandel auswirkt, nimmt hier wie immer eine vorrangige Stellung ein.

Technische News

EUR/USD

Seitdem dieses Paar am Freitag die Marke von 1,3494 erreicht hat, sind Kurskorrekturen nach unten zu beobachten. Aktuell kreuzt der Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart abwärts, was bedeuten könnte, dass sich die Abwärtstendenzen noch bis zur Marke um 1,3380 fortsetzen könnten.

GBP/USD

Nach den Kursgewinnen von 200 Punkten am letzten Freitag, scheiterte GBP/USD anschließend an der 1,5842-Marke. Der MACD der Tages-Chart kreuzt abwärts, was auf mögliche Kurskorrekturen zu den freitägigen Kursgewinnen im heutigen Tagesverlauf hinweist. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte bei diesem Paar eine gute Strategie für heute sein.

USD/JPY

Nach den deutlichen Aufwärtstendenzen am Freitag, hat USD/JPY seinen Abwärtstrend mittlerweile wieder in vollem Umfang aufgenommen und handelt aktuell um 84,20. Da alle Indikatoren auf der Tages-Chart abwärts ausgerichtet sind, ist es nicht unwahrscheinlich, dass der jüngste Abwärtstrend bei einem nächsten Preisniveau um 83,50 anhält.

USD/CHF

Auf der 4-Stunden-Chart bildet sich bei diesem Paar eine eindeutig rückläufige Handelsspanne heraus, in deren Mitte USD/CHF mittlerweile schwankt. Aktuell ist der RSI auf der Stunden-Chart bis unter die 70-Marke gefallen, was bedeuten könnte, dass sich heute weitere Abwärtstendenzen ergeben. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen könnte auch hier die richtige Entscheidung sein.

Die Wild-Card

Gold

Nachdem die Goldpreise die $1.300-Marke am letzten Freitag nicht erreichen konnten, nähern sie sich mittlerweile wieder diesem Niveau an. Aktuell verdeutlicht das Aufwärtskreuzen des MACD auf der Tages-Chart, dass der generelle Gold-Aufwärtstrend weiteres Potenzial in sich trägt. Sollte das Edelmetall diesmal nicht an der $1.300-Marke scheitern, wäre damit ein neues Allzeit-Hoch markiert. Analysten erwarten keine Kurskorrekturen nach unten innerhalb des nächsten Zeitfensters. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine großartige Handelsgelegenheit bieten, bei einem äußerst gefragten Trend jetzt einzusteigen.

Aktuelle Zeit: 05/25 14:18 GMT
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14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
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