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Friday, 24 Jun 2011

Erheblicher Produktionsrückgang in der Eurozone; Risikovermeidung steigt an

Die verschiedenen Fertigungs- und Dienstleistungsdaten, die gestern in Europa veröffentlicht wurden, zeichneten ein düsteres Bild des Fertigungssektors der Eurozone. Analysten erwarten dass der USD einen weiteren Kursaufschwung verzeichnen könnte, da die Leitzinsunterschiede zwischen den USA und Europa aus dem Blickfeld verschwunden sind und Händler sich viel mehr an der wirtschaftlichen Stagnation in Europa im 2. Quartal 2011 festgebissen haben.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznonodowndownnoup
Wochentendenzupupdowndownupno
Resistance1.47071.627681.540.85441.07590.9065
1.44761.614081.030.84701.06380.8980
1.43661.607180.750.84281.05790.8943
Support1.41351.593580.240.83541.04580.8858
1.40151.586880.000.83211.03950.8811
1.37841.573279.480.82471.02740.8726

Wirtschafts News

USD - US Dollar-Kurs steigt kräftig an während weltweit die Risikovermeidung zunimmt

Der US Dollar handelte gestern mit Aufwärtstendenz während Händler sich riskanteren Anlagen zuwandten, da die Bedenken hinsichtlich des globalen Konjunkturwachstums den Optimismus von Investoren dämpfte. Die EUR/USD-Paarung fand gestern Widerstand nahe 1,4400 und fiel beim späten Handel bis auf 1,4275. Analysten erwarten dass der USD einen weiteren Kursaufschwung verzeichnen könnte, da die Leitzinsunterschiede zwischen den USA und Europa aus dem Blickwinkel verschwunden sind und Händler sich viel mehr an der wirtschaftlichen Stagnation in Europa im 2. Quartal 2011 festgebissen haben.

Die verschiedenen Fertigungs- und Dienstleistungsdaten, die gestern in Europa veröffentlicht wurden, zeichneten ein düsteres Bild des Fertigungssektors der Eurozone im 2. Quartal dieses Jahres. Analysten prognostizieren einen erheblichen Wirtschaftsabschwung, insbesondere da sich der Rohölpreis trotz jüngster Rückläufigkeit nahe $ 90 pro Barrel hält, was Firmen die vom Export abhängig sind und auf Verbrennungsmaschinen angewiesen sind zu schaffen macht.

Da am heutigen Freitag wieder eine große Anzahl Wirtschaftspublikationen erwartet werden, können Händler sich auf gesteigerte Volatilität einrichten. Die bedeutsamste Publikation dürfte wohl die US Kernrate der Umsätze langlebiger Wirtschaftsgüter sein, die sehr wahrscheinlich aufzeigen wird wie es um den amerikanischen Fertigungssektor gestellt ist, im Vergleich zu den europäischen Zahlen von gestern. Angesichts der jüngsten Ereignisse scheinen viele Händler aufgrund der zunehmenden Risikovermeidung Kauf-Positionen beim Dollar zu favorisieren.

EUR - EUR muss Rückschläge hinnehmen da Investoren das Risiko meiden

Trotz des Berichts, der auf ein Festhalten am extrem niedrigen US Leitzinssatz hinweist, handelte der Euro gestern mit erheblicher Abwärtstendenz. Nach dem gestrigen Bericht über den Fertigungssektor der Eurozone zeigten sich Händler eher besorgt über einen möglichen Kollaps Griechenlands und das schleppende 2. Quartal. Folglich handelte die EUR/USD-Paarung bei 1,4275.

Nachdem die Leitzinsunterschiede zwischen den USA und Europa in der zurückliegenden Woche wieder in den Vordergrund des Interesses getreten waren, scheinen höhere Erträge erzielende Anlagen wie der GBP und der EUR erhebliche Kursverluste hinnehmen zu müssen, da Händler ihren Fokus auf Wachstumsbedenken und Staatsschulden richteten. Aufgrund der Zunahme der Risikovermeidung scheinen viele Investoren sich dazu entschlossen zu haben ihre Investitionen in geringere Erträge erzielenden Währungen, wie dem USD und dem JPY, zu tätigen.

Am heutigen Freitag scheint der Euro eine Bewertung seines jüngsten Abschwungs zu den anderen Haupt-Währungen zu erwarten, wobei sich eine leichte Abwärtstendenz zeigt. Aus der Eurozone wird heute auch eine Reihe von Wirtschaftspublikationen erwartet. Händler sollten insbesondere auf den deutschen Ifo Geschäftsklimaindex achten, da dieser sich als ziemlich akkurate Meßlatte der Firmen-Stimmungslage in der größten Volkswirtschaft Europas erwiesen hat.

AUD - AUD im Abschwung da Risikovermeidung zunimmt

Der australische Dollar (AUD) handelte gestern zu den meisten anderen Währungen im Minus, nachdem aufgrund der jüngsten Nachrichten viele Händler sich wieder sichereren Anlagen zuwandten. Der AUD hatte sich in den vergangenen Monaten als Leistungsträger erwiesen, wobei Händler aufgrund der gestiegenen chinesischen Nachfrage für australische Rohmaterialien auf einen immer stärker werdenden AUD setzten.

Der AUD konnte gestern erhebliche Kursgewinne verzeichnen, da viele annahmen, dass nach dem gewonnenen Vertrauensvotum in Griechenland ein Anstieg der Risikofreudigkeit bevorstehe. Eine Hinwendung zu riskanteren Währungen erfolgte jedoch nicht, da die Berichte über den Fertigungssektor der Eurozone dafür sorgten, dass sich viele Investoren wieder Safe-Hafen-Anlagen zuwandten. Demzufolge scheinen Händler noch vor dem Wochenschluss von einem leichten Abwärtsknick beim australischen Dollar auszugehen.

Rohöl - Rohölpreis fällt unter $ 90 pro Barrel

Der Rohölpreis verzeichnete gestern einen erheblichen Einbruch und fiel beim späten Handel bis auf $ 89,90 pro Barrel. Da die unterschiedlichen Leitzinssätze aus dem Blickfeld geraten waren legten die Daten des Fertigungssektor erhebliche Schwächen in Europa offen, und das führte dazu, dass mehrere Großinvestoren und Analysten eine Abwendung vom EUR und physischen Anlagen im Austausch für die Sicherheit des USD und des JPY erwogen.

Während Investoren nach Sicherheit strebten fiel der Rohölpreis, der sich den größten Teil der Woche über recht stabil gehalten hatte, auf ein Wochen-Tief von $ 89,90 pro Barrel. Der plötzliche Kursaufschwung des Dollar aufgrund der risikosensiblen Stimmungslage in dieser Woche führte dazu, dass viele Investoren, wenn auch zögerlich, sich von Anlagen wie dem Rohöl abwandten. Sollte sich die Stimmung beim Rohöl die Woche über halten, könnte es sein, dass der Rohölpreis bis in die letzten Stunden des dieswöchigen Handels noch weitere Verluste hinnehmen muss.

Technische News

EUR/USD

Die Tatsache, dass diese Paarung die vergangene Woche nicht unterhalb dem 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt beenden konnte, sollte Euro-Verkäufe nicht entmutigen. Der spät in der Woche einsetzende Aufschwung konnte allerdings nicht über den 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt ansteigen, was auch daran lag, dass einige Händler den Euro verkauften. Der Slow Stochastic sowohl auf dem Monats- als auch auf dem Wochen-Chart ist rückläufig und deutet auf mögliche weitere Abwärtsbewegung hin. Unterstützung findet sich bei 1,4075, gefolgt vom Mai-Tief von 1,3970. Der 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt könnte ein wahrscheinliches Ziel sein, und darunter liegt die steigende Trendlinie vom Tief im Mai 2010, welches diese Woche bei 1,3610 liegt. Widerstand findet sich beim Freitags-Hoch von 1,4340, gefolgt von 1,4500 und dem Hoch von Anfang Juni bei 1,4690.

GBP/USD

Diese Paarung steht kurz davor den Kreuzwiderstand zu überwinden, der heute bei 1,6120 liegt. Ein Durchbruch dieses Werts und eine maßvolle Bewegung der Chart-Muster könnte die GBP/USD-Paarung bis auf 1,5370 sinken lassen. Das möglichste Ziel auf den Charts ist das Dezember-Tief von 1,5350. Auf dem Weg nach unten könnte die Paarung Unterstützung beim Mai-Tief von 1,6050 und dem März-Tief von 1,5940 finden. Andererseits könnte die Paarung Widerstand beim Hoch der vergangenen Woche von 1,6440 finden, wie auch dem Hoch vom Mai bei 1,6550.

USD/JPY

Diese Paarung konnte oberhalb 81 Yen keinen Brückenkopf bilden und sinkt weiter. Dieser Wert dient als ursprünglicher Widerstand gefolgt vom Hoch am 31. Mai bei 81,75, sowie von 82,20 und 82,57. Ein Absinken des Slow Stochastic auf dem Tages-Chart deutet auf weitere Rückläufigkeit hin. Unterstützung findet sich beim Mai-Tief von 79,50, gefolgt vom Rekordtief von 76,11.

USD/CHF


Die USD/CHF-Paarung stieg auf den Mai-Unterstützungswert, der sich in den Widerstandswert von 0,8550 gewandelt hat. Dieses Phänomen findet sich öfter bei technischen Analysen. Ein Durchbruch darüber könnte auf den 50-Tage-Bewegungsdurchschnitt treffen, der mit der fallenden Trendlinie vom Februar-Hoch bei 0,8640 übereinstimmt. Das dürfte Händlern einen guten Wert bieten, bei dem sie bei einem langfristigen Abwärtstrend eine Short-Position beziehen. Zusätzlicher Widerstand findet sich beim Tief von Mitte Mai bei 0,8750 und dem Mai-Hoch von 0,8950. Andererseits könnte sich das Rekordtief von 0,8325 als unterstützend erweisen.

Die Wild-Card

Rohöl

Der Rohölpreis sank gestern unter $ 90 pro Barrel, konnte allerdings den psychologisch wichtigen Wert zum Handelsschluss nicht halten. Allerdings weist das Momentum weiterhin abwärts, und die Bekanntgabe der IEA hinsichtlich der Freigabe strategischer Reserven könnte in nächster Zeit den Rohölpreis weiter nach unten ziehen. Ein stärker werdender US Dollar arbeitet ebenfalls gegen einen Aufschwung beim Rohöl. Folglich sollten Forex-Händler sich das Tief von Mitte Februar von $ 84,00 pro Barrel zum Ziel setzen.

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