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Mittwoch, 24 Sep 2008
Etwas Marktstabilität stellt sich ein, während Anleger die Ergebnisse des US-Rettungsplans erwarten
Der Preisfall des Rohöls ermutigt die Anleger, während die Welt gespannt auf weitere Details des Rettungspakets seitens der US-amerikanischen Regierung wartet. Erste Euphorie ist mittlerweile in Unruhe umgeschlagen. Es stellt sich die Frage, wie wird Amerikas Regierung das $700 Mrd. Rettungspaket finanzieren, ohne den US-amerkanischen Steuerzahler zu belasten. In der Eurozone hat sich inzwischen, aufgrund negativ ausgefallener Daten, ein leichter Abwärtstrend eingestellt. Anleger erwarten für heute eine weitere Anhörung von US-Notenbankchef Bernanke und US-Finanzminister Paulson, die die Einführung des Rettungsplans für die krisengeschüttelte US-Wirtschaft forcieren.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Widerstandskraft | 1.4740 | 1.8590 | 106.68 | 1.0958 | .8445 | .7975 |
| 1.4728 | 1.8565 | 106.35 | 1.0924 | .8419 | .7958 | |
| 1.4700 | 1.8545 | 106.14 | 1.0891 | .8390 | .7940 | |
| Support | 1.4645 | 1.8511 | 105.78 | 1.0845 | .8349 | .7907 |
| 1.4625 | 1.8490 | 105.51 | 1.0819 | .8332 | .7883 | |
| 1.4590 | 1.874 | 105.25 | 1.0763 | .8305 | .7863 |
Wirtschafts News
USD - Rettungspaket bringt Vertrauen in den USD
Der USD verzeichnete gestern überraschenderweise einen zinsbullischen Börsengang und einen Wertzuwachs gegenüber seinen Hauptwährungsgegnern. Im frühen Handel erreichte der USD bereits Höchststände gegen den EUR, nachdem die Daten des produzierenden Gewerbes in der Eurozone enttäuschend ausgefallen waren. Zum Ende des gestrigen Handelstages schloss der USD bei 1,4644 gegen den EUR. Auch gegenüber dem Pfund Sterling und dem Schweizer Franken machte der USD Boden gut.
Wichtigstes Ereignis aus den USA waren gestern die Anhörungen von US-Notenbankchef Bernanke und US-Finanzminister Paulson vor dem Banken-Komitee des Senats in Washington. Währenddessen sind die Anleger durch die fallenden Rohölpreise ermutigt und warten gespannt auf weitere Details des Rettungspakets der US-Regierung. Erste Euphorie ist mittlerweile in Unruhe umgeschlagen und es stellt sich die Frage, wie wird Amerikas Regierung das $700 Mrd. Rettungspaket finanzieren, ohne den US-amerikanischen Steuerzahler zu belasten. Experten zufolge halten genau dieses Sorgen den Wertzuwachs des Dollar auf. Die Liquidität im Markt war gestern eher gering, da Anleger in Bezug auf zukünftige Tendenzen der Aktienmärkte verunsichert sind. So verhalten sich Investoren derzeit zurückhaltend und warten auf ein Abklingen der Marktturbulenzen.
In ihren Anhörungen äußerten sich Bernanke und Paulson auch hinsichtlich ihrer Versprechen, der Regierung die Befugnis zu erteilen, illiquide Vermögenswerte aufzukaufen, was wiederum weniger Zustimmung beim US-Senat fand, der darauf bestand, dass zumindest gesetzliche Regelungen bestehen müssten, die die Steuerzahler vor nachteiligen Ausfällen bewahrten. Die Anhörungen nehmen bislang großen Einfluss auf die USD-Handelswoche.
Wichtigster Indikator auf dem heutigen Wirtschaftskalender der USA sind die Daten der Eigenheimverkäufe aus Bestand. Experten sagen für diesen Indikator einen leichten Umsatzrückgang von $5,00 Mio. auf $4,93 Mio. voraus. Sollten sich die Prognosen bewahrheiten, wird sich die aktuelle Erholung des Dollars voraussichtlich fortsetzen, da Anleger ihre USD-Positionen folglich erweitern werden. Heute sollten USD-Anleger die Ansprachen von Bernanke und Paulson sowie deren Aussagen zum Rettungspaket weiterhin aufmerksam verfolgen.
EUR - Negativ ausgefallene Daten des produzierenden Gewerbes bringen dem EUR Abwärtstendenzen
Der EUR beendete den gestrigen Börsengang bei gemischten Ergebnissen gegenüber den Hauptwährungen. Die 15-Nationen-Währung erfuhr hohe Kursschwankungen, insbesondere gegenüber dem USD und schloss letzten Endes um die 1,4644. Der EUR fiel gestern außerdem gegen den GBP und den JPY, konnte sich jedoch gegen den Schweizer Franken durchsetzen.
Den einflussreichsten Wirtschaftsindikator der Eurozone bildete gestern der Flash Manufacturing PMI. Dienstleistungen und Produktion gingen laut Angaben im Monat September in der Eurozone zum vierten Monat infolge zurück. Diese Hochrechnung deutet auf ein stagnierendes Wirtschaftswachstum hin und steht im Gegensatz zu den zuvor ausgegebenen Wirtschaftsdaten, die noch alle Erwartungen übertroffen hatten. Die Produktionszahlen der Eurozone rutschten auf ein Siebenjahrestief, von 47,6 im Vormonat August auf 45,3 und liegen dabei unter den prognostizierten 47,2. Liegt dieser Indikator über der 50,0-Marke, wird dies als Zeichen für ein Wachstum der herstellenden Industrie gedeutet. Das Gegenteil gilt für eine Unterschreitung dieses Levels. Weiterer wichtiger Indikator gestern, war Frankreichs Privater Verbrauch, Käufe industrieller Güter. Französische Käufer scheinen ihre Ausgaben im Monat August gedrosselt zu haben, während die Produktionserträge ihren schärfsten Rückgang in über sechseinhalb Jahren verzeichneten, was ebenfalls ein äußerst schwaches drittes Wirtschaftsquartal bedeutet. Die vorgenannten Veröffentlichungen machen erneut deutlich, dass die europäische Wirtschaft den EUR maßgeblich schwächt.
Für heute steht, als wichtigster Indikator aus der Eurozone, der deutsche Ifo Geschäftsklimaindex auf der Agenda. Dieser misst die Erwartung von Unternehmern in die künftige wirtschaftliche Entwicklung. Dabei erklären etwa 7.000 Unternehmen alle vier Wochen in einer Umfrage, wie es um ihr Geschäft steht und was sie für die nächsten sechs Monate erwarten. EUR-Anleger sollten ihr Augenmerk unbedingt auf die Veröffentlichung dieses Indexes richten, da ein Ergebnis über den Erwartungen eine zinsbullische Korrigierung des gestern begonnen EUR-Rückgangs erwirken könnte.
JPY - Yen stabiler angesichts Beruhigung der Märkte
Gegenüber den meisten Währungen verzeichnete der JPY einen ziemlich flachen Handel. Dabei schwankte die japanische Währung gegenüber dem USD zwischen 105 und 106 und schloss letztendlich bei 105,64. Vornehmlich wurden die Tendenzen des JPY von seinen Hauptwährungsgegnern bestimmt, die, aufgrund der derzeit unbeständigen Märkte, einen volatileren Handel erlebten.
Einzig veröffentlichter Indikator aus der japanischen Wirtschaft war der BSI Manufacturing Index, ein allgemeines Maß für Marktkonditionen und Geschäftspotential. Große Produktionsunternehmen sahen den Index ihrer Geschäftslage im zweiten Quartal von -15,1 auf -10,0 hochschnellen, während das nicht verarbeitende Gewerbe sich ebenfalls von vormals -15,3 auf -10.2 verbesserte. Kleinere Unternehmen verzeichneten einen leichten Aufwärtstrend ihrer Geschäftsbedingungen, schrieben jedoch die negativeren Zahlen. Der Geschäftsklimaindex der Branchen insgesamt verbesserte sich von -36,5 auf -34,3 im dritten Quartal und verhalf dem JPY zu mehr Stabilität.
Dennoch werden im heutigen Tagesverlauf die Veröffentlichung der japanischen Handelsbilanz sowie die Daten des CSPI leichte Kursschwankungen mit sich bringen. JPY-Anleger sollten Nachrichten aus den USA und der Eurozone nicht aus den Augen verlieren, den auch heute werden diese Nationen wieder einmal die Entwicklungen des Yen entscheidend bestimmen.
Rohöl - Nach ungewöhnlichem Preisanstieg fällt Rohöl wieder
Wie erklärt sich der jüngste Preisanstieg des Rohöls? Ein interessanter Ansatz liegt darin, dass Experten von einer durch einflussreiche Investoren angelegten Aktion ausgehen, in der die Preise während der letzten Stunden des Oktoberkontraktes von Light Sweet Crude in die Höhe getrieben wurden, um somit Marktanteile zu sichern. Ermittlungen diesbezüglich wurden bereits eingeleitet, um diese Behauptungen zu überprüfen. Die Auffassung gründet auf der Tatsache, dass lediglich ungefähr 41.000 Geschäftsabschlüsse vorgenommen wurden, verglichen mit den gewöhnlichen 200.000+ eines typischen Handelstages. Nachdem die Märkte dennoch historische Rekordhöhen erreichten, wurden Anleger automatisch misstrauisch.
Heute können Anleger beobachten, dass sich die Preise wieder mehr dem Marktverhalten anpassen. Die Rohölpreise fielen im heutigen Börsengang von der am Montag erreichten $120-Marke bis auf $106, so dass sich der jüngste Aufwärtstrend des Rohöls offensichtlich wieder beruhigt. Darüber hinaus trägt auch die Erholung des USD ihren Teil zum Rückgang der Rohölpreise bei, da Anleger wieder mehr Vertrauen in die Währungsmärkte entwickeln. Auch heute bleiben die Tendenzen des USD wieder einmal ein starker Indikator für die Preisausrichtung des Rohöls. Diese Korrelation wird heute besonders deutlich, da die Veröffentlichung der US-Rohöllagerbestände ansteht. Darüber hinaus ist das Rettungspaket für die US-Wirtschaft weiterhin in Vorbereitung, was vermehrt Volatilität in die Märkte bringt.
Technische News
EUR/USD
In den letzten drei Handelstagen durchlebte dieses Paar einen äußerst schwankenden sowie richtungslosen Handel. Etliche Versuche die Unterstützungsmarke von 1,4500 zu durchbrechen sind fehlgeschlagen, während sich das Paar mittlerweile um die 1,4650-Marke konsolidiert hat. Die Tages-Chart gibt gemischte Signale aus und dennoch werden auf der 4-Stunden-Chart Anzeichen eines begrenzten Abwärtsmomentums deutlich. Der Slow Stochastic ist negativ geneigt, was darauf hindeutet, dass eine Fortsetzung der rückläufigen Korrigierung in Kürze erfolgen könnte.
GBP/USD
Auf der Tages-Chart ist zu erkennen, dass der Aufwärtstrend dieses Paares noch kein Ende gefunden hat. Auch der Slow Stochastic der Tages-Chart weist eine positive Neigung aus, was ebenfalls auf ein Fortbestehen des zinsbullischen Trends hindeuten könnte. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, ist eventuell die richtige Entscheidung für heute.
USD/JPY
Das Momentum, was sich nach dem Durchbruch auf der 4-Stunden-Chart eingestellt hat, setzt sich in vollem Umfang fort. Die Tage-Chart ist weiterhin von Abwärtstendenzen geprägt, während die 4-Stunden-Chart erste Anzeichen eines gemäßigten Aufwärtsmomentums erkennen lässt. Bei Höchstständen zu verkaufen, könnte heute die richtige Strategie sein.
USD/CHF
Handelsspanne erkennen, in deren unteren Bereich USD/CHF mittlerweile schwankt. Ein zinsbullisches Kreuz des Slow Stochastic bestätigt die Tendenz, dass dieses Paar den oberen Bereich der Spanne voraussichtlich noch vor dem Wochenende in Angriff nehmen könnte. Für heute ist es voraussichtlich richtig, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.
Die Wild-Card
Silber
Der Rohstoff Silber befindet sich derzeit inmitten einer zinsbullischen Korrigierung und scheint einen ziemlich hohen Preis anzustreben. Diese zinsbullische Handelsspanne, gepaart mit einer stark positiven Neigung des Slow Stochastic der Tages-Chart, könnte
Forex -Anlegern den Einstieg in den Aufwärtstrend bei weiten Stopps zu einem äußerst lukrativen Geschäft werden lassen.
| Datum | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01/08 | 12:00 | GBP | Official Bank Rate | 2.00% | 1.50% | 1.50% | ![]() | |
| 13:30 | USD | Unemployment Claims | 492K | 545K | - | ![]() | ||
| 15:00 | CAD | Ivey PMI | 40.2 | 37.5 | - | ![]() | ||
| 15:30 | USD | Natural Gas Storage | -143B | -78B | - | ![]() | ||
| 16:00 | USD | President-Elect Obama Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 17:50 | CAD | Gov Council Member Duguay Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 18:30 | USD | Assist Treasury Sec Kashkari Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 19:00 | EUR | ECB President Trichet Speaks | * | * | * | ![]() | ||
| 20:00 | USD | Consumer Credit | m/m | -3.5B | -0.5B | - | ![]() | |
| 01/09 | 05:00 | JPY | Leading Indicators | 85.2% | 81.4% | - | ![]() | |
| 07:00 | EUR | German Retail Sales | m/m | -2.2% | 0.4% | - | ![]() | |
| 07:45 | EUR | French Industrial Production | m/m | -2.7% | -0.7% | - | ![]() | |
| 07:45 | EUR | French Trade Balance | -7.1B | -5.0B | - | ![]() | ||
| 09:30 | GBP | Manufacturing Production m/m | m/m | -1.4% | -0.5% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | PPI Input | m/m | -3.3% | -2.0% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | Industrial Production | m/m | -1.7% | -0.5% | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | PPI Output | m/m | -0.7% | -0.7% | - | ![]() | |
| 10:00 | EUR | Retail Sales | m/m | -0.8% | 0.1% | - | ![]() | |
| 11:00 | EUR | German Industrial Production | m/m | -2.1% | -2.0% | - | ![]() |


Official Bank Rate


















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