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Friday, 4 Mar 2011
Erwartete EZB Leitzinserhöhung lässt Euro-Kurs steigen; ADP-Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP) steht an
Einen Tag vor der Veröffentlichung des ADP-Berichts zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP) machte der EZB-Präsident Jean-Claude Trichet den Weg frei für die erste europäische Leitzinserhöhung seit Beginn der Finanzkrise.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4065 | 1.6385 | 83.35 | 0.9415 | 1.0235 | 0.8670 |
| 1.4020 | 1.6345 | 83.00 | 0.9380 | 1.0200 | 0.8635 | |
| 1.3985 | 1.6305 | 82.65 | 0.9350 | 1.0170 | 0.8600 | |
| Support | 1.3925 | 1.6250 | 82.05 | 0.9285 | 1.0100 | 0.8530 |
| 1.3890 | 1.6220 | 81.75 | 0.9245 | 1.0070 | 0.8500 | |
| 1.3850 | 1.6180 | 81.40 | 0.9200 | 1.0035 | 0.8465 |
Wirtschafts News
USD - Wöchentliche Arbeitslosigkeitsdaten bringen Kursgewinne für den US Dollar
Ein erheblicher Rückgang bei den wöchentlichen US Arbeitslosigkeitsansprüchen trug dazu bei, dass der Dollar Kursgewinne zu den Haupt-Währungen verzeichnen konnte. Die Ausnahme bildete der Euro, der, aufgrund kämpferischer Kommentare seitens der EZB, zum Dollar auf den höchsten Stand seit November 2010 gestiegen war. Die wöchentlichen Erstansprüche auf Arbeitslosenunterstützung fielen mit 368.000 gegenüber 388.000 in der Vorwoche sehr viel besser aus. Arbeitsmarktspezialisten hatten gar eine Zahl von 394.000 prognostiziert.
Beim gestrigen Börsenschluss lag die EUR/USD-Paarung bei 1,3960 gegenüber dem Eröffnungswert von 1,3855. Die USD/JPY-Paarung schloss im Plus bei 82,40 gegenüber 81,83, während die GBP/USD-Paarung mit 1,6270 gegenüber 1,6312 rückläufig war.
Der Rückgang bei den Arbeitslosigkeitsansprüchen führte auch zu Gewinnen bei höhere Erträge erzielenden Anlagewerten und ließ die US Aktienindices um mehr als 1% steigen. So verzeichnete beispielsweise der Dow Jones Industrial Index einen Anstieg um 1,59%.
Derzeit sind alle Augen auf die heutige Veröffentlichung des ADP-Berichts zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP) gerichtet. Es wird erwartet, dass in den USA im Februar 180.000 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden, gegenüber den 36.000 im Januar. Jedoch sind die neuen Zahlen mit Vorsicht zu genießen, da sie witterungsbedingt beeinflusst sein können. Der Abwärtstrend des Dollarkurses könnte sich umkehren, sollte der Bericht mit besser als erwarteten Zahlen überraschen.
Nach dem gestrigen Breakout findet sich der Widerstandswert für die EUR/USD-Paarung bei 1,4080, mit einem weiteren Ziel bei der abfallenden Trendlinie der Januar- und November-Hochs von 2007, das heute bei 1,4150 liegt. Unterstützung findet sich beim gestrigen Tief von 1,3830, bei 1,3700 und der steigenden Trendlinie vom Tief vom 14. Februar bei 1,3640.
EUR - Trichets Äußerungen lassen Euro-Kurs steigen
Nachdem gestern die kämpferischen Äußerungen des EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Leitzinserhöhung für die Eurozone festigte, verzeichnete der Euro Kursgewinne auf ganzer Linie. Die Aussage schien sonnenklar, als Trichet betonte, dass „höchste Wachsamkeit gewährleistet sein müsse“. Er ließ auch durchblicken, dass eine Leitzinserhöhung bereits beim nächsten EZB-Treffen am 7. April beschlossen werden könne.
Nach Trichets Rede stieg der EUR/USD-Kurs auf den höchsten Stand seit November 2010, verzeichnete den Höchststand von 1,3975 und schloss bei 1,3960 gegenüber dem Eröffnungskurs von 1,3855. Die EUR/CHF-Paarung verzeichnete ebenfalls einen kräftigen Aufschwung, erzielte den Höchststand von 1,3019 und schloss bei 1,3000 gegenüber dem Eröffnungskurs von 1,2803.
Die Äußerungen von Europas führendem Zentralbanker belegen die Verpflichtung der EZB der Inflation entgegenzuwirken. Steigende Nahrungsmittel- und Rohstoffpreise bereiten der EZB Sorgen. Sollte sie diese Inflation nicht in den Griff kriegen könnten die gestiegenen Preise einen negativen Einfluss auf die Wirtschaft der Eurozone haben.
Die EZB beließ den Leitzinssatz noch unverändert bei 1,00%. Trichet betonte jedoch, dass es sich hierbei nicht um den Beginn eines Zinsverknappungszyklus handelt. Diese Bemerkung verstärkte die Erwartungen für eine schnellere Angleichung der Zinssätze, sowie eine entsprechende Erhöhung.
All dieses dürfte sich als Katalysator für den Euro auswirken, und weitere Kursgewinne sind zu erwarten. Die gestrigen Kurssteigerungen brachten die EUR/CHF-Paarung bis zum 61,8% Fibonacci Rückführungswert des Februar-Abwärtstrends. Weiterer Widerstand findet sich 1,3080, einem Wert der dem fallenden Abwärtstrend von den November- und Februar-Hochs entspricht. Eine Bewegung über diesen Wert hinaus könnte den 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,3170 zum Ziel haben.
JPY - US Arbeitsmarktdaten lassen USD/JPY-Kurs steigen
Die gestrigen besser als erwarteten US Arbeitsmarktdaten ließen den Dollar im Vergleich zum Yen ansteigen. Schwacher Kapitaleinsatz ließ Händler in diese Paarung investieren, da japanische Firmen ihre Investitionsaufwandsausgaben erhöhten, jedoch in geringerem Masse als vom Markt erwartet. Der Investitionsaufwand stieg im 4. Quartal um 3,8%. Wirtschaftswissenschaftler hatten jedoch einen Anstieg um 5,9% prognostiziert.
Nach der Bekanntgabe der für den Yen negativen Wirtschaftsdaten stieg die USD/JPY-Paarung kräftiger an und bewegte sich über seinen ersten Widerstandswert von 82,20 und schloss bei 82,40, gegenüber dem Eröffnungswert von 81,83.
Sollte der Bericht zum Wechsel der US-Beschäftigung (NFP) ein verbessertes Bild der Arbeitsmarktsituation in den Staaten zeichnen könnten der Währungspaarung weitere Kursgewinne bevorstehen. Ein geringer Widerstandswert von 83,50 könnte in Kraft treten, da dieser Wert mit dem 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt übereinstimmt, einem Widerstandswert, den das Paar zuvor, Mitte Februar, schon nicht durchbrechen konnte.
Rohöl - Nach ursprünglichen Verlusten steigt Rohölpreis wieder
Der Rohölpreis war am Morgen, aufgrund von Berichten über eine mögliche Einigung, die die Kämpfe in Libyen beenden würden, gesunken. Als diese Berichte jedoch von libyschen Offiziellen als haltlose Gerüchte abgetan wurden stieg der Rohölpreis wieder an und bewegt sich erneut über dem Wert von $ 102 pro Barrel.
Der Rohölpreis war bis auf $ 100,15 gesunken bevor er dann wieder bis nahe dem Eröffnungswert von $ 102,21 anstieg.
Der Preisrückgang nach den Gerüchten über eine mögliche Einigung zeigt, wie eng der Ölpreis an die politische Lage im Mittleren Osten gekoppelt ist. Die fehlenden Lieferungen libyschen Rohöls fangen auch an sich auf die europäischen Rohöllagerbestände auszuwirken, da Europa der Haupt-Bezieher der libyschen Ölexporte ist.
Die heutigen US Arbeitsmarktdaten dürften sich auch auf die Ölmärkte auswirken. Besser als erwartete Ergebnisse werden voraussichtlich den Ölpreis weiter steigen lassen. Widerstand findet sich bei $ 103,30, dem Hoch der vergangenen Woche und dann bei $ 110,00.
Technische News
EUR/USD
Die gestrige Bewegung brachte die Paarung auf den höchsten Wert seit November 2010. Ein steigender 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt deutet auf weitere Kursgewinne dieser Paarung mit dem Ziel von 1,4080 hin. Ein weiteres Ziel liegt bei der fallenden Trendlinie von den Januar- und November-Hochs in 2007. Dieser Wert liegt heute bei 1,4150. Unterstützung findet sich beim gestrigen Tief von 1,3830 und der steigenden Trendlinie vom Tief vom 14. Februar bei 1,3640.
GBP/USD
Diese Paarung scheint sich über die fallende Trendlinie der Januar-, November- und Februar-Hochs zu bewegen, was ein gutes Zeichen für das Paar ist. Händler sollten das Hoch vom Januar 2010 mit 1,6450 ins Auge fassen. Unterstützung findet sich bei 1,6210 und der steigenden Trendlinie vom Januar-Hoch in 2011, dessen Wert heute bei 1,6110 liegt.
USD/JPY
Nachdem diese Paarung aus dem Dreiecks-Konsolidierungsmuster ausgebrochen ist, um sich dann wieder in den oberen Grenzbereich zurückzuziehen, ist sie jetzt wieder über die steigende Stützlinie der Januar- und Februar-Hochs gestiegen und könnte sogar noch weiter ansteigen. Erste Zielsetzung sollte beim Widerstandswert von 83,50 liegen, gefolgt vom Februar-Hoch von 84,00. Unterstützung findet sich beim Tief dieser Woche von 81,60.
USD/CHF
Der gestrige kräftige Kursanstieg dieser Paarung scheint beim Widerstandswert von 0,9330 zum Stillstand gekommen zu sein. Da die 200-, 100-, 50- und 20-Tage-Bewegungsdurchschnitte fein säuberlich ausgerichtet sind, könnte sich ein Abwärtstrend beim Kurs ergeben. Sollte die Paarung jedoch auf den gestrigen Kursgewinnen aufbauen, dürfte der Widerstand bei 0,9440 und 0,9500 zu finden sein. Unterstützung findet sich Mittwoch-Tief von 0,9200.
Die Wild-Card
Rohöl
Der Rohölpreis verzeichnet die zweite Woche in Folge kräftige Anstiege. Derzeit versucht sich der Preis am 61,8% Fibonacci Rückführungswerts bei $ 104,00, dem Wert nach dem Einbruch des Ölpreises in 2008. Eine Bewegung über diesen Wert hinaus könnte Forex Händlern ein Ziel des Widerstandswerts von $ 110,50 signalisieren.
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| 05/25 | ||||||||
| 14:55 | USD | Revised UoM Consumer Sentiment | 77.8 | 77.7 | - | ![]() | ||
| 14:55 | USD | Revised UoM Inflation Expectations | 3.1% | - | - | ![]() | ||




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