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Tuesday, 15 Nov 2011

Es wird Zeit sich auf die US Wirtschaftsdaten zu konzentrieren.

Die Erholung die der EUR Ende vergangener Woche erfuhr war nur von kurzer Dauer, nachdem italienische und spanische Staatsanleihen einen Aufschwung verzeichneten. Der heutige Wirtschaftskalender weist eine ganze Reihe wichtiger Wirtschaftsdaten aus Europa, Großbritannien und den USA auf, wobei die wichtigsten das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone und die US Einzelhandelsumsätze sein dürften.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznonodownnonono
Wochentendenzdowndowndownupupup
Resistance1.42501.662079.300.94501.07500.8830
1.38601.645077.85 0.93101.04500.8655
1.36501.610077.500.91501.03400.8600
Support1.34801.585076.95 0.9080 1.00500.8485
1.3145 1.568076.10 0.87600.99250.8360
1.28701.527075.630.85700.98600.8285

Wirtschafts News

USD - Der Fokus liegt auf den US Wirtschaftsdaten

Nachdem die Aufmerksamkeit zwei Wochen lang auf der politischen Szene Europas gelegen hat rücken jetzt die US Wirtschaftsdaten wieder ins Rampenlicht. Die wichtigen Bekanntgaben beginnen heute mit der Veröffentlichung der Einzelhandelsumsätze, dem Erzeugerpreisindex (PPI) und dem regionalen Konjunkturbericht des Fed-Distriktes New York. Die Märkte erwarten, dass das positive Wirtschaftsmomentum welches im 3. Quartal seinen Anfang nahm sich ins 4. Quartal übertragen wird. Es wird prognostiziert, dass es zu einer Aufhellung der Stimmungslage an den Märkten zusammen mit einer erheblichen Verbesserung auf dem Fertigungssektor kommen wird. Die Einzelhandelsumsätze werden voraussichtlich fortgesetztes Konsumwachstum aufweisen, gleichwohl mit geringerem Tempo als noch im Monat September. Inflationärer Druck auf Erzeugerseite (PPI) wird voraussichtlich sinken, während die Kerninflation bei den Verbraucherzahlen (CPI) im September aufs Jahr gerechnet auf 3,9% gestiegen ist. Der Verbraucherpreisindex (CPI) für den Monat Oktober wird dann am Mittwoch veröffentlicht.

Die US Notenbank (Fed) erwartet, dass der inflationäre Druck abnehmen wird und dass im schlechtesten Fall sich ein deflationäres Umfeld in der US Wirtschaft breit machen wird. Um der Bedrohung einer Deflation aus dem Weg zu gehen wird die Fed wahrscheinlich durch zusätzliche Käufe von Staatsanleihen (QE3) seine Bilanz aufbessern. Das legt zusätzliche Bedeutung auf die Verbraucherindex-Daten am Mittwoch, da viele Wirtschaftswissenschaftler die Bekanntgabe eines quantitativen Lockerungsprogramms (QE3) frühestens nach dem Notenbank-Treffen am 13. Dezember erwarten.

EUR - Druck in den europäischen Randstaaten nimmt wieder zu

Gestern kam der EUR erneut unter Druck als die Staatsanleihen peripherer Staaten wieder einmal anstiegen. Italien konnte eine erfolgreiche Auktion seiner 5-Jahres-Anleihen verzeichnen, wobei diese die höchste Rendite seit Italiens Beitritt zur EWU aufwiesen. Die Rendite spanischer 10-Jahres-Anlagen stieg zum ersten Mal seit dem Sommer auf über 6%, und als ein Zeichen von Marktstress klafft die Spanne der Rendite bei spanischen und deutschen 10-Jahres-Anlagen immer mehr auseinander. Spanien wird wieder kräftiger ins Blickfeld geraten, da die Spanier aufgerufen sind am kommenden Sonntag zur Parlamentswahl zu gehen.

Heute erfolgt die Bekanntgabe des Bruttoinlandsprodukts der Eurozone. Allgemein wird von einem Plus von 0,2% ausgegangen, was verdeutlichen dürfte wie sehr sich die europäische Wirtschaft abmüht. EZB Präsident Mario Draghi vertrat die Ansicht, dass die Eurozone in eine leichte Rezession abrutschen werde, dieweil der letzte Einkaufsmanagerindex auf ein Nachlassen des Wirtschaftswachstums hindeutet. Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland dürften auf einen etwas heftigeren Abschwung der Stimmung an den Märkten hinweisen, was möglicherweise den Kurs des EUR drücken könnte.

Mit zunehmendem Druck der peripheren Randstaaten ist der EUR von seinen Freitags-Hochs zum USD und zum JPY gesunken. Die EUR/JPY-Paarung nähert sich dem Schlüsselwert von 104,70 - 105, wobei lediglich der Unterstützungswert beim September-Tief von 100,75 auf den Charts verbleibt.

JPY - Japanisches Wirtschaftswachstum lässt nach, doch der JPY gewinnt an Stärke

Gestern wurde das japanische Bruttoinlandsprodukt veröffentlicht, das mit einem Anstieg um 1,5% im 3. Quartal den allgemeinen Erwartungen entsprach. Allerdings enthielt der Bericht auch einen kleinen Wermutstropfen, da die revidierten Daten für das 2. Quartal ein Schrumpfen der Wirtschaft um -0,5% aufwies, gegenüber dem zuvor ausgewiesenen Wert von -0,3%.

Trotz stagnierender japanischer Wirtschaft legt der JPY weiterhin an Stärke zu. Weder die traditionelle Intervention noch die „verdeckte Intervention“, wie sie in der gestrigen FOREXYARD Tagesanalyse besprochen wurde, waren in der Lage dem Anstieg des JPY Einhalt zu gebieten.

Am Mittwoch wird die BOJ wieder tagen, allerdings werden keine neuen geldmarktpolitischen Maßnahmen erwartet. So könnte sich die Einbahnstraßenbewegung der USD/JPY-Paarung weiter fortsetzen. Gestern sank die Paarung unter seinen 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt. Bis zum Allzeit-Tief von 75,63 besteht ein Mangel an Unterstützung für die USD/JPY-Paarung. Widerstand findet sich wieder bei 77,50, dem Hoch vom 12. Oktober.

GBP - Bei steigender Inflation in Großbritannien hält sich die BoE noch zurück

Heute wird ein weiterer Brief des Präsidenten der Bank of England, Mervyn King, an den britischen Finanzminister George Osborne übergeben, in dem erklärt wird, weshalb die Inflationsrate weiterhin über der Zielsetzung der BoE von 3% liegt. Allerdings gibt es auch einige Wirtschaftswissenschaftler, die der Meinung sind, dass die Inflation in Großbritannien seinen Höchststand erreicht hat und nun beginnen wird zurückzugehen. Das wird von King und der Mehrheit des geldmarktpolitischen Komitees gerne geglaubt, da die BoE im Protokoll ihres letzten Treffen auswies, dass sie weitere geldmarktpolitische Lockerungen einleiten werde, um deflationären Druck abzuwehren. Es wird angenommen, dass der heutige Verbraucherpreisindex mit 5,1% knapp unter dem Spitzenwert von 5,2% im September liegen wird. Sollte das Ergebnis überraschenderweise doch höher ausfallen, dürfte das sehr wahrscheinlich das Pfund Sterling unterstützen, wohingegen bei einem Ergebnis unter den Markterwartungen Händler in Erwartung weiterer Erleichterungsmaßnahmen durch die BoE das Pfund Sterling verkaufen dürften.

Technische News

EUR/USD

Die Belastbarkeit des EUR ließ viele Händler die Strategie verfolgen die EUR/USD-Paarung immer dann zu verkaufen wenn eine Markterholung vorlag. Der Haupt-Widerstandswert liegt bei 1,3860, dem Konsolidierungswert von Anfang November. Dieser Wert entspricht auch der 50% Rückführung des Abwärtstrends von Ende Oktober bis Anfang November (1,4246 - 1,3483). Bei einer Annäherung an diesen Schlüsselwert könnte die Paarung unter Verkaufsdruck geraten. Der Slow Stochastic auf dem Monats- und Wochen-Chart deutet weiterhin abwärts, und erste Unterstützung dürfte sich bei 1,3650 finden, gefolgt vom Tief der vergangenen Woche bei 1,3480. Ein Durchbruch hier könnte die Tür zum Oktober-Tief von 1,3145 öffnen. Zusätzlicher Widerstand findet sich beim 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,4105.

GBP/USD

Das Pfund Sterling ist unter Verkaufsdruck geraten und nähert sich dem 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,6140. Dieser Bewegungsdurchschnitt liegt knapp über einer ansteigenden Flaggen-Formation auf dem Tages-Chart. Die Unterstützungslinie auf den Charts sinkt unter das Tief vom 26. Oktober und weist eine potentielle maßvolle Bewegung um 480 Pips auf, die das August-Hoch von 1,6615 als vorteilhaftes Ziel erscheinen lässt. Sollte es der Paarung nicht gelingen aus diesem Konsolidierungsmuster auszubrechen, dürfte sich Unterstützung bei 1,5850 und bei 1,5680 finden.

USD/JPY

Nach einem Zeitraum relativer Unbeweglichkeit hat der Yen wieder an Stärke zugelegt. Die USD/JPY-Paarung dürfte Unterstützung beim 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 76,96 finden, gleichwohl diese Einbahnstraßenbewegung auf weitere Kursrückgänge bei dem Paar hindeutet. Zusätzliche Unterstützung dürfte sich bei 76,10 finden, dem unteren Grenzwert der Konsolidierung vom September, mit einer finalen Zielsetzung von zumindest dem Rekordtief von 75,63. Widerstand dürfte sich beim September-Hoch von 77,85 finden, während der langfristige Abwärtstrend vom Hoch in 2007 bei 79,30 liegt.

USD/CHF

Die USD/CHF-Paarung konnte zwar einen Durchbruch verzeichnen, war jedoch nicht in der Lage erheblich über den Widerstandswert vom 20. Oktober von 0,9080 anzusteigen. Ein neuerlicher Anstieg dürfte wahrscheinlich das Oktober-Hoch von 0,9310 zum Ziel haben. Händler sollten auch ein Auge auf den 20-Monate-Bewegungsdurchschnitt halten, der bei 0,9450 liegt. Erste Unterstützung findet sich nahe 0,8950, gefolgt vom November-Tief von 0,8760.

Die Wild-Card

EUR/JPY

Die EUR/JPY-Paarung nähert sich dem Schlüsselwert von 104,70 - 105. Dieser Kurs ist erheblich angestiegen da er nicht nur den Unterstützungswert vom Tief vom 26. Oktober, sondern auch den 61% Fibonacci Rückführungswert des Oktober-Anstiegs darstellt. Bei einem Durchbruch dieses Unterstützungswerts sollten Forex-Händler darauf achten, ob die Paarung auf den letzten verbleibenden Unterstützungswert des Oktober-Tiefs von 100,75 zurückfällt. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 14:28 GMT
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05/25
14:55USD+ Revised UoM Consumer Sentiment77.877.7 -3
14:55USD+ Revised UoM Inflation Expectations3.1% --1
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